Office 2010 als öffentliche Beta

Microsoft hat gestern Office 2010 als öffentliche Beta herausgegeben. Da ich Office 2010 in einem Unternehmen einsetzen möchte, habe ich mir die Beta-Version heruntergeladen und nutze sie nun. Viele Dinge wurden wirklich stark verbessert. Besonders aufgefallen sind mir die Verbesserungen bei Outlook und bei PowerPoint. Über die Verbesserungen von Outlook möchte ich hier berichten.

Bei Outlook hat jetzt auch die neue Menüleiste Einzug gehalten.

Neue Menüleiste in Outlook 2010 Interessant hört sich für mich hier der Button “Aufräumen” an. Dieser soll das Postfach klein halten, indem redundante Nachrichten gelöscht werden. Bei Gelegenheit werde ich ihn mal ausprobieren. Auch das restliche Erscheinungsbild wurde runderneuert:

Aussehen von Outlook Nachrichtenanzeige Die Ordner Posteingang, Gesendete Elemente und Gelöschte Elemente werden nun immer beisammen gehalten und in jedem Postfach (IMAP) und in jeder Ordnerdatei oben angeheftet. Die selbst angelegten Ordner folgen mit einem kleinen Abstand. Das trägt ungemein zur Übersicht bei.

Schön ist auch, dass Nachrichten nun zu Diskussionen zusammengefügt werden und auch als solche im Nachrichtenverlauf gezeigt werden. Anscheinend wird anhand des Betreffs gruppiert. Das ist nicht in jedem Fall sinnvoll, da manche Nachrichten den gleichen Betreff bei mir haben. In vielen Fällen ist das aber durchaus eine sehr gute Sache.

Diskussion Der Pfeil auf der linken Seite deutet an, dass es weitere Nachrichten dazu gibt und kann per Klick ausgeklappt werden. Dann sind alle Nachrichten zu dem Thema gelistet. Sie können durchgeklickt werden, egal in welchem Ordner die Nachricht ist. Das erleichtert die Nachverfolgung von Diskussionen stark.

Outlook bietet nun auch sogenannte Social Connectoren. Ein Social Connector bietet die Möglichkeit eine Social Community wie z.B. Facebook mit Outlook zu verbinden. Das führt dazu, dass zu den Personen weitere Informationen zur Verfügung stehen. Statusaktualisierungen können dann z.B. direkt aus Outlook heraus betrachtet werden. Fotos der Person können über Soziale Netzwerke zu den Kontakten in Outlook hinzugefügt werden. Ich denke das Thema wird noch super spannend. Bis zur Veröffentlichung von Office 2010 wird es sicher auch genug Connectoren geben um dieses Feature sinnvoll zu nutzen. Aktuell gibt es nach meinen Informationen lediglich einen Social Connector für XING.

Interessant ist auch noch das Video von Microsoft über Office 2010:

Also für mich sieht das alles sehr gut aus. Über mehr Erfahrungen werde ich dann im Laufe der Zeit sicherlich berichten. Wer die Beta ebenfalls herunterladen möchte: http://www.microsoft.com/office/2010/de/download-office-professional-plus/default.aspx

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Virtuelle Computer in Windows 7

Bereits in den letzten Wochen wurde im Internet darüber berichtet, dass Windows 7 von Haus aus mit Windows XP als virtueller Computer ausgestattet kommt. So können Programme für Windows XP innerhalb von Windows 7 gestartet werden und es ist nur das aktive Programmfenster sichtbar. Um zu zeigen, wie das genau aussieht, habe ich einen Screenshot angefertigt, auf dem ich eine Instanz des Internet Explorer 6 unter einem virtuellen XP innerhalb von Windows 7 gestartet habe:

Kompletter Bildschirm

Diese Möglichkeit kann aber auch für andere Dinge verwendet werden. Ich habe nun den ersten Praxistest damit hinter mir und muss sagen, dass es ziemlich gut funktioniert. Mein Anwendungsszenario: Ich wurde von Microsoft als Tester für die Office 2010 Technical Preview ausgewählt. Damit ich diese nicht in meinem normalen System installieren muss, habe ich dafür ein weiteres Windows 7 RC als virtuellen Computer aufgesetzt und innerhalb dieses virtuellen Computers Office 2010 Technical Preview installiert. Wenn die Integrationsfeatures aktiviert sind, lassen sich die Anwendungen ganz normal aus dem Startmenü starten:

Startmenü

Das ist ziemlich praktisch und kann für die unterschiedlichsten Dinge eingesetzt werden. Logischerweise dauert der Start des Programmes dann etwas länger, da erst die virtuelle Maschine gestartet werden muss. Doch bereits der zweite Start eines Programmes braucht kaum mehr Zeit als ein normales Programm:

Auch der Zugriff auf die Dateien des eigentlichen Rechners in den Programmen des virtuellen Rechners ist super geregelt. Alle Laufwerke des echten Rechners werden einfach gemountet:

Office 2010 Speichern-Dialog im virtuellen ComputerNicht nur die Laufwerke werden gemountet, sondern auch auf die Drucker des PCs kann zugegriffen werden. In der Liste sieht man gut, die auf dem echten Rechner installierten Drucker Samsung ML-2010 und Canon MP510:

Druckeinstellungen Office 2010 im virtuellen Computer

Und zu guter letzt können auch USB Geräte an den virtuellen PC weitergeleitet werden. Dazu muss momentan leider noch der virtuelle PC gestartet werden. Dann kann über die Schaltfläche USB das Gerät ausgewählt werden, welches weitergeleitet werden soll:

USB Gerät anfügen bei einem virtuellen PC

Gut nutzbar ist dies z.B. wenn für bestimmte USB Geräte nur Windows XP Treiber verfügbar sind, so wie das bei mir bei einem USB Gerät der Fall ist (bzw. fehlen da 64-Bit Treiber). Das Gerät kann dann unter Windows XP genutzt werden. Ich hoffe, dass Microsoft da in Zukunft auch noch eine Grundlegende Einstellung für schafft, so dass solche Geräte direkt beim Start eines der Programme des virtuellen PCs weitergereicht werden.

Insgesamt ist diese Form der Nutzung von virtuellen PCs ein wesentlicher Fortschritt gegenüber dem, was bisher der Standard war. Die virtuellen Computer und die dort installierten Programme sind damit endlich richtig zu gebrauchen.

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