Windows 7 startet selbstständig

Wer das Media Center in Windows 7 nutzt kann evtl. ebenfalls die Erfahrung machen, dass der PC eigenständig aus einem Energiesparmodus (Energie sparen / Ruhezustand) aufwacht. Schuld daran ist eine Aufgabe, die das Windows Media Center in der Aufgabenverwaltung erstellt.

Für jede Aufgabe kann in der Aufgabenverwaltung festgelegt werden, ob sie den PC aus einem Energiesparmodus aufweckt, damit die Aufgabe bearbeitet werden kann, oder nicht. Die Aufgabe „mcupdate_scheduled“ ist dabei genau so eingestellt: Sie weckt den PC aus einem Energiesparmodus auf. Die Ausführungszeit dieser Aufgabe kann variieren. Bei meinem PC war sie so eingestellt, dass die Aufgabe nachts um zwei Uhr ausgeführt werden sollte. Auf anderen PCs, habe ich aber auch schon andere Zeiten gesehen. Wenn dein PC während der Ausführungszeit sowieso läuft, bekommst du davon nichts mit.

Wird nun also der Haken in der Aufgabenverwaltung entfernt, so fährt der PC nicht mehr alleine hoch. Die Aufgabe wird trotzdem noch ausgeführt, denn zusätzlich ist sie so konfiguriert, dass sie nach einem verpassten Start so schnell wie möglich, also beim nächsten aktivieren des Systems, ausgeführt wird. In der Aufgabenverwaltung findet man die Aufgabe unter Aufgabenplanung (Lokal) > Aufgabenplanungsbibliothek > Microsoft > Windows > Media Center >mcupdate_scheduled

Die Aufgabe ist übrigens nur dafür zuständig, die Updates für das Media Center runterzuladen. Dass sie dafür den PC sogar nachts startet erscheint mir eher ein Versehen zu sein.

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Das Windows Media Center in Windows 7

Ab Windows 7 wird das Windows Media Center in allen Windows Versionen ab Windows 7 Home Premium (kleinere Versionen würde ich sowieso nicht empfehlen) enthalten sein. Gegenüber Windows Vista ist dies eine Neuerung, denn bei Windows Vista fehlte das Windows Media Center in den Business Versionen (die in Windows 7 wieder wie das bei XP der Fall war Professional heißen werden). Für mich war dies ein Grund, mir das Media Center endlich genauer anzuschauen. Was soll ich sagen? Ich bin begeistert :)

Begrüßungsbildschirm des Windows Media Center Media Center 2

Das Windows Media Center ist in erster Linie eine Oberfläche für die Steuerung der Wiedergabe von Unterhaltungsmedien. Sie ist so gestaltet, dass sie mit einer Fernbedienung gesteuert werden kann und eignet sich dadurch hervorragend für die Wiedergabe von Medien am Fernseher im Wohnzimmer. Von Haus aus können Fotos wiedergegeben, Musik abgespielt, Filme angesehen und TV geschaut werden, die Funktionen können jedoch mit Add-Ins erweitert werden. Dabei spielt das Media Center Hand in Hand mit dem Betriebssystem und dessen Funktionen zusammen.

Das Hauptmenü ist übersichtlich gestaltet und teilt das Programm in seine Hauptbereiche auf. Meine Frau bemängelte an dieser Stelle sofort die blaue Farbe, die sich leider nicht umstellen lässt. Technisch tut dies dem Programm aber keinen Abbruch. Die Windows 7 Bibliotheken sind gleich als Zugriffsorte für die digitalen Medien definiert. Wird ein Ordner der Musikbibliothek hinzugefügt, so gehört er auch im Media Center zum Umfang der abspielbaren Musik. Ordner können aber auch im Media Center von der Wiedergabe wieder ausgeschlossen oder hinzugefügt werden.

Bildordner im Windows Media Center Bildübersicht im Windows Media Center

Auf den Bildern kann man gut sehen, dass die Bilder übersichtlich gehalten sind. Schnell ist das gesuchte Bild gefunden, oder die Diashow für Freunde gestartet. Die Bildbewertungen werden dabei auch aus dem Windows Explorer übernommen, können aber auch z.B. beim Abspielen der Diashow direkt über die Fernbedienung (Tasten 1-5) eingegeben werden. Aus den Bildbewertungen kann auch eine Diashow der besten Bilder erstellt werden. Bei dieser werden die Fotos erst in klein und Schwarz/Weiß gezeigt. Dann werden einzelne Fotos herangezoomt und die Farbe dazu eingeblendet. Sieht schon ein wenig spektakulär aus. Das Ruckeln im Video entstand bei der Aufnahme – die Animation wird eigentlich ruckelfrei abgespielt.

Was die Musik angeht, so werden  statt der Bilder in der Bildbibliothek die Cover der CDs in der Musikbibliothek angezeigt. Das Windows Media Center arbeitet dabei eng mit dem Windows Media Player zusammen. So kann die Musikbibliothek im Windows Media Player bearbeitet und die Änderungen dann im Windows Media Center genutzt werden. So ist es z.B. sehr viel einfacher eine Musikwiedergabeliste im Windows Media Player zu erstellen als im Windows Media Center. Diese kann dann im Windows Media Center genutzt werden. Auch hier können die Bewertungen über die Fernbedienung eingegeben werden.

Für die Filme kann man mithilfe des Programmes My Movies dann noch die entsprechenden Cover und Beschreibungen automatisiert hinzufügen lassen. My Movies arbeitet unbemerkt im Hintergrund. So entsteht eine umfangreiche Filmesammlung innerhalb des Media Centers. Bei Bedarf fügt My Movies auch einen eigenen Menüpunkt zu, über den Filme dann z.B. nach dem Schauspieler ausgesucht werden können.

Filme nach Schauspieler

Das Media Center eignet sich damit optimal fürs Wohnzimmer. Am sinnigsten ist dazu ein Media Center Extender, aber über den werde ich dann in den nächsten Tagen schreiben.

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