iPad weg, Surface her. Mein Wechsel.

Ich habe das neue Surface von Microsoft gekauft. Mein iPad war nach zwei Stunden verkauft. Man kann mich daher als Wechsler und nun Apple-Befreiter bezeichnen. Bereits nach ein paar Tagen kann ich sagen, dass ich das Surface viel umfangreicher einsetzen kann, als das iPad. Nach ein paar Gesprächen um das Surface kristallisierten sich ein paar Gründe heraus, die ich mal in eine Liste gepackt und auf 10 beschränkt habe. Hier also 10 Gründe für (m)einen Wechsel:

  1. Direkter Netzwerkzugriff
    Beim iPad ließen sich die Inhalte nur über iTunes synchronisieren. Mit dem Surface hat man ohne den Einsatz von Zusatzsoftware direkten Zugriff auf das Netzwerk und Netzwerkordner. Das macht den Zugriff einfacher und durchgängiger, da dieser Zugriff von jeder App genutzt werden kann. Zudem erspart es die Suche nach geeigneten Applikationen, um doch auf Dateien im Netzwerk zugreifen zu können.
  2. Mehrere Benutzer
    Da das Surface Windows als Betriebssystem hat, können mehrere Benutzer verwendet werden. Gerade bei einem Gerät, was zunehmend von der ganzen Familie verwendet wird, ist das ein wichtiges Argument. Jeder Benutzer hat dabei seine Applikationen, seine Einstellungen und seine Berechtigung. Eine schöne Möglichkeit für Kinder im Haushalt ist Family Safety. Diese Funktion bietet die Möglichkeit, den Zugriff nur auf bestimmte von Microsoftoder selbst freigeschaltete Webseiten zuzulassen. Außerdem kann eingestellt werden, welche Apps verwendet werden dürfen, und wie lange der PC zu welcher Tageszeit genutzt werden kann. Damit handelt es sich um die bereits aus Windows 7 und Vista bekannten Möglichkeiten der Benutzerkonten für Kinder.

    Mehrere Benutzer auf dem Surface

    Mehrere Benutzer auf dem Surface

  3. Apps kann man vor dem Kauf testen
    Der App-Store von Microsoft bot schon bei Windows Phone die Möglichkeit, Applikationen zu testen, bevor diese gekauft werden. Jede Applikation konnte selber entscheiden, ob sie dieses Feature nutzen möchte oder nicht. Viele Apps machen davon Gebrauch und so ist es mir als Kunde möglich, mehrere Applikationen mit gleichen Features vor dem Kauf zu testen. Die Applikation mit dem passendsten Funktionsumfang wird dann gekauft. Bei Apple war dies immer ein Krampf und hat nicht selten dazu geführt, dass ich mehrere funktionsgleiche Applikationen kaufen musste, bis ich das hatte, was ich suchte. Da hilft es dann auch nicht, dass Apps für iOShäufig günstiger sind als für Windows (Phone).

    App testen oder kaufen aus dem Windows Store

    App testen oder kaufen aus dem Windows Store

  4. USB-Port
    Das Surface verfügt über einen vollwertigen USB-Port. Damit lassen sich alle USB-Geräte am Surface verwenden: Drucker, USB-Sticks, Mäuse, Tastaturen, Präsenter, … Beim iPad habe ich das gerade für USB-Sticks das ein oder andere Mal vermisst. Das hat allerdings auch Nachteile: Zum einen ist die Dicke des Geräts ist durch den USB-Port vorgegeben und zum anderen muss Windows die entsprechenden Treiber für alle möglichen USB-Geräte vorhalten, was sicher nicht ganz unschuldig ist an der Größe von Windows RT auf dem Surface (ca. 15 GB).

    Der USB-Port vom Surface an der Seite

    Der USB-Port vom Surface an der Seite

  5. Erweiterbarer Speicher (SDXC)
    Das iPad kommt mit fixem Speicher. Dieser lässt sich nur durch Online-Speicher erweitern, was wiederum zwei Nachteile hat: Erstens sind viele noch nicht so weit, dass sie ihre Daten in der Cloud speichern wollen und zum zweiten erfordert dies eine dauerhaft Internetverbindung. Das Surface bietet die Möglichkeit den internen Speicher durch eine micro-SD-Karte zu erweitern. Da der SDXC Standard unterstützt wird, ist dies aktuell mit bis zu 64GB möglich. Laut Wikipedia-Artikel sieht der SDXC-Standard Kartengrößen bis 2TB vor. Diese gibt es aktuell noch nicht zu kaufen, daher weiß ich nicht, ob bisher immer von 64GB geredet wird, weil dies die maximal aktuell erhältliche Größe ist, oder ob das Surface an dieser Stelle auf 64GB begrenzt ist. Aber selbst die aktuell erhältlichen 64GB ermöglichen bereits eine Verdopplung des On-Board-Speichers.
  6. Richtiges Office ohne Aufpreis an Board
    Das Surface wird mit Office 2013 ausgeliefert, d.h. folgende Applikationen kommen bereits vorinstalliert und ohne Aufpreis mit: Word 2013, Excel 2013, PowerPoint 2013 und OneNote 2013. Dabei rede ich nicht von Metro-Apps mit vermindertem Funktionsumfang, sondern von den vom Desktop bekannten vollwertigen Applikationen, die mit der Version 2013 auch in Richtung Touch optimiert wurden. Beim iPad gibt es diese Applikationen nicht und die iOSVersionen der MacOffice Programme sind nicht günstig: 12 EUR pro Applikation, wenn ich das richtig im Kopf habe. Macht 36 EUR Aufpreis (Text, Tabelle, Präsentation) für in der Funktion begrenzte Programme.

    Micrsoft Word 2013 auf Windows RT auf dem Surface

    Micrsoft Word 2013 auf Windows RT auf dem Surface

  7. Nähe zu Windows Phone
    Dies dürfte momentan noch für eher weniger Leute ein Kaufargument sein, jedoch ist die Zahl der Nutzer steigend und gerade mit Windows Phone 8 dürfte hoffentlich ein Durchbruch erzielt werden. Dabei gilt nun das Mac-Argument: Gleiches Ökosystem führt zu besserer Nutzbarkeit. Ich habe die gleichen Applikationen, die sich auf den verschiedenen Geräten über die Cloud synchronisieren. Das ist schon mit Windows 8 und Windows RT extrem cool. Wenn dann noch das Smartphone mit Windows Phone 8 mitspielt ist das eine runde Sache. Zudem verfügt der Startbildschirm über die von Windows Phone bekannten Kacheln. Wer das vom Windows Phone bereits kannte und mochte, wird hier nicht enttäuscht werden.
  8. Vernünftiges Dateisystem
    Wie mich das bei iOS gestört hat: Es gibt kein vernünftiges Dateisystem, auf das man zugreifen könnte, sondern die Applikationen müssen sich selbst organisieren. Das führt dazu, dass man Dateien von einer an die andere Applikation weitergeben muss und nach der Bearbeitung dann wieder zurück gibt an die Ursprungsapplikation. Ziemlicher Aufwand. Bei Surface ist der von Windowsbekannte Explorer integriert. Es kann ganz normal auf die Festplatte zugegriffen werden und alle Applikationen nutzen exakt die gleiche Datei und arbeiten nicht mit Kopien. Das entlastet das Dateisystem und sorgt dafür, dass die Dateien nicht umständlich hin- und hergereicht werden müssen. Zudem kann auch direkt mit Daten aus Apps wie z.B. SkyDrive gearbeitet werden, ohne diese noch einmal lokal speichern zu müssen. Die Schnittstelle dafür steht allen Apps zur Verfügung und kann damit von jeder App genutzt werden.

    Explorer auf Windows RT auf dem Surface

    Explorer auf Windows RT auf dem Surface

  9. Geteilter Bildschirm (echtes Multitasking)
    Der Formfaktor vom Surface (16:9) ist erst etwas ungewohnt wenn man vom iPad kommt (4:3). Jedoch wird ziemlich schnell klar, warum die Seitenverhältnisse so gewählt wurden: Zum einen werden Filme und Videos damit ohne schwarze Streifen dargestellt, zum anderen ermöglicht es aber auch noch die auf dem Surface mögliche Nutzung von zwei Apps nebeneinander. Das ist in vielen Fällen sinnvoll: Auf der einen Seite den Chat, auf der anderen Seite die Applikation mit der man gerade arbeitet. Oder auf der einen Seite das PDF, was gerade gelesen wird, auf der anderen Seite die Notizen, die man sich dazu macht, oder das Dokument an dem man gerade schreibt. Kein dauernd notwendiger Wechsel zwischen den Applikationen. Bereits nach wenigen Tagen erscheint dies äußerst sinnvoll. Bei dem breiteren Formfaktor im Vergleich zum iPad bleibt so auch noch genug Platz für die eigentliche Applikation wenn zwei davon nebeneinander liegen.

    Geteilter Bildschirm auf dem Surface

    Geteilter Bildschirm auf dem Surface

  10. Sinnvolle Materialien
    Das Surface ist aus Magnesium gefertigt. Das fühlt sich sehr ähnlich an, wie das iPad. Das iPad hatte ich jedoch immer in einer Hülle, weil die Rückseite sonst ziemlich schnell unschön aussieht mit vielen Kratzern. Beim Surface scheint die Oberfläche bisher unempfindlicher zu sein. Ich habe die Rückseite nicht in einer Hülle und bisher sieht sie immer noch aus wie am ersten Tag. Das Surface habe ich mit TouchCover gekauft, und auch beim Cover ist das Material sinnvoll ausgewählt: Es ist ein Filzähnlicher Stoff, der dafür sorgt, dass das iPad nicht vom Schoß rutscht, wenn man das Cover umgeklappt hat. So scheint die Auswahl der Materialien zumindest bisher äußerst sinnvoll.

    Das aufgestellte Surface ohne angedocktes TouchCover

    Das aufgestellte Surface ohne angedocktes TouchCover

    Das TouchCover als Abdeckung für den Bildschirm mit Filzartiger Oberfläche

    Das TouchCover als Abdeckung für den Bildschirm mit Filzartiger Oberfläche

    Das TouchCover angedockt als Tastaturersatz

    Das TouchCover angedockt als Tastaturersatz

Natürlich gibt es auch Nachteile. Was mich bisher noch etwas stört, sind die noch nicht 100% funktionierenden Programme. Ein paar Beispiele:

  • Die Mail-App kann zwar Emails empfangen aber nur über den Live-Account senden. Das Senden über andere Emailadresse wird derzeit noch nicht unterstützt.
  • Über Zusatzprogramme kann ich auch nicht indizierte Ordner in die Bibliotheken bekommen, jedoch werden diese dann nur teils im System angezeigt. Meine Bilderbibliothek auf dem Desktop zeigt die Bilder an. Die Foto-App im neuen Design jedoch nicht.
  • Der App-Umfang ist noch etwas beschränkt. Für die Übergangszeit können auch direkt die Webseiten von z.B. Amazon oder – für die nicht im System integrierten Funktionen – Facebook genutzt werden. Es gibt aber auch Einsatzszenarien, für die eine Webseite kein Ersatz ist (z.B. das massenhafte Verkleinern von Bildern)
  • Das Surface kann zwar auf andere Computer im Netzwerk zugreifen. Von anderen Computern kann jedoch nicht auf das Surface zugegriffen werden.

Sicherlich würden mir noch weitere Beispiele einfallen, aber eines haben alle gemeinsam: Es handelt sich um Software, damit können die Dinge per Update behoben werden. Was die Mail-App angeht, so weiß ich, dass man derzeit an einem Update arbeitet.

Die negativen Dinge trüben den positiven Gesamteindruck nur wenig. Ob das Surface wirklich einen Laptop komplett ersetzen kann (also das, was das iPad nicht geschafft hat) wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

Zum Abschluss des Artikels noch einige Vergleichsfotos zwischen iPad und Surface:

iPad und Surface nebeneinander

iPad und Surface nebeneinander

Dicke von iPad (links) und Surface (rechts) im Vergleich

Dicke von iPad (links) und Surface (rechts) im Vergleich

iPad (oben) und Surface (unten) übereinander

iPad (oben) und Surface (unten) übereinander

Apple-Logo und Microsoft-Logo auf der Rückseite der Geräte

Apple-Logo und Microsoft-Logo auf der Rückseite der Geräte

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Datensicherung: Vorstellung von Sicherungskonzepten

Die Datensicherung der Daten eines Rechners ist heute eigentlich gar kein Problem. Die Datenmengen haben zwar stark zugenommen, aber die Datenträger sind dafür auch immer größer geworden. Speicherplatz kostet auch nicht mehr viel (Ausnahmezeiten gibt es immer wieder, so wie momentan gerade die Probleme in Thailand seit der letzten großen Flut und dem dadurch entstandenen Festplattenengpass). Trotzdem erlebe ich es immer wieder, dass viele Verwandte, Freunde, Bekannte keine Datensicherungen machen. Wahrscheinlich immer mit dem Hintergedanken, dass es einen ja schon nicht treffen wird mit dem Festplattenausfall.

Festplattenausfälle sind jedoch keine Seltenheit. Ich selber habe nun auch persönlich eine Festplatte gehabt (eine SSD), die nach acht Monaten schon den Geist aufgegeben hat. In meinen über 10 Jahren, die ich mit PCs zu tun habe, ist das nicht ein einziges Mal aufgetreten bei mir persönlich. Trotzdem habe ich meine Daten immer wieder fleißig gesichert und das hat sich jetzt bezahlt gemacht, aber dazu später mehr. Die mir bekannte gängige Meinung unter Experten ist, dass Festplatten entweder im ersten halben Jahr kaputt gehen, oder aber die Garantiezeit überleben. Nach fünf Jahren sollte man Festplatten tauschen. Leider erlebe ich es im Bekanntenkreis häufiger, dass Festplatten auch während der Garantiezeit, den Geist aufgeben. Man kann sich also nicht sicher sein, und sollte deswegen Sicherungen anlegen. Ich möchte in diesem Artikel verschiedene Konzepte zur Datensicherung aufzeigen.

Der Anlass zu diesem Artikel entstand durch das Notebook meines Schwiegervaters. Als ich dessen Festplatte bei mir zum Sichern eingebaut habe, nachdem sich sogar schon das ziemlich nachlässige S.M.A.R.T. System mit dem Status BAD gemeldet hatte, hat dann auch Windows 7 eine entsprechende Fehlermeldung gebracht:

Festplattenfehler

Diese Meldung sollte man ernst nehmen. Bei der Festplatte meines Schwiegervaters waren einige Sektoren betroffen und Windows stockte bei der Ausführung bereits immer wieder, weil Daten nicht oder nur schwer lesbar waren.

Die externe USB-Festplatte

Datensicherung über UBS auf externe Festplatte

Dieses Konzept ist das einfachste Sicherungskonzept und auch das günstigste. Eine externe USB-Festplatte wird an den Rechner angeschlossen und über Datensicherungsprogramme (bei Windows gibt es z.B. integriert die Windows-Sicherung “Sichern und Wiederherstellen”) oder über Kopieren und Einfügen die Daten gesichert. Ich empfehle hierbei die Nutzung von Datensicherungsprogrammen, denn diese legen meist auch ein Abbild des kompletten Datenträgers oder aber zumindest ein Abbild der wichtigsten Systemdateien und Programme mit an. Damit entfällt das lästige Neu-Aufsetzen des Rechners wenn eine Festplatte den Geist aufgeben sollte. Bei dieser Methode ist der Preis gering, aber die notwendigen händischen Eingriffe sind etwas höher. Die Festplatte wird ja nicht jederzeit mit dem Rechner verbunden sein, daher muss sie zur Sicherung immer erst angeschlossen werden. Bereits diese Hürde hindert manches mal schon an einer regelmäßigen Sicherung der Daten. Ein weiterer kleiner Kritikpunkt an dieser Methode ist die Geschwindigkeit des Datentransfers. Üblicherweise haben gerade ältere Geräte keinen USB 3.0 Anschluss und die günstigen externen Festplatten haben ebenfalls nur USB 2.0. Die Geschwindigkeit des Datentransfers führt dazu, dass die Komplettsicherung eines Rechners mindestens bei der Erstsicherung länger dauert.

In vielen Fällen habe ich erlebt, dass die Festplatte im Notebook zu klein wurde und dann Daten auf der externen Festplatte abgelegt wurden, die auf dem Notebook nicht mehr gespeichert waren. Damit ist die Datensicherheit nicht mehr gegeben, denn die Daten liegen dann nur noch auf der externen Festplatte. Möchte man Daten wirklich auf die externe Festplatte legen, dann sollte man darauf achten, dass die externe Festplatte aus zwei internen Festplatten besteht, die sich gegenseitig synchronisieren (RAID).

Die externe Netzwerkfestplatte

Datensicherung über Netzwerk auf externe Festplatte

Das Prinzip ist ähnlich wie bei der USB-Festplatte, jedoch mit dem entscheidenden Unterschied, dass die Netzwerkfestplatte nicht direkt mit dem Laptop verbunden ist, sondern über den Router mit dem Rechner verbunden ist. Dort stört sie meist keinen und ist deshalb im Netzwerk dauerhaft verfügbar. Die Hürde, die Festplatte erst anschließen zu müssen zu Sicherungszwecken ist damit nicht mehr existent. Was die Geschwindigkeit angeht, so hängt das stark vom verwendeten Netzwerktyp ab. Falls man wirklich viele Daten über das Netzwerk sichern möchte, so kommt man um ein schnelles Kabelnetzwerk nicht drumrum. Hier mal eine kleine Übersicht:

Netzwerktyp Geschwindigkeit
Älteres Funknetzwerk (802.11g) 54 MBit/s
Älteres Kabelnetzwerk (CAT5) 100 MBit/s
Neueres Funknetzwerk (802.11n) 300 MBit/s
Neueres Kabelnetzwerk (CAT6) 1000 MBit/s
Vergleichswert USB 2.0 480 MBit/s
Vergleichswert USB 3.0 4000 MBit/s

Bei den angegebenen Werten, handelt es sich um theoretisch erreichbare Maximalwerte. Die tatsächlichen Werte sind abhängig von der verwendeten Hardware. Ich behaupte mal, dass die Netzwerktransferraten bei Kabelnetzwerken meist so bei 85 – 95% des theoretischen Maximums liegen, bei Funknetzwerken deutlich niedriger (je nach Abstand zur Funkstation) und die USB Werte bei ca. 80%. Wichtig ist natürlich auch die Geschwindigkeit der zu sichernden Festplatten bei der Betrachtung der Gesamtgeschwindigkeit.

Die Werte zeigen jedoch deutlich, dass die Datensicherung über WLAN in jedem Fall die langsamste Lösung ist. Eine Netzwerksicherung sollte meiner Meinung nach immer über ein Datenkabel erfolgen um zufriedenstellende Ergebnisse zu erreichen.

Auch hier gilt, was ich bereits im USB Abschnitt geschrieben habe: Wenn man nur Daten sichern möchte, so reicht eine Festplatte aus, wenn man Daten im Netzwerk ablegen möchte, um die Festplatte zu entlasten, so sollte die Netzwerkfestplatte intern aus zwei Festplatten bestehen, die synchronisiert laufen (RAID).

Meine persönlichen Erfahrungen mit Netzwerkfestplatten sind eher negativ. Im günstigen Preissegment sind sehr günstige Komponenten verbaut, die bezüglich der Geschwindigkeit weit entfernt vom theoretisch maximalen Wert liegen. Zudem habe ich bei einer externen Netzwerkfestplatte erlebt, dass die Spiegelung immer wieder neu hergestellt werden musste, Festplatten nicht erkannt wurden, … Ich persönlich rate daher von einer solchen Datensicherungsmethode ab.

Der Home-Server

Datensicherung über Netzwerk auf einem Server

Für viele scheint diese Lösung bereits übertrieben und unnötig. Nachdem ich nun über zwei Jahr einen Home-Server betreibe kann ich diese Variante jedoch nur sehr empfehlen. Ein Home Server ist in der Erstanschaffung wesentlich teurer als die anderen aufgezeigten Möglichkeiten der Datensicherung. Jedoch macht sich der erhöhte Anschaffungspreis über Laufzeit meiner Meinung nach bezahlt. Ich selber nutze den Windows Home Server, weil der am besten in meine Netzwerkumgebung passt. Windows Home Server ist ein Betriebssystem von Microsoft, welches auf jedem handelsüblichen PC installiert werden kann. Es gibt zahlreiche Erweiterungsmöglichkeiten dafür, bis hin dazu, dass der Server nur dann läuft, wenn Geräte im Netzwerk aktiv sind, oder nur zu vorgegebenen Uhrzeiten nach einem speziellen Kalender usw. Die Einrichtung ist sehr einfach und der Home Server benötigt lediglich Netzwerk und Strom.

Ich schätze am Home Server, dass ich diesen mit weiteren Festplatten erweitern kann, wenn der Speicherplatz eng wird, ohne gleich wieder ein ganzes System mitzukaufen, wie das bei Netzwerkfestplatten der Fall ist (Platte + Gehäuse + Netzstecker + Betriebssystem auf der Platine, meist irgendein Linux). In meinem Home Server sind inzwischen aus unterschiedlichen Gründen sieben Festplatten eingebaut. Diese Lösung bietet weitere Anwendungsfälle über die normale Datensicherung hinaus. Aber auch die Datensicherung ist sehr charmant ausgeführt. Über das schon angesprochene Add-In zum Strom sparen kann man den Server so konfigurieren, dass er zu einer festgelegten Uhrzeit aufwacht, die zu sichernden Rechner weckt, eine Sicherung dieser Rechner anfertigt und danach die Rechner und anschließen sich selber wieder schlafen legt. Damit ist sichergestellt, dass jede Nacht eine Sicherung angelegt wird. Mein in der Einleitung angesprochener Festplattenausfall war somit nicht weiter tragisch, denn ich habe einfach das Backup der letzten Nacht eingespielt und war bereits nach zwei Stunden Wartezeit wieder arbeitsfähig. Ein Server macht besonders dann Sinn, wenn man eben nicht nur eine Datensicherung betreiben möchte, sondern weitere Anwendungsfälle hat oder plant. Zur Verdeutlichung folgendes Schaubild:

Darstellung eines Heimnetzwerkes in der Ausbaustufe

Dargestellt ist hier ein größeres Netzwerk, wie es heute jedoch nicht unüblich ist. Alle gezeigten Geräte sind über Netzwerk verbunden: Smartphone, Laptop, Festrechner, WLAN-Radio und Server. Der Server bildet hierbei die zentrale Datenablage, das heißt, das auf dem Laptop und dem Festrechner nur das Betriebssystem und die Programme installiert sind. Alle persönlichen Daten liegen auf dem Server. Wegen dieser zentralen Datenablage können alle Geräte auf die Daten zugreifen: An allen Geräten kann ich die gleiche Musik abspielen, die gleichen Fotos zeigen und die gleichen Videos ansehen. Ich kann sogar an einem Gerät beginnen und an einem anderen Gerät weitermachen. WLAN-Radios setzen oftmals voraus, dass ein zentrales Gerät zur Verfügung steht, welches die Musikbereitstellung vornimmt. Wenn dafür nicht immer extra ein Gerät angeschaltet werden soll, fällt die erste Lösung mit der USB-Festplatte dafür schon einmal weg. Außerdem setzen WLAN-Radios häufig voraus, dass auf dem Gerät, wo die Musikdaten liegen ein vom Hersteller erstelltes Programm installiert wird, damit das WLAN-Radio die Suche nach bestimmten Alben, Künstlern oder Genres ermöglichen kann. Dies ist ohne ein spezielles Programm auf dem Musikspeicher nicht möglich. Damit ist eine Netzwerkfestplatte aber auch aus dem Spiel, denn auf Netzwerkfestplatten können keine Programme installiert werden. Für diesen Anwendungszweck bleibt also nur ein zentraler Server.

Der Home Server bietet gegenüber den anderen Lösungen also viele Vorteile, die über eine reine Datensicherung hinausreichen. Wer also weitere Netzwerkkomponenten plant, sollte sich frühzeitig für eine Komplettlösung entscheiden, die alle Möglichkeiten für die Zukunft offen hält.

Wichtige Voraussetzung für die Nutzung eines solchen Aufbaus ist jedoch ein schnelles Netzwerk. Bei mir kommt als Kabelnetzwerk CAT6 zum Einsatz mit Spitzengeschwindigkeiten bis zu 950 MBit/s. Für den Laptop, der über WLAN ans Netzwerk geht habe ich noch ein WLAN 802.11n Netzwerk eingerichtet, welches jedoch nur auf ca. 160 MBit/s kommt.

Katastrophenschutz

Die zweistufige Sicherung

Die beste Sicherung nützt natürlich nichts, wenn im Haus ein Brand ausbricht oder eine Überschwemmung oder Erdbeben das Haus zerstört. Auch Diebstahl kann dafür sorgen, dass sowohl Rechner als auch Sicherung nicht mehr existent sind. In solchen Fällen ist es sinnvoll ein zweites Backup zu haben, welches nicht im gleichen Haus liegt, sondern an einem Ort, den man häufig besucht, der jedoch auch weit genug vom eigentlichen Wohnort entfernt ist. Günstige Orte für solche Dinge sind z.B. das Haus von Freunden / Familienangehörigen oder die Arbeitsstelle (wenn vom Arbeitgeber erlaubt).

Für solche Zwecke wird häufig auch ein Sicherung der Daten im Internet empfohlen. Es gibt bereits einige Dienstleister, die solche Datenspeicher zur Verfügung stellen. Ich persönlich halte das noch für zu früh und zu teuer wenn man mehr als den Gratisspeicher benötigt. Sicherlich wird die Zeit kommen, in der die Internetverbindungen flächendeckend schnell genug für große Datentransaktionen sind und auch der Speicher im Internet nicht viel kostet, jedoch rate ich aktuell noch von einer solchen Lösung ab.

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Virtuelle Computer in Windows 7

Bereits in den letzten Wochen wurde im Internet darüber berichtet, dass Windows 7 von Haus aus mit Windows XP als virtueller Computer ausgestattet kommt. So können Programme für Windows XP innerhalb von Windows 7 gestartet werden und es ist nur das aktive Programmfenster sichtbar. Um zu zeigen, wie das genau aussieht, habe ich einen Screenshot angefertigt, auf dem ich eine Instanz des Internet Explorer 6 unter einem virtuellen XP innerhalb von Windows 7 gestartet habe:

Kompletter Bildschirm

Diese Möglichkeit kann aber auch für andere Dinge verwendet werden. Ich habe nun den ersten Praxistest damit hinter mir und muss sagen, dass es ziemlich gut funktioniert. Mein Anwendungsszenario: Ich wurde von Microsoft als Tester für die Office 2010 Technical Preview ausgewählt. Damit ich diese nicht in meinem normalen System installieren muss, habe ich dafür ein weiteres Windows 7 RC als virtuellen Computer aufgesetzt und innerhalb dieses virtuellen Computers Office 2010 Technical Preview installiert. Wenn die Integrationsfeatures aktiviert sind, lassen sich die Anwendungen ganz normal aus dem Startmenü starten:

Startmenü

Das ist ziemlich praktisch und kann für die unterschiedlichsten Dinge eingesetzt werden. Logischerweise dauert der Start des Programmes dann etwas länger, da erst die virtuelle Maschine gestartet werden muss. Doch bereits der zweite Start eines Programmes braucht kaum mehr Zeit als ein normales Programm:

Auch der Zugriff auf die Dateien des eigentlichen Rechners in den Programmen des virtuellen Rechners ist super geregelt. Alle Laufwerke des echten Rechners werden einfach gemountet:

Office 2010 Speichern-Dialog im virtuellen ComputerNicht nur die Laufwerke werden gemountet, sondern auch auf die Drucker des PCs kann zugegriffen werden. In der Liste sieht man gut, die auf dem echten Rechner installierten Drucker Samsung ML-2010 und Canon MP510:

Druckeinstellungen Office 2010 im virtuellen Computer

Und zu guter letzt können auch USB Geräte an den virtuellen PC weitergeleitet werden. Dazu muss momentan leider noch der virtuelle PC gestartet werden. Dann kann über die Schaltfläche USB das Gerät ausgewählt werden, welches weitergeleitet werden soll:

USB Gerät anfügen bei einem virtuellen PC

Gut nutzbar ist dies z.B. wenn für bestimmte USB Geräte nur Windows XP Treiber verfügbar sind, so wie das bei mir bei einem USB Gerät der Fall ist (bzw. fehlen da 64-Bit Treiber). Das Gerät kann dann unter Windows XP genutzt werden. Ich hoffe, dass Microsoft da in Zukunft auch noch eine Grundlegende Einstellung für schafft, so dass solche Geräte direkt beim Start eines der Programme des virtuellen PCs weitergereicht werden.

Insgesamt ist diese Form der Nutzung von virtuellen PCs ein wesentlicher Fortschritt gegenüber dem, was bisher der Standard war. Die virtuellen Computer und die dort installierten Programme sind damit endlich richtig zu gebrauchen.

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DVB-T in Wolfsburg zu schwach

Diese Woche habe ich mich unter anderem auch mit DVB-T beschäftigt. Die Empfänger dafür sind wahnsinnig günstig geworden und so habe ich mir einfach mal einen günstigen USB-Empfänger geholt und versucht, damit ein Signal auf meinem PC zu bekommen. Gerne würde ich endlich in den Genuss von digitalem Fernsehen kommen, aber leider scheint es mir auch weiterhin verwehrt…

Der erste USB-Empfänger, den ich hier hatte war schon im Laden recht fragwürdig. Die Firma TechnoTrend war eher unbekannt, aber der Preis konnte überzeugen. Also nahm ich den Empfänger für knapp 13 EUR mit nach Hause. Nach einer etwas komischen Installation dann der Sendersuchlauf mit keinem einzigen gefundenen Sender. Also steckte ich den USB-Empfänger in einen anderen USB Port – mehr Richtung Fenster. Nun startete das Programm gar nicht mehr, sondern hängte sich fortwährend auf.

Zurück im Geschäft habe ich den Stick dann umgetauscht und für 25 EUR einen hochwertigeren Empfänger geholt. Diesmal habe ich den Stick gleich aufm Laptop installiert und versucht, damit Signale zu empfangen, aber auch hier kein Sender gefunden. Erst als ich auf der Terrasse saß, wurden insgesamt knapp 17 Sender gefunden, davon waren nur zwei oder drei interessant. Leider heißt gefunden anscheinend nicht, dass sie auch gut empfangen werden. Wirklich fließend konnte ich nur ZDF anschauen, die anderen Sender hatten eher Standbild mit Ton. Sobald ich in der Wohnung war, fiel dann auch ZDF und der Ton bei den anderen Kanälen weg.

Schade – ich hätte DVB-T gerne eine Chance gegeben und dadurch endlich digitales Fernsehen im Haus gehabt, aber leider ist auch dieser Versuch fehlgeschlagen. Über Kabel geht’s auch nicht, weil der Verteiler im Haus zu alt ist und das die Mitbewohner eher weniger interessiert und Satellitenschüsseln dürfen nicht angebracht werden. Somit werde ich mich noch weiter gedulden müssen, bis digitales Fernsehen in meinem Heim Einzug erhält.

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Zufriedenheit mit xda Comet

Jens schrieb in meinem Artikel Neues “Handy”: o2 xda Comet folgenden Kommentar:

Hallo Thomas,

wie zufrieden bist du denn bisher mit deinem xda comet ? Wie sieht es bzgl. der Akkulaufzeit aus ? Wie einfach oder kompliziert ist es eine SMS / MMS zu verfassen ?

Ansonsten sind deine Artikel wenigstens etwas mehr als nur das tausendfach kopierte Marketing-Blabla im Netz zu diesem Gerät…

Danke im Voraus für deine Antwort.

Viele Grüße, Jens

Auf diesen Kommentar mÖchte ich nun etwas eingehen und die gestellten Fragen etwas ausführlicher beantworten.

Generelle Zufriedenheit

Generell kann ich sagen, dass ich mit dem Gerät sehr zufrieden bin. Vieles funktioniert exakt so, wie ich es mir vorgestellt habe. Vieles ist wirklich gut durchdacht und man findet sich schnell in die Benutzung von Windows Mobile ein. Das Handy ist gut verarbeitet und macht bisher auf mich einen sehr soliden Eindruck. Obwohl das Gerät über einen Reset Knopf verfügt, musste ich diesen nur am Anfang beim Ausprobieren von Software ab und an benutzen. Nun habe ich ihn schon eine ganze Weile nicht mehr genutzt, weil das Gerät stabil läuft.

Natürlich gibt es auch Dinge, die mich stÖren. So habe ich bis heute keine MÖglichkeit gefunden, Programme beim Schließen auch gleich aus dem Speicher zu entfernen. (Es soll dafür Freewareprogramme geben, nur fand ich diese nicht.) Es hat natürlich Vorteile dass Programme so lange wie mÖglich im Speicher bleiben, denn dann sehen sie beim nächsten Aufruf genau so aus, wie ich sie verlassen habe. Wenn ich mir aber z.B. einen Film anschaue und diesen schließe, dann mÖchte ich nicht, dass er im Hintergrund weiterläuft. Genau das passiert aber. Außerdem wird bei jeder Verbindung mit dem PC synchronisiert. Auch das mag Sinn machen, nervt aber, wenn man nur kurz eine Datei rüberladen mÖchte.

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit ist stark davon abhängig, was man mit dem Gerät macht. In meinem Fall nutze ich den xda als Organizer, gehe mobil ins Internet, meine Frau nutzt das Gerät zum spielen und ab und an hÖre ich Musik drüber. Bei einer solchen Nutzung reicht mir der Akku ca. zwei Tage. Dann muss er geladen werden. Bei Dauernutzung gibt das Gerät selbst eine Nutzungsdauer von fünf bis sechs Stunden an (je nach Bildschirmhelligkeit und verwendeten Verbindungen wie z.B. Bluetooth, WLAN, GPRS). Das reicht, um unterwegs einen Film zu gucken.

Da ein Handelsüblicher USB Anschluss (der gleiche wie an vielen Kameras) vorhanden ist, lässt sich das Gerät an jedem beliebigen USB-Port laden. Das mitgelieferte Ladegerät ist auch lediglich ein Transformator mit USB-Anschluss. über das Ladegerät lädt der PDA jedoch wesentlich schneller, da dort eine hÖhere Leistung abgegeben werden kann als über die USB Buchse. Die Ladezeit liegt geschätzt bei ca. 2,5 Stunden. Gemessen habe ich diesen Wert jedoch noch nicht.

Schreiben

Man kann mit dem Gerät auch SMS schreiben :) Das ist eigentlich ziemlich einfach und meine Bedenken hinsichtlich der fehlenden Tastatur sind inzwischen ausgeräumt. Eine Bluetooth Tastatur kann zwar nachgekauft werden, mir war sie aber keine 60 EUR wert. Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Eingabemodi: Buchstabenerkenner, Strichzugerkenner, Tastatur, Transcriber. Die zwei von mir genutzten mÖchte ich kurz Vorstellen.

Der Tastaturmodus zeigt auf dem Display eine Tastatur an. TastaturmodusDiese ist mit einem Stift bedienbar. Es gibt Programme, die eine Bedienbarkeit mit Hand nachrüsten, jedoch hat mir das nicht gefallen. Während man Worte schreibt, wird eine Vervollständigung der Worte vorgeschlagen. Dabei ist das System intelligent: Es lernt aus dem, was man schreibt. Nach einer erste Einarbeitungsphase, die man definitiv braucht, um mit dem System vernünftig arbeiten zu kÖnnen, kann man ziemlich schnell mit dem Tastaturmodus tippen. Der Tastaturmodus ist der am meisten von mit genutzte Modus momentan.

Es gibt einen weiteren Modus, der ebenfalls interessant für den ein oder Transcribermodus anderen sein mag: Der Transcriber. Bei diesem Modus schreibt man mitten auf dem Display sein Wort hin. Dieses wird erkannt und in Buchstaben umgewandelt. Auf dem Bild sieht man, wie ich gerade noch einmal Blogeintrag angefangen habe zu schreiben. Um diesen Modus wirklich zu verstehen, muss man ein Video sehen. Bei youtube habe ich gesucht und auch eines gefunden. Hatte leider nicht die Zeit  selber eines zu erstellen. Sonst hätte ich euch gezeigt, wie es wirklich funktioniert. :D

Falls ihr weitere Fragen habt, kÖnnt ihr die gerne Stellen. Ich werde versuchen im Rahmen meiner MÖglichkeiten zu antworten. Diese Fragen wurden so ausführlich beantwortet, weil ich sowieso über diese Dinge schreiben wollte.

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Netzwerkfestplatte

Da ich in meinem PC eine neue Festplatte habe, wollte ich die alte ein wenig verwerten und habe sie in ein externes Gehäuse gebaut. Das Gehäuse verfügt sowohl über USB als auch über RJ45, also eine Netzwerkbuchse. Die Festplatte lässt sich damit im Netzwerk von allen Benutzern nutzen und bringt außerdem eine einfache Userverwaltung mit, mit der man die Zugriffsberechtigungen sehr gut regeln kann.

Das gute Stück heißt Icy Box IB-NAS901-B. Bilder gibt’s nur bei Google, weil ich die Platte schon in Adapter IDE => SATAeiner Ecke verbaut habe und nicht mehr fürs Foto hervorholen mÖchte. Sehr genial, denn das für IDE Festplatten gedacht Gehäuse liefert einen kleinen Adapter mit, mit dem man auch SATA Platten anschließen kann. Damit ist das Gehäuse auch für zukünftige Platten gerüstet. Bin also sehr zufrieden mit dem Kauf. Auch der Onlineshop Atelco ist durchaus sehr zu empfehlen. Ich bekam alle Statusmeldungen über den Stand der Bestellung sowohl per Email als auch per SMS.

Die Geschwindigkeit der Platte über USB ist sehr gut: 26 MB bis über 30 MB pro Sekunde sind meiner Meinung nach echt schnell. über Netzwerk ist die Geschwindigkeit erwartungsgemäß etwas enttäuschend. Für meine Anwendungszwecke jedoch ausreichend: mit 3,6 MB bis 4 MB pro Sekunde schafft man zwar keine Rekorde, für einen Upload ins Internet reicht dies jedoch vollkommen aus, denn meine DSL Leitung ist noch lange nicht so schnell.

Einziger wirklich negativer Punkt: Unterstützt wird lediglich FAT32. Ich musste also meine mit NTFS formatierte Platte neu formatieren und alle Daten neu aufspielen. Aber mit 30MB pro Sekunde, war das eine Aktion von ca. drei bis vier Stunden und dann war das auch gegessen.

Im großen und ganzen kann man also sagen, dass das Gehäuse durchaus sehr zu empfehlen ist.

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Warum ich nicht wechseln würde

Ein Mitstudent fragte mich letztens nach den drei besten Features von Windows Vista. Da dies schwierig zu sagen ist, weil es wirkliche viele sinnvolle und gute Sachen gibt, versprach ich ihm, einen Artikel darüber zu schreiben. Kevin – das ist dein Artikel :) .

Die folgende Auflistung ist keine Rangliste, sondern listet lediglich Funktionen auf, die ich bei Windows XP vermisse (ja, auf meinem Laptop läuft leider noch XP).

  • Die Suche. Das Suchfeld im Startmenü. Klickt man in Windows Vista auf Start, so kann man sofort Text in ein Suchfeld eingeben. Nach diesem Suche Text werden dann viele Orte durchsucht: Programme, Dateien, Emails, Kontakte, … Besonders sinnvoll ist die Suche in den Programmen. MÖchte man z.B. den Windows Taschenrechner starten, so muss man das nicht mehr über “Start => Alle Programme => ZubehÖr => Rechner” tun, sondern kann das auch direkt über die Suche tun. Das Funktoniert mit nahezu allem. Reichen einem die angezeigten Suchergebnisse nicht aus, so kann man die Suche ausführlicher machen und im eigenen Fenster Öffnen. Führt man Suchen Öfter aus, so kann man diese abspeichern und wie einen Ordner bei Bedarf Öffnen. Zu diesem Zweck lassen sich auch nahezu alle Dateien taggen. Damit werden sie virtuell in mehreren Ordnern abgelegt und zu jedem Stichwort gefunden.
  • Das Design. Nein, das ist kein Scherz und ich bin auch kein Designjunkie. Habe mein XP niemals irgendwie verändert oder so. Design ist eigentlich eine Nebensache. Aber ich habe gemerkt, dass ich seit Vista noch lieber am PC arbeite. Es macht einfach mehr Spaß. Ich kann verstehen, warum Applenutzer immer übers Design reden. Es ist zwar nicht wichtig, das Arbeiten macht aber viel mehr Spaß.
  • Die Sidebar. Eine der besten Neuerungen von Vista. In die Sidebar Minianwendung 1lassen sich kleine Programme packen, sogenannte Minianwendungen. Diese erfüllen kleine leichte Aufgaben, die man schon immer mal haben wollte. Sie geben Wetterinformationen preis, zeigen Minianwendung 2Prozessor- und Arbeitsspeicherauslastung an, und bieten eine Schnittstelle um selber aktiv zu werden. Es soll sehr einfach sein, eigene Minianwendungen zu schreiben. So kann jeder für ein x-beliebiges Programm eine Minianwendung schreiben. Zwei von mir genutzte Minianwendungen kÖnnt ihr rechts am Seitenrand sehen. Es gibt eine nahezu unbegrenzte Auswahl für diese Minianwendungen.
  • Sicherheit. In Windows Vista wurde Sicherheit maßgeblich erhÖht. Dank der UAC (viele beklagen sich darüber, weil sie keine Ahnung haben) kann man nun endlich mit eingeschränkten Rechten auf dem System arbeiten und muss nicht dauern als Admin unterwegs sein. Lediglich die Programme, die es unbedingt benÖtigen werden auf die Adminebene gehoben. Ist man als eingeschränkter Benutzer unterwegs, so fragen Programme nach, wenn sie Adminrechte benÖtigen. Mit Windows XP war eine vernünftige Trennung mit Rechteunterscheidung nie wirklich mÖglich.
  • Kompatibilität. Installiert man Vista, so benÖtigt man danach so gut wie keine Treiber. Alles ist im System integriert. Ich brauchte nach meiner Installation lediglich einen Treiber für mein MIDI2USB Device und für meine alte TV-Karte. Die Einrichtung des Systems und das Verwenden von neuen Geräten ist damit wesentlich einfacher.
  • Update. In Windows Update lassen sich nun auch andere Programme einbinden. Z.B. wird Office auch über Windows Update geupdatet. Windows Update lädt auch neue Treiber herunter insofern die Hersteller kooperieren. Dies ist z.B. bei nvidia der Fall.
  • ProblemlÖsungen. Schon bei Windows XP gab es die MÖglichkeit Problemberichte und LÖsungen Problemberichte an Microsoft zu senden. Darauf gab es jedoch nie eine Antwort. Diese Berichte verschwanden im Nichts. In Windows Vista gibt es nun Problemberichte und -lÖsungen. Es gibt nun wirklich Leute die sich ab einer bestimmten Anzahl von Leuten, die das gleiche Problem haben, diesem Problem auch annehmen und eine LÖsung dazu suchen. Diese LÖsung wird dann über das Betriebssystem gemeldet. Und sei es nur, dass für das Fehlerhafte Programm eine LÖsung vorhanden ist.

Ich denke diese paar Dinge machen schon sehr deutlich, dass in Vista wirklich vieles verbessert wurde. Diese Liste ließe sich beliebig erweitern. An dieser Stelle mÖchte ich jedoch abbrechen, sonst will keiner den Artikel mehr lesen. Wer sich das System mal live anschauen mÖchte, kann gerne vorbeikommen :)

[tags] Vista, Update, Kompatibilität, Sicherheit, Suche, Design, XP, Apple, Sidebar, Minianwendungen, MIDI, USB, Wetter[/tags]

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20 unnötige Funktionen in Windows

Durch Tobbis Blog wurde ich aufmerksam auf die Top 20 der schlimmsten Funktionen aller Zeiten, wie PC Welt ihren Artikel betitelt. Dabei habe ich einiges gefunden, was ich nicht unkommentiert stehen lassen mÖchte. Beginnen wir von hinten.

Auf Platz 17 findet sich die Zusatzfunktionen wie z.B. Energie sparen (früher Standby) oder Ruhezustand. Ist zwar etwas anders formuliert, aber letztendlich bedeutet es das gleiche. Ich finde es ganz schÖn arrogant zu behaupten, dass dies zu den 20 schlechtesten Windowsfunktionen gehÖrt. Gerade der Ruhezustand hat mir bei meinen Zugfahrten so manchen guten Dienst getan. Und mein Rechner zu Hause läuft häufig im Standbybetrieb… Wenn es diese Funktionen nicht gäbe, würde ich etwas vermissen. Ich kann diese Wahl also gar nicht verstehen.

Auf Platz 15 dann Aero, die neue hübsche Oberfläche von Windows Vista. Mal abgesehen davon, dass ich mich frage, ob man hierbei von einer Funktion sprechen kann, ist auch dies ziemlich schwer nachzuvollziehen. Wer sich Mac OS X angeschaut hat, weiß, dass diese Oberfläche schwer im Trend liegt und auch in Apples neuem Betriebssystem ähnliches vorhanden sein wird. Und wenn mehrere ähnliche Funktionen aufwändig programmieren kann es so schlecht schon einmal gar nicht sein. Dass Vista ab und an die Oberfläche einfach umstellt, stimmt zwar, liegt aber nicht an Vista und bewahrt die Abwärtskompatibilität. Also auch hier nur positiv für den Nutzer. Auch dieser Punkt meiner Meinung nach voll daneben! übrigens kann er nur von einem Nutzer aufgeführt werden, der mit Vista noch nicht viel gearbeitet hat…

Auf Platz 11 dann der Explorer. Hier spiegelt sich erneut wieder, dass der Autor dieses Textes noch nicht wirklich mit Vista gearbeitet hat, denn dort wurde besonders der Explorer stark verbessert. Oftmals scheint mir jedoch, dass die Benutzer sich nicht mit der veränderten Benutzerführung zufrieden geben wollen und dass das der Grund dafür ist, dass der Explorer nicht verwendet wird. Dafür arbeitet man dann lieber mit rudimentären Tools von Drittherstellern. Wer Vista kennt, weiß, dass man dort Suchvorgänge speichern kann und dabei auch sehr geziehlt bestimmte Dateitypen ausblenden kann und ähnliches.

Auf Platz 10 findet sich Windows 95 & USB. Bemängelt wird die im Nachhinein nachgebesserte USB-Unterstützung. Dabei fällt mir bei einem Blick auf Wikipedia auf, dass USB erst 1996 eingeführt wurde. D.h., dass bei der Entwicklung von Windows 95 USB noch gar nicht vorhanden war. Die nachträgliche Einführung von Microsoft war daher Support. Und ein ganz schÖn gr0ßer dazu, denn hier ging es nicht um Fehlerbehebung, sondern um die Einführung einer vÖllig neuen Funktion in das System. Wer das als schlecht bezeichnet, der hat nicht verstanden, wo der Hase lang läuft.

Auf Platz 8 dann der Taskmanager. Dieser ist ja nur notwendig, weil Programmierer nicht immer sauber programmieren und Programme sich deswegen aufhängen. Soweit ich weiß, hängen sich Programme nicht auf, weil Windows zu blÖd ist, sondern weil die Programme zu blÖd sind. Daher ist das Taskmanager wieder nur Kundenhilfe und normalerweise nicht gebraucht. Wer mehrmals auf Task beenden klickt ist selber schuld, denn der Task wird versucht zu beenden. Dies kann dauern. Wer nochmal auf Task beenden klickt verzÖgert das Prozedere nur. Wenn man es schnell haben will, dann beendet man einfach den dazugehÖrigen Prozess. Und das geht normalerweise sofort.

Auf Platz 7 User Access Control. Hallooo? Hat hier jemand nicht verstanden worum es geht? Der Autor muss wirklich ein Brett vor dem Kopf haben. Er titelt zwar “Top 20 der schlimmsten Funktionen aller Zeiten” meint aber hierbei selber, dass die User die Funktion abschalten. Dann sollte er lieber titel “die 20 dümmsten Userfehler aller Zeiten”. Denn wer UAC komplett dauerhaft abschaltet ist einfach nur dumm, denn damit wir die gerade gewonnene Sicherheit gleich wieder verloren. Und mich stÖrt die UAC eigentlich so gut wie gar nicht mehr. Das tut sie nur am Anfang, wenn man einen PC neu aufsetzt – und für solche Fälle lässt sie sich ja auch zeitweise deaktivieren. Auch hier wird deutlich: Der Autor hat nicht lange mit Vista gearbeitet.

Auf Platz 2 schafft es die Registry. Diese Riesendatei wo alle mÖglichen Daten drin gespeichert werden. Zugegeben, die Umsetzung ist nicht unbedingt schÖn, und das Handling ziemlich schwierig. Aber es ist ja auch eine Systemdatei, in der der Normalanwender überhaupt nicht zu suchen hat. Jede änderung an einer Systemdatei kann dazu führen, dass das System nicht mehr ausgeführt werden kann. Insofern ist jede Systemdatei wichtig und man sollte die Finger davon lassen. Und ohne Registry wäre dem Anwender das anwenden so manches mal erschwert worden…

Fazit: Der Beitrag ist derart schlecht, dass ich starken zweifel daran habe, dass der Autor wirklich ein Windowsnutzer ist und zu Veränderungen bereit. Die überschrift ist einfach nur reißerisch und verspricht viel, was dann letztendlich nicht mehr erfüllt werden kann. Und ActiveX auf Platz 1 dieser Liste zu setzen, zeug davon, dass nicht viel nachgedacht wurde beim schreiben. Schon mal überlegt, wie man all die Dinge sonst umgesetzt hätte, die mit ActiveX funktionieren? Antwort: Gar nicht. Und wenn ich ehrlich bin, mÖchte ich auf einige der Sachen nicht verzichten…

[tags] Windows, Vista, XP, Microsoft, PC Welt, Registry, UAC, Aero, Ruhezustand, Standby, MacOS, Apple, USB, Explorer[/tags]
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Synchronisation mit Externer Festplatte

Nachdem ich mir nun eine externe Festplatte angeschafft habe und mit dieser Öfter an der FH am PC und anderweitig an fremdem PCs bin, merke ich, wie nervend es ist, wenn man immer wieder die bearbeiteten Dateien abgeleichen muss. Von extern auf intern, von intern auf extern. Sehr sehr zeitaufwändig. Deswegen musste ein Programm her, was dies für mich erledigt.

Das Programm sollte auf jeden Fall kostenlos sein, denn ich wollte kein Geld dafür ausgeben. Außerdem sollte es mÖglichst klein sein und einfach zu bedienen. Im besten Fall sollte alles automatisch ablaufen.

Das erste Programm, was ich gefunden und installiert habe entsprach diesen Kriterien in vollem Umfang: Synchredible Es war klein, sehr intuitiv und total mächtig. Die Benutzeroberfläche war gut durchdacht und dadurch war es leicht zu bedienen. Als ich aber dann meinen ersten Abgleich starten wollte, erfuhr ich, dass dieses Programm lediglich Dateien bis 1MB abgleicht. Wollte man mehr, so musst man sich die Profiversion kaufen. Diese sollte für den privaten Gebraucht 25$ kosten und daher war das Programm wieder uninteressant.

Nach einer längeren Suche fand ich dann das zweite Programm, was ich installierte und womit ich nun sehr zufrieden bin: SyncBack. Das Programm kennt drei verschiedene Profilarten:

Sicherung, Synchronisation und Gruppe. Sicherung ist für Backups auf externen Festplatten, FTP-Laufwerken (!) oder anderen Verzeichnissen des gleichen PCs gedacht. Synchronisation synchronisiert die Dateien zweier Verzeichnisse und mit Gruppe kann man mehrere Aufgaben Gruppieren und gemeinsam starten.

MÖchte man ein neues Profil erstellen, so hat man schon im einfachen Modus allerhand MÖglichkeiten:

Stellt man dann noch auf den Expertenmodus um, so wachsen die EinstellmÖglichkeiten auf nahezu alles was es überhaupt gibt:

Ein paar EinstellmÖglichkeiten in einer Auswahl:

- EinstellmÖglichkeit für Aktion wenn Quelle und Ziel geändert wurden
- Kopierte Dateien kÖnnen nach der Kopie überprüft werden
- Es gibt Dateifilter, mit dem man bestimmte Dateitypen, Verzeichnisse oder einzelne Dateien ausschließen kann
- Der Abgleich ist zeitlich planbar und startet dann automatisch im Hintergrund
- Vor einem Abgleich kÖnnen offene Programme von dem Programm aus geschlossen werden (sinnvoll bei einer Sicherung von Programmdaten, wie z.B. der Outlook-Datendatei)
- Es kÖnnen Programm vor und nach durchführung eines Profils gestartet werden
- Die Dateien kÖnnen im Ziel gleich als ZIP-Datei komprimiert werden
- Man kann sich nach Ausführung eines Profils einen Report darüber per Email zusenden lassen

Diese Liste kÖnnte nun noch um einiges erweitert werden. Ich denke, ich konnte klar machen, warum dieses Programm mich überzeugt hat.

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