iPad weg, Surface her. Mein Wechsel.

Ich habe das neue Surface von Microsoft gekauft. Mein iPad war nach zwei Stunden verkauft. Man kann mich daher als Wechsler und nun Apple-Befreiter bezeichnen. Bereits nach ein paar Tagen kann ich sagen, dass ich das Surface viel umfangreicher einsetzen kann, als das iPad. Nach ein paar Gesprächen um das Surface kristallisierten sich ein paar Gründe heraus, die ich mal in eine Liste gepackt und auf 10 beschränkt habe. Hier also 10 Gründe für (m)einen Wechsel:

  1. Direkter Netzwerkzugriff
    Beim iPad ließen sich die Inhalte nur über iTunes synchronisieren. Mit dem Surface hat man ohne den Einsatz von Zusatzsoftware direkten Zugriff auf das Netzwerk und Netzwerkordner. Das macht den Zugriff einfacher und durchgängiger, da dieser Zugriff von jeder App genutzt werden kann. Zudem erspart es die Suche nach geeigneten Applikationen, um doch auf Dateien im Netzwerk zugreifen zu können.
  2. Mehrere Benutzer
    Da das Surface Windows als Betriebssystem hat, können mehrere Benutzer verwendet werden. Gerade bei einem Gerät, was zunehmend von der ganzen Familie verwendet wird, ist das ein wichtiges Argument. Jeder Benutzer hat dabei seine Applikationen, seine Einstellungen und seine Berechtigung. Eine schöne Möglichkeit für Kinder im Haushalt ist Family Safety. Diese Funktion bietet die Möglichkeit, den Zugriff nur auf bestimmte von Microsoftoder selbst freigeschaltete Webseiten zuzulassen. Außerdem kann eingestellt werden, welche Apps verwendet werden dürfen, und wie lange der PC zu welcher Tageszeit genutzt werden kann. Damit handelt es sich um die bereits aus Windows 7 und Vista bekannten Möglichkeiten der Benutzerkonten für Kinder.

    Mehrere Benutzer auf dem Surface

    Mehrere Benutzer auf dem Surface

  3. Apps kann man vor dem Kauf testen
    Der App-Store von Microsoft bot schon bei Windows Phone die Möglichkeit, Applikationen zu testen, bevor diese gekauft werden. Jede Applikation konnte selber entscheiden, ob sie dieses Feature nutzen möchte oder nicht. Viele Apps machen davon Gebrauch und so ist es mir als Kunde möglich, mehrere Applikationen mit gleichen Features vor dem Kauf zu testen. Die Applikation mit dem passendsten Funktionsumfang wird dann gekauft. Bei Apple war dies immer ein Krampf und hat nicht selten dazu geführt, dass ich mehrere funktionsgleiche Applikationen kaufen musste, bis ich das hatte, was ich suchte. Da hilft es dann auch nicht, dass Apps für iOShäufig günstiger sind als für Windows (Phone).

    App testen oder kaufen aus dem Windows Store

    App testen oder kaufen aus dem Windows Store

  4. USB-Port
    Das Surface verfügt über einen vollwertigen USB-Port. Damit lassen sich alle USB-Geräte am Surface verwenden: Drucker, USB-Sticks, Mäuse, Tastaturen, Präsenter, … Beim iPad habe ich das gerade für USB-Sticks das ein oder andere Mal vermisst. Das hat allerdings auch Nachteile: Zum einen ist die Dicke des Geräts ist durch den USB-Port vorgegeben und zum anderen muss Windows die entsprechenden Treiber für alle möglichen USB-Geräte vorhalten, was sicher nicht ganz unschuldig ist an der Größe von Windows RT auf dem Surface (ca. 15 GB).

    Der USB-Port vom Surface an der Seite

    Der USB-Port vom Surface an der Seite

  5. Erweiterbarer Speicher (SDXC)
    Das iPad kommt mit fixem Speicher. Dieser lässt sich nur durch Online-Speicher erweitern, was wiederum zwei Nachteile hat: Erstens sind viele noch nicht so weit, dass sie ihre Daten in der Cloud speichern wollen und zum zweiten erfordert dies eine dauerhaft Internetverbindung. Das Surface bietet die Möglichkeit den internen Speicher durch eine micro-SD-Karte zu erweitern. Da der SDXC Standard unterstützt wird, ist dies aktuell mit bis zu 64GB möglich. Laut Wikipedia-Artikel sieht der SDXC-Standard Kartengrößen bis 2TB vor. Diese gibt es aktuell noch nicht zu kaufen, daher weiß ich nicht, ob bisher immer von 64GB geredet wird, weil dies die maximal aktuell erhältliche Größe ist, oder ob das Surface an dieser Stelle auf 64GB begrenzt ist. Aber selbst die aktuell erhältlichen 64GB ermöglichen bereits eine Verdopplung des On-Board-Speichers.
  6. Richtiges Office ohne Aufpreis an Board
    Das Surface wird mit Office 2013 ausgeliefert, d.h. folgende Applikationen kommen bereits vorinstalliert und ohne Aufpreis mit: Word 2013, Excel 2013, PowerPoint 2013 und OneNote 2013. Dabei rede ich nicht von Metro-Apps mit vermindertem Funktionsumfang, sondern von den vom Desktop bekannten vollwertigen Applikationen, die mit der Version 2013 auch in Richtung Touch optimiert wurden. Beim iPad gibt es diese Applikationen nicht und die iOSVersionen der MacOffice Programme sind nicht günstig: 12 EUR pro Applikation, wenn ich das richtig im Kopf habe. Macht 36 EUR Aufpreis (Text, Tabelle, Präsentation) für in der Funktion begrenzte Programme.

    Micrsoft Word 2013 auf Windows RT auf dem Surface

    Micrsoft Word 2013 auf Windows RT auf dem Surface

  7. Nähe zu Windows Phone
    Dies dürfte momentan noch für eher weniger Leute ein Kaufargument sein, jedoch ist die Zahl der Nutzer steigend und gerade mit Windows Phone 8 dürfte hoffentlich ein Durchbruch erzielt werden. Dabei gilt nun das Mac-Argument: Gleiches Ökosystem führt zu besserer Nutzbarkeit. Ich habe die gleichen Applikationen, die sich auf den verschiedenen Geräten über die Cloud synchronisieren. Das ist schon mit Windows 8 und Windows RT extrem cool. Wenn dann noch das Smartphone mit Windows Phone 8 mitspielt ist das eine runde Sache. Zudem verfügt der Startbildschirm über die von Windows Phone bekannten Kacheln. Wer das vom Windows Phone bereits kannte und mochte, wird hier nicht enttäuscht werden.
  8. Vernünftiges Dateisystem
    Wie mich das bei iOS gestört hat: Es gibt kein vernünftiges Dateisystem, auf das man zugreifen könnte, sondern die Applikationen müssen sich selbst organisieren. Das führt dazu, dass man Dateien von einer an die andere Applikation weitergeben muss und nach der Bearbeitung dann wieder zurück gibt an die Ursprungsapplikation. Ziemlicher Aufwand. Bei Surface ist der von Windowsbekannte Explorer integriert. Es kann ganz normal auf die Festplatte zugegriffen werden und alle Applikationen nutzen exakt die gleiche Datei und arbeiten nicht mit Kopien. Das entlastet das Dateisystem und sorgt dafür, dass die Dateien nicht umständlich hin- und hergereicht werden müssen. Zudem kann auch direkt mit Daten aus Apps wie z.B. SkyDrive gearbeitet werden, ohne diese noch einmal lokal speichern zu müssen. Die Schnittstelle dafür steht allen Apps zur Verfügung und kann damit von jeder App genutzt werden.

    Explorer auf Windows RT auf dem Surface

    Explorer auf Windows RT auf dem Surface

  9. Geteilter Bildschirm (echtes Multitasking)
    Der Formfaktor vom Surface (16:9) ist erst etwas ungewohnt wenn man vom iPad kommt (4:3). Jedoch wird ziemlich schnell klar, warum die Seitenverhältnisse so gewählt wurden: Zum einen werden Filme und Videos damit ohne schwarze Streifen dargestellt, zum anderen ermöglicht es aber auch noch die auf dem Surface mögliche Nutzung von zwei Apps nebeneinander. Das ist in vielen Fällen sinnvoll: Auf der einen Seite den Chat, auf der anderen Seite die Applikation mit der man gerade arbeitet. Oder auf der einen Seite das PDF, was gerade gelesen wird, auf der anderen Seite die Notizen, die man sich dazu macht, oder das Dokument an dem man gerade schreibt. Kein dauernd notwendiger Wechsel zwischen den Applikationen. Bereits nach wenigen Tagen erscheint dies äußerst sinnvoll. Bei dem breiteren Formfaktor im Vergleich zum iPad bleibt so auch noch genug Platz für die eigentliche Applikation wenn zwei davon nebeneinander liegen.

    Geteilter Bildschirm auf dem Surface

    Geteilter Bildschirm auf dem Surface

  10. Sinnvolle Materialien
    Das Surface ist aus Magnesium gefertigt. Das fühlt sich sehr ähnlich an, wie das iPad. Das iPad hatte ich jedoch immer in einer Hülle, weil die Rückseite sonst ziemlich schnell unschön aussieht mit vielen Kratzern. Beim Surface scheint die Oberfläche bisher unempfindlicher zu sein. Ich habe die Rückseite nicht in einer Hülle und bisher sieht sie immer noch aus wie am ersten Tag. Das Surface habe ich mit TouchCover gekauft, und auch beim Cover ist das Material sinnvoll ausgewählt: Es ist ein Filzähnlicher Stoff, der dafür sorgt, dass das iPad nicht vom Schoß rutscht, wenn man das Cover umgeklappt hat. So scheint die Auswahl der Materialien zumindest bisher äußerst sinnvoll.

    Das aufgestellte Surface ohne angedocktes TouchCover

    Das aufgestellte Surface ohne angedocktes TouchCover

    Das TouchCover als Abdeckung für den Bildschirm mit Filzartiger Oberfläche

    Das TouchCover als Abdeckung für den Bildschirm mit Filzartiger Oberfläche

    Das TouchCover angedockt als Tastaturersatz

    Das TouchCover angedockt als Tastaturersatz

Natürlich gibt es auch Nachteile. Was mich bisher noch etwas stört, sind die noch nicht 100% funktionierenden Programme. Ein paar Beispiele:

  • Die Mail-App kann zwar Emails empfangen aber nur über den Live-Account senden. Das Senden über andere Emailadresse wird derzeit noch nicht unterstützt.
  • Über Zusatzprogramme kann ich auch nicht indizierte Ordner in die Bibliotheken bekommen, jedoch werden diese dann nur teils im System angezeigt. Meine Bilderbibliothek auf dem Desktop zeigt die Bilder an. Die Foto-App im neuen Design jedoch nicht.
  • Der App-Umfang ist noch etwas beschränkt. Für die Übergangszeit können auch direkt die Webseiten von z.B. Amazon oder – für die nicht im System integrierten Funktionen – Facebook genutzt werden. Es gibt aber auch Einsatzszenarien, für die eine Webseite kein Ersatz ist (z.B. das massenhafte Verkleinern von Bildern)
  • Das Surface kann zwar auf andere Computer im Netzwerk zugreifen. Von anderen Computern kann jedoch nicht auf das Surface zugegriffen werden.

Sicherlich würden mir noch weitere Beispiele einfallen, aber eines haben alle gemeinsam: Es handelt sich um Software, damit können die Dinge per Update behoben werden. Was die Mail-App angeht, so weiß ich, dass man derzeit an einem Update arbeitet.

Die negativen Dinge trüben den positiven Gesamteindruck nur wenig. Ob das Surface wirklich einen Laptop komplett ersetzen kann (also das, was das iPad nicht geschafft hat) wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

Zum Abschluss des Artikels noch einige Vergleichsfotos zwischen iPad und Surface:

iPad und Surface nebeneinander

iPad und Surface nebeneinander

Dicke von iPad (links) und Surface (rechts) im Vergleich

Dicke von iPad (links) und Surface (rechts) im Vergleich

iPad (oben) und Surface (unten) übereinander

iPad (oben) und Surface (unten) übereinander

Apple-Logo und Microsoft-Logo auf der Rückseite der Geräte

Apple-Logo und Microsoft-Logo auf der Rückseite der Geräte

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Anti-Malware Lösung für umsonst von Microsoft

Microsoft hat vor wenigen Jahren mit Windows Live OneCare den ersten eigenen Virenscanner für den Homebereich im erschwinglichen Preissegment auf den Markt gebracht. Doch Windows Live OneCare hielt anscheinend besonders am Anfang nicht das, was es eigentlich versprach. In den Medien wurde es zumindest oft nicht positiv dargestellt, obwohl die Idee dahinter eigentlich gut war. Auch ich selber habe Windows Live OneCare bis zur Einführung von Windows 7 genutzt (unter Windows 7 ist das Programm nicht lauffähig).

Im Sommer diesen Jahres wurde dann bekannt, dass Microsoft Windows Live OneCare einstellen wird und dafür ein kostenloses Anti-Malware Produkt auf den Markt bringt: Microsoft Security Essentials. In einer Betaphase hatte ich dieses Produkt bereits auf meinem Rechner und habe nichts davon gemerkt – und genau so stelle ich mir ein Programm vor: Es soll sich dezent im Hintergrund halten und nur aktiv werden, wenn es eine Entscheidung des Benutzers erfordert.

Die verschiedensten Seite berichten momentan über die Einführung von Microsoft Security Essentials, deswegen möchte ich eigentlich eigentlich gar nicht mehr allzu viele Worte darüber verlieren, dafür aber Artikel listen, die es sich zu lesen lohnt.

Damit seid ihr ausreichend informiert und könnt euch die Software auch installieren. Da ich für meine Kunden momentan Norton AntiVirus 2010 teste, habe ich Microsoft Security Essentials nicht installiert, freue mich aber über Rückmeldungen von euch.

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Experiment mit dem Internet Explorer 8

Ja, ich wollte ihm wirklich eine Chance geben, aber es hat nicht geklappt.

In den letzten Tagen wurde der Internet Explorer 8 als finale Version veröffentlicht und vieles daran sollte ja wirklich gut sein. Das beste: Er hält sich nun etwas mehr an Standards im Web. Das ist an sich sehr erfreulich. Außerdem soll er noch schnell sein und besonders im Zusammenhang mit Windows Vista sehr sicher, denn dort läuft leider nur der Internet Explorer in einer virtuellen Umgebung, die Angriffe auf das System durch den Browser von Haus aus fast unmöglich macht. Einige der neuen Funktionen sind auch wirklich vielversprechend und innovativ. Ich wollte ihm daher eine Chance geben.

Das größte Problem dabei sind dann meist die Lesezeichen (oder Favoriten oder Bookmarks oder wie auch immer die in den unterschiedlichen Browsern heißen). Klar lassen die sich importieren, aber es ist normalerweise schwer, mehrere Browser nebeneinander zu verwenden. Wer das machen möchte, sollte daher Foxmarks einsetzen. Das ist ein Synchronisationsdienst, der die Lesezeichen mit einem Server abgleicht. So können auf mehreren Browsern die gleichen Lesezeichen verwendet werden. Wenn ein Lesezeichen in einem Browser geändert wird, geschieht das automatisch in den anderen Browsern. Von Foxmarks werden derzeit Firefox, Safari und Internet Explorer unterstützt. Mein größtes Problem war damit beseitigt und ich begann gestern Abend gegen 19 Uhr mein Experiment: Umstieg von Firefox auf den Internet Explorer 8 als Standardbrowser.

Gerade eben habe ich es jedoch abgebrochen. Es hat einfach keinen Sinn. So viele Dinge sind mir einfach nicht schlüssig gewesen oder funktionieren nicht so richtig, dass ich doch weiterhin bei meinem (unsichereren aber mir liebgewordenen) Firefox bleibe.

Mein erstes Problem war die Favicons. Wer meinen Browser evtl. aus früheren Beiträgen kennt, der weiß, dass ich eine Favoritenleiste habe, die nur aus den Favicons der jeweiligen Seite besteht. Über diese Leiste öffne ich meine Internetseiten:

Favoriten

Problem: Der Internet Explorer hat die zwar mit Foxmarks übernommen, aber beim zweiten Start waren die Links hinter den Favicons alle um ein Symbol nach links verschoben, wie auch immer so etwas passieren kann. Daraus resultierte das zweite Problem: Ein Klick auf ein Favicon lud zwar die Seite, aber aktualisierte nicht immer das Favicon. Ganz komisch und unschön auf jeden Fall.

Dann folgte sofort das zweite Problem. Anscheinend ist irgendwas bei der Installation schief gegangen, denn jede Eingabe einer Adresse öffnet grundsätzlich einen neuen Tab. Auch jeder Klick auf eines der Favicons wird in einem neuen Tab geöffnet. Ich will aber, dass der Link im aktuellen Tab geöffnet wird. Eine Einstellungsmöglichkeit dafür konnte ich nicht finden. Ein weiterer Grund, warum ich das Experiment beendet habe, denn ich war es leid, jeden Tab von Hand schließen zu müssen.

Und das dritte Problem war die Werbung auf Internetseiten. Ja, auch für den Internet Explorer gibt es ein Plug-In, mit dem Werbung entfernt werden kann (IE7Pro), aber nicht gut genug. Ich nutze OnlineTVRecorder zum aufnehmen von Fernsehsendungen. Es ist klar, dass diese Internetseite voll mit Werbung ist. Davon bekomme ich im Firefox nicht viel mit, im Internet Explorer blockt der Blocker aber nicht gut genug. Hier zwei Screenshots:

Firefox:

OnlineTVRecorder.com - Your personal multichannel tv recorder

Internet Explorer:

Internet Explorer

Einige Sachen lassen sich mit IE7Pro sicherlich noch blocken, aber leider nicht alle. IE7Pro kann nämlich anscheinend nur Bilder blocken und keine ganzen HTML-Container. Die nervigsten Werbungen sind aber genau diejenigen, die über einen HTML-Container reingeschoben werden und sich damit sofort ins Blickfeld rücken.

Wie es mit Zusatzoptionen aussieht habe ich in der kürze der Zeit nicht mehr geprüft, jedoch kann ich mir vorstellen, dass es auch dort schwierig wird.

Mein Fazit: Klar, der Internet Explorer 8 ist gegenüber seinen Vorgängern ein riesen Schritt nach vorne, dass muss man ihm bestätigen. Leider kommt eine Nutzung für mich trotz der interessanten neuen Funktionen leider noch nicht in Frage. Ich werde wohl noch auf den Internet Explorer 9 warten müssen und schauen, ob dieser mich dann überzeugen kann.

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IE6 – wieder einer weniger

Mein Hinweis auf dieser Internetseite hat einen ersten Erfolg erzielt, den ich live miterleben durfte. Am Wochenende hielt ich einen Workshop zum Thema Internetseiten erstellen im Kontext von Kirchen und Gemeinden. Die Teilnehmer waren nicht immer sehr versiert, was das Internet anging und so lag der Fokus des Workshops darauf, eine serverseitige Software installieren zu können und diese entsprechend auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Insgesamt gab es fünf Einheiten zu jeweils 1,5 Stunden.

Gleich in der ersten Einheit redeten wir auch über die unterschiedlichen Browser und wie man seine Internetseite testen könnte. Ich erzählte auch, dass ich dem IE6 auf meinem Blog inzwischen einen riesen Warnhinweis verpasse. Nachdem die ersten Einheiten vorbei waren, stiegen wir in das Thema Plug-Ins ein. Für WordPress empfahl ich mein Plug-In Logged-In-Only um einen internen Bereich erstellen zu können. Dabei versuchte einer der Teilnehmer meine Seite aufzurufen und bekam … einen riesen Warnhinweis. Das Gelächter in der Gruppe war groß und Firefox schnell installiert.

Es gibt also doch noch private Nutzer, die auf ihren Rechnern den Internet Explorer 6 installiert haben. Dem Workshopteilnehmer war der Umstand um den Internet Explorer 6 einfach nicht bewusst. Zu gerne würde ich wissen, wie viel weitere Menschen ebenfalls betroffen sind?

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Warnung für den Internet Explorer 6

Erst habe ich die Aktion belächelt, aber nun beteiligen sich immer mehr Internetseiten und da auch mich dieses Thema immer mehr nervt, bin ich dabei.

Zur Geschichte: Seit bekannt ist, dass in Kürze der Internet Explorer 8 eingeführt wird, wurde im Internet wieder massiv über die Immer noch starke Verbreitung des Internet Explorer 6 diskutiert (derzeit werden ca. 18% aller Seitenaufrufe mit einem Internet Explorer 6 getätigt). Viele Internetseiten beginnen nun, Nutzer unmissverständlich darauf hinzuweisen, dass der Browser nach mehr als 7 Jahren nun doch etwas veraltet ist (das Internet an sich gibt’s erst so wirklich seit 15 Jahren…). Da unter WordPress die Installation eines solchen Hinweises als Plug-In sehr einfach ist, habe auch ich mich an der Aktion beteiligt. So sieht es nun für Nutzer des Internet Explorer 6 aus:

InternetExplorer6 Warnung

Nach einem Klick irgendwohin verschwindet der Hinweis und die aufgerufene Seite kann trotzdem noch gelesen werden. Viele Webseitenbetreiber blenden momentan ähnliche Hinweise ein. Wenn ein Großteil mitziehen würde, so käme der Internet Explorer 6 wohl schnell zu Fall.

Folgende Artikel habe ich in letzter Zeit dazu gelesen:

Bewusst habe ich auch kritische Artikel verlinkt. Diese gehen oft auf den auch von mir geäußerten Verdacht ein, dass die Nutzer des Internet Explorer 6 meist wenig selbst dafür können, weil sie im Unternehmen sitzen, wo andere über die Browser entscheiden. Ich habe jedoch inzwischen die Hoffnung, dass man die Entscheider in Unternehmen unter Druck setzen kann, indem die Mitarbeiter mit Hinweisen genervt werden. Spätestens wenn große Seiten eine solche Meldung übernehmen würden (ich bin Realist, und weiß, dass dies wohl eher nicht passieren wird), wären die Mitarbeiter so genervt, dass die Masse sicherlich Einfluss auf die Entscheider nehmen könnte. Es bleibt bei mir also die Hoffnung, dass wir als kleine Internetseiten mit unseren Hinweisen trotzdem etwas erreichen können und so die Welt schneller vom Internet Explorer 6 befreit wird.

Warum ich persönlich hinter dieser Aktion stehe? Gerade in letzter Zeit macht mir der Browser im Zusammenhang mit Ausklappmenüs mächtig zu schaffen. Ich investiere viel Zeit in Lösungen für Probleme, die es ohne den Internet Explorer 6 wohl nicht gäbe. Ich bin daher fest davon überzeugt, dass das Ende dieses Browsers mit allen Mitteln erzwungen werden muss und werde ihn in Zukunft nur noch in der Hinsicht berücksichtigen, dass ein entsprechender Hinweis eingebunden wird.

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Neu bei Microsoft: Windows Live Sync

Windows Live Sync ist ein neuer Dienst aus dem Hause Microsoft, der zur Live Suite gehört. Mit der Installation der Windows Live Fotogalerie wird er mit installiert und steht danach zur Verfügung.SyncSymbol Völlig unscheinbar klinkt er sich in die Taskleiste ein und verrät auch bei einem Rechtsklick eher wenig über seine Aufgabe.

Der Name lässt aber bereits darauf schließen, dass dieses Programm etwas mit der Synchronisation zu tun hat. Die Idee dahinter ist einfach und sehr sinnvoll: Wenn sich ein Benutzer auf mehreren Computern mit seinem Account in die Windows Live Fotogalerie einloggt, ist davon auszugehen, dass er der Besitzer der Geräte ist. Folglich ist es für ihn interessant, dass seine Fotos auf beiden Geräten zur Verfügung stehen. Windows Live Sync soll genau das im Hintergrund tun: Ausgewählte Ordner sollen damit auf einfachste Art und Weise auf mehreren Rechnern synchron gehalten werden.

Die Beschränkung des Dienstes erfolgt dabei nicht über die Datenmenge, sondern über die Anzahl der Dateien und Ordner. Das kostenlose Angebot (noch gibt es keine kostenpflichtige Variante) gilt für 20000 Dateien in 20 Ordnern. Zur Aktivierung der Funktion genügt ein Klick auf Sync, danach legt das Programm los.

Schritt1

Um Ordner von der Synchronisation auszuschließen oder einzubeziehen wird die Windows Live Sync Webseite besucht. Dort kann übersichtlich konfiguriert werden, welche Ordner synchronisiert werden sollen. Dass die Datenmenge keine Rolle spielt, zeigt auch die Tatsache, dass der Ordner Videos Standardmäßig in die Synchronisation einbezogen wird. Bei mir sind da über 40GB an Daten drin.

Der Dienst wertet die Windows Live Fotogalerie weiter auf. Es wundert mich allerdings, dass Microsoft neben Live Mesh (mein Artikel über Live Mesh) nun noch einen weiteren Synchronisationsdienst ins Leben gerufen hat. Haben hier zwei Teams nebeneinander eine ähnliche Funktion entwickelt?

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Neue Beta von Live Fotogalerie 2009

Über die erste Beta der Windows Live Fotogalerie habe ich bereits berichtet. Nun wurde eine neue Beta der Live Fotogalerie herausgebracht. Auf den ersten Blick konnte ich kaum Veränderungen erkennen. Doch die stecken im Detail.

Besonders viele Verbesserungen wurden im Zusammenspiel mit der Onlineplattform gemacht. Hier lassen sich nun nicht nur Fotos hochladen, sondern zusätzlich in Gruppenalben und Ereignisalben sortieren. Außerdem spielen die Live Programme untereinander besser zusammen. So kann aus der Live Fotogalerie direkt auf Erstellen => Blogbeitrag geklickt werden und das Foto wird in einem neuen Beitrag in dem Windows Live Writer eingefügt.

Aber auch in der Fotobearbeitung wurde wieder ein kleines, aber immer wichtiger werdendes Detail hinzugefügt. Es findet sich unter der Gruppe “Detail anpassen” und wurde “Geräusche mindern” genannt.

Detail anpassen

Dieses Detail wird deswegen immer wichtiger, weil die Bilder ein immer größeres sogenanntes Bildrauschen aufweisen. Bildrauschen kann durch zwei verschiedene Gründe bedingt sein: Zum einen kann es daran liegen, dass ein schlechter Sensor verbaut ist. Schlechte Sensoren werden leider in heutigen Kameras immer häufiger verbaut, da bei immer kleinerer Bauweise immer mehr Megapixel erreicht werden wollen. Dafür werden immer kleinere Sensoren notwendig, die gerade im günstigen Preissegment ein sehr starkes Bildrauschen erzeugen. Bildrauschen entsteht auch, wenn Kameras immer höhere ISO Werte zulassen und damit Fotos auch bei geringem Licht ohne Blitz ermöglichen. Leider sind sich die wenigsten Nutzer bewusst, was für Auswirkungen hohe ISO-Werte (meist noch in Verbindung mit schlechten Sensoren) für ihr Bild haben. Viele heutige Digitalbilder sind daher leider stark verrauscht.

Bei mir entsteht Bildrauschen dadurch, dass ich versuche auch bei geringem Licht ohne Blitz zu arbeiten. Bilder mit Blitz sehen für mich immer unnatürlich aus und fangen die Stimmung nicht richtig ein. Meine Kamera kann bis ISO 1600 hoch geschraubt werden. Vom Bild ist dann allerdings nicht mehr viel übrig. Deswegen habe ich sie auf maximal ISO 400 begrenzt. Auch damit entsteht aber schon ein Bildrauschen, welches besonders bei Vergrößerung sichtbar wird:

Kegel unverbessert

Wenn man genau hinschaut ist zu sehen, wie die Kegel ein Muster aufweisen, das sogenannte Bildrauschen. Nun habe ich auf diesen Bildausschnitt mal die Option Geräusche mindern angewandt. Dies führt zu folgendem Ergebnis:

Kegel verbessert

Beim Vergleich der Bilder hat das Bildrauschen nach Anwendung der neuen Funktion stark abgenommen. Das ist auf den ersten Blick erfreulich, auf den zweiten Blick fällt aber auf, dass nicht nur das Bildrauschen, sondern auch die Bildschärfe abgenommen hat. Besonders bei Bildern die viele Details enthalten ist also von der Anwendung dieser Funktion dringend abzuraten. Sie eignet sich insbesondere dann, wenn ein kleines Detail groß aufgenommen wurde, oder wenn das Bild sehr viele gleichfarbige große Flächen hat. Dann ist diese Funktion sehr gut zu gebrauchen und macht das Bild wirklich schöner. Da der gezeigte Abschnitt stark vergrößert ist, kann das Gesamtbild immer noch genug Schärfe aufweisen:

P1040330

Insgesamt ist die Funktion als durchaus angebracht und macht in vielen Fällen wirklich Sinn und schönere Fotos. Wer die Windows Live Fotogalerie bis heute noch nicht ausprobiert hat, der sollte sich die aktuelle Beta Version unbedingt näher anschauen.

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Live Mesh endlich auch in Deutschland

Seit geraumer Zeit (bestimmte inzwischen länger als ein halbes Jahr) schwärmen einige Blogs von Live Mesh. Ich hab diese Schwärmerei immer wieder gelesen, aber nie so wirklich verstanden, wieso das alles so toll ist, und wie das funktioniert. Licht ins Dunkel sollte eigentlich dieses Video bringen:

Leider hat es das nicht. Es ist lediglich zu sehen, wie ein Foto gemacht wird und dieses gleichzeitig auf verschiedenen Endgeräten erscheint – oder so ähnlich.

Lange Zeit habe ich mich nicht länger damit beschäftigt, unter anderem auch deswegen, weil die Beta Version erst nur mit diversen Modifikationen von Sprache im Browser usw. erreichbar war. Nun wurde der Betatest seit der PDC aber ausgeweitet und jeder kann Live Mesh nutzen. So kam ich also nun dazu, die Möglichkeiten näher zu testen und bin begeistert.

Also… Worum geht’s? Wie das Video gezeigt hat, geht es um einen Datenabgleich. Man könnte auch sagen, es geht darum, mehrere Geräte synchron zu halten. Wird in einem Ordner des einen Endgerätes was geändert, so ändert es sich auch auf den verbundenen Endgeräten. Ist immer noch sehr abstrakt. Deswegen im Detail.

Nachdem man sich mit seiner Live ID unter www.mesh.com eingeloggt hat, ist eine Übersicht über die verknüpften Geräte zu sehen. Am Anfang sollte nur die Auswahl zwischen Live Desktop und Add Device sein. Es ist aber möglich sofort auf den Live Desktop zuzugreifen:

LiveMeshDesktop

Richtig: Der Desktop sieht aus wie ein richtiger Windows Desktop und es können Ordner erstellt werden. Die Ordner können geöffnet und mit Dateien gefüllt werden, dabei sehen die Ordner und Dateidarstellungen genau so aus, wie das unter Windows der Fall ist.

LiveMeshOrdner

Das ist ein Novum und so bisher noch nicht bekannt bei allen Diensten, die online Speicherplatz anbieten. Wäre das die einzige Funktion von Live Mesh, so wäre nur die Präsentation der Daten das einzig neue. Dienste für Onlinespeicher gibt es genug und Microsoft hat gerade den Speicher für seinen eigenen Dienst Live SkyDrive bei einigen Usern auf 25GB erhöht. Live Mesh ist aber mehr als das.

Über den Button Devices (wird direkt nach jedem Login geöffnet) lassen sich nun Endgeräte hinzufügen. Um ein Endgerät hinzuzufügen muss das Programm Live Mesh auf dem Endgerät installiert werden. Erhältlich ist es derzeit für Windows Vista, Windows XP und in einer Technical Preview auch für den Mac OS. Nach der Installation macht Live Mesh lediglich durch ein kleines Symbol in Taskleiste auf sich aufmerksam (abweichende Darstellung in Mac OS):

LiveMeshSymbol

Klein und blau und unscheinbar ist es da. Es hat sich aber noch mehr getan. Live Mesh hat sich auch in das Kontextmenü des Explorers integriert. Ein Klick mit der rechten Maustaste auf einen Ordner bietet nun die zusätzliche Option “Add folder to Live Mesh”:

LiveMeshAdd

Und da fängt es auf einmal an, Sinn zu machen. Ich kann einen Ordner zu Live Mesh hinzufügen. Dieser Ordner wird automatisch mit meinem Live Mesh Desktop abgeglichen. Ändere ich etwas in dem Ordner, so änder es sich auch auf meinem Live Mesh Desktop. Ich brauche mich dabei um nichts kümmern, alles wird für mich von dem kleinen unscheinbaren blauen Symbol in der Taskleiste erledigt. Damit sichtbar ist, was gemacht wurde, wird für jeden Ordner, der mit Live Mesh verbunden ist, eine History geführt. Es ist möglich in dieser History selber zusätzliche Nachrichten zu hinterlassen. Das ist dann sowas wie ordnerbezogene Notizen. Diese History kann z.B. folgendermaßen aussehen:

LiveMeshFolderHistory

Die History dockt sich beim Öffnen direkt an den Ordner an und so ist immer sichtbar, was passiert ist.

Nun ist es möglich, einen weiteres Endgerät zu Live Mesh hinzuzufügen. Für jeden Ordner kann eingestellt werden, mit welchem Endgerät die Daten synchronisiert werden sollen. Ideal z.B. für eine Datensynchronisation zwischen einem Desktop Rechner und einem Laptop. Auch denkbar wäre eine Synchronisation mit einem Rechner am Arbeitsplatz und dem Heimrechner, wobei da aus diversen Gründen wesentlich mehr Vorsicht gelten sollte. Auf jeden Fall ist das eine Funktion, die ich bisher schon sehr zu schätzen gelernt habe.

Wurde ein neuer Ordner auf dem Live Mesh Desktop erstellt, so liegt er beim nächsten Start eines verbundenen Endgerätes als Verknüpfung auf dem Desktop. Mit einem Doppelklick erscheint ein Dialog, in dem festgelegt werden kann, wohin dieser Ordner auf der Festplatte gemappt werden soll, also wo die synchronisierten Dateien später lokal liegen.

Damit nicht genug. Ist ein Ordner mit Live Mesh synchronisiert, so können weitere Personen zur Zusammenarbeit eingeladen werden. Die Personen können dann ebenfalls den Ordner auf ihren PC mappen und fortan live arbeiten. Dies ist besonders dann gut, wenn mit einer Gruppe von mehreren Personen an einem Projekt gearbeitet wird. Das verschicken von geänderten Dateien fällt damit einfach weg. Ist eine Datei von einer Person geändert wurden, so wird sie auf allen Endgeräten synchronisiert. Über die History ist dann sichtbar, wer was wann geändert hat.

Werden Personen zur Mitarbeit eingeladen, so kann Ihnen einmalig einer von drei Berechtigungsstufen zugewiesen werden:

  1. Reader: Der Reader (Deutsch: Leser) hat das Recht, die Ordnerinhalte zu lesen und auf seinen PC zu kopieren. Er kann jedoch an dem Live Mesh Ordner nichts ändern oder Dateien hinzufügen.
  2. Contributor: Der Contributor (Deutsch: Mitarbeiter) kann alle Dateien verändern und neue Dateien hinzufügen oder Dateien löschen. Er kann keine weiteren Personen zur Mitarbeit einladen.
  3. Owner: Der Owner (Deutsch: Besitzer) des Ordners ist der einzige, der Personen einladen kann den Ordner gemeinsam zu teilen und mitzuarbeiten.

Damit ist ein Zusammenarbeit super einfach und super gut möglich. Vieles hat sich erledigt. Um die geänderten Dateien zu sehen, ist es nicht notwendig, jeden Ordner zu öffnen und die History anzuschauen. Wird das Live Mesh Symbol in der Taskleiste mit der Maus überfahren, so bietet es eine Gesamt-History. Diese listet alle Aktionen in allen Ordnern mit allen Kommentaren:

LiveMeshHistory

Alle Dateien und Ordner sind dabei als Hyperlinks ausgelegt und können direkt per Klick geöffnet werden. Die Teamarbeit erleichtert das jedenfalls ungemein.

Nach zwei Wochen Live Mesh möchte ich es auf keinen Fall mehr missen. Gerade wenn mehr als ein Endgerät vorhanden ist, so macht eine Synchronisation einfach Sinn. Außerdem sind die Daten von jedem PC über das Internet zu erreichen. Eine Synchronisation mit dem Handy ist bereits möglich und wurde auch bereits mehrfach gezeigt. Die Öffentlichkeit muss jedoch noch darauf warten.

Live Mesh hat großes Potential und viele sehen in Live Mesh das sich bereits lange ankündigende Internetbetriebssystem. Es wurden bereits Anwendungen auf Präsentationen von Microsoft gezeigt, die sowohl auf dem Desktop als auch auf dem Live Mesh Desktop laufen und dabei identisch aussehen. Es bleibt auf jeden Fall spannend, gerade weil wir bei diesem Dienst auch noch von einer Beta-Version sprechen.

Momentan bekommt jeder User lediglich 5 GB Onlinespeicher. Dies wird sich aber sicher in den nächsten Wochen ähnlich wie bei Live SkyDrive nach oben verändern.

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Gedanken zu Windows 7

Ich muss mich mal über die aktuelle Entwicklung bei Microsoft auslassen, weil es für mich absolut unverständlich ist, was da gerade abläuft.

Im Januar 2007 hat Microsoft Windows Vista eingeführt. Viele Leute haben bis heute nicht erkannt, welche Vorteile Windows Vista hat. In der Presse und von Apple wurde Windows Vista dauernd schlecht gemacht, so wie das mit jeder Version von Windows ist. Jeder Windowsnutzer sollte aber ehrlich zugeben, dass er wohl nicht mehr mit Windows 98 arbeiten möchte heutzutage.

Seit kurzem investiert Microsoft nun 300 Millionen Dollar für Werbung für Windows Vista. Die öffentliche Meinung über Windows Vista soll dadurch verbessert werden. Die Kampagne knüpft an Apples Werbung an und trägt den Namen “Life without walls”. Nutzer von PCs sagen in selbstgedrehten Spots, warum oder wozu sie einen PC nutzen.

Unabhängig davon, dass Apple diese Werbespots nun wieder für sich nutzt, möchte ich hier über anderes schreiben. Microsoft selber gibt Hinweise darauf, dass Windows 7 (also der Nachfolger von Windows Vista) wahrscheinlich bereits im April nächsten Jahres (also in 6 Monaten), und damit bereits ein halbes Jahr früher als geplant, auf den Markt kommen wird. Das sorgt zumindest bei mir für Unverständnis:

  • Wieso wird noch viel Geld in Werbung für Windows Vista investiert, wenn der Nachfolger nicht mehr weit ist?
  • Warum vergrault man sich die Kunden, indem man sie nun noch dazu bringen möchte Vista zu kaufen, obwohl in Kürze der Nachfolger erscheinen wird?
  • Wieso nimmt man sich nicht dieses halbe Jahr noch Zeit um Windows 7 entsprechend gut weiterentwickeln zu können?
  • Gibt Microsoft dadurch nicht selber zu, dass Windows Vista ein Schnellschuss war, der nun so schnell wie möglich verbessert werden muss?

Diese Woche findet die PDC statt, auf der Microsoft Windows 7 vorstellt. Es wird sich also in dieser Woche zeigen, was wir von Windows 7 erwarten dürfen. Was bisher bekannt ist, reicht eigentlich aber nicht aus, um dafür ein neues Major Release zu veröffentlichen und so müsste Windows 7 nach bisherigen Informationen eher Windows Vista 2 heißen.

Ich weiß nicht, ob sich Microsoft damit, wie vielleicht erhofft, wieder erholt, oder ob damit nicht noch mehr Kunden vergrault werden. Es bleibt also spannend, wie diese Geschichte weitergehen wird.

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Ping auf Windows Live OneCare Gerät

Nun, nachdem ich auf meinem Laptop bereits installiert habe (als voll funktionsfähige Testversion), kam es zu dem ersten Problem mit dem Programm, was mich nun eine kurze Weile Problemsuche gekostet hat.

Windows Live OneCare bringt eine verbesserte Firewall mit. Diese Firewall blockiert anscheinend per Voreinstellung das Pingen im lokalen Netzwerk. Damit hängt aber wahrscheinlich auch der Zugriff im Netzwerk zusammen. Bei mir wirkte sich das so aus, dass ich von meinem Desktop PC (kein Live OneCare) auf den Laptop (mit Live OneCare) nicht mehr zugreifen konnte und auch ein Ping war erfolglos. Andersherum lief aber alles einwandfrei.

Vom Ping ebenfalls abhängig scheint die Offline-Synchronisation zu sein. Ein Feature von den höheren Windows Versionen, mit dem man Netzwerkdateien auch dann verfügbar haben kann, wenn der Computer momentan gar nicht an ist, oder der derzeitige Standort nicht im Netzwerk ist, sondern unterwegs oder in anderen Netzwerken. Mein Laptop hat nur solche Offlinedateien aufgespielt. Auf dem Gerät selber wird sonst nichts gespeichert. Das hat viele Vor- und wenige Nachteile. Diese Offlinesynchronisation hat auf jeden Fall Probleme gemacht, das war der Grund für meine Recherchen.

Damit der Ping auf ein Windows Live OneCare Gerät wieder funktioniert, muss in den Einstellungen ein kleines Häkchen gesetzt werden. Dazu starte man Windows Live OneCare und wählt aus der Sidebar links “Einstellungen ändern” aus.

Live OneCare

Der nächste Klick auf Erweiterte Einstellungen (im vorgewählten Tab Firewall) führt zu einem neuen Fenster.

Live OneCare Einstellungen

Hier muss der Tab “Ports und Protokolle” ausgewählt werden.

Live OneCare Erweiterte Einstellungen

In der Liste nun noch Häkchen vor ICMPv4 Inbound setzen.

Live OneCare Ports und Protokolle

Nun sollte der Ping wieder funktionieren – und damit auch die Offlinesynchronisation und alles andere, was einen funktionierenden Ping voraussetzt.

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