Neu bei Microsoft: Windows Live Sync

Windows Live Sync ist ein neuer Dienst aus dem Hause Microsoft, der zur Live Suite gehört. Mit der Installation der Windows Live Fotogalerie wird er mit installiert und steht danach zur Verfügung.SyncSymbol Völlig unscheinbar klinkt er sich in die Taskleiste ein und verrät auch bei einem Rechtsklick eher wenig über seine Aufgabe.

Der Name lässt aber bereits darauf schließen, dass dieses Programm etwas mit der Synchronisation zu tun hat. Die Idee dahinter ist einfach und sehr sinnvoll: Wenn sich ein Benutzer auf mehreren Computern mit seinem Account in die Windows Live Fotogalerie einloggt, ist davon auszugehen, dass er der Besitzer der Geräte ist. Folglich ist es für ihn interessant, dass seine Fotos auf beiden Geräten zur Verfügung stehen. Windows Live Sync soll genau das im Hintergrund tun: Ausgewählte Ordner sollen damit auf einfachste Art und Weise auf mehreren Rechnern synchron gehalten werden.

Die Beschränkung des Dienstes erfolgt dabei nicht über die Datenmenge, sondern über die Anzahl der Dateien und Ordner. Das kostenlose Angebot (noch gibt es keine kostenpflichtige Variante) gilt für 20000 Dateien in 20 Ordnern. Zur Aktivierung der Funktion genügt ein Klick auf Sync, danach legt das Programm los.

Schritt1

Um Ordner von der Synchronisation auszuschließen oder einzubeziehen wird die Windows Live Sync Webseite besucht. Dort kann übersichtlich konfiguriert werden, welche Ordner synchronisiert werden sollen. Dass die Datenmenge keine Rolle spielt, zeigt auch die Tatsache, dass der Ordner Videos Standardmäßig in die Synchronisation einbezogen wird. Bei mir sind da über 40GB an Daten drin.

Der Dienst wertet die Windows Live Fotogalerie weiter auf. Es wundert mich allerdings, dass Microsoft neben Live Mesh (mein Artikel über Live Mesh) nun noch einen weiteren Synchronisationsdienst ins Leben gerufen hat. Haben hier zwei Teams nebeneinander eine ähnliche Funktion entwickelt?

Tags: , , , , ,

Live Mesh endlich auch in Deutschland

Seit geraumer Zeit (bestimmte inzwischen länger als ein halbes Jahr) schwärmen einige Blogs von Live Mesh. Ich hab diese Schwärmerei immer wieder gelesen, aber nie so wirklich verstanden, wieso das alles so toll ist, und wie das funktioniert. Licht ins Dunkel sollte eigentlich dieses Video bringen:

Leider hat es das nicht. Es ist lediglich zu sehen, wie ein Foto gemacht wird und dieses gleichzeitig auf verschiedenen Endgeräten erscheint – oder so ähnlich.

Lange Zeit habe ich mich nicht länger damit beschäftigt, unter anderem auch deswegen, weil die Beta Version erst nur mit diversen Modifikationen von Sprache im Browser usw. erreichbar war. Nun wurde der Betatest seit der PDC aber ausgeweitet und jeder kann Live Mesh nutzen. So kam ich also nun dazu, die Möglichkeiten näher zu testen und bin begeistert.

Also… Worum geht’s? Wie das Video gezeigt hat, geht es um einen Datenabgleich. Man könnte auch sagen, es geht darum, mehrere Geräte synchron zu halten. Wird in einem Ordner des einen Endgerätes was geändert, so ändert es sich auch auf den verbundenen Endgeräten. Ist immer noch sehr abstrakt. Deswegen im Detail.

Nachdem man sich mit seiner Live ID unter www.mesh.com eingeloggt hat, ist eine Übersicht über die verknüpften Geräte zu sehen. Am Anfang sollte nur die Auswahl zwischen Live Desktop und Add Device sein. Es ist aber möglich sofort auf den Live Desktop zuzugreifen:

LiveMeshDesktop

Richtig: Der Desktop sieht aus wie ein richtiger Windows Desktop und es können Ordner erstellt werden. Die Ordner können geöffnet und mit Dateien gefüllt werden, dabei sehen die Ordner und Dateidarstellungen genau so aus, wie das unter Windows der Fall ist.

LiveMeshOrdner

Das ist ein Novum und so bisher noch nicht bekannt bei allen Diensten, die online Speicherplatz anbieten. Wäre das die einzige Funktion von Live Mesh, so wäre nur die Präsentation der Daten das einzig neue. Dienste für Onlinespeicher gibt es genug und Microsoft hat gerade den Speicher für seinen eigenen Dienst Live SkyDrive bei einigen Usern auf 25GB erhöht. Live Mesh ist aber mehr als das.

Über den Button Devices (wird direkt nach jedem Login geöffnet) lassen sich nun Endgeräte hinzufügen. Um ein Endgerät hinzuzufügen muss das Programm Live Mesh auf dem Endgerät installiert werden. Erhältlich ist es derzeit für Windows Vista, Windows XP und in einer Technical Preview auch für den Mac OS. Nach der Installation macht Live Mesh lediglich durch ein kleines Symbol in Taskleiste auf sich aufmerksam (abweichende Darstellung in Mac OS):

LiveMeshSymbol

Klein und blau und unscheinbar ist es da. Es hat sich aber noch mehr getan. Live Mesh hat sich auch in das Kontextmenü des Explorers integriert. Ein Klick mit der rechten Maustaste auf einen Ordner bietet nun die zusätzliche Option “Add folder to Live Mesh”:

LiveMeshAdd

Und da fängt es auf einmal an, Sinn zu machen. Ich kann einen Ordner zu Live Mesh hinzufügen. Dieser Ordner wird automatisch mit meinem Live Mesh Desktop abgeglichen. Ändere ich etwas in dem Ordner, so änder es sich auch auf meinem Live Mesh Desktop. Ich brauche mich dabei um nichts kümmern, alles wird für mich von dem kleinen unscheinbaren blauen Symbol in der Taskleiste erledigt. Damit sichtbar ist, was gemacht wurde, wird für jeden Ordner, der mit Live Mesh verbunden ist, eine History geführt. Es ist möglich in dieser History selber zusätzliche Nachrichten zu hinterlassen. Das ist dann sowas wie ordnerbezogene Notizen. Diese History kann z.B. folgendermaßen aussehen:

LiveMeshFolderHistory

Die History dockt sich beim Öffnen direkt an den Ordner an und so ist immer sichtbar, was passiert ist.

Nun ist es möglich, einen weiteres Endgerät zu Live Mesh hinzuzufügen. Für jeden Ordner kann eingestellt werden, mit welchem Endgerät die Daten synchronisiert werden sollen. Ideal z.B. für eine Datensynchronisation zwischen einem Desktop Rechner und einem Laptop. Auch denkbar wäre eine Synchronisation mit einem Rechner am Arbeitsplatz und dem Heimrechner, wobei da aus diversen Gründen wesentlich mehr Vorsicht gelten sollte. Auf jeden Fall ist das eine Funktion, die ich bisher schon sehr zu schätzen gelernt habe.

Wurde ein neuer Ordner auf dem Live Mesh Desktop erstellt, so liegt er beim nächsten Start eines verbundenen Endgerätes als Verknüpfung auf dem Desktop. Mit einem Doppelklick erscheint ein Dialog, in dem festgelegt werden kann, wohin dieser Ordner auf der Festplatte gemappt werden soll, also wo die synchronisierten Dateien später lokal liegen.

Damit nicht genug. Ist ein Ordner mit Live Mesh synchronisiert, so können weitere Personen zur Zusammenarbeit eingeladen werden. Die Personen können dann ebenfalls den Ordner auf ihren PC mappen und fortan live arbeiten. Dies ist besonders dann gut, wenn mit einer Gruppe von mehreren Personen an einem Projekt gearbeitet wird. Das verschicken von geänderten Dateien fällt damit einfach weg. Ist eine Datei von einer Person geändert wurden, so wird sie auf allen Endgeräten synchronisiert. Über die History ist dann sichtbar, wer was wann geändert hat.

Werden Personen zur Mitarbeit eingeladen, so kann Ihnen einmalig einer von drei Berechtigungsstufen zugewiesen werden:

  1. Reader: Der Reader (Deutsch: Leser) hat das Recht, die Ordnerinhalte zu lesen und auf seinen PC zu kopieren. Er kann jedoch an dem Live Mesh Ordner nichts ändern oder Dateien hinzufügen.
  2. Contributor: Der Contributor (Deutsch: Mitarbeiter) kann alle Dateien verändern und neue Dateien hinzufügen oder Dateien löschen. Er kann keine weiteren Personen zur Mitarbeit einladen.
  3. Owner: Der Owner (Deutsch: Besitzer) des Ordners ist der einzige, der Personen einladen kann den Ordner gemeinsam zu teilen und mitzuarbeiten.

Damit ist ein Zusammenarbeit super einfach und super gut möglich. Vieles hat sich erledigt. Um die geänderten Dateien zu sehen, ist es nicht notwendig, jeden Ordner zu öffnen und die History anzuschauen. Wird das Live Mesh Symbol in der Taskleiste mit der Maus überfahren, so bietet es eine Gesamt-History. Diese listet alle Aktionen in allen Ordnern mit allen Kommentaren:

LiveMeshHistory

Alle Dateien und Ordner sind dabei als Hyperlinks ausgelegt und können direkt per Klick geöffnet werden. Die Teamarbeit erleichtert das jedenfalls ungemein.

Nach zwei Wochen Live Mesh möchte ich es auf keinen Fall mehr missen. Gerade wenn mehr als ein Endgerät vorhanden ist, so macht eine Synchronisation einfach Sinn. Außerdem sind die Daten von jedem PC über das Internet zu erreichen. Eine Synchronisation mit dem Handy ist bereits möglich und wurde auch bereits mehrfach gezeigt. Die Öffentlichkeit muss jedoch noch darauf warten.

Live Mesh hat großes Potential und viele sehen in Live Mesh das sich bereits lange ankündigende Internetbetriebssystem. Es wurden bereits Anwendungen auf Präsentationen von Microsoft gezeigt, die sowohl auf dem Desktop als auch auf dem Live Mesh Desktop laufen und dabei identisch aussehen. Es bleibt auf jeden Fall spannend, gerade weil wir bei diesem Dienst auch noch von einer Beta-Version sprechen.

Momentan bekommt jeder User lediglich 5 GB Onlinespeicher. Dies wird sich aber sicher in den nächsten Wochen ähnlich wie bei Live SkyDrive nach oben verändern.

Tags: , , , , , , , , , , ,

Ping auf Windows Live OneCare Gerät

Nun, nachdem ich auf meinem Laptop bereits installiert habe (als voll funktionsfähige Testversion), kam es zu dem ersten Problem mit dem Programm, was mich nun eine kurze Weile Problemsuche gekostet hat.

Windows Live OneCare bringt eine verbesserte Firewall mit. Diese Firewall blockiert anscheinend per Voreinstellung das Pingen im lokalen Netzwerk. Damit hängt aber wahrscheinlich auch der Zugriff im Netzwerk zusammen. Bei mir wirkte sich das so aus, dass ich von meinem Desktop PC (kein Live OneCare) auf den Laptop (mit Live OneCare) nicht mehr zugreifen konnte und auch ein Ping war erfolglos. Andersherum lief aber alles einwandfrei.

Vom Ping ebenfalls abhängig scheint die Offline-Synchronisation zu sein. Ein Feature von den höheren Windows Versionen, mit dem man Netzwerkdateien auch dann verfügbar haben kann, wenn der Computer momentan gar nicht an ist, oder der derzeitige Standort nicht im Netzwerk ist, sondern unterwegs oder in anderen Netzwerken. Mein Laptop hat nur solche Offlinedateien aufgespielt. Auf dem Gerät selber wird sonst nichts gespeichert. Das hat viele Vor- und wenige Nachteile. Diese Offlinesynchronisation hat auf jeden Fall Probleme gemacht, das war der Grund für meine Recherchen.

Damit der Ping auf ein Windows Live OneCare Gerät wieder funktioniert, muss in den Einstellungen ein kleines Häkchen gesetzt werden. Dazu starte man Windows Live OneCare und wählt aus der Sidebar links “Einstellungen ändern” aus.

Live OneCare

Der nächste Klick auf Erweiterte Einstellungen (im vorgewählten Tab Firewall) führt zu einem neuen Fenster.

Live OneCare Einstellungen

Hier muss der Tab “Ports und Protokolle” ausgewählt werden.

Live OneCare Erweiterte Einstellungen

In der Liste nun noch Häkchen vor ICMPv4 Inbound setzen.

Live OneCare Ports und Protokolle

Nun sollte der Ping wieder funktionieren – und damit auch die Offlinesynchronisation und alles andere, was einen funktionierenden Ping voraussetzt.

Tags: , , , , , ,

Zufriedenheit mit xda Comet

Jens schrieb in meinem Artikel Neues “Handy”: o2 xda Comet folgenden Kommentar:

Hallo Thomas,

wie zufrieden bist du denn bisher mit deinem xda comet ? Wie sieht es bzgl. der Akkulaufzeit aus ? Wie einfach oder kompliziert ist es eine SMS / MMS zu verfassen ?

Ansonsten sind deine Artikel wenigstens etwas mehr als nur das tausendfach kopierte Marketing-Blabla im Netz zu diesem Gerät…

Danke im Voraus für deine Antwort.

Viele Grüße, Jens

Auf diesen Kommentar mÖchte ich nun etwas eingehen und die gestellten Fragen etwas ausführlicher beantworten.

Generelle Zufriedenheit

Generell kann ich sagen, dass ich mit dem Gerät sehr zufrieden bin. Vieles funktioniert exakt so, wie ich es mir vorgestellt habe. Vieles ist wirklich gut durchdacht und man findet sich schnell in die Benutzung von Windows Mobile ein. Das Handy ist gut verarbeitet und macht bisher auf mich einen sehr soliden Eindruck. Obwohl das Gerät über einen Reset Knopf verfügt, musste ich diesen nur am Anfang beim Ausprobieren von Software ab und an benutzen. Nun habe ich ihn schon eine ganze Weile nicht mehr genutzt, weil das Gerät stabil läuft.

Natürlich gibt es auch Dinge, die mich stÖren. So habe ich bis heute keine MÖglichkeit gefunden, Programme beim Schließen auch gleich aus dem Speicher zu entfernen. (Es soll dafür Freewareprogramme geben, nur fand ich diese nicht.) Es hat natürlich Vorteile dass Programme so lange wie mÖglich im Speicher bleiben, denn dann sehen sie beim nächsten Aufruf genau so aus, wie ich sie verlassen habe. Wenn ich mir aber z.B. einen Film anschaue und diesen schließe, dann mÖchte ich nicht, dass er im Hintergrund weiterläuft. Genau das passiert aber. Außerdem wird bei jeder Verbindung mit dem PC synchronisiert. Auch das mag Sinn machen, nervt aber, wenn man nur kurz eine Datei rüberladen mÖchte.

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit ist stark davon abhängig, was man mit dem Gerät macht. In meinem Fall nutze ich den xda als Organizer, gehe mobil ins Internet, meine Frau nutzt das Gerät zum spielen und ab und an hÖre ich Musik drüber. Bei einer solchen Nutzung reicht mir der Akku ca. zwei Tage. Dann muss er geladen werden. Bei Dauernutzung gibt das Gerät selbst eine Nutzungsdauer von fünf bis sechs Stunden an (je nach Bildschirmhelligkeit und verwendeten Verbindungen wie z.B. Bluetooth, WLAN, GPRS). Das reicht, um unterwegs einen Film zu gucken.

Da ein Handelsüblicher USB Anschluss (der gleiche wie an vielen Kameras) vorhanden ist, lässt sich das Gerät an jedem beliebigen USB-Port laden. Das mitgelieferte Ladegerät ist auch lediglich ein Transformator mit USB-Anschluss. über das Ladegerät lädt der PDA jedoch wesentlich schneller, da dort eine hÖhere Leistung abgegeben werden kann als über die USB Buchse. Die Ladezeit liegt geschätzt bei ca. 2,5 Stunden. Gemessen habe ich diesen Wert jedoch noch nicht.

Schreiben

Man kann mit dem Gerät auch SMS schreiben :) Das ist eigentlich ziemlich einfach und meine Bedenken hinsichtlich der fehlenden Tastatur sind inzwischen ausgeräumt. Eine Bluetooth Tastatur kann zwar nachgekauft werden, mir war sie aber keine 60 EUR wert. Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Eingabemodi: Buchstabenerkenner, Strichzugerkenner, Tastatur, Transcriber. Die zwei von mir genutzten mÖchte ich kurz Vorstellen.

Der Tastaturmodus zeigt auf dem Display eine Tastatur an. TastaturmodusDiese ist mit einem Stift bedienbar. Es gibt Programme, die eine Bedienbarkeit mit Hand nachrüsten, jedoch hat mir das nicht gefallen. Während man Worte schreibt, wird eine Vervollständigung der Worte vorgeschlagen. Dabei ist das System intelligent: Es lernt aus dem, was man schreibt. Nach einer erste Einarbeitungsphase, die man definitiv braucht, um mit dem System vernünftig arbeiten zu kÖnnen, kann man ziemlich schnell mit dem Tastaturmodus tippen. Der Tastaturmodus ist der am meisten von mit genutzte Modus momentan.

Es gibt einen weiteren Modus, der ebenfalls interessant für den ein oder Transcribermodus anderen sein mag: Der Transcriber. Bei diesem Modus schreibt man mitten auf dem Display sein Wort hin. Dieses wird erkannt und in Buchstaben umgewandelt. Auf dem Bild sieht man, wie ich gerade noch einmal Blogeintrag angefangen habe zu schreiben. Um diesen Modus wirklich zu verstehen, muss man ein Video sehen. Bei youtube habe ich gesucht und auch eines gefunden. Hatte leider nicht die Zeit  selber eines zu erstellen. Sonst hätte ich euch gezeigt, wie es wirklich funktioniert. :D

Falls ihr weitere Fragen habt, kÖnnt ihr die gerne Stellen. Ich werde versuchen im Rahmen meiner MÖglichkeiten zu antworten. Diese Fragen wurden so ausführlich beantwortet, weil ich sowieso über diese Dinge schreiben wollte.

Tags: , , , , , , , , , , , ,

Windows Mobile – ein erster Eindruck

Seit ein paar Tagen habe ich einen xda von o2 mit Windows Mobile als Betriebssystem. Dies mÖchte ich euch im folgenden etwas vorstellen und zeigen, wie umfangreich das Betriebssystem ist. Meiner Meinung nach gibt es auf dem Markt momentan nichts besseres. In Verbindung mit Outlook ist Windows Mobile unschlagbar.

Homescreen

Windows Mobile hat einen Homescreen, den ich euch bereits vorgestellt habe. Auf dem Homescreen sammeln sich Datum, Uhrzeit, Homezone, Aufgaben, Termine, Verbindungsstatus, … Den Homescreen kann man sich selber zusammenstellen, so finden dort nur die Informationen Platz, die man dort gerne hätte. Viele der Bereiche sind aktiv, d.h. klickt man z.B. auf den Bereich Kalender, so gelant zum Kalender. Jedes einzelne Element hat wieder weitere Optionen. So kann ich beim Kalender z.B. einstellen, ob ich nur ein nächstes Event oder alle nächsten Events anzeigen mÖchte. Beginnt der letzte Termin des Tages, so zeigt Windows Mobile auf dem Homescreen auch die Termine des nächsten Tages an. Was die Aufgaben angeht, so gibt es hier die Unterscheidung in aktive Aufgaben (anscheinend alle Aufgaben, die gerade bearbeitet werden), überfällige Aufgaben, Aufgaben mit hoher Priorität und Aufgaben die heute anfallen. Diese Daten werden alle in dem Bereich Aufgaben angezeigt. Man sieht hier bereits, dass die MÖglichkeiten wirklich bis ins kleinste Detail durchdacht sind und dem Endbenutzer eine mÖglichst gute übersicht bieten.

Startmenü

Wie bei allen Windows Versionen gibt es auch Startmenübei Windows Mobile ein Startmenü konfigurierenStartmenü. Dieses setze sich aus bis zu sieben frei definierbaren Programmen, den fünf zuletzt gestarteten Programmen und den zwei festen Menüpunkten Programme und Einstellungen zusammen. Das Startmenü ist aus jeder Anwendung aufrufbar. Es lässt sich  über einen Button am Handy starten, so kann das Startmenü auch aufgerufen werden, wenn Anwendungen beispielsweise im Vollbildmodus aufgerufen werden.

Ich mÖchte nun einige kleine Ausschnitte aus dem Funktionsumfang von Windows Mobile vorstellen. Dafür werde ich erst einmal die Programme meines Startmenüs zeigen.

Office Mobile

Der erste Menüpunkt ist Office Mobile. Office MobileOffice Mobile umfasst drei Office Programme: Excel, PowerPoint, Word. SchÖn: Office Mobile versteht auch schon die Office 2007 Formate DOCX, PPTX und XLSX. Natürlich handelt es sich bei dem Mobilen Office um eine ziemlich abgespeckte Variante, die aber fähig ist, Dateien zu Öffnen und diese Word Mobile darzustellen. Zur Bearbeitung von Dateien stehen einem die einfachsten Funktionen zur Verfügung. So kann man Text formatieren und ausrichten. Außerdem kann man Aufzählungen erstellen. Der Rest muss dann im Nachhinein am Bildschirm erledigt werden. ähnlich einfach sind auch die anderen Office Programme integriert, weswegen es hier keiner weiteren Darstellung bedarf. Trotz des sehr abgespeckten Funktionsumfangs sind diese Programme doch wichtig und ich habe sie bereits zum Anschauen von Dokumenten verwendet. Die wenigsten Leute werden jedoch über Office Mobile Dokumente erstellen. Für das mobile Büro ist ein Laptop daher immer noch notwendig.

Internet Explorer Mobile

Internet Explorer Mobile Als Internet Browser ist in Windows Mobile der Internet Explorer Mobile integriert. Leider ist das eine große Schwachstelle des Systems. Der Internet Explorer ist im Verstehen von der Struktur von Internetseiten derart schlecht, dass er die Internetseiten auch nicht wirklich vernünftig für das mobile Endgerät anpassen kann. Ich habe ein halbes Jahr Opera Mini genutzt und habe daher einen guten Vergleich. Einzig gute Funktion: Vollbildmodus. Leider sieht es da bei alternativen Browsern eher schlecht aus: Opera Mini ist für Windows Mobile erst in der Version drei erhältlich (aktuell Version vier). Dort wird das Ausblenden der Operaeigenen Menüleisten noch nicht unterstützt. Die Windows Mobile Menüleisten werden ebenso nicht ausgeblendet, sodass ein sehr kleiner Viewport übrig bleibt, der zum surfen nicht wirklich ausreichend ist. Hier hoffe ich auf minimo, ein Webbrowser von Mozilla, den ich ausprobieren werde. Das Surfen ist mit dem Internet Explorer zwar nicht unmÖglich, macht aber nur auf für das mobile Endgerät optimierten Seiten wirklich Sinn.

Kalender

KalenderDer Kalender ist eine der Kernfunktionen von Windows Mobile, daher steckt hier viel Liebe im Detail. So gibt es viele verschiedene Ansichten. Die am meisten von mir genutzte Ansicht findet sich im rechten Bereich: Die Tagesordnung. Alle am Tag anfallenden Termine werden in einer übersicht dargestellt. Kleine Symbole geben dabei sofort in der übersicht wichtige Details preis. Am oberen Rand der Tagesordnung befindet sich ein Zeitstreifen, der 7-18 Uhr anzeigt. Dabei werden die belegten Zeiten farblich markiert. Sehr gut gemacht und total übersichtlich. Kalender WocheWem das Kalender Tag nicht gefällt, der bekommt  weitere Ansichten. Zwei davon sind für die Terminplanung auf dem kleinen Bildschirm noch interessant: Die Tagesansicht und die Wochenansicht. Beide bieten gute MÖglichkeiten zur Terminfindung. Farblich wird in der Wochenansicht dargestellt, zu welchen Zeiten bereits Termine vorliegen. Die Tagesansicht bietet eine ausführliche übersicht über die freien Termine des Tages. Super gemacht und man gewÖhnt sich sehr schnell an den gewonnen Luxus in der Terminplanung.

Kontakte

Kontakte Ein nächster wichtiger Bestandteil sind die Kontakte. Als Standardnummer wird die Handynummer angegeben, wie in dem Screenshot gut erkennbar ist. über die Namenseingabe gelangt man schnell zu dem gewünschten Kontakt. Hier kann man die von Outlook gewÖhnten Details einstellen. Diese werden einem für jeden Kontakt so Kontakte Einzelansichtpräsentiert, dass man damit optimal arbeiten kann. So kann man den Kontakt sofort anrufen, eine SMS schreiben, eine Email schreiben oder die Webseite besuchen. Alles nur einen Klick entfernt. Diese Integration gefällt mir schon fast besser als die Kontaktintegration in Microsoft Office.

Messaging

Bei dem Punkt Messaging gibt es dann die Messaging Unterscheidung in einzelne Konten. So sind die Standard SMS und MMS vertreten. Zudem kommt das synchronisierte Outlook Konto hinzu. Manko hier: Man kann über das Outlook E-Mail Konto lediglich die PC-Syncronisation vornehmen. Unterwegs kann man die in Outlook eingerichteten Konten nicht abrufen. Und so muss man jede Mailadresse, die man unterwegs abrufen mÖchte einzeln hinzufügen. Für diese Emailadressen lassen sich dann aber auch die Intervalle einstellen, in denen der Abruf erfolgen soll. So ist mein Handy so konfiguriert, dass es sich automatisch jede Stunde die Emails holt, falls vorhanden. Bei einem Volumentarif halten sich die Kosten dafür stark im Rahmen, um nicht zu sagen, sie sind vernachlässigbar.

Notizen

NotizenWeiter in meinem Startmenü finden sich die Notizen. Windows Mobile erlaubt das Anlegen von Notizen. Dabei kann eine Notiz aus drei verschiedenen Elementen stehen: Schrift, Zeichnung und Audioaufnahme. So ist jede beliebige Notiz denkbar und den Fantasien sind kaum grenzen gesetzt. SchÖn wäre, wenn man hier auch noch Fotos hinzufügen kÖnnte. Dafür ist aber wahrscheinlich einfach die AuflÖsung noch zu gering. Gut gemacht: Ist Microsoft OneNote auf dem PC installiert so kann man die Notizen auch mit OneNote abgleichen. Standardmäßig werden Notizen aber mit Microsoft Outlook abgeglichen.

Telefon

Da das ja eigentlich ein Handy ist, kann man mit dem Gerät auch noch Telefonieren telefonieren :) Die Telefonfunktion ist dabei meiner Meinung nach sehr gut durchdacht. So sind die Tasten so groß, dass man sie auch mit dem Finger gut bedienen kann. Außerdem werden Namen aus dem Telefonbuch gesucht, indem man einfach die Zahlen eingibt. Die zwei steht dabei für A, B oder C. Windows Mobile kombiniert automatisch die in Frage kommenden MÖglichkeiten. Im Beispiel rechts habe ich die 8 und die 4 eingegeben. In meinem Telefonbuch bleiben dabei nur noch die MÖglichkeiten Vi, Th, Ti. Alle Personen, deren vor oder Nachname damit beginnt werden so in der Liste angezeigt. Sehr schnell und sehr gut. Außerdem kann ich über die Anrufliste sehen, welche letzten Anrufe ankamen und getätigt wurden. Klickt man auf einen Namen, so erhält man alle Telefonate der letzten Zeit mit der Person. Hier wäre es noch schÖn, wenn sich in diese Liste auch Emails und SMS mit eingliedern würden.

Verbindungseinstellungen

VerbindungenWindows Mobile liefert auch eine gute übersicht über alle mÖglichen Datenverbindungen. Diese lassen sich über das Menü verwalten und per Klick an und ausschalten. Außerdem gibt es für Windows Mobile auch einen SecureW2 Client, der für die Benutzung an der FH wichtig ist. Das Netzwerk ist dort verschlüsselt und der SecureW2 Client wird benÖtigt, um Zugriff auf das Netzwerk zu erhalten.

Weitere Programme

Nun mÖchte ich noch einige Programme vorstellen, die so nicht im Funktionsumfang enthalten waren, aber die ich sehr gut für Windows Mobile finde.

ICQ mit QIP

icq QIP ist ein ICQ Programm für Windows Mobile. Links im Bild sieht man eine Konversation, die ich gerade mit meinem Bruder führte. Das Tippen ist zwar etwas mühsam, aber ich finde toll, dass es funktioniert. So habe ich gestern Abend im Bett vor dem Schlafengehen ohne großen Laptop noch mal schnell mit jemandem etwas klären kÖnnen. Finde ich genial. Leider funktioniert QIP anscheinend nur über WLAN. über UMTS ist QIP daher noch nicht nutzbar. Mal schauen, wann das kommt. Windows Mobile liefert aber natürlich den Windows Messenger mit, der ja der Microsoft Pendant zu ICQ ist. Den habe ich aber noch nicht ausprobiert.

Videos

video Auch das anschauen von Videos ist mÖglich. Hier ein Screenshot von der After Show Party des ECHO. Videos werden dabei auch im Vollbild dargestellt. Um die Videos auf die richtige GrÖße zu bringen, gibt es ein kostenloses Programm. Je Stunde Video dauert der Umwandlungsvorgang je nach PC ca. 20 Minuten. Danach ist die Stunde Video ca. 110 MB groß und kann auf das Handy übertragen werden. Für unterwegs im Zug oder so eine super Sache. Davon ist sogar meine Frau begeistert ;)

GPRS Monitor

GPRS Monitor o2 liefert mit dem Handy ein Programm, das nicht zum Funktionsumfang von Windows Mobile gehÖrt, aber super Dienste erledigt. Ich habe einen Datentarif von 200MB im Monat. Das Programm loggt jede Verbindung mit und kann mir daher detailliert Auskunft darüber geben, wie viel ich noch nutzen kann von meinem Datentarif. Außerdem habe ich so schnell Zugriff auf die GPRS Monitor ausführlich Helligkeitseinstellung und die Akkuleistung. Zudem kann ich eine ausführliche Ansicht der Daten erhalten. Da kann ich dann sehen, wie viel gesendet und empfangen wurde. Da ich die letzten Tage noch viel mit meinem anderen Handy unterwegs war, sieht es momentan noch etwas leer aus. Das wird sich aber sicher bald ändern. Wäre mein Datentarif zeitbasiert, so kÖnnte ich hier auch eine Auswertung darüber erhalten, wie viel Geld mich mein Mobiles Internet in diesem Monat schon gekostet hat. Diese Applikation gehÖrt zu den von mir am meisten genutzten bisher. Schon alleine wg. dem schnellen Zugriff auf die Helligkeitsumstellung.

Schlusswort

Soweit mein erster Eindruck von Windows Mobile. Der Artikel ist zwar etwas länger geworden, gibt aber denke ich einen guten überblick über das Betriebssystem und die MÖglichkeiten, die es mitbringt. Sicherlich wird mir das ein oder andere einfallen, was mir verbesserungswürdig erscheinen mag, doch dazu ein gesonderter Artikel in der nächsten Zeit. Ich mÖchte erst noch ein wenig weiter testen.

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Synchronisation mit Externer Festplatte

Nachdem ich mir nun eine externe Festplatte angeschafft habe und mit dieser Öfter an der FH am PC und anderweitig an fremdem PCs bin, merke ich, wie nervend es ist, wenn man immer wieder die bearbeiteten Dateien abgeleichen muss. Von extern auf intern, von intern auf extern. Sehr sehr zeitaufwändig. Deswegen musste ein Programm her, was dies für mich erledigt.

Das Programm sollte auf jeden Fall kostenlos sein, denn ich wollte kein Geld dafür ausgeben. Außerdem sollte es mÖglichst klein sein und einfach zu bedienen. Im besten Fall sollte alles automatisch ablaufen.

Das erste Programm, was ich gefunden und installiert habe entsprach diesen Kriterien in vollem Umfang: Synchredible Es war klein, sehr intuitiv und total mächtig. Die Benutzeroberfläche war gut durchdacht und dadurch war es leicht zu bedienen. Als ich aber dann meinen ersten Abgleich starten wollte, erfuhr ich, dass dieses Programm lediglich Dateien bis 1MB abgleicht. Wollte man mehr, so musst man sich die Profiversion kaufen. Diese sollte für den privaten Gebraucht 25$ kosten und daher war das Programm wieder uninteressant.

Nach einer längeren Suche fand ich dann das zweite Programm, was ich installierte und womit ich nun sehr zufrieden bin: SyncBack. Das Programm kennt drei verschiedene Profilarten:

Sicherung, Synchronisation und Gruppe. Sicherung ist für Backups auf externen Festplatten, FTP-Laufwerken (!) oder anderen Verzeichnissen des gleichen PCs gedacht. Synchronisation synchronisiert die Dateien zweier Verzeichnisse und mit Gruppe kann man mehrere Aufgaben Gruppieren und gemeinsam starten.

MÖchte man ein neues Profil erstellen, so hat man schon im einfachen Modus allerhand MÖglichkeiten:

Stellt man dann noch auf den Expertenmodus um, so wachsen die EinstellmÖglichkeiten auf nahezu alles was es überhaupt gibt:

Ein paar EinstellmÖglichkeiten in einer Auswahl:

- EinstellmÖglichkeit für Aktion wenn Quelle und Ziel geändert wurden
- Kopierte Dateien kÖnnen nach der Kopie überprüft werden
- Es gibt Dateifilter, mit dem man bestimmte Dateitypen, Verzeichnisse oder einzelne Dateien ausschließen kann
- Der Abgleich ist zeitlich planbar und startet dann automatisch im Hintergrund
- Vor einem Abgleich kÖnnen offene Programme von dem Programm aus geschlossen werden (sinnvoll bei einer Sicherung von Programmdaten, wie z.B. der Outlook-Datendatei)
- Es kÖnnen Programm vor und nach durchführung eines Profils gestartet werden
- Die Dateien kÖnnen im Ziel gleich als ZIP-Datei komprimiert werden
- Man kann sich nach Ausführung eines Profils einen Report darüber per Email zusenden lassen

Diese Liste kÖnnte nun noch um einiges erweitert werden. Ich denke, ich konnte klar machen, warum dieses Programm mich überzeugt hat.

Tags: , , , , ,