Wenn ich mir heute eine Bridge-Kamera kaufen würde…

Da ich mich für Fotos interessiere und auch für die Technik dahinter, werde ich ab und an auch bei anstehenden Kamerakäufen nach meiner Meinung gefragt. Diese Woche war es wieder so weit und ich habe mich etwas ausführlicher mit dem Thema auseinandergesetzt. Meine Auswertung würde ich gerne mit euch teilen, vielleicht ist ja der eine oder andere an meinem Ergebnis und an meinen Gedanken zu dem Thema interessiert.

Als Bridge-Kameras werden die Modelle bezeichnet, die gerne schon so sein wollen wie “großen”, aber doch noch einige Nachteile der kleinen mitbringen. Auch von der Größe her bewegen sie sich zwischen den echten Spiegelreflexkameras mit Wechselobjektiven und den kleinen Knipserkameras. Die Kameras bieten eine gute Alternative für alle, die mehr wollen als nur “Abdrücken” und die sich doch keine Spiegelrelexkamera mit entsprechenden Objektiven leisten können. Die Preise liegen aktuell so bei 300-500 EUR.

Als ich mich diese Woche mit dem Thema beschäftigt hatte war der Ausgangspunkt die Panasonic DMC FZ48. Leider habe ich im Internet sowohl über die DMC FZ48 als auch die kleiner DCM FZ45 nicht viel gutes gelesen, und auch meine persönlichen Erfahrung mit der 48er Kamera sind nicht positiv. Daher habe ich diese beiden gleich aus meinem Überblick rausgekommen. In meinem Vergleich habe ich auf folgende Modelle geschaut:

Sicherlich gibt es viele weitere interessante Modelle. Ich habe mich auf diese beiden Marken beschränkt, weil meine Bridgekamera seinerzeit von Panasonic war und meine aktuelle Spiegelreflexkamera von Canon kommt. Ich kenne die Kameras also auch von der Bedienung her und kann sie gegenüber anderen Marken uneingeschränkt empfehlen. Bei meiner Betrachtung bin ich folgendermaßen vorgegangen: Ich bin auf die Herstellerseiten gegangen und habe für die Kameras, die in Frage kämen mal zusammengestellt, welche technischen Eigenschaften die haben. Das habe ich auf die für mich relevanten Eigenschaften verkürzt und daraus einige Dinge berechnet, die meiner Meinung nach aussagekräftiger sind als die Herstellerangaben. Die relevanten technischen Angaben bzw. die Resultate aus den Berechnungen habe ich bewertet. Dabei kam eine Übersichtstabelle raus, doch bevor ich diese zeige, versuche ich erst noch die dargestellen Eigenschaften zu erklären:

  • Sensortyp: Gibt Auskunft darüber, wie groß die Fläche des Sensors ist. Die Angabe gibt so weit ich das verstanden habe den Vergleich zu früheren Filmen an. Die Negative hatten eine Fläche von 36x24mm. Diese Fläche wird ins Verhältnis mit der Sensorfläche gesetzt. Also 1/1,7 sagt zum Beispiel aus, dass die früheren Negative das Maß sind und er daher mit 1 angegeben werden und der Sensor nun 1,7 weniger, also nur das ca. 0,6fache der ursprünglichen Fläche. Je kleiner die Fläche ist, desto schlechter ist dies eigentlich.
  • Megapixel: Diese Angabe sollte klar sein. Das ist ein Wert mit dem die Hersteller gerne werben.
  • Platz pro Megapixel: Dieser Wert ist von mir berechnet und sagt nun etwas über die Bildqualität aus. Aus dem Sensortyp und den Megapixel kann man einen Vergleichswert errechnen, der angibt, wieviel Platz pro Megapixel eigentlich auf der Sensorfläche zur Verfügung steht. Das Problem bei heutigen Kameras: Sie haben sehr viele Megapixel, aber die Fläche ist dafür eigentlich viel zu klein. Also müssen die Sensoren zur Farb- und Helligkeitsberechnung der Pixel ziemlich klein sein, damit die überhaupt drauf passen. Für das günstige Preissegment (in dem bewegen wir uns bei Bridge-Kameras) gilt jedoch: Je kleiner die Sensoren sind, desto ungenauer ist der Farb- und Helligkeitswert. Je ungenauer die Berechnung ist, desto mehr liegen benachbarte Sensoren in ihrer Berechnung auseinander, was wiederum zu Bildrauschen führt. Generell kann man sagen: Je mehr Platz also pro Megapixel zur Verfügung steht, desto besser ist dies für die Bildqualität.
  • Brennweite: Ein technischer Wert des Objektivs. Er gibt den Abstand zwischen Einfall des Lichts und Film in mm an. Da heutige Sensoren oft nicht gleich groß sind wie damalige Filme, muss auch die Brennweite umgerechnet werden.
  • Vergrößerung: Die Hersteller werben gerne mit einem optischen Zoom. Dieser berechnet jedoch nur den Faktor zwischen maximaler und minimaler Brennweite. Er sagt nichts über die Vergrößerung aus. Die Vergrößerung berechnet man über die Brennweite 50mm die eine 1:1 Abbildung des Gesehenen ermöglicht. Alles darüber ist eine Vergrößerung, alles darunter eine Verkleinerung des Gesehenen. (100mm wären daher also eine 2fache Vergrößerung des Bildausschnitts [wegen 2*50mm].)
  • Verkleinerung: Wird berechnet über 50mm als 1:1 Abbildung. 25mm wären also eine 2fache Verkleinerung.
  • Blende: Ein technischer Wert fürs Objektiv. Er ist ein Indikator dafür, wie gut man auch bei schlechten Lichtverhältnissen noch Bilder machen kann. Die Angabe der Blende erfolgt von Blende bei min. Brennweite bis Blende bei max. Brennweite. Ein Beispielobjektiv (das der Canon Powershot G12) hat eine Blende von 2,8 bei 28mm Brennweite und eine Blende von 4,5 bei 140mm Brennweite. Hier gilt je kleiner der Wert desto besser. Der Wert gibt nämlich das Verhältnis an zwischen zur Verfügung stehender Objektivfläche und nutzbarer Objektivfläche bei schlechten Lichtverhältnissen. D.h. das Beispielobjektiv kann bei 28mm (min. Brennweite) bis 36% der Objektivfläche nutzen und bei 140mm (max. Brennweite) lediglich nur noch bis 22% der Objektivfläche. Diese Werte sind bedingt durch die Bauarten des Objektivs und die Anzahl / Anordnung der Linsen in dem Objektiv. Je weniger Objektivfläche genutzt werden kann desto weniger Licht dringt jedoch ins Gehäuse ein und das ist insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen negativ fürs Bild. Die Kameras mit viel Zoom haben bedingt durch die dafür notwendigen Bauformen bei maximalen Zoom hier einen besonders schlechten Wert. D.h. diese Vergrößerungen können ohne Blitz eigentlich nur bei Tageslicht im Freien erreicht werden. Ansonsten müsste man ziemlich schnell den Blitz einsetzen, damit das Bild nicht verwackelt. Ich persönlich mag keine Bilder mit Blitz, aber das ist wohl Geschmackssache. Generell gilt hier: Je kleiner die Werte, desto besser ist dies für die Bildqualität.
  • AF Messfelder: Die Werte sagen etwas über die Scharfstellung der Kamera aus. Die meisten Kameras haben heutzutage Mehrfeldmessungen oder ziemlich viele Felder in denen gemessen wird. Im Vergleich hat lediglich die Canon Powershot G12 “nur” 9 Messpunkte und keine Messfelder.
  • Makro: Alle dargestellten Kameras können Nahaufnahmen von Objekten machen.
  • ISO min / ISO max: Die ISO gibt Aufschluss über die Lichtempfindlichkeit der Sensoren für die Berechnung der Farb- / Helligkeitswerte. Bei meiner Farbdarstellung bin ich von der Annahme ausgegangen, dass je höher die maximal mögliche Lichtempfindlichkeit liegt, desto besser verhalten sich die Sensoren bei geringer Lichtempfindlichkeit. Die Lichtempfindlichkeit hat Einfluss auf das Bildrauschen und damit auf die Bildqualität.
  • Geschwindigkeit: Der Wert gibt an, welche Belichtungszeiten mit den Kameras möglich sind. Er liegt überall im grünen Bereich.
  • RAW: RAW Bilder sind unkomprimierte Bilddateien mit stark erhöhter Bildinformation. Diese Möglichkeit ist sehr interessant für die Nachbearbeitung von Bilder. Normalerweise speichern Kameras die Bilder in JPEG ab. JPEG ist ein verlustbehaftetes Komprimierungsverfahren zur Datenmengenreduktion von Bilddaten. Im Klartext heißt das: Je öfter man ein JPEG Bild wieder als JPEG speichert, desto weniger Informationen sind vorhanden. Das Bild wird immer stärker komprimiert und verliert an Farben und Schärfe. Wenn dies bereits in der Kamera ein erstes Mal passiert, dann bei der Nachbearbeitung ein zweites Mal und bei späterem Zuschnitt oder Farbumwandlung (s/w, …) ein drittes Mal ist die Bildqualität schon merkbar schlechter als zu Beginn. Wenn man aber in RAW fotografiert, hat man immer ein unkomprimiertes Rohbild (mit entsprechendem Speicherplatzbedarf) an dem nach belieben geändert werden kann ohne Qualitätsverlust. Erst für die Weitergabe oder Ablage wird das Bild dann als JPEG exportiert und einmal komprimiert. Sicherlich ist dies für viele Käufer von Bridge-Kameras erst mal uninteressant, aber man weiß nicht, wozu man sich noch entwickelt. Ich persönlich würde darauf achten, dass die Kamera RAW wenigstens unterstützt, auch wenn man es vorerst nicht nutzen möchte.
  • LCD-Bildschirm dreh- / schwenkbar: Gibt Auskunf darüber, ob der LCD Bildschirm starr verbaut ist oder an einem Scharnier sitzt und damit beweglich ist.
  • Video max Auflösung: Erklärt sich von selber. Grundsätzlich haben die älteren Kameras die 720p Auflösung (“HD-Ready”) und die neueren die 1080p (“Full-HD”).
  • Speicherkarte: Welcher Typ kann verwendet werden: Alle setzen auf SD-Karten, was meiner Meinung nach sinnvoll ist. Einige bieten zusätzlich die Möglichkeit die (älter und langsameren) MMC Karten zu verwenden.
  • Displaygröße: Ein Wert mit dem die Hersteller werben. Alle verglichenen Kameras liegen hier sehr nah beieinander.
  • Displaypixel: Wie viele Bildpunkte werden auf dem Display dargestellt.
  • Displaypixel pro cm²: Ist ein Wert der von mir hinzugefügt wurde, weil er einen Rückschluss auf die Displayschärfe bietet. Was nützt das größte Display, wenn das Bild unscharf dargestellt wird?
  • Sucher: Um Geld zu sparen, setzen einige Hersteller auf einen elektronischen Sucher. Damit spart man sich die notwendige Technik, die den Spiegel für die Belichtung hochklappen müsste. Ich hatte an meiner Bridgekamera seinerzeit einen solchen Sucher und weiß, dass man ihn nicht benutzt, weil er einfach schlecht und unscharf ist. Wenn man einen elektrischen Sucher hat, fotografiert man immer über die Darstellung am Kameradisplay. Ob man einen Sucher braucht ist Geschmackssache. Erst hat’s mich gestört, inzwischen liebe ich ihn. Ein optischer Sucher ist auch in praller Sonne noch hell genug. Hier kommen die Kameradisplays oft an ihre Grenzen und man erkennt nur noch schematisch, was gerade fotografiert wird oder man nutzt den wirklich schlechten elektrischen Sucher.
  • Bilder auf Flickr: Diese Information habe ich noch hinzugefügt, weil sie Aufschluss über die Verbreitung der Kamera gibt. Flickr ist ein Onlinefotodienst und man kann dort ganz gezielt nach Kameramodellen suchen. Nicht alle werden in der Flickr-Kamerasuche abgebildet, das ist dann in meiner Auswertung mit “keine” vermerkt. Diese Angabe dient lediglich der Information.
  • Preis: Wo liegt der aktuelle günstigste Internetpreis mit Versand im heise-Preisvergleich?

Hier nun die Übersicht:

Nach dieser technischen Erklärung und meiner Übersicht das Fazit der Auswertung: Wenn es um die Bildqualität geht, würde ich euch die Canon Powershot G12 empfehlen, da diese mit Abstand die besten Bilder erzeugen wird. Die Kamera verwendet Technik aus dem höherpreisigen Spiegelreflexkamerasegment. Das ist an erster Stelle ersichtlich an dem Sensortyp der wesentlich größer ausfällt, als bei den anderen Kameras, aber auch der Bildprozessor (nicht in der Übersicht dargestellt) wird genauso im höherpreisigen DSLR Segment eingesetzt (ich meine sogar, meine Kamera hat den gleichen Bildprozessor). Das Display hat viele Bildpunkte und ist daher sehr scharf. Die Verbreitung auf Flickr deutet daraufhin, dass sie auch unter Fotobegeisterten häufig genutzt wird. Die Kamera hat jedoch einen wunden Punkt: Die Vergrößerung. Hier erreicht die G12 nur einen Wert von 2,8 und liegt damit weit abgeschlagen hinter den anderen Kameras. Der potentielle Käufer muss hier also die Entscheidung treffen, ob die Vergrößerung ausreichend ist, oder ob er gerne nah an Personen und Objekte ranzoomen will. Sollte man sich aufgrund des Zooms gegen die G12 entscheiden ist meine nächste Empfehlung die DMC FZ38. Hier besteht die Möglichkeit auch in RAW zu fotografieren bei Bedarf, und damit kann man einige Mankos der Kamera durch die Nachbearbeitung ausgleichen. Sollte die RAW Fotografie egal sein, dann wäre es die Canon Powershot SX40 HS. Die Kamera bietet zwar keine RAW-Fotografie, dafür jedoch Full-HD Videoaufnahme und einen etwas größeren Sensor als die DMC FZ38.  Außerdem ist die Vergrößerung noch mal viel stärker als bei der FZ 38. Ansonsten nehmen sich die beiden nicht viel.
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Vergleich: Canon EF 50mm 1:1.8 oder Canon EF 50mm 1:1.4

Mit meiner digitalen Spiegelreflexkamera habe ich mir damals auch eine Festbrennweite gekauft: Das Canon EF 50mm 1:1.8. Mein Kaufgrund: Ich wollte auch in dunkleren Umgebungen noch ohne Blitz Fotos machen. Ich habe mir natürlich schon damals das Canon EF 50mm 1.4 angeschaut, aber mich aus finanziellen Gründen für die günstigere Version entschieden, immerhin ist das 1:1.4 ca. 250 EUR teurer. Ziemlich schnell habe ich mich nach dem Kauf in die Festbrennweite verliebt und hatte das Objektiv wesentlich häufiger drauf als mein SuperZoom. Die Fotos sehen einfach anders aus, man kann das überhaupt nicht vergleichen. Zwei meiner ersten Testfotos damals mit dem 1.8er:

Nutella auf 50mm

Punika auf 50mm

Aber das günstige 1.8er hat auch ganz klare Grenzen, an die ich bald gestoßen bin. Das Problem bei diesem sehr geringen Schärfebereich ist, dass man ziemlich genau treffen muss (beim nutella-Bild ist z.b: das nutella nicht im Schärfebereich). Damit ich als ganz genau weiß, wo die Kamera scharf stellt, bin ich von den 9 verfügbaren Messpunkten auf einen fixen Messpunkt gegangen, was dazu führt, dass die Kamera die Schärfe nicht immer 100% trifft. Zum Teil liegt das wohl auch an dem Motor des Objektivs. Das hat mich schon geärgert. Ich hatte bei den Fotos häufig Ausschuss dabei und habe bei Fotoshootings immer etwas mehr Bilder gemacht, damit auf jeden Fall ein scharfes dabei ist.

Vor kurzem hatte ich dann einen Freund zu besuch. Dieser hat mir erzählt, dass er ein 50er 1.4 zu Hause hat. Das habe ich mir dann ausgeliehen. Ich bin ganz objektiv an die Sache rangegangen und habe einfach nur Testfotos gemacht. Auf denen konnte ich keinen Unterschied feststellen, der die 250 EUR Mehrpreis rechtfertigt. Hier meine Vergleichsbilder:

 

Vergleichsbild Canon EF 50mm 1:1.4 gegen 1:1.8Vergleichsbild Canon EF 50mm 1:1.4 gegen 1:1.8

Vergleichsbild Canon EF 50mm 1:1.4 gegen 1:1.8Vergleichsbild Canon EF 50mm 1:1.4 gegen 1:1.8

Für mich haben die Vergleichsbilder dazu geführt, dass ich für mich gesagt habe, dass sich der Mehrpreis nicht lohnt. Die Unterschiede, die ich aus den Bildern entnehme:

  • 1.4er ist vom Schärfebereich noch extremer als das 1.8er
  • Die Bilder beim 1.4er sind besonders zu den Kanten hin besser ausgeleuchtet
  • Die Farben sind “irgendwie schöner”

Aber so krass, dass der Preis sich lohnen würde…

Bis ich dann die beiden Shootings mit dem geliehenen Objektiv gemacht hatte. Das eine Shooting war eine Trauung. Die Verhältnisse dabei wie immer: Wenig Licht und trotzdem gerne ohne Blitz arbeiten, um die Emotionen einzufangen. Es war genial, überhaupt kein Vergleich mit dem 1.8er. Es gab auch viel weniger Ausschuss. Außerdem ist der Motor leiser und genauer, da das 1.4er mit einem UItraschallmotor ausgestattet ist. Hier einige Ergebnisse:

Hochzeitsdekoration in der KircheKlavier für die HochzeitsfeierSegensgebet fürs Brautpaar

Direkt danach hatte ich noch ein Paarshooting, bei dem ich auch das 1.4er verwendet habe. Die Ergebnisse haben mich teils sehr positiv überrascht:

 

Schöne AugenSchöne AugenDie Schuhe im Vordergrund

Irgendwie waren diese Fotos anders, als die vom 1.8er. Ich kann das nicht beschreiben, aber es wirkt anders. Ein Faktor ist sicherlich, dass der Objektivdurchmesser beim 1.4er größer ist und daher auch in die Randbereiche mehr Licht dringt. Aber Farben, Schärfe und Gesamtwirkung unterscheiden sich im realen Betrieb doch eigenartig bemerkenswert von dem 1.8er.

Was soll ich lange sagen: Ich habe es mir gekauft. Und bisher noch nicht bereut. Falls jemand sich fragt, ob die 250 EUR lohnen: Ja, das tun sie. Falls das Geld aber nicht reichen sollte, so tut es auch das 1.8er. Aber eine Festbrennweiter führt gleich zu ganz anderen Fotos und das kann jeder bestätigen, der bereits damit gearbeitet hat.

Übrigens sehen die Kugeln im Hintergrund auch wahnsinnig schön aus:

Schöner Hintergrund mit Blende f1.6

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DIN A3 auf DIN A4

Meine Frau hilft in unserer Gemeinde in der Mädchenarbeit. Demnächst machen sie wieder ein Mädchencaf, zu dem alle weiblichen GeschÖpfe von ca. 16-24 Jahre eingeladen sind. Für dieses Event galt es ein Plakat zu gestalten, damit es in der Gemeinde ausgehängt werden kann. Also haben wir uns einen Abend zusammengesetzt und folgendes Plakat erstellt:

Plakat Das kann ich dir nie verzeihen

Diese Plakat wollten wir auf DIN A3 drucken, am besten hier zu Hause am Drucker. Leider kann der nur DIN A4. Also habe ich mich im Internet schlau gemacht. Einige meinten, dass der Adobe Reader ein DIN A3 Blatt auf zwei DIN A4 drucken kann. Also habe ich mein Bild genommen und wollte es mit Word 2007 als PDF speichern. Dazu habe ich die SeitengrÖße auf DIN A3 gestellt und die Seitenränder auf Null Millimeter. Als ich es dann als PDF (Datei siehe Anhang unten) gespeichert habe, kam das dabei heraus:

Word

Wie man sieht, fehlt hier was. Irgendwie hat Word lediglich den DIN A4 Teil als PDF gespeichert. Anscheinend ist das ein Fehler in Word. Wenn man die SeitengrÖße grÖßer als DIN A4 macht, kriegt der das irgendwie nicht hin.

Nachdem ich das gleiche mit OpenOffice gemacht habe, wo es geklappt hat (siehe Anhang unten) musste ich feststellen, dass die Funktion gar nicht im Adobe Reader enthalten ist. Mit ein bisschen Suche im Druckermenü konnte ich dann feststellen, dass mein Drucker diese Funktion von Haus aus unterstützt:

Druck

Ich kann sogar noch grÖßer damit drucken. Sehr schÖn und ein Lob Canon. Hoffentlich wird der Fehler in Word bald behoben.

Microsoft Word PDF Druck
Open Office Writer PDF Druck

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Canon vs. Hewlett-Packard

Wie bereits erwähnt, hat mein altes Multifunktionsgerät den Dienst eingestellt. Daraufhin habe ich mich schneller als gedacht mit einem neuen ausgestattet. Lange habe ich überlegt, ob ich mir wieder ein Gerät von HP zulege, oder ob ich zur Konkurrenz wechsele. Der direkte Nachfolger meines bisherigen wäre der HP Deskjet F380, der gerade bei Real im Angebot zu finden war. Da ich aber in einem Computerfachgeschäft drei Jahre lang als Aushilfe gearbeitet habe, wollte ich mich erst dort erkundigen, was derzeit vernünftig sei.

Im Laden teilte man mir mit, dass HP gar nicht mehr geführt würde und man nun zu Canon raten würde. Canon wäre momentan führend in Bezug auf Bildqualität und Preis-/Leistungsverhältnis. Zudem hätte Media Markt gerade ein solches Gerät zu einem unschlagbaren Preis. Es handelte sich um den Canon MP510, ein Multifunktionsgerät.

So startete ich erst einmal eine Informationssuche. Dabei fand ich heraus, dass der Canon im Vergleich zum HP um einiges sperriger werden würde. Das war der nagtivste Punkt, denn eigentlich habe ich keinen Platz auf meinem Schreibtisch zu verschenken. Dann fand ich einen guten Nutzerbericht, der von seinem MP510 restlos begeistert war. Der Artikel bewog mich sehr dazu, den Drucker zu kaufen, zumal der Preis des Gerätes ca. 35 EUR unter normalem Ladenpreis und immer noch 10 EUR unter Internetpreis lag.

Nun habe ich das Gerät hier stehen. Um einen Vergleich zu bekommen, habe ich eine Seite gedruckt, die ich auch mit meinem alten Drucker gedruckt hatte. Die Bedingungen waren die gleichen: Gleiches normales Papier und gleiche Druckeinstellung. Auffällig war, dass der Canon wirklich wahnsinnig schnell farbig druckt. Wenn ich überlege, wie lange mein HP dafür gebraucht hat, dann sind das Welten. Leider ist er auch ein wenig lauter.

Nun die Druckergebnisse im direkten Vergleich. Die Darstellungen sind stark vergrÖßert, daher sieht man teilweise einzelne Druckpunkte:

Vergleich 1

Hier ist bereits deutlich zu sehen, dass die GrautÖne, wie auch schon von dem anderen Nutzen beschrieben, sehr rÖtlich wirken. Außerdem wir bei diesem Vergleich auch deutlich, dass die Farben an sich kräftiger erscheinen, leutender. Dieser Eindruck setzt sich auch an anderen Stellen des Bildes fort:

Vergleich 2

Auchg bei diesem Ausschnitt ist deutlich zu erkennen, dass die GrautÖne oben rechts in dem jeweiligen Ausschnitt rÖtlich geraten und die Farben bei den Häusern wesentlich kräftiger erscheinen.

Wer sich die einzelnen Ergebnisse genauer anschauen will, der kann dies tun. Ich habe die Scans online gestellt (jeweils 1,5 MB):

Das jeweilige Blatt Papier wurde mit 300 dpi mit dem Canon MP510 gescannt und als JPG mit einer Qualität von 85% unter GIMP abgespeichert.

Als Fazit kann ich sagen, dass mich der MP510 überzeugt, auch wenn die verfälschten GrautÖne ein dicker Minuspunkt sind. Die Druckergebnisse als ganzes sehen freundlicher aus.

Zusätzlich verfügt der MP510 über einen Kartenslot. Toll: dieser dient nicht nur für das Gerät als Kartenleser, sondern wird auch direkt in das Betriebssystem als Kartenlesegerät eingebunden. So habe ich nun gleichzeitig ein Kartenlesegerät. Auf jeden Fall eine gute Sache! Damit mÖchte ich meinen Testbericht fürs Erste abschließen. Ich werde mich melden, wenn ich neue Sachen entdecken sollte.

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