Das eigene Heim vernetzen

Im Zuge meines Umzugs in diesem Jahr habe ich im neuen Heim das Netzwerk nachgerüstet. Weil ich kaum Vorwissen hatte, was komplexe Netzwerke anging, musste ich mir viele Informationen über das Internet suche und stellte dabei fest, dass es kaum Artikel zu dem Thema gab, die das darstellten, was ich benötigte. Ich möchte daher nun mal zusammenfassen, was man benötigt, und wie ich das Netzwerk bei mir eingerichtet habe.

Das Haus, in dem wir wohnen hat drei Etagen: Keller, Erdgeschoss und Obergeschoss. Im Obergeschoss sollten ein Arbeitszimmer und ein Kinderzimmer mit Netzwerk versorgt werden. Im Erdgeschoss ging es mir lediglich ums Wohnzimmer. Für Arbeitszimmer und Wohnzimmer habe ich jeweils zwei Leitungen gelegt, da im Arbeitszimmer zum einen der Desktoprechner versorgt werden musste aber auch zu Beginn das Internet von dort ins Haus verteilt wurde. Im Wohnzimmer habe ich einen TV und einen Media Center PC. Insgesamt komme ich so auf fünf Leitungen, die verlegt wurden. Für die Netzwerkleitungen habe ich CAT7 Kabel verwendet, da hier die Möglichkeit besteht in Zukunft auf modernere Netzwerktechnik umzurüsten.

In den jeweiligen Zimmern wird eine Dose gesetzt. Momentan empfiehlt es sich CAT6 Dosen zu verwenden. Das ist noch kein großes Geheimnis. Schwierig wird es dann als erstes bei der Entscheidung ob man die Belegung A oder die Belegung B auswählt. Bei den unterschiedlichen Belegungen werden die Leitungen in einer anderen Reihenfolge verkabelt. Ich konnte keine schlüssigen Aussagen darüber im Internet finde, was denn jetzt besser sei. Da viele Komponenten die Belegung A größer aufdrucken als die Belegung B habe ich mich dann auch für Belegung A entschieden. Wichtig ist hier jedoch nur, dass im gesamten Haus die gleiche Belegung verwendet wird.

Im Keller laufen dann die Leitungen alle zusammen. Es bietet sich an für die Netzwerkgeschichten einen eigenen Schrank zu verwenden. Hier gibt es für den professionellen Bereich die 19” Schränke, die jedoch für den Privatbereich häufig zu groß sind. Bei meiner Recherche entdeckte ich dann auch die 10” Schränke. Einen solchen habe ich mir gekauft und meine Netzwerkkomponenten dort eingebaut.

Der 10" Netzwerkschrank

Für den Schrank wird natürlich Strom benötigt. In meinem Fall habe ich das ganz einfach dadurch gelöst, dass ich eine Mehrfachsteckdose in den Schrank gelegt habe.

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Außerdem wird eine Erde benötigt um die Datenübertragungsgeschwindigkeit voll ausnutzen zu können. Dazu aber später mehr.

In meinem Schrank sind folgende Komponenten eingebaut:

  • PatchPanel 8 Port
  • Gigabit Switch 8 Port
  • Fritz!Box

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Auch wenn das etwas chaotisch aussieht ist es eigentlich recht einfach. Die Leitungen kommen von allen Dosen zu diesem Schrank. Dort ist das PatchPanel das Gegenstück zu den Netzwerkdosen im Zimmer. Ich habe ein PatchPanel mit 8 Port gewählt, da ich momentan nur 5 Netzwerkdosen habe. Selbst in der zweiten Ausbaustufe werde ich die 8 Ports gerade voll ausnutzen (beim Ausbau des Kellers). Ich habe lernen müssen, dass hier nicht günstig immer gleich gut ist. Mit dem Digitus PatchPanel DN-91608S habe ich aber keine schlechten Erfahrungen machen müssen. Das PatchPanel wird nicht mit Strom versorgt. Es kann daher mit einer Erde verbunden werden um ein definiertes Nullpotential zu schaffen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das die Geschwindigkeit des Netzwerks erhöht.

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Da das PatchPanel nichts anderes als viele Netzwerkdosen nebeneinander sind, gibt es zwischen den einzelnen Leitungen keine Verbindung. Diese muss durch einen Switch geschaffen werden. Hier verwende ich momentan einen 8 Port Gigabit Switch von TP-Link, der meiner Meinung nach zu empfehlen ist. Mit der zweiten Ausbaustufe wird der aber zu klein und dann muss ich auf einen 16er Switch wechseln. Diese gibt es jedoch auch in der 10” Bauweise, also passend zu diesem Schrank. Zwischen PatchPanel und Switch wird die Verbindung mit kurzen Leitungen hergestellt. Ich hatte fälschlicherweise 1,0m Leitungen gekauft. Es gibt auch 0,5m Leitungen und die sollten völlig ausreichend sein. Durch die 1,0m Leitungen habe ich jetzt mehr Leitung im Netzwerkschrank als unbedingt notwendig.

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Da es sich bei dem Switch und auch der darüber liegenden Fritz!Box nicht um 10” Komponenten handelt, kann man diese nicht direkt im Schrank verschrauben. Es wird also ein passender Fachboden benötigt. Der Fachboden kann dann entsprechend im Schrank angebaut werden und bietet Platz um weitere Komponenten unterzubringen. Da der Fachboden Löcher hat, habe ich ihn genutzt, um von unten den Switch anzubringen und oben den Router drauf zu stellen. Beim Switch sind inzwischen 7 Ports belegt, da zu den 5 Netzwerkdosen der Server kommt, der direkt im Keller steht und auch das Internet, das inzwischen auch im Keller ankommt.

Bei der Planung meines Netzwerks bin ich davon ausgegangen, dass das Internet aus der Telefondose im Arbeitszimmer kommt. Wir haben aber inzwischen zu Kabel Deutschland gewechselt. Hier kommt das Internet aus dem Kabelanschluss. Dafür wird ein Modem von Kabel Deutschland mitgeliefert. Dieses Modem kann man entweder an einen PC anschließen oder man schließt einen Router davor an. Die Fritz!Box lässt sich entsprechend konfigurieren und so sorgt sie dafür, dass das Internetsignal vom Modem im gesamten Netzwerk genutzt werden kann.

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Natürlich kann das WLAN der Fritz!Box nicht verwendet werden, da sie erstens im Keller und zweitens in einem Metallschrank steht. Um trotzdem ein Funknetzwerk nutzen zu können habe ich also einen AccessPoint im Arbeitszimmer angebracht. Dieser nutzt nun die frei gewordene Netzwerkverbindung in den Keller. Der von mir verwendete AccessPoint ist nach meiner guten Erfahrung mit dem Switch ebenfalls von TP-Link und erfüllt seinen Dienst sehr gut.

Insgesamt ist so ein Netzwerk gar nicht so kompliziert und falsch machen kann man auch nicht viel. Die Datenübertragungsraten danken es auf jeden Fall. Lagen die beim Funktnetzwerk so zwischen 2 und 10 MB pro Sekunde habe ich jetzt dank Gigabit Netzwerk so ca. 50 bis 80 MB pro Sekunden. Gerade bei großen Bild- und Videodaten funktioniert das sehr gut. Da bei mir alle Multimediadaten auf dem Server liegen war die schnelle Netzwerkverbindung ein Muss.

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Fritz!Fernzugang und Vista (3)

Zu früh gefreut. Diesem Beitrag gehen die folgenden voran:

Die aktuelle Version ließ sich installieren und man konnte sich mit ihr per VPN verbinden, leider erzeugte auch sie wieder BlueScreens. Diesmal nicht beim Starten, sondern irgendwann – unberechenbar – mitten in der Arbeit. Nachdem mir der Rechner fünf mal abgeschmiert war, habe ich die Systemwiederherstellung ausgeführt und die Software damit wieder komplett entfernt.

Ich meine das Problem jedoch über die Ereignisanzeige von Windows ausgemacht zu haben. Dazu habe ich einen Beitrag im MCSE Forum geschrieben. Die schlauen Leute dort haben vielleicht eine Antwort.

Fazit: Fritz!Fernzugang funktioniert immer noch nicht einwandfrei unter Vista – jedenfalls nicht in der bei mir vorliegenden Hardwarekonfiguration.

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Fritz!Fernzugang und Vista (2)

Hier folgt nun also die Fortsetzung des Fernzugangs unter Vista. Was das ist und was für Probleme ich hatte, habe ich bereits im ersten Beitrag beschrieben.

Das ich mich nun ein weiteres Mal mit dem Thema für unser Projekt LEON auseinandersetzen musste, habe ich mich nach einer neuen Version umgeschaut. Und wirklich, AVM hat eine neue Version der Fritz!Fernzugangs-Software bereit gestellt (Version 1.01.02). Diese habe ich nun unter Vista installiert und mÖchte berichten, dass es nun einwandfrei funktioniert hat. Die Software und Vista vertragen sich nun bei mir.

Die Version bringt anscheinend weitere Verbesserungen mit sich, denn unter XP hat Fritz!Fernzugang keine Verbindung herstellen kÖnnen, obwohl die alte Version dort ansonsten einwandfrei ausgeführt wurde. Die neue Version bringt nun keinen Fehler mehr und stellt die VPN Verbindung einwandfrei her.

Fazit: Fritz!Fernzugang nun vistatauglich :)

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Fritz!Fernzugang und Vista

Für die Fritz!Box gibt es eine Labor Software, mit der man VPN Verbindungen herstellen kÖnnen soll, ohne dass ein Computer auf der Gegenseite die VPN-Verbindung entgegennimmt. Das übernimmt die Fritz!Box.

Für unser Projekt LEON haben wir uns eine Fritz!Box angeschafft – die Fritz!Box Fon WLAN 7170. Mit der entsprechenden Laborsoftware und den Einstellungen versuchte ich nun, eine VPN Verbindung herzustellen. Weil das aus dem Schulnetz (wir arbeiten momentan in einer Schule) nicht klappt, wollte ich es von zu Hause aus versuchen.

Den Zugang stellt die Fritz!Box über ein eigens dafür mitgeliefertes Programm her: Den Fernzugang. Zu Hause verwende ich bekannterweise Windows Vista und war daher gespannt, ob der Fernzugang funktionieren würde. Ich bekam zwar zwei Warnungen bei der Installation, wg. nicht signierter Treiber, aber ansonsten ließ sich das Programm installieren. Leider bekam ich nach dem geforderten Neustart lediglich Bluescreens und einen weiteren Neustart. Dies wiederholte sich in einer Endlosschleife.

Letztendlich habe ich im abgesichterten Modus die Systemwiderherstellung gestartet und mein System auf vor die Installation vom Fernzugang zurückgesetzt und es läuft wieder einwandfrei.

Fazit: Fritz!Fernzugang läuft (noch) nicht mit Windows Vista. Leider findet man diese Information nicht auf der Homepage von AVM

Nachtrag: Laut einer Firmware History von AVM scheint es nicht unmÖglich zu sein, den Fernzugang unter Vista zu nutzen, denn da steht bei Fritz Fernzugang 1.00.06: Vista Kompatibilität verbessert. Anscheinend hängt es also mit der Hardwarekonfiguration zusammen. Anders kann ich es mir nicht erklären.

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