IMAP und die Windows 8 Mail-App

In meinem Artikel zum Wechsel vom iPad zum Surface habe ich das Problem mit der nicht voll funktionalen Mail-App erwähnt. Emails konnten von mir zwar empfangen werden, jedoch war das Versenden von Emails für mich nicht möglich. Ich ging davon aus, dass dieses Problem per Update der Windows 8 App behoben werden würde. Nachdem nun wochenlang kein Update erfolgte, wandte ich mich an die kostenlose Hotline (mit Rückruf) für Surface-Kunden.

Bei der Hotline erfuhr ich dann, was ich nirgendwo anders gelesen hatte: IMAP ist in der Windows 8 Mail App nur in Verbindung mit SSL möglich. Als ich dann bei meinem Provider nach SSL suchte, stellt ich fest, dass dieser bereits eine Schritt für Schritt Anleitung zum Einrichten der Windows 8 Mail App bereitstellt.

Seit ich die Einrichtung nach Anleitung des Providers vorgenommen habe, funktioniert das Empfangen und Senden von Emails aus der Windows 8 Mail App tadellos.

Das Erlebnis stellt mich nur vor zwei Fragen:

  1. Warum wird dieser Umstand in der Mail App nicht kommuniziert?
  2. Wieso trifft man bei Microsoft eine solche Entscheidung?

Auf meinem Desktoprechner hatte ich Windows Live Mail installiert. Dort konnte ich IMAP auch ohne SSL nutzen. Es handelt sich daher nicht um eine Windows 8 Vorgabe, sondern um eine „Feature“ der Mail App. Diese Entscheidung finde ich als Endkunde komisch und es erschwert mir nur die Inbetriebnahme meines Endgeräts.

Vielleicht hat ja noch jemand das Problem und findet dann in diesem Artikel eine Hilfestellung.

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iPad weg, Surface her. Mein Wechsel.

Ich habe das neue Surface von Microsoft gekauft. Mein iPad war nach zwei Stunden verkauft. Man kann mich daher als Wechsler und nun Apple-Befreiter bezeichnen. Bereits nach ein paar Tagen kann ich sagen, dass ich das Surface viel umfangreicher einsetzen kann, als das iPad. Nach ein paar Gesprächen um das Surface kristallisierten sich ein paar Gründe heraus, die ich mal in eine Liste gepackt und auf 10 beschränkt habe. Hier also 10 Gründe für (m)einen Wechsel:

  1. Direkter Netzwerkzugriff
    Beim iPad ließen sich die Inhalte nur über iTunes synchronisieren. Mit dem Surface hat man ohne den Einsatz von Zusatzsoftware direkten Zugriff auf das Netzwerk und Netzwerkordner. Das macht den Zugriff einfacher und durchgängiger, da dieser Zugriff von jeder App genutzt werden kann. Zudem erspart es die Suche nach geeigneten Applikationen, um doch auf Dateien im Netzwerk zugreifen zu können.
  2. Mehrere Benutzer
    Da das Surface Windows als Betriebssystem hat, können mehrere Benutzer verwendet werden. Gerade bei einem Gerät, was zunehmend von der ganzen Familie verwendet wird, ist das ein wichtiges Argument. Jeder Benutzer hat dabei seine Applikationen, seine Einstellungen und seine Berechtigung. Eine schöne Möglichkeit für Kinder im Haushalt ist Family Safety. Diese Funktion bietet die Möglichkeit, den Zugriff nur auf bestimmte von Microsoftoder selbst freigeschaltete Webseiten zuzulassen. Außerdem kann eingestellt werden, welche Apps verwendet werden dürfen, und wie lange der PC zu welcher Tageszeit genutzt werden kann. Damit handelt es sich um die bereits aus Windows 7 und Vista bekannten Möglichkeiten der Benutzerkonten für Kinder.

    Mehrere Benutzer auf dem Surface

    Mehrere Benutzer auf dem Surface

  3. Apps kann man vor dem Kauf testen
    Der App-Store von Microsoft bot schon bei Windows Phone die Möglichkeit, Applikationen zu testen, bevor diese gekauft werden. Jede Applikation konnte selber entscheiden, ob sie dieses Feature nutzen möchte oder nicht. Viele Apps machen davon Gebrauch und so ist es mir als Kunde möglich, mehrere Applikationen mit gleichen Features vor dem Kauf zu testen. Die Applikation mit dem passendsten Funktionsumfang wird dann gekauft. Bei Apple war dies immer ein Krampf und hat nicht selten dazu geführt, dass ich mehrere funktionsgleiche Applikationen kaufen musste, bis ich das hatte, was ich suchte. Da hilft es dann auch nicht, dass Apps für iOShäufig günstiger sind als für Windows (Phone).

    App testen oder kaufen aus dem Windows Store

    App testen oder kaufen aus dem Windows Store

  4. USB-Port
    Das Surface verfügt über einen vollwertigen USB-Port. Damit lassen sich alle USB-Geräte am Surface verwenden: Drucker, USB-Sticks, Mäuse, Tastaturen, Präsenter, … Beim iPad habe ich das gerade für USB-Sticks das ein oder andere Mal vermisst. Das hat allerdings auch Nachteile: Zum einen ist die Dicke des Geräts ist durch den USB-Port vorgegeben und zum anderen muss Windows die entsprechenden Treiber für alle möglichen USB-Geräte vorhalten, was sicher nicht ganz unschuldig ist an der Größe von Windows RT auf dem Surface (ca. 15 GB).

    Der USB-Port vom Surface an der Seite

    Der USB-Port vom Surface an der Seite

  5. Erweiterbarer Speicher (SDXC)
    Das iPad kommt mit fixem Speicher. Dieser lässt sich nur durch Online-Speicher erweitern, was wiederum zwei Nachteile hat: Erstens sind viele noch nicht so weit, dass sie ihre Daten in der Cloud speichern wollen und zum zweiten erfordert dies eine dauerhaft Internetverbindung. Das Surface bietet die Möglichkeit den internen Speicher durch eine micro-SD-Karte zu erweitern. Da der SDXC Standard unterstützt wird, ist dies aktuell mit bis zu 64GB möglich. Laut Wikipedia-Artikel sieht der SDXC-Standard Kartengrößen bis 2TB vor. Diese gibt es aktuell noch nicht zu kaufen, daher weiß ich nicht, ob bisher immer von 64GB geredet wird, weil dies die maximal aktuell erhältliche Größe ist, oder ob das Surface an dieser Stelle auf 64GB begrenzt ist. Aber selbst die aktuell erhältlichen 64GB ermöglichen bereits eine Verdopplung des On-Board-Speichers.
  6. Richtiges Office ohne Aufpreis an Board
    Das Surface wird mit Office 2013 ausgeliefert, d.h. folgende Applikationen kommen bereits vorinstalliert und ohne Aufpreis mit: Word 2013, Excel 2013, PowerPoint 2013 und OneNote 2013. Dabei rede ich nicht von Metro-Apps mit vermindertem Funktionsumfang, sondern von den vom Desktop bekannten vollwertigen Applikationen, die mit der Version 2013 auch in Richtung Touch optimiert wurden. Beim iPad gibt es diese Applikationen nicht und die iOSVersionen der MacOffice Programme sind nicht günstig: 12 EUR pro Applikation, wenn ich das richtig im Kopf habe. Macht 36 EUR Aufpreis (Text, Tabelle, Präsentation) für in der Funktion begrenzte Programme.

    Micrsoft Word 2013 auf Windows RT auf dem Surface

    Micrsoft Word 2013 auf Windows RT auf dem Surface

  7. Nähe zu Windows Phone
    Dies dürfte momentan noch für eher weniger Leute ein Kaufargument sein, jedoch ist die Zahl der Nutzer steigend und gerade mit Windows Phone 8 dürfte hoffentlich ein Durchbruch erzielt werden. Dabei gilt nun das Mac-Argument: Gleiches Ökosystem führt zu besserer Nutzbarkeit. Ich habe die gleichen Applikationen, die sich auf den verschiedenen Geräten über die Cloud synchronisieren. Das ist schon mit Windows 8 und Windows RT extrem cool. Wenn dann noch das Smartphone mit Windows Phone 8 mitspielt ist das eine runde Sache. Zudem verfügt der Startbildschirm über die von Windows Phone bekannten Kacheln. Wer das vom Windows Phone bereits kannte und mochte, wird hier nicht enttäuscht werden.
  8. Vernünftiges Dateisystem
    Wie mich das bei iOS gestört hat: Es gibt kein vernünftiges Dateisystem, auf das man zugreifen könnte, sondern die Applikationen müssen sich selbst organisieren. Das führt dazu, dass man Dateien von einer an die andere Applikation weitergeben muss und nach der Bearbeitung dann wieder zurück gibt an die Ursprungsapplikation. Ziemlicher Aufwand. Bei Surface ist der von Windowsbekannte Explorer integriert. Es kann ganz normal auf die Festplatte zugegriffen werden und alle Applikationen nutzen exakt die gleiche Datei und arbeiten nicht mit Kopien. Das entlastet das Dateisystem und sorgt dafür, dass die Dateien nicht umständlich hin- und hergereicht werden müssen. Zudem kann auch direkt mit Daten aus Apps wie z.B. SkyDrive gearbeitet werden, ohne diese noch einmal lokal speichern zu müssen. Die Schnittstelle dafür steht allen Apps zur Verfügung und kann damit von jeder App genutzt werden.

    Explorer auf Windows RT auf dem Surface

    Explorer auf Windows RT auf dem Surface

  9. Geteilter Bildschirm (echtes Multitasking)
    Der Formfaktor vom Surface (16:9) ist erst etwas ungewohnt wenn man vom iPad kommt (4:3). Jedoch wird ziemlich schnell klar, warum die Seitenverhältnisse so gewählt wurden: Zum einen werden Filme und Videos damit ohne schwarze Streifen dargestellt, zum anderen ermöglicht es aber auch noch die auf dem Surface mögliche Nutzung von zwei Apps nebeneinander. Das ist in vielen Fällen sinnvoll: Auf der einen Seite den Chat, auf der anderen Seite die Applikation mit der man gerade arbeitet. Oder auf der einen Seite das PDF, was gerade gelesen wird, auf der anderen Seite die Notizen, die man sich dazu macht, oder das Dokument an dem man gerade schreibt. Kein dauernd notwendiger Wechsel zwischen den Applikationen. Bereits nach wenigen Tagen erscheint dies äußerst sinnvoll. Bei dem breiteren Formfaktor im Vergleich zum iPad bleibt so auch noch genug Platz für die eigentliche Applikation wenn zwei davon nebeneinander liegen.

    Geteilter Bildschirm auf dem Surface

    Geteilter Bildschirm auf dem Surface

  10. Sinnvolle Materialien
    Das Surface ist aus Magnesium gefertigt. Das fühlt sich sehr ähnlich an, wie das iPad. Das iPad hatte ich jedoch immer in einer Hülle, weil die Rückseite sonst ziemlich schnell unschön aussieht mit vielen Kratzern. Beim Surface scheint die Oberfläche bisher unempfindlicher zu sein. Ich habe die Rückseite nicht in einer Hülle und bisher sieht sie immer noch aus wie am ersten Tag. Das Surface habe ich mit TouchCover gekauft, und auch beim Cover ist das Material sinnvoll ausgewählt: Es ist ein Filzähnlicher Stoff, der dafür sorgt, dass das iPad nicht vom Schoß rutscht, wenn man das Cover umgeklappt hat. So scheint die Auswahl der Materialien zumindest bisher äußerst sinnvoll.

    Das aufgestellte Surface ohne angedocktes TouchCover

    Das aufgestellte Surface ohne angedocktes TouchCover

    Das TouchCover als Abdeckung für den Bildschirm mit Filzartiger Oberfläche

    Das TouchCover als Abdeckung für den Bildschirm mit Filzartiger Oberfläche

    Das TouchCover angedockt als Tastaturersatz

    Das TouchCover angedockt als Tastaturersatz

Natürlich gibt es auch Nachteile. Was mich bisher noch etwas stört, sind die noch nicht 100% funktionierenden Programme. Ein paar Beispiele:

  • Die Mail-App kann zwar Emails empfangen aber nur über den Live-Account senden. Das Senden über andere Emailadresse wird derzeit noch nicht unterstützt.
  • Über Zusatzprogramme kann ich auch nicht indizierte Ordner in die Bibliotheken bekommen, jedoch werden diese dann nur teils im System angezeigt. Meine Bilderbibliothek auf dem Desktop zeigt die Bilder an. Die Foto-App im neuen Design jedoch nicht.
  • Der App-Umfang ist noch etwas beschränkt. Für die Übergangszeit können auch direkt die Webseiten von z.B. Amazon oder – für die nicht im System integrierten Funktionen – Facebook genutzt werden. Es gibt aber auch Einsatzszenarien, für die eine Webseite kein Ersatz ist (z.B. das massenhafte Verkleinern von Bildern)
  • Das Surface kann zwar auf andere Computer im Netzwerk zugreifen. Von anderen Computern kann jedoch nicht auf das Surface zugegriffen werden.

Sicherlich würden mir noch weitere Beispiele einfallen, aber eines haben alle gemeinsam: Es handelt sich um Software, damit können die Dinge per Update behoben werden. Was die Mail-App angeht, so weiß ich, dass man derzeit an einem Update arbeitet.

Die negativen Dinge trüben den positiven Gesamteindruck nur wenig. Ob das Surface wirklich einen Laptop komplett ersetzen kann (also das, was das iPad nicht geschafft hat) wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

Zum Abschluss des Artikels noch einige Vergleichsfotos zwischen iPad und Surface:

iPad und Surface nebeneinander

iPad und Surface nebeneinander

Dicke von iPad (links) und Surface (rechts) im Vergleich

Dicke von iPad (links) und Surface (rechts) im Vergleich

iPad (oben) und Surface (unten) übereinander

iPad (oben) und Surface (unten) übereinander

Apple-Logo und Microsoft-Logo auf der Rückseite der Geräte

Apple-Logo und Microsoft-Logo auf der Rückseite der Geräte

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Kommentar zum focus-Artikel: Die Tops und Flops in Windows 8

Über einen Freund habe ich heute einen Hinweis auf einen Artikel vom Focus erhalten, in dem es um Windows 8 geht. Ich dachte, das wäre mal ein guter Anlass wieder was auf meinem Blog zu schreiben. Mir geht es um die vom Focus aufgeführten 10 Flops und mein Urteil dazu. Einiges kann ich nachvollziehen anderes fällt mir ziemlich schwer.

Allgemein sollte festgehalten werden: Windows 8 verfügt über ein Startmenü, aber da es jetzt bildschirmfüllend ist, wird es Startbildschirm genannt. In diesen Startbildschirm wurde wahnsinnig viel Entwicklungsarbeit gesteckt, wie man auf dem Microsoft Blog zur Entwicklung von Windows 8 auch nachlesen kann. Zwei Artikel sind mir dazu in Erinnerung geblieben:

Der neue Startbildschirm ist daher die Evolution des Startmenüs, und wer sich darauf einlässt wird merken, dass es Sinn macht.

Aber kommen wir doch einmal zu den von Focus auf geführten Flops:

  1. Erzwungene Metro-Nutzung
    Es gibt anscheinend Nutzer die direkt auf dem Desktop landen möchten nach dem Start von Windows. Wahrscheinlich aber nur weil sie dies vom früheren Windows Versionen so gewohnt sind. Ob sie nun ein Programm über den Desktop, die Taskleiste, oder den neuen Startbildschirm starten ist jedoch reine Gewohnheit. Im Zweifelsfall spart man durch den neuen Startbildschirm sogar einen Mausklick, indem man nicht erst auf Start klicken muss. Das Argument der erzwungenen Metro Nutzung kann daher nur damit begründet werden, dass Menschen manchmal zu ihrem Glück gezwungen werden müssen.
  2. Kein Startmenü
    In den bisherigen Ausführungen von mir sollte bereits klar geworden sein, dass auch Windows 8 über ein Startmenü verfügt, wenngleich dies jetzt ein Startbildschirm ist.
  3. Unnötiges Kontextmenü
    Das bisherige Kontextmenü war mit Maus wesentlich besser zu bedienen als das neue Kontextmenü am unteren Bildschirmrand, da stimme ich zu. Dieser Umstand ist nun dem geschuldet, dass man beide Welten bedienen möchte: Desktop mit Tastatur und Maus und Tablet mit Touch. Man gewöhnt sich jedoch schnell dran – und dies gleich als Flop zu bezeichnen? Zudem ist das Kontextmenü ja auch nur für die neuen Apps am unteren Rand. Alle herkömmlichen Desktop-Apps behalten ihr Kontextmenü da, wo es früher auch war. Als Flop würde ich das daher also nicht unbedingt bezeichnen.
Kontextmenü am unteren Bildschirmrand am Bsp. der Wikipedia-App

Kontextmenü am unteren Bildschirmrand am Bsp. der Wikipedia-App

  1. Umständliche Suche
    Den ersten Teil des Flops kann ich sogar nachvollziehen: Es ist wirklich umständlicher Einstellungen zu suchen, da man nach dem Suchen nun noch auf Einstellungen klicken muss. Das ermöglicht aber im Gegenzug nun ein viel gezielteres Suchen, denn man kann auch wunderbar in den installieren Apps suchen. Der zweite Teil des Arguments ist überhaupt nicht nachvollziehbar, denn das tolle an dieser Suche ist eben, dass ich auf dem Startbildschirm mit einer Suche starten kann und dann nur noch auf Store bei den Apps klicke und schon wird die Suche im Store aufgeführt. Ich schätze dieser Schritt war dem Schreiber des Artikels nicht bewusst.
Die Suche unter Windows 8

Die Suche unter Windows 8

  1. Explorer stagniert trotz Multifunktionsleiste
    Spätestens hier bewegen wir uns auf ganz dünnem Eis. Wenn es um den Durchschnittsnutzer geht, dann reichen diesem die Funktionen absolut aus. Und zudem sind sie auch noch einfacher zu erreichen durch das Ribboninterface. Ein Beispiel: Das Anzeigen / Verbergen von versteckten Dateien. Früher versteckt und kaum zu finden, heute ziemlich einfach und präsent mit zwei Klicks erreichbar. Finde ich ziemlich vereinfacht.
Das Umschalten der Ansicht von versteckten Dateien

Das Umschalten der Ansicht von versteckten Dateien

 

  1. Zu viele Umwege
    Was die Einstellungen angeht, da bin ich fast dabei. Man hätte hier auch alles in schön machen können, und nicht nur so halbherzig. Viel schlimmer ist jedoch, dass das Ausschalten des Rechners so versteckt ist. Dabei hätte es so einfach sein können. Zwei Punkte dazu:

Mit diesen beiden Tipps bekommt man die Beendenfunktion einfacher in Reichweite. Warum dies nicht direkt implementiert wurde, obwohl bereits im Vorfeld von vielen Benutzern darauf hingewiesen war, kann ich mir nicht erklären. In dieser Hinsicht ein wirklicher Flop. So sieht es zumindest bei mir jetzt aus:

Ein Teil meines aktuellen Startbildschirms

  1. Anmelde-Marathon
    Diesen Flop kann ich absolut nicht nachvollziehen. Der erste Schritt ist die Anmeldung mit der Live-ID, das ist super, dass das funktioniert. Dann bekommt der Nutzer eine Email und wenn er möchte, kann er dann den Rechner als vertrauenswürdig definieren. Das ist zum Rücksetzen von Passwörtern etc. erforderlich. Ich finde das höchst sinnvoll, dass das getrennt ist. Aber wenn man nichts schlimmeres findet, dann muss man anscheinend darüber lästern. :)
  2. Kein DVD-Playback
    Ja Flopp. Volle Zustimmung. Zum Glück gibt’s das Media Center Pack gerade kostenlos…
  3. App-Steuerung ist Glücksache
    Ja, das muss man ausprobieren, aber ist das nicht bei jedem neuen System so? Bezüglich der Gesten findest sich auch was auf dem Microsoft Blog zur Entwicklung von Windows 8. Auch hier wurden umfangreiche Studien durchgeführt, bevor man sich festgelegt hat.
  4. Kein durchgängiges Design
    Gut, auch hier meine Zustimmung. Ähnlich wie bei Vista damals gibt es viele neue schöne Dinge, aber die Altwelt wurde ein bisschen zu viel Altwelt gelassen. Hier muss also bei der nächsten Version von Windows was getan werden.

Zum Schluss bleiben von den 10 Flopps nicht wirklich viele über. Ich bin (mal wieder) ziemlich begeistert von dem, was Microsoft hier geleistet hat. Schon jetzt fühle ich mich in Windows 8 wesentlich wohler als in Windows 7 und stehe damit wohl nicht alleine da…

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Datensicherung: Vorstellung von Sicherungskonzepten

Die Datensicherung der Daten eines Rechners ist heute eigentlich gar kein Problem. Die Datenmengen haben zwar stark zugenommen, aber die Datenträger sind dafür auch immer größer geworden. Speicherplatz kostet auch nicht mehr viel (Ausnahmezeiten gibt es immer wieder, so wie momentan gerade die Probleme in Thailand seit der letzten großen Flut und dem dadurch entstandenen Festplattenengpass). Trotzdem erlebe ich es immer wieder, dass viele Verwandte, Freunde, Bekannte keine Datensicherungen machen. Wahrscheinlich immer mit dem Hintergedanken, dass es einen ja schon nicht treffen wird mit dem Festplattenausfall.

Festplattenausfälle sind jedoch keine Seltenheit. Ich selber habe nun auch persönlich eine Festplatte gehabt (eine SSD), die nach acht Monaten schon den Geist aufgegeben hat. In meinen über 10 Jahren, die ich mit PCs zu tun habe, ist das nicht ein einziges Mal aufgetreten bei mir persönlich. Trotzdem habe ich meine Daten immer wieder fleißig gesichert und das hat sich jetzt bezahlt gemacht, aber dazu später mehr. Die mir bekannte gängige Meinung unter Experten ist, dass Festplatten entweder im ersten halben Jahr kaputt gehen, oder aber die Garantiezeit überleben. Nach fünf Jahren sollte man Festplatten tauschen. Leider erlebe ich es im Bekanntenkreis häufiger, dass Festplatten auch während der Garantiezeit, den Geist aufgeben. Man kann sich also nicht sicher sein, und sollte deswegen Sicherungen anlegen. Ich möchte in diesem Artikel verschiedene Konzepte zur Datensicherung aufzeigen.

Der Anlass zu diesem Artikel entstand durch das Notebook meines Schwiegervaters. Als ich dessen Festplatte bei mir zum Sichern eingebaut habe, nachdem sich sogar schon das ziemlich nachlässige S.M.A.R.T. System mit dem Status BAD gemeldet hatte, hat dann auch Windows 7 eine entsprechende Fehlermeldung gebracht:

Festplattenfehler

Diese Meldung sollte man ernst nehmen. Bei der Festplatte meines Schwiegervaters waren einige Sektoren betroffen und Windows stockte bei der Ausführung bereits immer wieder, weil Daten nicht oder nur schwer lesbar waren.

Die externe USB-Festplatte

Datensicherung über UBS auf externe Festplatte

Dieses Konzept ist das einfachste Sicherungskonzept und auch das günstigste. Eine externe USB-Festplatte wird an den Rechner angeschlossen und über Datensicherungsprogramme (bei Windows gibt es z.B. integriert die Windows-Sicherung “Sichern und Wiederherstellen”) oder über Kopieren und Einfügen die Daten gesichert. Ich empfehle hierbei die Nutzung von Datensicherungsprogrammen, denn diese legen meist auch ein Abbild des kompletten Datenträgers oder aber zumindest ein Abbild der wichtigsten Systemdateien und Programme mit an. Damit entfällt das lästige Neu-Aufsetzen des Rechners wenn eine Festplatte den Geist aufgeben sollte. Bei dieser Methode ist der Preis gering, aber die notwendigen händischen Eingriffe sind etwas höher. Die Festplatte wird ja nicht jederzeit mit dem Rechner verbunden sein, daher muss sie zur Sicherung immer erst angeschlossen werden. Bereits diese Hürde hindert manches mal schon an einer regelmäßigen Sicherung der Daten. Ein weiterer kleiner Kritikpunkt an dieser Methode ist die Geschwindigkeit des Datentransfers. Üblicherweise haben gerade ältere Geräte keinen USB 3.0 Anschluss und die günstigen externen Festplatten haben ebenfalls nur USB 2.0. Die Geschwindigkeit des Datentransfers führt dazu, dass die Komplettsicherung eines Rechners mindestens bei der Erstsicherung länger dauert.

In vielen Fällen habe ich erlebt, dass die Festplatte im Notebook zu klein wurde und dann Daten auf der externen Festplatte abgelegt wurden, die auf dem Notebook nicht mehr gespeichert waren. Damit ist die Datensicherheit nicht mehr gegeben, denn die Daten liegen dann nur noch auf der externen Festplatte. Möchte man Daten wirklich auf die externe Festplatte legen, dann sollte man darauf achten, dass die externe Festplatte aus zwei internen Festplatten besteht, die sich gegenseitig synchronisieren (RAID).

Die externe Netzwerkfestplatte

Datensicherung über Netzwerk auf externe Festplatte

Das Prinzip ist ähnlich wie bei der USB-Festplatte, jedoch mit dem entscheidenden Unterschied, dass die Netzwerkfestplatte nicht direkt mit dem Laptop verbunden ist, sondern über den Router mit dem Rechner verbunden ist. Dort stört sie meist keinen und ist deshalb im Netzwerk dauerhaft verfügbar. Die Hürde, die Festplatte erst anschließen zu müssen zu Sicherungszwecken ist damit nicht mehr existent. Was die Geschwindigkeit angeht, so hängt das stark vom verwendeten Netzwerktyp ab. Falls man wirklich viele Daten über das Netzwerk sichern möchte, so kommt man um ein schnelles Kabelnetzwerk nicht drumrum. Hier mal eine kleine Übersicht:

Netzwerktyp Geschwindigkeit
Älteres Funknetzwerk (802.11g) 54 MBit/s
Älteres Kabelnetzwerk (CAT5) 100 MBit/s
Neueres Funknetzwerk (802.11n) 300 MBit/s
Neueres Kabelnetzwerk (CAT6) 1000 MBit/s
Vergleichswert USB 2.0 480 MBit/s
Vergleichswert USB 3.0 4000 MBit/s

Bei den angegebenen Werten, handelt es sich um theoretisch erreichbare Maximalwerte. Die tatsächlichen Werte sind abhängig von der verwendeten Hardware. Ich behaupte mal, dass die Netzwerktransferraten bei Kabelnetzwerken meist so bei 85 – 95% des theoretischen Maximums liegen, bei Funknetzwerken deutlich niedriger (je nach Abstand zur Funkstation) und die USB Werte bei ca. 80%. Wichtig ist natürlich auch die Geschwindigkeit der zu sichernden Festplatten bei der Betrachtung der Gesamtgeschwindigkeit.

Die Werte zeigen jedoch deutlich, dass die Datensicherung über WLAN in jedem Fall die langsamste Lösung ist. Eine Netzwerksicherung sollte meiner Meinung nach immer über ein Datenkabel erfolgen um zufriedenstellende Ergebnisse zu erreichen.

Auch hier gilt, was ich bereits im USB Abschnitt geschrieben habe: Wenn man nur Daten sichern möchte, so reicht eine Festplatte aus, wenn man Daten im Netzwerk ablegen möchte, um die Festplatte zu entlasten, so sollte die Netzwerkfestplatte intern aus zwei Festplatten bestehen, die synchronisiert laufen (RAID).

Meine persönlichen Erfahrungen mit Netzwerkfestplatten sind eher negativ. Im günstigen Preissegment sind sehr günstige Komponenten verbaut, die bezüglich der Geschwindigkeit weit entfernt vom theoretisch maximalen Wert liegen. Zudem habe ich bei einer externen Netzwerkfestplatte erlebt, dass die Spiegelung immer wieder neu hergestellt werden musste, Festplatten nicht erkannt wurden, … Ich persönlich rate daher von einer solchen Datensicherungsmethode ab.

Der Home-Server

Datensicherung über Netzwerk auf einem Server

Für viele scheint diese Lösung bereits übertrieben und unnötig. Nachdem ich nun über zwei Jahr einen Home-Server betreibe kann ich diese Variante jedoch nur sehr empfehlen. Ein Home Server ist in der Erstanschaffung wesentlich teurer als die anderen aufgezeigten Möglichkeiten der Datensicherung. Jedoch macht sich der erhöhte Anschaffungspreis über Laufzeit meiner Meinung nach bezahlt. Ich selber nutze den Windows Home Server, weil der am besten in meine Netzwerkumgebung passt. Windows Home Server ist ein Betriebssystem von Microsoft, welches auf jedem handelsüblichen PC installiert werden kann. Es gibt zahlreiche Erweiterungsmöglichkeiten dafür, bis hin dazu, dass der Server nur dann läuft, wenn Geräte im Netzwerk aktiv sind, oder nur zu vorgegebenen Uhrzeiten nach einem speziellen Kalender usw. Die Einrichtung ist sehr einfach und der Home Server benötigt lediglich Netzwerk und Strom.

Ich schätze am Home Server, dass ich diesen mit weiteren Festplatten erweitern kann, wenn der Speicherplatz eng wird, ohne gleich wieder ein ganzes System mitzukaufen, wie das bei Netzwerkfestplatten der Fall ist (Platte + Gehäuse + Netzstecker + Betriebssystem auf der Platine, meist irgendein Linux). In meinem Home Server sind inzwischen aus unterschiedlichen Gründen sieben Festplatten eingebaut. Diese Lösung bietet weitere Anwendungsfälle über die normale Datensicherung hinaus. Aber auch die Datensicherung ist sehr charmant ausgeführt. Über das schon angesprochene Add-In zum Strom sparen kann man den Server so konfigurieren, dass er zu einer festgelegten Uhrzeit aufwacht, die zu sichernden Rechner weckt, eine Sicherung dieser Rechner anfertigt und danach die Rechner und anschließen sich selber wieder schlafen legt. Damit ist sichergestellt, dass jede Nacht eine Sicherung angelegt wird. Mein in der Einleitung angesprochener Festplattenausfall war somit nicht weiter tragisch, denn ich habe einfach das Backup der letzten Nacht eingespielt und war bereits nach zwei Stunden Wartezeit wieder arbeitsfähig. Ein Server macht besonders dann Sinn, wenn man eben nicht nur eine Datensicherung betreiben möchte, sondern weitere Anwendungsfälle hat oder plant. Zur Verdeutlichung folgendes Schaubild:

Darstellung eines Heimnetzwerkes in der Ausbaustufe

Dargestellt ist hier ein größeres Netzwerk, wie es heute jedoch nicht unüblich ist. Alle gezeigten Geräte sind über Netzwerk verbunden: Smartphone, Laptop, Festrechner, WLAN-Radio und Server. Der Server bildet hierbei die zentrale Datenablage, das heißt, das auf dem Laptop und dem Festrechner nur das Betriebssystem und die Programme installiert sind. Alle persönlichen Daten liegen auf dem Server. Wegen dieser zentralen Datenablage können alle Geräte auf die Daten zugreifen: An allen Geräten kann ich die gleiche Musik abspielen, die gleichen Fotos zeigen und die gleichen Videos ansehen. Ich kann sogar an einem Gerät beginnen und an einem anderen Gerät weitermachen. WLAN-Radios setzen oftmals voraus, dass ein zentrales Gerät zur Verfügung steht, welches die Musikbereitstellung vornimmt. Wenn dafür nicht immer extra ein Gerät angeschaltet werden soll, fällt die erste Lösung mit der USB-Festplatte dafür schon einmal weg. Außerdem setzen WLAN-Radios häufig voraus, dass auf dem Gerät, wo die Musikdaten liegen ein vom Hersteller erstelltes Programm installiert wird, damit das WLAN-Radio die Suche nach bestimmten Alben, Künstlern oder Genres ermöglichen kann. Dies ist ohne ein spezielles Programm auf dem Musikspeicher nicht möglich. Damit ist eine Netzwerkfestplatte aber auch aus dem Spiel, denn auf Netzwerkfestplatten können keine Programme installiert werden. Für diesen Anwendungszweck bleibt also nur ein zentraler Server.

Der Home Server bietet gegenüber den anderen Lösungen also viele Vorteile, die über eine reine Datensicherung hinausreichen. Wer also weitere Netzwerkkomponenten plant, sollte sich frühzeitig für eine Komplettlösung entscheiden, die alle Möglichkeiten für die Zukunft offen hält.

Wichtige Voraussetzung für die Nutzung eines solchen Aufbaus ist jedoch ein schnelles Netzwerk. Bei mir kommt als Kabelnetzwerk CAT6 zum Einsatz mit Spitzengeschwindigkeiten bis zu 950 MBit/s. Für den Laptop, der über WLAN ans Netzwerk geht habe ich noch ein WLAN 802.11n Netzwerk eingerichtet, welches jedoch nur auf ca. 160 MBit/s kommt.

Katastrophenschutz

Die zweistufige Sicherung

Die beste Sicherung nützt natürlich nichts, wenn im Haus ein Brand ausbricht oder eine Überschwemmung oder Erdbeben das Haus zerstört. Auch Diebstahl kann dafür sorgen, dass sowohl Rechner als auch Sicherung nicht mehr existent sind. In solchen Fällen ist es sinnvoll ein zweites Backup zu haben, welches nicht im gleichen Haus liegt, sondern an einem Ort, den man häufig besucht, der jedoch auch weit genug vom eigentlichen Wohnort entfernt ist. Günstige Orte für solche Dinge sind z.B. das Haus von Freunden / Familienangehörigen oder die Arbeitsstelle (wenn vom Arbeitgeber erlaubt).

Für solche Zwecke wird häufig auch ein Sicherung der Daten im Internet empfohlen. Es gibt bereits einige Dienstleister, die solche Datenspeicher zur Verfügung stellen. Ich persönlich halte das noch für zu früh und zu teuer wenn man mehr als den Gratisspeicher benötigt. Sicherlich wird die Zeit kommen, in der die Internetverbindungen flächendeckend schnell genug für große Datentransaktionen sind und auch der Speicher im Internet nicht viel kostet, jedoch rate ich aktuell noch von einer solchen Lösung ab.

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Apps für Windows Phone 7: Meine Auswahl nach 3 Monaten

Nachdem sich nun ein Freund von mir ebenfalls ein HTC HD7 mit Windows Phone 7 zugelegt hat, denke ich es ist an der Zeit mal aufzuschreiben, welche Applikationen ich so installiert habe und nutze. Natürlich ist diese Liste sehr speziell auf meine Bedürfnisse abgestimmt, aber vielleicht findet der eine oder andere von euch darunter auch eine brauchbare Applikation.

Noch ein paar einleitende Worte zu den Fotos: Windows Phone 7 kann derzeit noch kein echtes Multitasking, daher ist es nicht möglich, Screenshots auf dem Handy zu machen. Die gezeigten Bilder sind daher Fotos, bei denen der gezeigte Bereich abfotografiert ist. Wegen der Glasscheibe zwischen Display und Fotoapparat, ist die Qualität nicht immer berauschen, ich denke aber, dass ein erster Eindruck entsteht, wie die Applikationen aussehen. Ich habe versucht, Werbung und persönliche Informationen auf den Bildern zu verpixeln.

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Feed Reader 2.0: Eigentlich ist der Feed Reader fast die Hauptanwendung meines Smartphones. Ich nutze RSS Feeds sehr ausgiebig und so habe ich inzwischen fast alle guten Feed Reader für Windows Phone 7 durchgetestet. Obwohl in vielen Artikeln der Wonder Reader hochgelobt wird, ist meine Entscheidung auf den Feed Reader gefallen. Ich gucke mir die anderen Reader zwar hin und wieder an, finde den Feed Rader aber am besten gelungen. Für jeden, der den Google Reader nutzt, ist der Feed Reader genau die richtige Applikation.

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Facebook: Facebook ist zwar schon sehr gut in Windows Phone 7 integriert, jedoch gibt es ab und an Situationen, in denen man um die “echte” Facebook Applikation nicht drumherum kommt. So ist zum Beispiel über Windows Phone 7 nicht direkt möglich, Nachrichten über Facebook an die Kontakte zu schicken. Das geht nur über die Facebook Applikation.

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Wetter: Als Wetterapplikation nutze ich die von Microsoft erstellte Variante. Die Informationen sind umfangreich und übersichtlich. Das einzige, was mir an der App noch fehlt ist die vernünftige Nutzung des Live Tile. Ich würde gerne direkt die aktuelle Temperatur im Live Tile sehen. Wetter unterstützt mehrere Orte neben dem Ort an dem man sich befindet. Nach dem Start kann man die Auswahl treffen, für welchen Ort die ausführlichen Informationen (siehe Screenshots) angezeigt werden sollen.

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WinMilk: Nachdem Windows Phone 7 nicht den Abgleich mit Outlook unterstützt, gibt es keine direkte Möglichkeit Aufgaben einzutragen und abzugleichen. Hotmail untersützt nur Kontakte, Mail und Kalender. WinMilk (ein Client für Remember The Milk) ist hier eine fast gute Lösung, denn wird eine Aufgabe eingetragen, so wird sie gleich mit dem Internet synchronisiert. Für die gängigen Betriebssysteme gibt es Widgets um die Aufgaben immer im Blickfeld zu haben. Fast gut ist die App leider nur, weil für das Eintragen von Aufgaben immer eine Internetverbindung benötigt wird. Das führt dazu, dass ohne Netz keine Aufgaben eingetragen werden können. WinMilk müsste hier erst einmal cachen und dann bei nächster Gelegenheit synchronisieren.

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Taschenlampe: Ich nutze den LED Blitz meines Handys schon Jahre als Taschenlampe. Diese Applikation ist wirklich gut, denn sie kann den (sehr hellen) LED Biltz in drei Stufen ansteuern. Außerdem könnnen Blinkzeichen wie SOS ausgegeben werden.

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WHS Phone: Für alle Besitzer des Windows Home Server in der Version 1 (also nicht die kommende 2011) ist WHS Phone die Möglichkeit auf die Daten unterwegs zugreifen zu können. Es können Office-Dokumente, Musik und Fotos geöffnet werden. Das Speichern geht mit der Applikation nicht, nur ein lesender Zugriff ist möglich. Außerdem muss ein Add-In auf dem Windows Home Server installiert werden.

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WordPress: Mit WordPress kann ein Blog verwaltet werden, der auf WordPress läuft. Die Applikation nutze ich insbesondere dafür die Kommentare unterwegs zu moderieren. Bisher schreibe ich meine Posts nicht auf dem Smartphone, dafür ist die Tastatur noch zu unhandlich für so lange Texte. Wenn aber schnell was nötig ist, ist das mit dieser auf den Smartphonebildschirm und TouchScreen angepasste Applikation eine gute Möglichkeit.

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PC Remote: Bietet die Möglichkeit Maus und Tastatur auf dem Smartphone für einen Rechner zu nutzen. Das Smartphone ersetzt sozusagen Maus und Tastatur. Besonders sinnvoll für z.B. Wohnzimmer PCs. Leider gibt es momentan noch ein Problem mit der Windows Phone 7 API. Die Livesteuerung der Maus ist damit nicht ruckelfrei möglich. Die Verbindung läuft über WLAN. Das Problem mit der ruckeligen Maus haben alle Anbieter einer solchen Remotesoftware. Das tolle an dieser App: Sie ist kostenlos. Damit das funktioniert muss auch ein Programm auf dem zu steuernden PC installiert werden.

Die bis hierhin vorgestellten Programm nutze ich so häufig, dass sie ein Live Tile bei mir auf dem Startbildschirm haben. Alles was jetzt kommt habe ich installiert, aber nutze es nur hin wieder. Halte die Programme aber trotzdem für sinnvoll, denn wen man sie braucht… ;)

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Altitude: Gibt Auskunft über die aktuelle Höhe über Null. Ich habe diese App installiert für die Zeit meines Sommerurlaubs. Meist sind wir da irgendwo in den Bergen unterwegs und dann kann diese Info mal interessant sein.

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DB Navigator: Fahrplanauskünfte wie über das Portal der Deutschen Bahn. Hier nur etwas fingerfreundlicher. Für meine Bahnreisen ab und an ist diese App ein wichtiger Begleiter.

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ebay: Die ebay Applikation ist für mich immer dann wichtig, wenn ich gerade was kaufe oder verkaufe bei ebay. Dafür taugt die App sehr gut und ist sehr übersichtlich aufgebaut.

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Einkaufsliste: Die App bietet genau das, was der Name verheißt: Eine Einkaufsliste machen und im Geschäft abhaken was man schon im Wagen hat. Es können auch mehrere Einkaufslisten (bspw. für unterschiedliche Geschäfte) verwendet werden. Außerdem kann man Waren zu einem Pool hinzufügen und dann per Liste auswählen. Die App bietet weitere Funktionen, die ich bisher nicht verwendet habe.

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fim: ist die Abkürzung für Facebook Instant Massaging. Mit der App kann mit den Facebook Kontakten übers Smartphone gechattet werden. Die Kontakte werden in den angelegten Gruppen angezeigt und für jede Gruppe kann einzeln der Sichtbarkeitsstatus ausgewählt werden.

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Flickr from Yahoo!: Die Flickr App direkt von Yahoo! Am Anfang ist es irgendwie etwas komisch und man findet nicht sofort raus wie das z.B. mit Bildern im Vollbild und Slideshows und so was funktioniert. Wenn man es dann aber raus hat, dann funktioniert es sehr gut. Schön finde ich , dass die App auch die Möglichkeit wie auf der Internetseite bietet eine Auswahl von zufälligen Bildern direkt zu “entdecken”. Das macht Spaß und man sieht so manches interessante Bild, wo man sonst sicher nicht drauf gekommen wäre. Für meine Zwecke ist diese Flickr App, besser als die Konkurrenz Flickr Manager. Mit der habe ich erst gearbeitet, aber nachdem diese Flickr from Yahoo! draußen war, nutze ich nur noch die.

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Windows Phone Insider: Die App von Microsoft um einerseits das Telefon kennenzulernen, aber andererseits auch Apps zu präsentieren und Hintergrundbilder anzubieten. Die Hintergrundbilder kommen von Bing und sind echt gelungen. Wenn ich nicht eine nette kleine eigene Familie hätte, die meist mein Hintergrundbild ist, würde ich sicher eines dieser Bilder verwenden.

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kochbar: Eine App mit Rezepten. Durch den Nutzerkreis kann die Bewertung der Rezepte gleich Auskunft darüber geben, ob ein Rezept funktioniert oder eher nicht. Außerdem können Rezepte aus den großen TV-Kochshows nachgekocht werden. Zwei Rezepte haben wir daraus schon gemacht und das war eigentlich ganz gut. Die guten Rezept können mit einem Lesezeichen versehen werden und sind dann einfach wiederzufinden.

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Metro Stopwatch: Eine Stoppuhr die zum Design von Windows Phone 7 passt. Bei Stoppuhren fragt man sich irgendwie immer wozu man die installiert hat, bis man sie dann braucht und sich dann fragt, warum man keine hat. Das ist also auch eine App, die ich mir für den Notfall vorhalte.

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MSN Kino: Kinoapp von Microsoft. Die ist wirklich gut gemacht. Sie zeigt zum einen, was aktuell im Kino läuft, aber auch wo das nächste Kino ist. Die Trailer der Filme können direkt angeschaut werden und es gibt eine Vorschau auf kommende Filme. Bedingt durch unseren kleinen Sohn sind wir momentan eher weniger im Kino, aber für alle Kinogänger ist dies die richtige App.

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Phonealytics: Die App für Google Analytics auf dem Windows Phone 7 Smartphone. Google Analytics ist ein Tool um Besucherzahlen für Webseiten zu messen. Aus allen getrackten Seiten kann man sich Favoriten zusammenstellen, die dann beim Start angezeigt werden. Außerdem unterstützt die App ein Live Tile, welches auf dem Startbildschirm direkt z.B. die Tagesbesucherzahlen einer ausgewählten Seite anzeigt.

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PODCASTS!: Die App bietet die Möglichkeit eine große Zahl an Podcasts zu durchsuchen nach passenden Inhalten. Diese können dann direkt auf dem Smartphone gehört / gesehen werden. Die gefundenen Podcasts lassen sich aber nicht so einbinden, dass neue Folgen direkt aufs Handy kommen. Daher bietet die App einfach eine gute Möglichkeit Inhalte z.B. auf einer langen Reise abzurufen.

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TED: Die berühmten TED Vorträge direkt auf dem Smartphone hören / sehen. Beim Start wird eine Übersicht neuer Beiträge angezeigt. Außerdem können die Inhalte geordnet nach video / audio abgerufen werden, je nachdem, ob man halt sehen oder hören möchte. Wer die TED Vorträge nicht kennt, sollte sich die mal anschauen: In Kürze wird da auf meist sehr interessante Art und Weise Wissen vermittelt.

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Twitter: Ich selber habe meinen Account schon vor einiger Zeit geschlossen, da ich keine Zeit hatte, all die Informationen zu verarbeiten. Jedoch ist twitter halt das Echtzeitmedium überhaupt wenn es um Nachrichten geht. Daher habe ich die App trotzdem installiert um bequem wenn gewünscht Tweets zu bestimmten Themen suchen zu können. Die App bietet die Möglichkeit die Top tweets, die Trends und auch Tweets zu lesen, die in meiner Nähe abgesetzt wurden.

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Umwandler: Der Umwandler wandelt wie im Bild z.B. Temperaturen, Winkel, Flächen, Währeungen, Treibstoff, Länge, Strom, Drücke, Geschwindigkeiten, … von einer in die andere Angabe um. Wer weiß wann man das mal braucht.

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weekfinder: Da der Windows Phone 7 Kalender momentan noch keine Wochennummer anzeigt, passiert es mir häufiger, dass ich ein Datum in eine Kalenderwoche oder umgekehrt umwanden muss. Diese kleine aber feine Programme ist mir dabei eine Hilfe. Die Umsetzung ist zwar nicht unbedingt gut, aber erfüllt seinen Zweck.

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Wikipedia: Die Wikipedia App habe ich erst vor kurzem installiert und damit noch nicht viel Erfahrung gesammelt, aber sie soll das lesen von Wikipedia Artikeln deutlich vereinfachen. Die Bilder im Marketplace sprechen für sich.

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HTC Youtube: Exklusiv für HTC Käufer gibt es diese Youtube App, die Videos von Youtube aufbereitet und zur Ansicht anbietet. Da Windows Phone 7 kein Flash unterstützt, werden die Videos auf dem Server von HTC oder so auf Silverlight umgerechnet, welches unterstützt wird.

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Damit bin ich mit meiner Vorstellung der Applikationen am Ende. Wahrscheinlich werde ich die von mir genutzten Spiele in einem weiteren Artikel demnächst vorstellen. Vielleicht habt ihr ja das eine oder andere Programm gefunden, welches euch in Zukunft eine Hilfe sein wird.

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Warum sich Windows Phone 7 für mich lohnt

Als ich Anfang des Jahres mein HTC HD2 gekauft habe, hieß es in Insiderkreisen, dass ein Update auf Windows Phone 7 von HTC freigegeben würde, sobald dieses verfügbar wäre. Das Handy würde von der Hardware her dafür taugen. Da ich das bereits bei einem anderen Handy mit dem Update auf Windows Mobile 6.5 erlebt hatte, schenkte ich dem Gerücht Glauben. Im Herbst hieß es dann, dass dieses Update für das HTC HD2 nicht erfolgen würde, weil es Vorgabe für Windows Phone 7 ist, dass es genau drei Tasten auf der Front gibt (und ich glaube maximal eine davon als Hardwaretaste, der Rest als Soft-Keys). Das HTC HD2 hat fünf und schied damit aus. Ein Update auf Windows Phone 7 für das HD2 sollte also nicht erfolgen. So entschied ich mich für den Kauf des HTC HD7. Da ich nun beide Geräte hier habe, kann ich sagen, warum sich der Umstieg für mich absolut gelohnt hat, was ich an Windows Phone 7 toll finde und wo mir noch was fehlt.

Mit Windows Phone 7 hat Microsoft einen kompletten Umstieg des Handybetriebssystems gemacht. Alle Applikationen, die für Windows Mobile 6.5 programmiert sind, laufen mit Windows Phone 7 nicht mehr (bin gespannt, wann das bei Apple so weit ist, bzw. ob es dazu kommen wird). Dieser Umstieg war aber bitter nötig, um Altlasten abzuwerfen und das System fingerfreundlich zu machen. Außerdem wurden Teile der Infrastruktur (zentraler Marktplatz zum Erwerb von Applikationen und Musik) von Apple abgeschaut.

Meine Vergleichsbilder sind leider etwas unscharf, verdeutlichen aber, was ich sagen will.

Das HTC HD7 (links) und das HTC HD2 (rechts) sind beide von der Hardware her nahezu identische Geräte. Auch optisch unterscheiden sie sich wenig. Für mich war beim Kauf beider Geräte der große Bildschirm verbunden mit einem Betriebssystem von Microsoft das Kaufargument. Der Bildschirm ermöglicht es, das Smartphone nahezu wie ein Netbook zu nutzen. Die Auflösung ist nicht viel schlechter, dafür ist es immer dabei und hat einen gut bedienbaren Touchscreen.
HTC HD7 und HTC HD2 nebeneinander

Bereits wenn das Handy aktiviert wird, verrät die Bildschirmsperre, dass es sich hier um zwei unterschiedliche Systeme handelt:

HTC HD7 und HD2 Bildschirmsperre

Die Informationen wie Uhrzeit, Wochentag und Datum werden bei Windows Phone 7 auf der linken Seite wesentlich prägnanter und übersichtlicher dargestellt als das noch bei Windows Mobile 6.5 der Fall war. Gut, da für mich das Handy auch ein Ersatz für eine Armbanduhr ist.

Nach dem Entsperren landet man bei beiden Systemen auf dem Startbildschirm. Dieser unterscheidet sich maßgeblich. Damit der Startbildschirm unter Windows Mobile 6.5 überhaupt die Möglichkeit bietet, Programme direkt als Icons abzulegen, musste HTC die Oberfläche von Windows Mobile 6.5 durch eine eigene Oberfläche ersetzen: HTC Sense. Mit einem weiteren Tool wird die Oberfläche dann richtig gut nutzbar und ermöglicht eine vernünftige Bedienung per Touch.

HTC HD7 und HD2 Startbildschirm

Windows Phone 7 hingegen hat die sogenannten “Live Tiles”. Diese Kacheln ermöglichen das Ablegen von Informationen und Programmen in einem. Klickt man auf die jeweilige Kachel, so startet die dahinter liegende Applikation. Ansonsten zeigt die Kachel Informationen aus der Applikation. So zeigt die Emailkachel z.B. die Anzahl ungelesener Emails an, der Kalender den nächsten Termin, bei Personen wird der letzte Facebook Status oder der Name eingeblendet und die Bilderkachel zeigt ein selbst festgelegtes oder vom System zufällig ausgewähltes Bild als Hintergrund. Der Bildschirm wirkt lebendig und übersichtlich zugleich. Er ist informativ und nützlich. Zudem kann eigenständig festgelegt werden welche Kacheln und in welcher Reihenfolge diese gezeigt werden sollen. Hier noch mal zum besseren Verständnis ein kurzes Video zu den Live Tiles:

Eine meiner Hauptanwendungen für mein Smartphone ist das Lesen und Beantworten von Emails. Bereits die Ansicht des Posteingangs beider Systeme offenbart große Unterschiede:

HTC HD2 und HD7 Email Posteingang

Ja, links bei Windows Phone 7 sieht man weniger Emails auf einen Blick. Dafür wirkt das Erscheinen jedoch wesentlich aufgeräumter und ansprechender. Zudem wir nicht nur Absender und Betreff angezeigt, sondern auch die ersten Worte der Email. So kann manches Mal gleich sehen, welche Mail wichtiger ist als eine andere. Wird dann eine Mail geöffnet, trifft gleiches zu: Aufgeräumt und übersichtlich, dafür mehr Fokus auf den Inhalt.

HTC HD7 und HD2 Email lesen

Gut sichtbar, dass auf Windows Phone 7 die Nachricht teilweise gelesen werden kann und beim Windows Mobile 6.5 nicht mal der erste Satz vollständig lesbar ist.

Mein nächster Anwendungszweck (wie sollte es bei einem Smartphone anders sein) ist der der Kalender. Seit Jahren trage ich alle meine Termine ins Smartphone ein und auch hier kann Windows Phone 7 auf ganzer Linie punkten.

HTC HD2 und HD7 Kalender Monatsansicht

Windows Mobile 6.5 zeigt mir durch die Senseoberfläche von HTC einen ähnlichen Kalender an, wie man ihn vom iPhone her kennt. Die kleinen weißen Ecken an jedem Tag sollen verdeutlichen, dass es an diesen Tagen schon Termine gibt. Windows Phone 7 auf der linken Seite zeigt mir den Monat an und in ganz kleiner Schrift meine Termine. Lesbar sind sie dadurch nicht, jedoch sehe ich die Anzahl der Termine und die Chancen einen freien Zeitraum zu finden. Durch die Drehung ins Querformat hätte man bei Windows Phone 7 das Ganze auch noch etwas größer zu sehen bekommen, die Termine sind dadurch jedoch immer noch nicht lesbar. Das ist aber auch nicht Ziel der Aktion. Ich finde diese Darstellung gut. Auch die Agenda-Ansicht ist gut gelöst:

HTC HD2 und HD7 Kalender Agenda-Ansicht

Windows Mobile zeigt mit HTC Sense die nächsten 7 Tage (oder so) in der Agenda an. Bei Windows Phone 7 kann ich einfach durch die Tage durchscrollen. Es geht in beide Richtungen einfach immer weiter, sowohl nach vorne als auch nach hinten. Zudem sind die einzelnen Termine etwas ausführlicher dargestellt und ich kann sofort sehen, ob für mich der Zeitraum als frei oder als gebucht eingetragen ist. Woran ich mich erst noch gewöhnen muss ist, dass die Angabe des Terminendes fehlt, sondern stattdessen die Dauer angegeben wird.

Natürlich ist ein Smartphone auch zum Telefonieren da. Dafür gibt es eine Adressbuch in dem alle Kontakte abgelegt sind. Auch hier unterscheiden sich die Systeme stark: Während Windows Mobile 6.5 nur über den Umweg von HTC Sense eine Verknüpfung zu Facebook bekommt, ist Facebook nahtlos in Windows Phone 7 integriert.

HTC HD2 und HD7 Kontakte

Wenn Kontakte gleich heißen dann werden der Adressbucheintrag und der Facebookeintrag automatisch miteinander verknüpft. Ist dies nicht der Fall, so kann auch eine manuelle Verknüpfung beider Datensätze erfolgen. Bei Windows Phone 7 wird der eigene Status auf Facebook gleich als erstes eingeblendet. Mit einem tippen auf den Status kann man diesen durch einen neuen ersetzen. Darunter werden alle Kontakte aufgelistet. Die Informationen aus Facebook und dem Adressbuch werden dann untereinander angezeigt. Natürlich wird auch hier der Status der jeweiligen Person angezeigt. Mit einem Tippen kann man dann eine Nachricht an die Pinnwand auf Facebook schreiben. Windows Mobile 6.5 hat hier nur die bisher bekannten Möglichkeiten die Informationen zwar zu verknüpfen und anzuzeigen, jedoch bietet es nicht die Möglichkeit direkt auf Facebook über den Kontakteintrag aktiv zu werden. Zum besseren Verständnis auch hier noch mal ein Video:

Der Kontakte Hub von Windows Phone 7

Als letzten Punkt möchte ich das Startmenü darstellen. Hier wurde endlich mal grundlegend etwas verändert.

HTC HD2 und HD7 Startmenü

Während bei Windows Mobile 6.5 noch die Symbole im Vordergrund standen und die Schrift klein als Erklärung darunter sind nun Symbol und Text gleichwertig geworden. Außerdem sind die Einträge des Startmenüs alphabetisch geordnet, was das wiederfinden von Programmen ungemein erleichtert. Bei Windows Mobile 6.5 gab es keine mir bekannte Möglichkeit die Reihenfolge der Symbole im Nachhinein zu verändern. Sie wurden einfach in der Reihenfolge angezeigt, in der die Programme installiert wurden.

Soweit ein kurzer Einblick in die Unterschiede. Sicherlich wird deutlich, dass es sich bei Windows Phone 7 um einen grundlegend anderen Ansatz handelt. Dieser zieht sich durch das ganze System. An vielen Stellen wurde hier ebenfalls von Apple abgeschaut. So verfügt Windows Phone 7 nicht mehr über ein für den Nutzer sichtbares Dateisystem. Es gibt nur noch den Zugriff auf Dateitypen über das jeweilige Programm, z.B. kommt man über das Programm Bilder zu den auf dem Gerät abgelegten Bildern. Wo diese im Dateisystem liegen erfährt der Nutzer nicht. Das führt dazu, dass auch das Aufspielen von Inhalten nicht mehr wie bei Windows Mobile 6.5 möglich ist: Dort wurde das Smartphone als Wechseldatenträger erkannt und dann konnten die Inhalte ins Dateisystem kopiert werden. Der Abgleich funktioniert nun nur noch über die Zune Oberfläche. Ein schöner Vorteil hierbei: Der Abgleich funktioniert nun auch über WLAN, wenn das Handy gerade ans Stromnetz angeschlossen ist. In meinem Fall ist der PC sowieso zur Sicherung nachts einige Zeit aktiv. Zur gleichen Zeit hängt das Smartphone zum Laden am Stromnetz. Das führt dazu, dass die Inhalte in jeder Nacht synchronisiert werden. Habe ich am Vortag noch Bilder geschossen mit dem Handy, so sind diese bereits am nächsten Tag ohne mein Zutun am PC zu finden.

Damit Kontakte, Emails und Kalendereinträge nicht nur über Nacht sondern jederzeit synchron gehalten werden, funktioniert der Abgleich hier über Windows Live. Windows Live ist eine ähnliche Plattform im Internet, wie Apple diese mit MobileMe aufgebaut hat (nein, hier hat Microsoft nicht abgeschaut, sondern war Vorreiter). Wird ein neuer Eintrag im Kalender vorgenommen, wird dieser auch auf Windows Live in den Kalender eingetragen und ist somit auch am PC über Windows Live Mail oder Outlook sichtbar. Ein direkter Abgleich mit Outlook ist dadurch jedoch nicht mehr möglich. Für mich war das der einzige Grund mir Outlook in der Vergangenheit zu kaufen, denn verzweifelte Versuche, das Windows Mobile 6.5 anders mit dem PC zu synchronisieren, scheiterten. Da der Abgleich nun über Windows Live funktioniert kann ich auf Windows Live Mail umsteigen. Dieses gibt es kostenlos. Für Businesskunden funktioniert die Synchronisation mit einem Exchange Server (Outlook im Unternehmen verbindet sich ebenfalls mit dem Exchange Server).

Ein bisschen erinnert mit Windows Phone 7 an iOS 1 bei seiner Einführung. Es gibt ein paar Dinge, die ich noch schmerzlich vermisse und hoffe, dass Microsoft hier ähnlich wie Apple mit der Zeit nachrüsten wird. Genau wie bei Apple fehlt eine Copy & Paste Funktionalität. Diese wird im Laufe diesen Monats (Januar 2010) per Update nachgerüstet. Ähnlich wie bei Apple fehlt auch Multitasking und das nervt auf die Dauer doch schon gehörig. Hier bin ich gespannt, wann Microsoft das Problem auf welche Art und Weise lösen wird. Der Wunsch der Nutzer ist vorhanden. Um nur ein Beispiel zu nennen: Wenn ich Musik über die App von Last.fm höre, so geschieht das nicht über das Programm Musik von Windows Phone 7. Das führt dazu, dass die Musik augenblicklich stoppt wenn ich ein anderes Programm aufrufe. Ein Musikhören im Hintergrund ist nur mit den systemeigenen Musik-Hub (also den synchronisierten Alben) möglich. Schade.

Gut finde ich den Button für die Suche. Er bietet mir die Suchfunktion dort, wo ich bin: Befinde ich mich in den Emails, so kann ich meine Emails durchsuchen. Bin ich gerade im Marktplatz, so suche im Marktplatz und gibt es für das gerade ausgeführt Programm keine Suche, so wird die Internetsuche über Bing geöffnet.

Ich vermisse unter Windows Phone 7 Funktionen von Opera Mobile, welches bei Windows Mobile 6.5 häufig vorinstalliert war. Auch wenn der IE Mobile unter Windows Phone 7 nicht schlecht ist, so hat Opera Mobile doch gewisse Vorteile. Gerade beim Lesen von Text bietet Opera Mobile die Möglichkeit diesen zu vergrößert und bricht den Text dann aber wieder so um, dass er mit der Bildschirmbreite auch gelesen werden kann. Wenn man den Text unter Windows Phone 7 mit IE Mobile vergrößert, dann kann wird der Text nicht neu umgebrochen und man fängt an hin und her zu scrollen…

Insgesamt bereue ich den Umstieg aber auf keinen Fall. Die Tastatur zum Tippen ist der absolute Hammer und man vertippt sich praktisch so gut wie nie. Das Arbeiten läuft (abgesehen vom Multitasking) echt super. Der Abgleich zwischen PC und Smartphone funktioniert ohne zutun. Der Marktplatz bietet bereits jetzt mehr als ausreichend Applikationen… Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass die Zukunft ähnlich rosig wird.

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Das Smartphone als Fernbedienung nutzen

Vor einigen Tagen kam ich über meinen RSS Reader auf einen Artikel, der auf eine Software hinwies mit der man den Computer über das Smartphone steuern konnte. Dadurch, dass das Smartphone sowohl als Maus, als auch als Tastatur dient ist der PC nahezu ganz normal nutzbar. Die Software über die ich rede, besteht aus zwei Teilen und heißt Remote Control. Der eine Teil der Software wird auf dem PC installiert, der ferngesteuert werden soll, der andere Teil kommt auf ein Windows Mobile Smartphone. Die beiden Softwareteile kommunizieren über Netzwerk, womit eine Steuerung auch über Räume hinweg möglich ist.

Nach dem Start auf dem Computer wartet dieser auf eine Verbindung. Die Verbindung wird dann mit der Software auf dem Smartphone hergestellt. Mit verschiedenen Oberflächen kann der PC dann gesteuert werden. Die Verbindung kann mit einem Passwort geschützt werden.

Im Hauptmenü wählt man die Oberfläche aus, die verwendet werden soll:

Das Hauptmenü von Remote Control

Das Hauptmenü lässt erahnen, dass es für viele Anwendungsfälle vorgefertigte Oberflächen gibt. Außer dem Media Player habe ich schon mit jeder Oberfläche erfolgreich gearbeitet. Besonders gut gefallen mir die Benutzerbefehle. Hier die Oberflächen in der Übersicht:

Die Maus von Remote ControlDie Tastatur von Remote ControlDas Präsentationsmenü von Remote ControlDie Media Center Steuerung von Remote Control

Die Benutzerbefehle von Remote Control

Besonders gut gefällt mir die Implementation der Benutzerbefehle. Diese können am PC im Programm festgelegt werden und stehen dann über die Oberfläche des Smartphones zur Verfügung. Ich habe zwei Internetlinks abgelegt. So wird der Browser gleich mit der entsprechenden Seite geöffnet. Das Menü zur Konfiguration sieht folgendermaßen aus:

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Sehr einfach gehalten und vollkommen ausreichen. Man könnte hier sicherlich noch “Hyperlink öffnen” als Aktion integrieren, für die Benutzer, die die Syntax von iexplore.exe nicht kennen.

Die Nutzung dieses Programms hat dazu geführt, dass mein PC im Wohnzimmer nun nicht nur für das Media Center genutzt wird, sondern auch Dingen wie z.B. Facebook wohnzimmertauglich werden. Insgesamt ist das Programm also sehr empfehlenswert. Einige negative Punkte sind mir dennoch aufgefallen:

  • Die Drehung des Smartphones um 90° wird von dem Programm ignoriert. Sicher macht das auch nicht in jeder Oberfläche Sinn. Gerade bei der Maus würde das jedoch erheblich helfen, denn meist sind die Monitore im Querformat und nicht im Hochformat.
  • Die UAC sorgt unter Windows 7 dafür, dass jedes Programm nur mit eingeschränkten Rechten läuft. Lediglich Installationen werden mit erhöhten Rechten ausgeführt. Dafür müssen die Installationen aber autorisiert werden. Windows fragt also nach, ob das jetzt gerade gewollt ist. Hierbei muss der User mit der Maus auf einen Button klicken. Windows akzeptiert aus Sicherheitsgründen hier keine softwaregesteuerten Eingaben, was dazu führt, dass Remote Control an dieser Stelle aussetzt und sogar von Windows abgeschossen wird. Erst nach einem Neustart konnte ich die Software wieder nutzen.
  • Die Kommunikation über WLAN ermöglicht theoretisch die Steuerung des PCs über das Netzwerk egal aus welchem Raum. Manches Mal wäre es dabei sehr nützlich den aktuellen Bildschirminhalt (zumindest als Screenshot) einsehen zu können.
  • Eine Funktion zum Scrollen ist bisher nicht implementiert. Das führt dazu, dass bei der Benutzung eines Internetbrowsers immer am linken Rand gescrollt werden muss, was sehr mühsam ist. Ein Scrollen mit zwei Fingern auf der Mausoberfläche wäre sehr wünschenswert.
  • Ähnlich verhält es sich mit dem Zoom. Unter Windows 7 (keine Ahnung, ob das vorher auch schon so war) ist der Standardbefehl für Zoom Strg und + oder Strg und –. Diese Kombination könnte ausgeführt werden wenn man ähnlich wie beim Smartphone die Finger auseinanderzieht und wieder zusammenschiebt auf der Mausoberfläche.
  • Die Mauszeigergeschwindigkeit lässt sich nicht verändern. Da die Maus nicht wirklich als Maus fungiert, sondern die Software lediglich den Mauszeiger steuert sind die Einstellungen in der Maussteuerung ohne Auswirkungen. Die aktuelle Einstellung von Remote Control ist aber sehr langsam, so dass ich meinen Finger sicher min. fünf Mal von links nach rechts über den Bildschirm des Smartphones bewegen muss um von ganz links nach ganz rechts zu kommen.

Das alles hört sich jetzt sehr negativ an. Insgesamt ist die Software aber ein sehr großer Gewinn und wird sicherlich eine der meist genutzten Apps an meinem Windows Mobile Smartphone.

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Omarket – der wirkliche Windows Mobile AppStore

Nachdem es für alle möglichen Handybetriebssysteme AppStores gibt, hat auch Microsoft mit dem Windows Marketplace einen AppStore etabliert. Den Überblick über die vorhandenen Programme hat man aber recht schnell, da die Anzahl an Applikationen stark begrenzt ist. Zudem sind viele der Applikationen mit mehr als fünf Euro wirklich teuer. Auf meiner Suche nach kostenlosen Applikationen für Windows Mobile bin ich dann auf Omarket gestoßen.

Omarket 1.1Omarket ist eine Applikation, die meiner Meinung nach den wirklichen Windows Mobile AppStore darstellt. Mehr als 6000 Programme warten nach eigenen Angaben dort darauf, auf das Handy geladen zu werden. Darunter ist natürlich viel Mist, aber auch das ein oder andere wirklich gute Programm. Die Aufmachung ist recht einfach: Am oberen Bildschirmrand gibt es drei Kategorien. Neue Applikationen, die beliebtesten Applikationen und vorgestellte Applikationen. Die Kategorie What’s New gibt schnell Überblick über neu dazugekommen Programme. Nahezu täglich finden neue Programme den Weg in den Marktplatz.

Am unteren Bildschirmrand kann dann noch über Kategorien durchsucht, oder direkt über Suchworte die Auswahl gefiltert werden. Ganz rechts unten findet sich der Button My Apps über den man einen Überblick über die bereits installierten Applikationen erhält. Sollte für eine der Applikationen ein Update bereit stehen, so wird durch eine kleine Nummer auf die Anzahl an aktualisierten Programmen aufmerksam gemacht.

Die Speicherung der installierten Programme funktioniert natürlich nur, wenn der Zugang personalisiert ist. Um den Omarket nutzen zu können, muss man sich auf der Internetseite einmalig registrieren und kann sich dann auf dem Handy mit den gleichen Daten einloggen. Ich musste bereits feststellen dass auf der Internetseite bereits weitere Applikationen bereits stehen, die auf dem Handy nicht gezeigt werden. Warum, weiß ich nicht.

Hat man sich für ein Programm entschieden, so gibt es per Klick eine kurze Zusammenfassung, ein Bild und Kommentare und Bewertungen von anderen Nutzern. So wird schnell ersichtlich, ob die Applikation wirklich etwas taugt.

AKToggleWiFi 1.00 Reviews

Ich habe über diese Anwendung bereits mehrere Applikationen gefunden, die mein Leben erleichtern und mit denen Windows Mobile noch mehr Spaß macht. Den Omarket kann ich daher nur empfehlen. Meiner Meinung nach ein Pflichtprogramm für Windows Mobile. Und das Gute daran: Alle Applikationen sind kostenlos.

Ein kurzes Video zeigt wie es funktioniert:

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Windows 7 startet selbstständig

Wer das Media Center in Windows 7 nutzt kann evtl. ebenfalls die Erfahrung machen, dass der PC eigenständig aus einem Energiesparmodus (Energie sparen / Ruhezustand) aufwacht. Schuld daran ist eine Aufgabe, die das Windows Media Center in der Aufgabenverwaltung erstellt.

Für jede Aufgabe kann in der Aufgabenverwaltung festgelegt werden, ob sie den PC aus einem Energiesparmodus aufweckt, damit die Aufgabe bearbeitet werden kann, oder nicht. Die Aufgabe „mcupdate_scheduled“ ist dabei genau so eingestellt: Sie weckt den PC aus einem Energiesparmodus auf. Die Ausführungszeit dieser Aufgabe kann variieren. Bei meinem PC war sie so eingestellt, dass die Aufgabe nachts um zwei Uhr ausgeführt werden sollte. Auf anderen PCs, habe ich aber auch schon andere Zeiten gesehen. Wenn dein PC während der Ausführungszeit sowieso läuft, bekommst du davon nichts mit.

Wird nun also der Haken in der Aufgabenverwaltung entfernt, so fährt der PC nicht mehr alleine hoch. Die Aufgabe wird trotzdem noch ausgeführt, denn zusätzlich ist sie so konfiguriert, dass sie nach einem verpassten Start so schnell wie möglich, also beim nächsten aktivieren des Systems, ausgeführt wird. In der Aufgabenverwaltung findet man die Aufgabe unter Aufgabenplanung (Lokal) > Aufgabenplanungsbibliothek > Microsoft > Windows > Media Center >mcupdate_scheduled

Die Aufgabe ist übrigens nur dafür zuständig, die Updates für das Media Center runterzuladen. Dass sie dafür den PC sogar nachts startet erscheint mir eher ein Versehen zu sein.

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Betriebssystem Windows Home Server – Ein Überblick

Seit knapp einem Monat habe ich nun auch privat den Windows Home Server bei mir stehen und berichte daher im Freundeskreis immer wieder darüber. Dabei stelle ich fest, dass die wenigsten etwas damit anfangen können. Windows Home Server verdient es daher hier einmal ausführlicher vorgestellt zu werden.

Windows Home Server ist in erster Linie ein Betriebssystem. Es kann ganz normal einzeln erworben werden und kostet so zwischen 80 und 90 EUR. Die Installation kann auf jedem PC erfolgen. Im Grunde genommen ist Windows Home Server ein Server 2003 mit einigen Änderungen für den privaten Gebrauch. Daher braucht man für die Geräte eigentlich auch Server 2003 Treiber. Die meisten XP-Treiber funktionieren jedoch auch einwandfrei. Der Grundgedanke des Systems: Der Privatnutzer zu Hause soll möglichst einfach zentral Daten ablegen und diese im Haus allen Geräten zur Verfügung stellen. Außerdem sollen Sicherungen der Heimrechner angelegt werden, die auch einen Zugriff auf Dateien der Vergangenheit ermöglichen. Der Speicherplatz ist sehr einfach erweiterbar. Die Nutzeranzahl ist auf 10 beschränkt, was für den Hausgebrauch ausreichen sollte.

Um den Server möglichst einfach zu administrieren, wird der komplette Home Server über eine sogenannte Home Server Konsole gesteuert:

Home Server Konsole

Die Home Server Konsole bietet die Möglichkeit, Computer für die Sicherungen zu konfigurieren, neue Benutzer oder Ordner anzulegen oder Einstellungen am Home Server vorzunehmen. Mit Add-Ins kann die Funktionalität der Home Server Konsole erweitert werden. Die Konsole steht über jeden Computer im Heimnetz zur Verfügung, nachdem dieser für die Kommunikation mit dem Home Server und der Sicherung auf dem Home Server konfiguriert wurde. Nach Eingabe des Home Server Passworts kann dieser damit von jedem Computer (und wenn so konfiguriert auch übers Internet) eingestellt werden.

Damit sichtbar wird, wie einfach die Administration aufgebaut ist, möchte mit einem Video von youtube zeigen, wie neue Ordner im Netzwerk verfügbar gemacht werden können:

Nachdem man dieses Video gesehen hat, kann man sich nun vorstellen, dass die Benutzer ähnlich einfach angelegt werden können. Um neue Computer mit dem Windows Home Server zu verbinden, muss der Home Server Connector auf den Computern installiert werden, der sich im Verzeichnis Software auf dem Home Server befindet und auch auf CD mitgeliefert wird. In den Einstellungen kann dann natürlich noch eingestellt werden, wann die SIcherungen der PCs durchgeführt werden sollen und ob und wann die Updates installiert werden. Außerdem kann der Remotezugriff konfiguriert werden.

Der Remotezugriff ermöglicht den Zugriff auf die Home Server Freigaben und die Home Server Computer über das Internet. Je nach Router ist der Zugriff mit einem einzigen Klick konfiguriert. Ob die Nutzer nur Zugriff auf die Dateien oder auch auf die Computer haben, kann für jeden Benutzer einzeln festgelegt werden. Wie einfach das funktioniert, zeigt das folgende (leider englischsprachige) Video:

Sollten die Festplatten einmal zu klein werden, können diese sehr einfach erweitert werden: Neue Festplatte einbauen und dann dem Windows Home Server mitteilen, dass die neue Festplatte für die Datenspeicherung vom Windows Home Server genutzt werden kann. Die Übersicht über die Festplatten zeigt nicht nur die verbauten Festplatten und bietet die Möglichkeit neue Festplatten hinzuzufügen, sondern visualisiert auch die Aufteilung des aktuellen Speichers:

Speicher In meinem Fall sind noch 23% des Speichers frei. Aktuell sind drei Festplatten verbaut mit einer Gesamtkapazität von 1,31 TB.

Wie bereits gesagt, kann die Funktion des Home Servers durch Add-Ins erweitert werden. Add-Ins gibt es für die unterschiedlichsten Funktionalitäten. Eines der am häufigsten genutzten Add-Ins ist Lights-Out. Lights-Out sorgt dafür, dass der Home Server nur dann läuft, wenn ein Computer im Netzwerk aktiv ist und hilft somit Strom zu sparen. Außerdem kann man feste Zeiten definieren, zu denen der Server laufen muss. Bei mir wird der Server z.B. jede Nacht um 2 Uhr geweckt, damit er die Sicherungen der PCs machen kann. Dafür weckt er die PCs auf, sichert diese und legt sie danach wieder schlafen. Er selber legt sich dann auch wieder hin. So wird der Strom nur dann verbraucht, wenn der Server wirklich benötigt wird. Der Windows Home Server Blog hat das Add-In ausführlich beschrieben.

Um ein Add-In oder eine Software auf den Home Server zu installieren, wird das MSI-Packet einfach in den Ordner Add-Ins unter Software geschoben und dann über die Einstellungen der Windows Home Server Konsole installiert:

EinstellungenDie Deinstallation erfolgt ebenfalls zentral über die Einstellungen.

Wenn man dann wirklich mal Einstellungen vornehmen möchte, die nicht über die Konsole zu erledigen sind, dann kann man sich natürlich per Remote Desktopverbindung zum Server verbinden und findet dann einen Windows Server 2003 Desktop vor mit nahezu all seinen Einstellungsmöglichkeiten.

Wer einen Windows Home Server kaufen möchte, kann dies auch gleich im Komplettpacket tun. Die fertigen Rechner sind meistens möglichst klein gebaut und bieten für insgesamt vier Festplatten platz, von denen zwei bereits eingebaut sind. Benötigt wird lediglich ein Netzwerkanschluss und Strom. Zu den bekanntesten gehört wohl der Acer easyStore. Wer also auch einen Windows Home Server haben möchte, wird schon so für ca. 400 EUR fündig.

Eine letzte Sache sei noch gesagt: Der Home Server bietet eine Server Wiederherstellungs-Installation, die den Home Server nach einem Ausfall der Systemplatte wieder herstellt. Somit sind die Daten auch im Fall eines Plattenausfalls der Systemplatt sicher abgelegt und können wieder verfügbar gemacht werden. Berichte über die Wiederherstellung gibt es im Internet zahlreich und sie sind soweit ich das überblicke allesamt positiv.

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