Neue Beta von Live Fotogalerie 2009

Über die erste Beta der Windows Live Fotogalerie habe ich bereits berichtet. Nun wurde eine neue Beta der Live Fotogalerie herausgebracht. Auf den ersten Blick konnte ich kaum Veränderungen erkennen. Doch die stecken im Detail.

Besonders viele Verbesserungen wurden im Zusammenspiel mit der Onlineplattform gemacht. Hier lassen sich nun nicht nur Fotos hochladen, sondern zusätzlich in Gruppenalben und Ereignisalben sortieren. Außerdem spielen die Live Programme untereinander besser zusammen. So kann aus der Live Fotogalerie direkt auf Erstellen => Blogbeitrag geklickt werden und das Foto wird in einem neuen Beitrag in dem Windows Live Writer eingefügt.

Aber auch in der Fotobearbeitung wurde wieder ein kleines, aber immer wichtiger werdendes Detail hinzugefügt. Es findet sich unter der Gruppe “Detail anpassen” und wurde “Geräusche mindern” genannt.

Detail anpassen

Dieses Detail wird deswegen immer wichtiger, weil die Bilder ein immer größeres sogenanntes Bildrauschen aufweisen. Bildrauschen kann durch zwei verschiedene Gründe bedingt sein: Zum einen kann es daran liegen, dass ein schlechter Sensor verbaut ist. Schlechte Sensoren werden leider in heutigen Kameras immer häufiger verbaut, da bei immer kleinerer Bauweise immer mehr Megapixel erreicht werden wollen. Dafür werden immer kleinere Sensoren notwendig, die gerade im günstigen Preissegment ein sehr starkes Bildrauschen erzeugen. Bildrauschen entsteht auch, wenn Kameras immer höhere ISO Werte zulassen und damit Fotos auch bei geringem Licht ohne Blitz ermöglichen. Leider sind sich die wenigsten Nutzer bewusst, was für Auswirkungen hohe ISO-Werte (meist noch in Verbindung mit schlechten Sensoren) für ihr Bild haben. Viele heutige Digitalbilder sind daher leider stark verrauscht.

Bei mir entsteht Bildrauschen dadurch, dass ich versuche auch bei geringem Licht ohne Blitz zu arbeiten. Bilder mit Blitz sehen für mich immer unnatürlich aus und fangen die Stimmung nicht richtig ein. Meine Kamera kann bis ISO 1600 hoch geschraubt werden. Vom Bild ist dann allerdings nicht mehr viel übrig. Deswegen habe ich sie auf maximal ISO 400 begrenzt. Auch damit entsteht aber schon ein Bildrauschen, welches besonders bei Vergrößerung sichtbar wird:

Kegel unverbessert

Wenn man genau hinschaut ist zu sehen, wie die Kegel ein Muster aufweisen, das sogenannte Bildrauschen. Nun habe ich auf diesen Bildausschnitt mal die Option Geräusche mindern angewandt. Dies führt zu folgendem Ergebnis:

Kegel verbessert

Beim Vergleich der Bilder hat das Bildrauschen nach Anwendung der neuen Funktion stark abgenommen. Das ist auf den ersten Blick erfreulich, auf den zweiten Blick fällt aber auf, dass nicht nur das Bildrauschen, sondern auch die Bildschärfe abgenommen hat. Besonders bei Bildern die viele Details enthalten ist also von der Anwendung dieser Funktion dringend abzuraten. Sie eignet sich insbesondere dann, wenn ein kleines Detail groß aufgenommen wurde, oder wenn das Bild sehr viele gleichfarbige große Flächen hat. Dann ist diese Funktion sehr gut zu gebrauchen und macht das Bild wirklich schöner. Da der gezeigte Abschnitt stark vergrößert ist, kann das Gesamtbild immer noch genug Schärfe aufweisen:

P1040330

Insgesamt ist die Funktion als durchaus angebracht und macht in vielen Fällen wirklich Sinn und schönere Fotos. Wer die Windows Live Fotogalerie bis heute noch nicht ausprobiert hat, der sollte sich die aktuelle Beta Version unbedingt näher anschauen.

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Was man über Windows 7 weiß

Wer meine empfohlenen Artikel verfolgt hat, wird gemerkt haben, dass ich in den letzten Tagen viel über Windows 7 gelesen habe. Auch wenn ich die Unternehmenspolitik immer noch nicht verstehe, gibt es in Windows 7 viele Dinge, die für die Nutzer sehr interessant sind. Einige davon möchte in diesem Artikel kurz vorstellen. Wenn es wichtigere detaillierte Informationen zu dem jeweilige Feature gibt, werde ich einen Artikel verlinken, in dem die beschriebene Neuerung ausführlich beschrieben ist. Generell kann man aber jetzt schon sagen: Windows 7 wird von den potentiellen Nutzern bisher wesentlich besser aufgenommen, als Windows Vista seinerzeit.

Wer sich die Präsentation auf der Keynote der PDC ansehen möchte, der kann das gerne tun. Wer mit Englisch nicht so bewandert ist, kann sich das trotzdem anschauen und dann im Detail lesen, was wichtig ist. Das Video habe ich hier direkt eingebunden:

Was sofort beim ersten Start ins Auge springt, ist die neue vollkommen überarbeitete Taskbar:

Windows 7 Taskbar

Die neue Taskbar arbeitet ähnlich dem von Mac OS bekannten Prinzip. Programme lassen sich in die Taskbar ziehen und von dort aus starten. Sind sie bereits gestartet, so werden sie hervorgehoben. Bewegt man die Maus darüber, so werden die geöffneten Fenster als Vorschau gezeigt. Die Symbole in der Taskbar lassen sich nun auch von Haus aus frei sortieren (was bisher bereits über Zusatzsoftware möglich war). Long Zhen hat über die Taskbar auf seinem Blog ausführlich berichtet.

Auch am Startmenü wurde geringfügigimage gearbeitet: Programme erhalten nun kleine Pfeile, über die zuletzt verwendete Dateien in den Programmen geöffnet werden. Es muss also nicht mehr das Programm geöffnet werden und dann über einen Menüpunkt eines der zuletzt verwendeten Programme auswählen, sondern kann das ganz einfach bereits im Startmenü tun. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass diese Funktionalität zu einer weiteren Beschleunigung des Arbeitsflusses beiträgt.

Die Sidebar von Windows Vista verschwindet und die Elemente sind frei auf dem Desktop platzierbar. Was daran neu sein soll, weiß ich jedoch nicht, denn das ist bei Windows Vista auch schon der Fall…

Die Live Suche wurde überarbeitet:

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Die Ergebnisse werden nun ähnlich eines Suchergebnisses einer Internet-Suchmaschine angezeigt. Es wird hervorgehoben, wo die Datei mit dem Suchbegriff übereinstimmt. Diese Neuerung war längst überfällig.

Benutzt man sein mobiles Gerät in mehreren Netzwerken, so variiert der Drucker. Windows 7 bietet hier an, den Standarddrucker je Netzwerk festlegen zu können. Wird das Netzwerkgewechselt, dann wechselt der Drucker mit. Besonders interessant ist das für Leute, die ihren Laptop auch in der Firma verwenden. Ralph Schnell hat auf seinem Blog Screenshots zu den Dialogen.

imageEbenfalls verbessert wurde der Verbindungsaufbau zu Drahtlosnetzwerken. Nach einem Klick auf das Netzwerksymbol in der Taskbar werden direkt die Drahtlosnetzwerke aufgelistet und die Verbindung kann per Klick hergestellt werden. Es muss nicht wie bei Vista ein weiteres Fenster geöffnet werden, über das dann die Verbindung hergestellt werden kann. Besonders bei Netzwerken, deren Verbindung oftmals verloren geht ist dieses Feature sehr sinnvoll. Ob für die Eingabe des Netzwerkschlüssels dann ein weiteres Fenster geöffnet wird, konnte ich noch nirgends erkennen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass auch die Eingabe des Netzwerkschlüssels in diesem Fenster möglich ist.

Mit Windows Vista wurde das Mobilitätscenter eingeführt um unter anderem die Nutzung bei Präsentationen effektiver zu machen (und eigentlich brauchte ich das Mobilitätscenter bisher auch nur dann). Windows 7 erweitert die Nutzung bei Präsentationen nun durch eine schnelle Bildschirmumschaltung:

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Dieses Umschaltung lässt sich dann über Windows-Taste + P erreichen. Damit ist die Umschaltung endlich auf allen Laptops einheitlich geregelt und nicht jeweils über andere Zusatztaste – F-Tasten Kombinationen.

So wie es momentan aussieht, ist Windows 7 das erste Betriebssystem, was weniger Ressourcen verbraucht als sein Vorgänger. Damit nimmt die Performance laut berichten erheblich zu und Windows 7 soll auch flüssig auf Netbooks nutzbar sein. Blogger berichten, dass Windows 7 auf der PDC sogar unter anderem auf einem Netbook mit lediglich einem 1GHz Rechenleistung und 1GB RAM präsentiert wurde. Hier hat Microsoft anscheinend erheblich nachgebessert. Nach einer Clean Installation soll die Nutzung des Arbeitsspeicher unter 400MB liegen und die CPU Last bei lediglich 0 – 1%. Einen Erfahrungsbericht dazu hat Daniel Melanchthon geschrieben.

Eine Neuerung in Windows 7 sind auch Sensoren. Das Betriebssystem bietet dazu einen Eintrag in der Systemsteuerung. Ein Sensor, der funktional direkt in das System integriert ist, ist der Lichtsensor. Die Bildschirmhelligkeit wird abhängig vom Tageslicht automatisch reguliert. Ist das Umgebungslicht so hoch, dass die Displayhelligkeit nicht ausreicht, wird versucht, ein kontrastreiches Overlay über z.B. Karten zu erstellen. Long Zhen hat dazu einen interessanten Artikel geschrieben: Let there be light. Auch Benutzer bisheriger Notebooks dürfen sich jedoch freuen: Endlich hat Windows die adaptive Bildschirmabschaltung, die von Apple Notebooks bereits bekannt ist ebenfalls ins Betriebssystem integriert. Dies dürfte die Akkulaufzeit generell verlängern.

Noch eine Sache zum Schluss: Die Trayicons können nun per Drag and Drop hinter dem Pfeil versteckt, oder wieder hervorgeholt werden. Ob Notifications, also diese kleinen größtenteils nervenden Sprechblasen, angezeigt werden sollen, lässt sich einstellen. Es ist auch möglich, Notifications nur für angezeigte Symbole zu aktivieren.

Damit die für mich wichtigsten bisher bekannten Funktionen zu Windows 7 zusammengefasst. Die Screenshots und viele Informationen habe ich aus einem Dokument, dass Microsoft zur Verfügung gestellt hat: Windows 7 Reviewers Guide.

Interessante Artikel zum Thema in den letzten Tagen auf anderen Blogs:

Nun dürfen wir gespannt sein, ob wir Windows 7 wirklich schon im Sommer nächstes Jahr benutzen können.

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Die Wii Remote

Seit einigen Tagen habe ich ja die Wii. Immer wieder fasziniert mit die Wii Remote (der Controller der Wii). Viele Spiele setzen die in ihr verwendeten Techniken sehr konsequent um, was zu einem völlig anderen Spielgefühl führt. Die Wii Remote erkennt Drehung, Neigung und Beschleunigung. Zusätzlich kann man mit ihr noch auf Elemente auf dem Bildschirm zeigen. Ein integrierter Lautsprecher und Motor (für Vibrationen) beziehen die Wii Remote in das Spielgeschehen ein. Für die Erkennung der teilweise komplexen Bewegungen sind einige Sensoren und Funktechnologien notwendig:

  • Eine Sensorleiste wird mittig auf dem Fernseher oder vor dem Fernseher platziert. Diese beherbergt Infrarot LEDs. Eine Infrarotkamera an der Wii Remote kann durch die Verwertung der Infrarotsignale die Position relativ zum Bildschirm bestimmen.
  • Ein Beschleunigungssensor erkennt die Veränderung der Bewegung in allen drei Achsen.
  • Die Kommunikation zwischen der Wii Remote und der Wii Konsole erfolgt über Bluetooth. Dabei wurde die kleine Version verbaut, die lediglich einen maximalen Abstand von 10m erlaubt, was während des Spielens aber keinen Nachteil hat.
  • Die Wii Remote verfügt über einen internen Speicher, auf dem man seine Spielfiguren oder Controllereigenschaften (Umkehrung der Y-Achse) speichern kann.

Die Wii Remote ist also durchaus sehr gut durchdacht. Durch die interessant kombinierten Techniken und Bluetooth als Standard für die Datenübertragung, wurde bereits mehrfach demonstriert, was man damit noch alles anstellen könnte. Interessant ist dabei dieses Video:

 

Es wird demonstriert, wie man mit den Techniken der Wii Remote auf einmal völlig andere Möglichkeiten in 3D Modellen am PC hätte. Leider auf englisch, aber sehr eindrucksvoll. Ich bin gespannt, wann ähnliche Bedienkonzepte Einzug in den PC Alltag halten werden.

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