Wenn ich mir heute eine Bridge-Kamera kaufen würde…

Da ich mich für Fotos interessiere und auch für die Technik dahinter, werde ich ab und an auch bei anstehenden Kamerakäufen nach meiner Meinung gefragt. Diese Woche war es wieder so weit und ich habe mich etwas ausführlicher mit dem Thema auseinandergesetzt. Meine Auswertung würde ich gerne mit euch teilen, vielleicht ist ja der eine oder andere an meinem Ergebnis und an meinen Gedanken zu dem Thema interessiert.

Als Bridge-Kameras werden die Modelle bezeichnet, die gerne schon so sein wollen wie “großen”, aber doch noch einige Nachteile der kleinen mitbringen. Auch von der Größe her bewegen sie sich zwischen den echten Spiegelreflexkameras mit Wechselobjektiven und den kleinen Knipserkameras. Die Kameras bieten eine gute Alternative für alle, die mehr wollen als nur “Abdrücken” und die sich doch keine Spiegelrelexkamera mit entsprechenden Objektiven leisten können. Die Preise liegen aktuell so bei 300-500 EUR.

Als ich mich diese Woche mit dem Thema beschäftigt hatte war der Ausgangspunkt die Panasonic DMC FZ48. Leider habe ich im Internet sowohl über die DMC FZ48 als auch die kleiner DCM FZ45 nicht viel gutes gelesen, und auch meine persönlichen Erfahrung mit der 48er Kamera sind nicht positiv. Daher habe ich diese beiden gleich aus meinem Überblick rausgekommen. In meinem Vergleich habe ich auf folgende Modelle geschaut:

Sicherlich gibt es viele weitere interessante Modelle. Ich habe mich auf diese beiden Marken beschränkt, weil meine Bridgekamera seinerzeit von Panasonic war und meine aktuelle Spiegelreflexkamera von Canon kommt. Ich kenne die Kameras also auch von der Bedienung her und kann sie gegenüber anderen Marken uneingeschränkt empfehlen. Bei meiner Betrachtung bin ich folgendermaßen vorgegangen: Ich bin auf die Herstellerseiten gegangen und habe für die Kameras, die in Frage kämen mal zusammengestellt, welche technischen Eigenschaften die haben. Das habe ich auf die für mich relevanten Eigenschaften verkürzt und daraus einige Dinge berechnet, die meiner Meinung nach aussagekräftiger sind als die Herstellerangaben. Die relevanten technischen Angaben bzw. die Resultate aus den Berechnungen habe ich bewertet. Dabei kam eine Übersichtstabelle raus, doch bevor ich diese zeige, versuche ich erst noch die dargestellen Eigenschaften zu erklären:

  • Sensortyp: Gibt Auskunft darüber, wie groß die Fläche des Sensors ist. Die Angabe gibt so weit ich das verstanden habe den Vergleich zu früheren Filmen an. Die Negative hatten eine Fläche von 36x24mm. Diese Fläche wird ins Verhältnis mit der Sensorfläche gesetzt. Also 1/1,7 sagt zum Beispiel aus, dass die früheren Negative das Maß sind und er daher mit 1 angegeben werden und der Sensor nun 1,7 weniger, also nur das ca. 0,6fache der ursprünglichen Fläche. Je kleiner die Fläche ist, desto schlechter ist dies eigentlich.
  • Megapixel: Diese Angabe sollte klar sein. Das ist ein Wert mit dem die Hersteller gerne werben.
  • Platz pro Megapixel: Dieser Wert ist von mir berechnet und sagt nun etwas über die Bildqualität aus. Aus dem Sensortyp und den Megapixel kann man einen Vergleichswert errechnen, der angibt, wieviel Platz pro Megapixel eigentlich auf der Sensorfläche zur Verfügung steht. Das Problem bei heutigen Kameras: Sie haben sehr viele Megapixel, aber die Fläche ist dafür eigentlich viel zu klein. Also müssen die Sensoren zur Farb- und Helligkeitsberechnung der Pixel ziemlich klein sein, damit die überhaupt drauf passen. Für das günstige Preissegment (in dem bewegen wir uns bei Bridge-Kameras) gilt jedoch: Je kleiner die Sensoren sind, desto ungenauer ist der Farb- und Helligkeitswert. Je ungenauer die Berechnung ist, desto mehr liegen benachbarte Sensoren in ihrer Berechnung auseinander, was wiederum zu Bildrauschen führt. Generell kann man sagen: Je mehr Platz also pro Megapixel zur Verfügung steht, desto besser ist dies für die Bildqualität.
  • Brennweite: Ein technischer Wert des Objektivs. Er gibt den Abstand zwischen Einfall des Lichts und Film in mm an. Da heutige Sensoren oft nicht gleich groß sind wie damalige Filme, muss auch die Brennweite umgerechnet werden.
  • Vergrößerung: Die Hersteller werben gerne mit einem optischen Zoom. Dieser berechnet jedoch nur den Faktor zwischen maximaler und minimaler Brennweite. Er sagt nichts über die Vergrößerung aus. Die Vergrößerung berechnet man über die Brennweite 50mm die eine 1:1 Abbildung des Gesehenen ermöglicht. Alles darüber ist eine Vergrößerung, alles darunter eine Verkleinerung des Gesehenen. (100mm wären daher also eine 2fache Vergrößerung des Bildausschnitts [wegen 2*50mm].)
  • Verkleinerung: Wird berechnet über 50mm als 1:1 Abbildung. 25mm wären also eine 2fache Verkleinerung.
  • Blende: Ein technischer Wert fürs Objektiv. Er ist ein Indikator dafür, wie gut man auch bei schlechten Lichtverhältnissen noch Bilder machen kann. Die Angabe der Blende erfolgt von Blende bei min. Brennweite bis Blende bei max. Brennweite. Ein Beispielobjektiv (das der Canon Powershot G12) hat eine Blende von 2,8 bei 28mm Brennweite und eine Blende von 4,5 bei 140mm Brennweite. Hier gilt je kleiner der Wert desto besser. Der Wert gibt nämlich das Verhältnis an zwischen zur Verfügung stehender Objektivfläche und nutzbarer Objektivfläche bei schlechten Lichtverhältnissen. D.h. das Beispielobjektiv kann bei 28mm (min. Brennweite) bis 36% der Objektivfläche nutzen und bei 140mm (max. Brennweite) lediglich nur noch bis 22% der Objektivfläche. Diese Werte sind bedingt durch die Bauarten des Objektivs und die Anzahl / Anordnung der Linsen in dem Objektiv. Je weniger Objektivfläche genutzt werden kann desto weniger Licht dringt jedoch ins Gehäuse ein und das ist insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen negativ fürs Bild. Die Kameras mit viel Zoom haben bedingt durch die dafür notwendigen Bauformen bei maximalen Zoom hier einen besonders schlechten Wert. D.h. diese Vergrößerungen können ohne Blitz eigentlich nur bei Tageslicht im Freien erreicht werden. Ansonsten müsste man ziemlich schnell den Blitz einsetzen, damit das Bild nicht verwackelt. Ich persönlich mag keine Bilder mit Blitz, aber das ist wohl Geschmackssache. Generell gilt hier: Je kleiner die Werte, desto besser ist dies für die Bildqualität.
  • AF Messfelder: Die Werte sagen etwas über die Scharfstellung der Kamera aus. Die meisten Kameras haben heutzutage Mehrfeldmessungen oder ziemlich viele Felder in denen gemessen wird. Im Vergleich hat lediglich die Canon Powershot G12 “nur” 9 Messpunkte und keine Messfelder.
  • Makro: Alle dargestellten Kameras können Nahaufnahmen von Objekten machen.
  • ISO min / ISO max: Die ISO gibt Aufschluss über die Lichtempfindlichkeit der Sensoren für die Berechnung der Farb- / Helligkeitswerte. Bei meiner Farbdarstellung bin ich von der Annahme ausgegangen, dass je höher die maximal mögliche Lichtempfindlichkeit liegt, desto besser verhalten sich die Sensoren bei geringer Lichtempfindlichkeit. Die Lichtempfindlichkeit hat Einfluss auf das Bildrauschen und damit auf die Bildqualität.
  • Geschwindigkeit: Der Wert gibt an, welche Belichtungszeiten mit den Kameras möglich sind. Er liegt überall im grünen Bereich.
  • RAW: RAW Bilder sind unkomprimierte Bilddateien mit stark erhöhter Bildinformation. Diese Möglichkeit ist sehr interessant für die Nachbearbeitung von Bilder. Normalerweise speichern Kameras die Bilder in JPEG ab. JPEG ist ein verlustbehaftetes Komprimierungsverfahren zur Datenmengenreduktion von Bilddaten. Im Klartext heißt das: Je öfter man ein JPEG Bild wieder als JPEG speichert, desto weniger Informationen sind vorhanden. Das Bild wird immer stärker komprimiert und verliert an Farben und Schärfe. Wenn dies bereits in der Kamera ein erstes Mal passiert, dann bei der Nachbearbeitung ein zweites Mal und bei späterem Zuschnitt oder Farbumwandlung (s/w, …) ein drittes Mal ist die Bildqualität schon merkbar schlechter als zu Beginn. Wenn man aber in RAW fotografiert, hat man immer ein unkomprimiertes Rohbild (mit entsprechendem Speicherplatzbedarf) an dem nach belieben geändert werden kann ohne Qualitätsverlust. Erst für die Weitergabe oder Ablage wird das Bild dann als JPEG exportiert und einmal komprimiert. Sicherlich ist dies für viele Käufer von Bridge-Kameras erst mal uninteressant, aber man weiß nicht, wozu man sich noch entwickelt. Ich persönlich würde darauf achten, dass die Kamera RAW wenigstens unterstützt, auch wenn man es vorerst nicht nutzen möchte.
  • LCD-Bildschirm dreh- / schwenkbar: Gibt Auskunf darüber, ob der LCD Bildschirm starr verbaut ist oder an einem Scharnier sitzt und damit beweglich ist.
  • Video max Auflösung: Erklärt sich von selber. Grundsätzlich haben die älteren Kameras die 720p Auflösung (“HD-Ready”) und die neueren die 1080p (“Full-HD”).
  • Speicherkarte: Welcher Typ kann verwendet werden: Alle setzen auf SD-Karten, was meiner Meinung nach sinnvoll ist. Einige bieten zusätzlich die Möglichkeit die (älter und langsameren) MMC Karten zu verwenden.
  • Displaygröße: Ein Wert mit dem die Hersteller werben. Alle verglichenen Kameras liegen hier sehr nah beieinander.
  • Displaypixel: Wie viele Bildpunkte werden auf dem Display dargestellt.
  • Displaypixel pro cm²: Ist ein Wert der von mir hinzugefügt wurde, weil er einen Rückschluss auf die Displayschärfe bietet. Was nützt das größte Display, wenn das Bild unscharf dargestellt wird?
  • Sucher: Um Geld zu sparen, setzen einige Hersteller auf einen elektronischen Sucher. Damit spart man sich die notwendige Technik, die den Spiegel für die Belichtung hochklappen müsste. Ich hatte an meiner Bridgekamera seinerzeit einen solchen Sucher und weiß, dass man ihn nicht benutzt, weil er einfach schlecht und unscharf ist. Wenn man einen elektrischen Sucher hat, fotografiert man immer über die Darstellung am Kameradisplay. Ob man einen Sucher braucht ist Geschmackssache. Erst hat’s mich gestört, inzwischen liebe ich ihn. Ein optischer Sucher ist auch in praller Sonne noch hell genug. Hier kommen die Kameradisplays oft an ihre Grenzen und man erkennt nur noch schematisch, was gerade fotografiert wird oder man nutzt den wirklich schlechten elektrischen Sucher.
  • Bilder auf Flickr: Diese Information habe ich noch hinzugefügt, weil sie Aufschluss über die Verbreitung der Kamera gibt. Flickr ist ein Onlinefotodienst und man kann dort ganz gezielt nach Kameramodellen suchen. Nicht alle werden in der Flickr-Kamerasuche abgebildet, das ist dann in meiner Auswertung mit “keine” vermerkt. Diese Angabe dient lediglich der Information.
  • Preis: Wo liegt der aktuelle günstigste Internetpreis mit Versand im heise-Preisvergleich?

Hier nun die Übersicht:

Nach dieser technischen Erklärung und meiner Übersicht das Fazit der Auswertung: Wenn es um die Bildqualität geht, würde ich euch die Canon Powershot G12 empfehlen, da diese mit Abstand die besten Bilder erzeugen wird. Die Kamera verwendet Technik aus dem höherpreisigen Spiegelreflexkamerasegment. Das ist an erster Stelle ersichtlich an dem Sensortyp der wesentlich größer ausfällt, als bei den anderen Kameras, aber auch der Bildprozessor (nicht in der Übersicht dargestellt) wird genauso im höherpreisigen DSLR Segment eingesetzt (ich meine sogar, meine Kamera hat den gleichen Bildprozessor). Das Display hat viele Bildpunkte und ist daher sehr scharf. Die Verbreitung auf Flickr deutet daraufhin, dass sie auch unter Fotobegeisterten häufig genutzt wird. Die Kamera hat jedoch einen wunden Punkt: Die Vergrößerung. Hier erreicht die G12 nur einen Wert von 2,8 und liegt damit weit abgeschlagen hinter den anderen Kameras. Der potentielle Käufer muss hier also die Entscheidung treffen, ob die Vergrößerung ausreichend ist, oder ob er gerne nah an Personen und Objekte ranzoomen will. Sollte man sich aufgrund des Zooms gegen die G12 entscheiden ist meine nächste Empfehlung die DMC FZ38. Hier besteht die Möglichkeit auch in RAW zu fotografieren bei Bedarf, und damit kann man einige Mankos der Kamera durch die Nachbearbeitung ausgleichen. Sollte die RAW Fotografie egal sein, dann wäre es die Canon Powershot SX40 HS. Die Kamera bietet zwar keine RAW-Fotografie, dafür jedoch Full-HD Videoaufnahme und einen etwas größeren Sensor als die DMC FZ38.  Außerdem ist die Vergrößerung noch mal viel stärker als bei der FZ 38. Ansonsten nehmen sich die beiden nicht viel.
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Der perfekte PC fürs Wohnzimmer

Einige Monate hatte ich nun bereits einen Media Center Extender im Wohnzimmer stehen. Vom Prinzip her funktioniert dieser auch nach meinen Wünschen, jedoch gab es gehäuft Probleme. Mal funktionierte die Netzwerkverbindung nicht (angeblich weil es halt Draft n war…), dann schon, aber mit Unterbrechungen. Zudem ist der Prozessor sehr langsam, was das navigieren im Media Center manchmal zur Geduldsprobe machte. Außerdem unterstützt der Extender keinen H.264 Codec. Nach einiger Zeit des Leidens war klar: Hier muss ein vernünftiger PC her, der dann lediglich als Media Center dient.
Spätestens nach der Anschaffung eines Home Servers sind die Voraussetzungen in meinem Heimnetzwerk dafür geschaffen, denn die Multimediadaten liegen zentral auf dem Server und müssen so nicht entweder auf jedem PC liegen oder von einem anderen PC (der dann ebenfalls laufen muss) bezogen werden. Mit der Unterstützung von WLAN N sollte die Verbindung auch schnell genug für Full HD Videos sein.
So setzte ich mich also an einem Abend hin und machte mir über meine Anforderungen Gedanken und lotete die Möglichkeiten mit einer Internetrecherche aus. Meine Anforderungen konnte ich relativ klar definieren:

  • Da der PC ins Wohnzimmer kommt, sollte er möglichst leise sein, am besten lautlos.
  • Da meine neue Kamera Videos in Full HD aufnehmen kann, sollte das Gerät Videos in Full HD ohne Probleme abspielen können.
  • Da der PC häufig laufen wird (Musik abspielen, Fotos anschauen, Videos gucken) soll der Stromverbrauch möglichst gering sein.
  • An die Festplatte werden keine großen Ansprüche gestellt, da nur das Betriebssystem auf dem Rechner liegt. Die Multimediainhalte werden über WLAN bezogen, woraus die nächste Anforderung resultiert:
  • Der PC muss über WLAN N verfügen.
  • Als Betriebssystem wird Windows 7 aufgrund des Media Centers eingesetzt.
  • Als letzte Anforderung sollte der PC über HDMI mit dem Fernseher verbunden werden, weil dadurch zwischen Fernseher und PC nur eine Leitung für Audio und Video notwendig ist.

Im Internet versuchte ich Blogs zu finden, die über einen Zusammenbau eines solchen Rechners berichteten, aber alle setzten auf Prozessoren mit mehr Leistung und hatten dementsprechend auch Lüfter mit an Board. Also muss ich mir alle Teile selber zusammen suchen. Das führte zu einer Bauzeit von knapp einem Monat.

Mit den genannten Anforderungen stößt man prozessortechnisch relativ schnell auf den Intel Atom N330 mit dem ION Chipsatz (kurz auch Intel ION genannt). Der Prozessor ist energiesparend und daher von der Wärmeentwicklung eher unkritisch. Außerdem kommt mit dem ION auch eine halbwegs vernünftige Grafikleistung in Form der Nvidia GeForce 9400m, die mit Full HD und BlueRay keine Probleme hat.

Nachdem die Frage der Plattform also geklärt war, galt es ein Board zu finden, dass diesen Ansprüchen gerecht wird. Beeindruckt hat mich dabei das ZOTAC ION ITX-A, welches neben der ION Plattform auch noch WLAN N und ein lüfterloses Kühlsystem bietet. Zusätzliches Highlight: Der Strom wird über ein externes Netzteil bezogen. Das interne Netzteil und der damit verbundene Netzteillüfter entfällt. Überzeugt hat mich auch der ausführliche Bericht & Test von computerbase.de zum ZOTAC ION ITX-A.

Um Kosten zu sparen habe ich mich in einem ersten Versuch (insgesamt gab es drei Versuche) für eine ecoGreen Festplatte von Samsung entschieden. Die 5400 Umdrehungen sollten dazu beitragen Vibrationen zu vermeiden und so die Lautstärke zu minimieren. Das Gehäuse habe ich mir im ersten Versuch von der Firma Antec bestellt. Ich kannte die Firma vorher überhaupt nicht. Die Konzepte ihrer Gehäuse haben mich aber absolut überzeugt und inzwischen habe ich mir mehrere Gehäuse angeschaut. Das NSK 2480-EC war zwar etwas groß, überzeugte mich aber aufgrund des Dreikammersystems, mit welchem Festplatte, Mainboard und Netzteil / optische Laufwerke in verschiedenen Kammern verteilt sind und die Wärmeentwicklung daher gezielt beeinflusst werden kann.

Mit dem Board, dem Gehäuse, der Festplatte und 2GB DDR2 Speicher war damit das System zusammengestellt und bestellt. Bereits bevor alle Teile bei mir zu Hause angekommen waren, bemerkte ich, dass ZOTAC auch ein Nettop bereithält, was genau meine Spezifikationen erfüllt. In einem Test von einer Hardwarezeitschrift wurde das Nettop von der Lautstärke her sogar als zweitleisestes Nettop bezeichnet (das Leiseste hatte keinen N330 und nur eine GMA950 GPU und war damit für Full HD und BlueRay nicht geeignet). Also wurden alle Teile zurückgeschickt und das Komplettsystem bestellt. Bestechend dabei war natürlich auch die Größe: Mitgeliefert wird eine Halterung mit der das System hinter einem Bildschirm montiert werden kann.

Nach einem längeren Bestellvorgang bei pcspezialist.de, deren System mir keine Auskunft über den aktuellen Stand der Bearbeitung gibt, hatte ich das Gerät zu Hause. Die Kundenkommunikation von pcspezialist.de kann ich hier nur als negativ bezeichnen, aber das würde den Artikel sprengen. Ebenfalls negativ war gleich von Anfang an die Lüfterlautstärke des ZOTAC MAG HD-ND01. Ich schob das Pusten des Lüfters erst einmal auf die Einrichtung des Gerätes, die dem Prozessor ja schon einiges abverlangte. Nachdem ich also einige Stunden Einrichtung hinter mir hatte und das Gerät dann in den Raum brachte, in dem es letztendlich genutzt werden sollte hatte ich keinen WLAN Empfang. Die Empfangsleistung des Nettops reichte nicht aus. Gemeinsam mit dem wesentlich zu lauten Lüftergeräusch war das für mich Grund genug, das System zurückzusenden.

Am gleichen Abend wurden also die bisherigen Teile wieder bestellt, mit zwei Veränderungen. Als Festplatte entschied ich mich nun aufgrund der Lautstärke für eine SSD von Intel mit 40GB Speicher und beim Gehäuse wurde ich eine Nummer kleiner mit dem NSK 1380-EC. Nachdem das Gehäuse dann am angestammten Platz Probe stand, wurde es als zu groß befunden und wieder zurück geschickt. Letztendlich blieb ich aber bei Antec und bin nun mit dem ISK 310-150 wirklich glücklich. Es passt von der Größe perfekt und bietet alles, was ich für den Wohnzimmer PC benötige.

Ein Problem im Nachgang stellte die Fernbedienung dar. Da sich das System in meine bisherige Umgebung integrieren sollte, wollte ich es mit einer Logitech Harmony steuern. Das geht aber nur, wenn die Infrarot Schnittstelle den RC6 Standard unterstützt, wie ich nach zwei Fehlbestellungen gelernt habe. Letztendlich hat das aber dazu geführt, dass ich auf die HFX Vista Remote Control GP aufmerksam wurde, die gleich mit entsprechendem Zubehör zum internen Verbau kommt.

Der fertige PC ist nun mit folgenden Komponenten zusammengebaut:

Gesamtkosten: ca. 450 EUR

Zum Schluss noch ein paar Bilder:

Auf dem Multimediaboard steht der PC und darüber liegt die Wii. So hat man gleichzeitig einen direkten Größenvergleich. Der Monitor ist 26” groß.

Wohnzimmerwand mit TFT, Wii, Boxen und PC Direkter Vergleich mit der Wii hochkant. Das Gehäuse bietet zwei USB Anschlüsse in der Front und einen eSata. Außerdem Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer.

Größenvergleich mit der Wii

Hinter der Klappe kann ein optisches Laufwerk eingebaut werden. Die Klappe geht per Druck auf der rechten Seite auf und auch wieder zu.

PC mit Klappe offen Hier noch mal als Größenindikator die Logitech Harmony 525 oben drauf.

PC mit Logitech Harmony 525

Die Rückseite bietet Anschlüsse für PS/2, 6x USB, HDMI, DVI, VGA, e-Sata, optischer Ausgang, S/PDIF, Gigabit-LAN und Sound. Das Loch oben rechts am Gehäuse stammt von einem Netzteil, das mitgeliefert wird, welches ich aber nicht benötige wegen des externen Netzteils, welches mit dem Board geliefert wird.

Die Rückseite des PCs Die SSD von Intel sieht man als erstes wenn das Gehäuse geöffnet wird.

Die SSD von Intel Der Blick von oben auf das Gehäuse wird von dem großen passiven Lüfter der CPU bestimmt.

Blick von oben

Zwei Steckplätze für Speicher, sowie drei SATA Anschlüsse sind auf dem Board vorhanden.

IMG_1708 Der Infrarotsensor wurde von mir innen an der Rückwand angebracht. Durch die vielen Löcher an der Gehäuseseite dringen die Infrarotsignale ohne Probleme zu ihm durch.

IMG_1711 Wegen der verwendeten Adapter liegen sehr viele Leitungen im Gehäuse. Allerdings größtenteils im vorderen Teil, wo normalerweise der Platz für das interne 150 Watt Netzteil vorgesehen ist. Somit ist die Belüftung dadurch nicht beeinträchtigt.

IMG_1714 Der Strom für die Laufwerke kommt von diesem einen Anschluss auf dem Board (da das Netzteil ja außerhalb des Gehäuses ist). Mitgeliefert wird ein Adapter von diesem Anschluss auf drei SATA Stromanschlüsse.

IMG_1716 Der interne mini PCI-Express Slot ist vom WLAN N Netzwerkadapter belegt, kann aber bei Bedarf gewechselt werden.

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Hier die Lufteinlässe auf der rechten Seite des Gehäuses. Ein interner Lüfter wird mitgeliefert. Die Steuerung der Geschwindigkeit kann über einen Regler auf der Rückseite des Gehäuses vorgenommen werden. Die Lautstärke ist mir nicht bekannt, da ich ihn noch nie in Betrieb hatte.

IMG_1719 Hier die Lufteinlässe oben und auf der linken Seite des Gehäuses.

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Wenn man genau hinsieht, sieht man an der Rückwand den Infrarotsensor. Das reicht aus, um die Signale zu empfangen.

IMG_1727 Leider ist das mitgelieferte WLAN N Modul von Atheros nicht so der Bringer. Der WLAN Empfang lässt zu wünschen übrig und die Transferraten ebenso. Mein Netbook hat ebenfalls WLAN N und wesentlich bessere Datenübertragung. Ich werde es wohl noch mal mit einem WLAN N USB-Stick probieren, aber auf lange Sicht wird der PC an ein festes Gigabit-Netzwerkkabel angeschlossen.

Da die Festplatte nur für Windows genutzt wird und alle Daten auf dem Home Server liegen, waren die Datenübertragungsraten der SSD nebensächlich. Wichtig war mir nur, dass sie nicht zu hören ist. Auch beim optischen Laufwerk habe ich nur DVD gekauft, da BlueRay bei mir noch nicht zum Einsatz kommt und auch das Preis-/Leistungsverhältnis noch nicht ganz da ist, wo ich es gerne hätte. Evtl. wird irgendwann auf ein BlueRay Laufwerk umgerüstet.

Die Temperaturen halten sich immer so bei ca. 75 Grad auf. Das ist wohl nach den Meinungen im Internet für die CPU nicht weiter schlimm. Im Test von computerbase.de wurde die CPU sogar über längeren Zeitraum unter Last bei über 100 Grad ohne Probleme betrieben.

Der Stromverbrauch ist mit 20-30 Watt (je nach Aktivität) mehr als erträglich. Bei diesen Werten macht es auch nichts aus, wenn der PC mal länger läuft.

Mit Ausnahme des Netzwerks bin ich mit dem Gerät nun sehr zufrieden und kann diese Konstellation daher nur weiterempfehlen. Bei mir läuft er mit einer Auflösung von 1920 x 1200 Pixeln und erlaubt sich grafisch dabei keine Schnitzer. Die Animationen laufen ruckelfrei und das bisher gesehen Videomaterial machte auf keine Probleme.

Ich hoffe, dass ich mit diesem (langen) Artikel nun eine Empfehlung aussprechen kann, für alle die, die ebenfalls einen PC fürs Wohnzimmer suchen. Ich habe bei meiner Recherche nirgends eine Bauanleitung für einen lautlosen PC fürs Wohnzimmer gefunden.

Zum Abschluss noch ein kleines Video:

ZOTAC hat in Deutschland übrigens einen Support der per Festnetznummer erreichbar ist und wo man nicht minutenlang irgendwelche Warteschlangenmusik hört. Das hat mich positiv beeindruckt.

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Wie viele Pixel braucht ein Bild?

Des Öfteren komme ich mit Leuten ins Gespräch, die behaupten, dass die neuen Kameras ja viel zu viele Megapixel hätten, die man absolute nicht bräuchte. Leider ist das je nach Anwendungszweck grundlegend falsch. Auch in Artikeln renommierter Medien wird teilweise falsch darüber berichtet. Gerade heute habe ich wieder einen solchen Artikel gelesen. Die Welt Online schreibt in dem Artikel Kameras knipsen bald auch im Dunkeln, dass eine Auflösung von einem einzigen Megapixel für normale Papierfotos vollkommen ausreichend sind. Dabei stellt sich natürlich die Frage, was hier als normal bezeichnet wird. Bereits bei einer Zielgröße von 10cm x 15cm (und ich glaube das ist der derzeitige Standard) reichen ein Megapixel absolut nicht mehr aus. Außerdem wird die Behauptung aufgestellt, dass man mit zehn Megapixeln bereits Plakate drucken könnte. Das kann gut sein, dann muss man aber weit genug davon entfernt stehen.

Wie berechnet man eigentlich die Anzahl benötigter Pixel für ein Bild? Bevor man darüber eine Aussage treffen kann, muss man das Zielmedium auswählen. Soll das Bild gedruckt, oder soll es lediglich am Bildschirm gezeigt werden? Für den Bildschirm ist die Berechnung relativ einfach: Die Bildschirmauflösung gibt Aufschluss über die benötigten Pixel. Da immer mehr Bildschirme eine Full-HD Auflösung haben, sollte diese Auflösung derzeit das Maß der Dinge sein. Full-HD bedeutet eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln. Rechnet man hier die Anzahl der verwendeten Pixel aus, so sind es insgesamt 2073600 Pixel, was etwas mehr als zwei Megapixeln entspricht. Bereits hier reichen die in Welt Online erwähnten ein Megapixel nicht mehr aus, um das Bild scharf darzustellen.

Beim Druck gestaltet sich die Berechnung dann etwas schwieriger, aber auch nur etwas. Alle Angaben sind hier in Punkte pro Zoll (dpi / ppi) gemacht. Schaut man sich bei Onlinedruckereien um, so ist die Bildqualität immer mit 300dpi empfohlen. 300 Punkte pro Zoll also, wobei ein Zoll 2,54cm entspricht. Möchte man nun ein Foto mal etwas größer entwickeln lassen oder selber drucken, so sollte die Auflösung des Bildes mindestens 300dpi entsprechen. Am Beispiel DIN A4, möchte ich es einmal vorrechnen. DIN A4 hat 21cm Breite und 29,7cm Höhe. Die Rechnung dazu sieht relativ einfach aus. In einem ersten Schritt werden die 300dpi auf Punkte pro Zentimeter umgerechnet:

300dpi / 2,54cm = 118,11dpcm

In der bei uns gängigen Längeneinheit Zentimeter benötige ich also 118 Bildpunkte pro Zentimeter. Das sind 13950 Bildpunkte pro Quadratzentimeter. Für unser DIN A4 Blatt lässt sich nun folgende einfache Rechnung aufstellen:

21cm (Breite) * 118,11dpcm * 29,7cm (Höhe) * 118,11dpcm = 8700598 Bildpunkte

Um ein Blatt der Größe DIN A4 in vernünftiger Qualität zu bedrucken sind daher bereits knapp neun Megapixel notwendig. Ich bin erstaunt, dass laut Welt Online die gleiche Bildgröße für ein Plakat ausreichen soll.

Unabhängig von dem Zielmedium sollte man immer auch an die Zukunft denken. Unsere Bildschirme werden immer größer. Zukunftsforscher reden bereits heute davon, dass unsere Wände irgendwann Bildschirme sein werden. Wenn wir unsere Fotos auch dann noch ansehen und uns nicht über schlechte Qualität beklagen wollen, sollten die Fotos heutzutage immer in der maximal möglichen Auflösung der Kamera gemacht werden. Ja, das erfordert Speicherplatz, aber früher musste man die geschossenen Bilder auch alle irgendwo einkleben und abheften und die Mappen und Ordner in den Schrank räumen. Im Zweifelsfall würde ich dazu raten mal ein Bild weniger pro Situation zu machen und dann die höhere Auflösung zu wählen. Und Speicher kostet heutzutage auch nicht mehr die Welt. Bereits heute ist mit Full-HD zwei Megapixel die Minimalanforderung, die sicher in absehbarer Zeit steigen wird. Das Fernsehen begann 1952 mit einer Auflösung von 768 x 576 Bildpunkten. Das war nun lange Jahre der Standard. Mit Full-HD wird nun ein neuer Standard gesetzt, der sich aber garantiert nicht erneut 50 Jahre halten wird. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass ich meine jetzt geschossenen Fotos gerne auch noch in 50 Jahren in vernünftiger Qualität anschauen möchte.

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