Heute war ich nun ein letztes Mal auf der Hannover Messe. Nachdem wir gestern von unserem Wirtschaftsminister Michael Glos für unser Projekt LEON geehrt wurden und einen Preis überreicht bekamen, war ich heute zum letzten Mal am Stand um die Fragen der Messebesucher zu beantworten. Ich möchte diesmal vier kurze Begebenheiten hervorheben.
Erst mal was negatives: Die schlimmste Mitnahmekultur, die ich heute erlebt habe, waren drei Jungs aus dem Mittelmeerraum. Sie kamen zum Stand und fragten sofort, ob sie sich eine Dose nehmen konnten. Nachdem wir bejaht hatten, nahm sich jeder drei Dosen. Einer schien auf einmal interessiert und stellte Fragen zur Anlage. Während
wir diese beantworteten, wurden die Taschen noch voller gepackt. Zum Schluss war von den knapp 20 mit M&Ms zur Mitnahme befüllten Dosen keine einzige mehr da. Gut, damit muss man leben. Danach kamen aber dann zwei Freunde von denen (augenscheinlich gleiche Clique). Die fragten, ob sie sich mit unserer Anlage ein paar der Dosen befüllen konnten. Als wir sie darauf verwiesen, dass sie mal bei ihren Freunden schauen konnten, die hätten schon genug Dosen eingepackt. Statt dafür Verständnis zu zeigen wurden sie missmutig. Sowas finde ich dreist – echt. Und ich habe dafür absolut kein Verständnis.
Dann war da der interessierte Lehrer. Er ließ sich die Anlage sehr detailliert erklären und nahm sich die Unterlagen zum Unterrichtsbuch mit. Mit ihm konnte man sich fachlich sehr gut unterhalten und man merkte, dass er mitdachte. Zudem wollte er auch viel Details zum xplore Wettbewerb wissen. Er überlegt nun, beim nächsten Mal ebenfalls teilzunehmen.
Am Stand nebenan war ein Automat zu sehen, der Flöte spielen konnte. Von der Aufmachung her deutete die Anlage
die Umrisse eines Menschen an. Um den Hals war ein Tuch gebunden. Ein Mädel ließ sich die Anlage erklären, dann wurde es ihr zu langweilig, deswegen fragte sie tatsächlich, ob sie das Tuch neu binden dürfe. Sie nahm sich also das Tuch und machte einen schönen Krawattenknoten. In dem Moment war das einfach nur lustig. Neben ihr die tolle Anlage, die echt schon sehr einfach und genial gemacht war und sie findet das Tuch interessanter…
Und als letztes Beispiel noch der kleine Junge. Er kam mit seiner Schwester und seiner Mutter. Er war neun Jahre alt. Der Junge war sehr aufmerksam dabei und ließ sich die Anlage zeigen. Danach kurze Pause und dann die Aussage: "Ihr habt noch ein Problem." Mit seinen neun Jahren hatte er die Anlage verstanden und ein Problem ausgemacht, das uns zwar schon lange bekannt war, aber was sonst kaum jemand geäußert hat und schon gar nicht unsere jungen Besucher. Von seiner Mutter erfuhr ich, dass er die Automatisierungstechnik quasi mit der Muttermilch aufgesogen hat. Ein wirklich schlaues Bürschchen. Es hat Spaß gemacht, sich mit ihm zu unterhalten.
Mit meinem Handy bin ich ein wenig durch die Halle 26 gegangen. Die Halle war so eine Erlebnishalle. Die Besucher konnten viel selber machen. Ich habe versucht, einige der Aktionen mit der Handykamera festzuhalten:

Damit ist für mich das Projekt LEON und damit auch die Aufenthalte auf der Hannover Messe abgeschlossen. Schön, denn Montag wartet die nächste Klausur. Übrigens: So geht unsere heutige Jugend mit Müll um…

Sehr traurig…
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