Arte Beitrag: Kaufen für die Müllhalde

Nach dem Hinweis eines Freundes habe ich mir soeben den Film Kaufen für die Müllhalde von Arte angesehen, der gestern Abend im Fernsehen ausgestrahlt wurde.

Ich fand den Film wirklich gut und er wirft in mir eine Grundsätzliche Frage in Bezug auf Technik auf: Technik wird immer schneller, schöner, neuer, funktionaler, … alles Gründe die mich und viele andere dazu bewegen, mit der Technik Schritt zu halten und elektronische Geräte regelmäßig zu erneuern. Bisher war ich auch fest davon überzeugt, dass es richtig ist, weil es ja das eigene Leben meist schöner, einfacher, besser und abwechslungsreicher macht. Dieser Film eröffnet mir eine Sicht, die ich bisher so noch nicht gesehen habe. Wenn man jetzt nur nach dem Film ginge, dann würde man technische Dinge erst erneuern, wenn sie nicht mehr funktionieren. Aber wer macht das? Vor allen Dingen: Wie bringt man das in Einklang mit dem technischen Fortschritt? Ein IT-Produkt was ich vor fünf oder gar zehn Jahren gekauft habe ist doch heute technisch absolut veraltet. Ist es da nicht richtig, dass man es ersetzt? Oder sind daran zum Beispiel wirklich die Firmen schuld, die ihre neue Software genau so entwickeln, dass sie eben mit älteren Produkten nicht mehr funktioniert? Selber habe ich das mit dem HD2 und HD7 erfahren und über meinen Wechsel einen Beitrag geschrieben. Um das neue Handybetriebssystem von Microsoft nutzen zu können, habe ich mir ein neues Handy kaufen müssen, was technisch genau wie das alte war, nur weil Microsoft eine Spezifikation erstellt hat, laut derer das alte Gerät zwei Tasten zu viel auf der Front hat. Ich weiß noch nicht so ganz, wie ich mit dem durch den Beitrag erworbenen Wissen umgehen soll, aber ich bin doch sehr zum Nachdenken über mein Konsumverhalten gekommen. Vielleicht geht es euch ja ähnlich.

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Das eigene Heim vernetzen

Im Zuge meines Umzugs in diesem Jahr habe ich im neuen Heim das Netzwerk nachgerüstet. Weil ich kaum Vorwissen hatte, was komplexe Netzwerke anging, musste ich mir viele Informationen über das Internet suche und stellte dabei fest, dass es kaum Artikel zu dem Thema gab, die das darstellten, was ich benötigte. Ich möchte daher nun mal zusammenfassen, was man benötigt, und wie ich das Netzwerk bei mir eingerichtet habe.

Das Haus, in dem wir wohnen hat drei Etagen: Keller, Erdgeschoss und Obergeschoss. Im Obergeschoss sollten ein Arbeitszimmer und ein Kinderzimmer mit Netzwerk versorgt werden. Im Erdgeschoss ging es mir lediglich ums Wohnzimmer. Für Arbeitszimmer und Wohnzimmer habe ich jeweils zwei Leitungen gelegt, da im Arbeitszimmer zum einen der Desktoprechner versorgt werden musste aber auch zu Beginn das Internet von dort ins Haus verteilt wurde. Im Wohnzimmer habe ich einen TV und einen Media Center PC. Insgesamt komme ich so auf fünf Leitungen, die verlegt wurden. Für die Netzwerkleitungen habe ich CAT7 Kabel verwendet, da hier die Möglichkeit besteht in Zukunft auf modernere Netzwerktechnik umzurüsten.

In den jeweiligen Zimmern wird eine Dose gesetzt. Momentan empfiehlt es sich CAT6 Dosen zu verwenden. Das ist noch kein großes Geheimnis. Schwierig wird es dann als erstes bei der Entscheidung ob man die Belegung A oder die Belegung B auswählt. Bei den unterschiedlichen Belegungen werden die Leitungen in einer anderen Reihenfolge verkabelt. Ich konnte keine schlüssigen Aussagen darüber im Internet finde, was denn jetzt besser sei. Da viele Komponenten die Belegung A größer aufdrucken als die Belegung B habe ich mich dann auch für Belegung A entschieden. Wichtig ist hier jedoch nur, dass im gesamten Haus die gleiche Belegung verwendet wird.

Im Keller laufen dann die Leitungen alle zusammen. Es bietet sich an für die Netzwerkgeschichten einen eigenen Schrank zu verwenden. Hier gibt es für den professionellen Bereich die 19” Schränke, die jedoch für den Privatbereich häufig zu groß sind. Bei meiner Recherche entdeckte ich dann auch die 10” Schränke. Einen solchen habe ich mir gekauft und meine Netzwerkkomponenten dort eingebaut.

Der 10" Netzwerkschrank

Für den Schrank wird natürlich Strom benötigt. In meinem Fall habe ich das ganz einfach dadurch gelöst, dass ich eine Mehrfachsteckdose in den Schrank gelegt habe.

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Außerdem wird eine Erde benötigt um die Datenübertragungsgeschwindigkeit voll ausnutzen zu können. Dazu aber später mehr.

In meinem Schrank sind folgende Komponenten eingebaut:

  • PatchPanel 8 Port
  • Gigabit Switch 8 Port
  • Fritz!Box

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Auch wenn das etwas chaotisch aussieht ist es eigentlich recht einfach. Die Leitungen kommen von allen Dosen zu diesem Schrank. Dort ist das PatchPanel das Gegenstück zu den Netzwerkdosen im Zimmer. Ich habe ein PatchPanel mit 8 Port gewählt, da ich momentan nur 5 Netzwerkdosen habe. Selbst in der zweiten Ausbaustufe werde ich die 8 Ports gerade voll ausnutzen (beim Ausbau des Kellers). Ich habe lernen müssen, dass hier nicht günstig immer gleich gut ist. Mit dem Digitus PatchPanel DN-91608S habe ich aber keine schlechten Erfahrungen machen müssen. Das PatchPanel wird nicht mit Strom versorgt. Es kann daher mit einer Erde verbunden werden um ein definiertes Nullpotential zu schaffen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das die Geschwindigkeit des Netzwerks erhöht.

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Da das PatchPanel nichts anderes als viele Netzwerkdosen nebeneinander sind, gibt es zwischen den einzelnen Leitungen keine Verbindung. Diese muss durch einen Switch geschaffen werden. Hier verwende ich momentan einen 8 Port Gigabit Switch von TP-Link, der meiner Meinung nach zu empfehlen ist. Mit der zweiten Ausbaustufe wird der aber zu klein und dann muss ich auf einen 16er Switch wechseln. Diese gibt es jedoch auch in der 10” Bauweise, also passend zu diesem Schrank. Zwischen PatchPanel und Switch wird die Verbindung mit kurzen Leitungen hergestellt. Ich hatte fälschlicherweise 1,0m Leitungen gekauft. Es gibt auch 0,5m Leitungen und die sollten völlig ausreichend sein. Durch die 1,0m Leitungen habe ich jetzt mehr Leitung im Netzwerkschrank als unbedingt notwendig.

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Da es sich bei dem Switch und auch der darüber liegenden Fritz!Box nicht um 10” Komponenten handelt, kann man diese nicht direkt im Schrank verschrauben. Es wird also ein passender Fachboden benötigt. Der Fachboden kann dann entsprechend im Schrank angebaut werden und bietet Platz um weitere Komponenten unterzubringen. Da der Fachboden Löcher hat, habe ich ihn genutzt, um von unten den Switch anzubringen und oben den Router drauf zu stellen. Beim Switch sind inzwischen 7 Ports belegt, da zu den 5 Netzwerkdosen der Server kommt, der direkt im Keller steht und auch das Internet, das inzwischen auch im Keller ankommt.

Bei der Planung meines Netzwerks bin ich davon ausgegangen, dass das Internet aus der Telefondose im Arbeitszimmer kommt. Wir haben aber inzwischen zu Kabel Deutschland gewechselt. Hier kommt das Internet aus dem Kabelanschluss. Dafür wird ein Modem von Kabel Deutschland mitgeliefert. Dieses Modem kann man entweder an einen PC anschließen oder man schließt einen Router davor an. Die Fritz!Box lässt sich entsprechend konfigurieren und so sorgt sie dafür, dass das Internetsignal vom Modem im gesamten Netzwerk genutzt werden kann.

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Natürlich kann das WLAN der Fritz!Box nicht verwendet werden, da sie erstens im Keller und zweitens in einem Metallschrank steht. Um trotzdem ein Funknetzwerk nutzen zu können habe ich also einen AccessPoint im Arbeitszimmer angebracht. Dieser nutzt nun die frei gewordene Netzwerkverbindung in den Keller. Der von mir verwendete AccessPoint ist nach meiner guten Erfahrung mit dem Switch ebenfalls von TP-Link und erfüllt seinen Dienst sehr gut.

Insgesamt ist so ein Netzwerk gar nicht so kompliziert und falsch machen kann man auch nicht viel. Die Datenübertragungsraten danken es auf jeden Fall. Lagen die beim Funktnetzwerk so zwischen 2 und 10 MB pro Sekunde habe ich jetzt dank Gigabit Netzwerk so ca. 50 bis 80 MB pro Sekunden. Gerade bei großen Bild- und Videodaten funktioniert das sehr gut. Da bei mir alle Multimediadaten auf dem Server liegen war die schnelle Netzwerkverbindung ein Muss.

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Falscher Name in Facebook: Warum das contraproduktiv ist.

Einige meiner Freunde haben in letzter Zeit ihren Namen auf Facebook verändert, sodass er vielleicht noch an das erinnert, was er eigentlich mal war, aber nicht mehr der eigentlichen Identität entspricht. Um das mal konkret beim Namen zu nennen: Aus dem Nachnamen Kammerer wurde über die Assoziation mit Kamera der Name Fotoapparat. Das deutsche Wort Leicht wurde einfach mal in eine andere Sprache übersetzt. Noch andere haben komplette Fantasienamen angenommen. Unabhängig davon, dass ich das Vorgehen an sich persönlich für fraglich halte möchte ich gerne mal im Lichte der zukünftigen (wahrscheinlichen) Entwicklung und auch der heute bereits vorhandenen Integration auf diese Dinge schauen.

Das erste Problem mit der Namensänderung bekommt man, wenn man sich im Ausland an sein Facebookprofil anmeldet. Facebook ist hier sehr sicher gemacht und nutzt ein eigentlich tolles Sicherheitsverfahren, was unberechtigte Zugriffe aus dem Ausland verhindern soll. Meldet man sich im Ausland an, so bekommt man z.B. Fotos von seinen Freunden gezeigt, auf denen diese markiert wurden. Daneben werden einige Namen aufgelistet. Zu dem gezeigten Foto soll der richtige Namen ausgewählt werden. Die Personenmarkierungen werden dabei natürlich nicht gezeigt. Auf fünf Fotos müssen die Personen richtig identifiziert werden, zweimal darf man daneben liegen. Als ich das letzte mal im Ausland war, musste ich genau diese beiden Fehlversuche nutzen, weil ich einfach nicht wusste, wer da wieder so kreativ bei der Namenswahl war. Besonders kompliziert wird das dann, wenn die Person mit vielen weiteren befreundeten Personen auf einem Bild gezeigt wird. Ein erster Punkt, warum diese Namensänderung schwierig ist. (Leider konnte ich auf die schnelle keinen Screenshot im Internet finden. Wenn ich mich das nächste Mal aus dem Ausland anmelde, werde ich hoffentlich daran denken, einen Screenshot anzufertigen.)

Der zweite eher offensichtliche Punkt: Man wird nicht gefunden. Das ist den Leuten bei der Namensänderung wahrscheinlich sogar bewusst und sie nehmen diesen Nachteil zum angeblichen Schutz ihrer Daten in Kauf. Deswegen will ich mich mit diesem Argument nicht lange aufhalten.

Wer sich ein neueres Handy (Smartphone) oder einen Tablet-PC gekauft hat wird feststellen, dass Facebook inzwischen ein elementarer Grundbaustein von mobilen Geräten geworden ist. Meist werden die Logindaten zu Facebook bereits bei der Einrichtung des Geräts abgefragt. Mein mobiles Endgerät ist ein solches. Welche Nachteile hat dabei die Verwendung falscher Namen? Das eigene Adressbuch wird bei mir mit den Freunden auf Facebook verglichen. Stimmen die Namen überein, so kann ich die Kontakte meines Adressbuchs automatisch mit den Facebookprofilen verknüpfen. Wähle ich danach einen Kontakt meines Adressbuchs aus, bekomme ich so z.B. seinen aktuellen Status angezeigt oder kann direkt über die Oberfläche des Telefons auf die zuletzt veröffentlichten Fotos zugreifen. Die Daten werden vom Telefon automatisch periodisch aktualisiert. Diese automatische Verknüpfung zwischen Telefon und Facebookfreunden funktioniert nur dann, wenn der Name auf Facebook mit dem im Adressbuch identisch ist. Ist er das nicht, muss jeder Kontakt einzeln mit einem Kontakt auf Facebook verknüpft werden. Das ist natürlich nicht besonders komfortabel. Eine solche Funktionalität wird durch falsche Namen auf Facebook unbrauchbar und nicht genutzt, weil der Aufwand den Nutzen nicht rechtfertigt.

Auch Anwendungen von Rechnern integrieren immer mehr Informationen aus Facebook. So hat Microsoft gerade vor kurzem die neue Windows Live Suite auf den Markt gebracht, die unter anderem das Programm Windows Live Fotogalerie enthält. Das Programm dient zur Anzeige und Verwaltung, sowie zur Bearbeitung und Einordnung von Bildern. Natürlich bietet sich die Verbindung zu Facebook geradezu an. So können beispielsweise die Fotos direkt aus dem Programm auf Facebook veröffentlicht werden. Eine weitere Funktion des Programms erkennt gleiche Gesichter auf den Fotos des Rechners und schlägt auch Namen für die erkannten Personen vor. Dabei bedient es sich natürlich an den bisher eingegeben Namen für die Personen auf anderen Fotos, aber auch der Namen von den Freunden auf Facebook. Wird eine Person auf einem Bild mit einem solchen Facebooknamen markiert ist dieser auch den Änderungen des Facebookprofils unterlegen. Das heißt wenn der Name auf Facebook verändert wird, ändert sich auch der Name der identifizierten Person auf dem Foto. Die Namensänderung auf Facebook hat also Auswirkungen auf die Bildinformationen auf privaten Rechnern von deinen Freunden. Ganz generell werden die Informationen von Facebook in immer mehr Programmen verwendet. Kannst du einschätzen, welche Auswirkungen die Änderung deines Namens auf die privaten Daten auf den Rechnern deiner Freunde hat? Ich bin mir sicher, dass die Integration von Facebook in jede Art von Informationssystem immer weiter gehen wird.

Das waren einige Argument warum ich der Meinung bin, dass eine Abwandlung des realen Namens wenig sinnvoll ist. Beleuchten wir mal den Hintergrund der Personen: Die meisten der agierenden Personen nennen das Stichwort Datenschutz. Eines ist sicher: Facebook bekommt in den Medien öfter seinen Speck weg und auch der neue Film (leider noch nicht gesehen) “The social network” wirft kein gutes Licht auf das Social Network. Aber mal ganz ehrlich: Sobald ein Unternehmen eine gewisse Größe erreicht hat, wird es genauer betrachtet und dann treten sicher auch negative Eigenschaften ans Licht. Viele große Unternehmen haben das auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden schon zu spüren bekommen. Gerade in der IT-Branche gibt es genügend Beispiele: Die bekannten sind wohl Microsoft und Google. Aber auch bei Apple geht es langsam los. Facebook ist davon nicht weniger betroffen. Dass die Presse viel darüber berichtet heißt aber noch lange nicht, dass es bei anderen sozialen Netzwerken besser aussieht. Mir ist kein Netzwerk bekannt, welches so genaue Einstellungen zur Privatsphäre bietet, wie Facebook dies tut. Dass die Voreinstellung weniger im Sinne des Nutzers ist, liegt in der Natur von sozialen Netzwerken, denn dort macht man ja private Informationen öffentlich.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass viele der Personen, die sich über den Datenschutz von Facebook Gedanken machen, den Schutz der Daten ihrer Freunde nicht ganz so ernst nehmen. Gerade in Bezug auf Fotos: Ein jeder hat das Recht auf das Abbild seiner selbst. Fragst du deine Freunde, ob du die Fotos veröffentlichen darfst, die du ins Netz stellst? Vielleicht sollte jeder Nutzer erst mal hier ansetzen und die sensiblen Daten seiner Freunde ernst nehmen und dann gegen Facebook und den Datenschutz wettern.

Einen letzten Gedanken möchte ich zu dem Thema noch äußern: Wer mit dem Datenschutz und seinen persönlichen Daten Probleme hat, sollte sich nicht unbedingt gegenüber Facebook verweigern. Bei Facebook kann ich ganz genau bestimmen, welche Informationen ich veröffentliche und kann, wenn ich das möchte, auch meine wahre Identität verbergen. Bei Google geht das weniger. Da Google einen Marktanteil über 90% hat, kann ich davon ausgehen, dass die meisten Leute die Google-Suche nutzen. Jede Suchanfrage wird von Google gespeichert und einem anonymisierten Profil zugeordnet. Das spannende daran: Google arbeitet daran noch mehr über die Nutzer zu erfahren. So wurde für eingeloggte Besucher (alle, die eine personalisierte Google-Suchseite haben, Stichwort iGoogle oder Google Mail nutzen) nun die Livesuche eingeführt. Diese Suche übermittelt jede Menge Daten über die Art und Weise wie der Benutzer sucht. Wie lange braucht er um einen Buchstaben einzugeben? Hat er sich vertippt? Auf welchen Treffer hat er geklickt? Die meisten nutzen Google wohl ohne sich darüber jemals Gedanken gemacht zu haben. Welches Nutzerprofil lässt sich wohl erstellen wenn ich weiß, was eine Person wirklich interessiert, wonach sie sucht? Eine erste Möglichkeit diese Daten zu nutzen hat Google bereits mit der Vorhersage der Ausbreitung von Saison-Krankheiten gezeigt. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Daten bei Google nicht so anonym gespeichert werden, wie immer propagiert wird. So habe ich bereits mehrfach davon gehört, dass staatliche Behörden bei Ermittlungen auch auf Daten von Google zurückgegriffen haben. Lange Rede, kurzer Sinn: Bei Facebook kannst du bestimmen was du veröffentlichst, Google weiß, was dich wirklich interessiert.

Es ist ein frommer Wunsch im Internet anonym bleiben zu können. Profis mag es gelingen ihre Identität über verschiedenste Mechanismen zu verschleiern. Der normale Benutzer ist aber jederzeit auf jeder Webseite bei Bedarf identifizierbar. Ob es Sinn macht bei Facebook seinen Namen zu ändern, um seine Daten zu schützen? Meiner Meinung nach wird damit nur die Entwicklung weiterer Möglichkeiten die sozialen Netzwerke zu nutzen gehemmt. Man sollte sich gut überlegen, ob der Nutzen die Mittel rechtfertigt. Für mich scheint der Nutzen an dieser Stelle gegen Null zu gehen. Man braucht nur auf den geänderten Namen zu kommen und schon stehen die gleichen Informationen zur Verfügung. Der bessere Schritt wäre hier wohl die Datenschutzeinstellungen entsprechend abzuändern, dass nach außen nur noch der Name der Person sichtbar wäre.

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Musik frei Haus – aufnehmen von Internetradio

Nix für Musik bezahlen – das hört sich doch wirklich interessant an. Trifft aber nicht für jedermann zu, aber für ein paar von euch sicherlich: Vielleicht habt ihr genau wie ich einen Internetradiosender gefunden, der genau die Musik spielt, die ihr gerne hört. Gerne hättet ihr die Musik nun auf eurer Festplatte um sie z.B. auch im Auto oder unterwegs auf dem MP3 Player hören zu können.

Genau das war meine Anwendung: Internetradio auf einem Gerät hören, welches kein Internet kann. Ich habe wirklich lange gesucht und die unterschiedlichen Anwendungen ausprobiert. In meinem Fall kannte ich den Radiosender von SHOUTcast (Media Center Plug-In) und dort wurde er mit 128kBit/s abgespielt. Im Internet war der gleiche Radiosender jedoch nur mit 64kBit/s zu finden. Das erschwerte die Suche noch etwas mehr, weil ich die URL nicht kannte, von der der 128kBit/s Stream kam. Nach viel probieren und vielen missglückten Versuchen fand ich dann, was ich suchte: Winamp in Verbindung mit dem Streamripper for Winamp.

Das tolle. Winamp hat als Online-Dienste das SHOUTcast Radio integriert, mit dem mir die gleichen Sender zur Verfügung stehen, wie im Windows Media Center. So bekomme ich den Stream mit 128kBit/s, der dann vom Streamripper direkt auf die Festplatte verbannt wird. Musik frei Haus – und das legal und kostenlos. So hatte ich mir das vorgestellt.

Streamripper teilt die MP3s dabei gleich richtig auf, sodass jedes Lied nach einem frei konfigurierbaren Muster auf der Festplatte abgelegt wird. Weiterhin kann man entscheiden, wie bei Lieder verfahren werden soll, die bereits existieren. Das Plug-In ist sehr einfach zu bedienen und startet automatisch mit Winamp.

Streamripper

Insgesamt bin ich bisher sehr zufrieden mit dieser Methode und sie funktioniert einwandfrei. Wenn dir für Mac eine gleichwertige Alternative bekannt ist (am Besten auch mit SHOUTcast oder direkt in iTunes) kannst du gerne einen Kommentar hinterlassen, denn eine Freund von mir zeigte Interesse dafür.

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Terminplanung ohne Exchange Server mit Tungle

Die meisten werden ihn kennen, den Exchange Server auf der Arbeit. Leider ist der insbesondere für spendenabhängige Organisationen oder kleine Clubs und Vereine meiste viel zu teuer. Steht dann wieder die Planung eines Termins an, gestaltet sich das mehr als schwierig alle Teilnehmer zu erwischen. Meist wird dann einfach irgendein Termin festgelegt und damit muss man dann leben oder absagen.

Beim Exchange Server wäre das anders: Die einladende Person kann sich die Frei/Gebucht Zeiten der gewünschten Teilnehmer anschauen und so einen Termin festlegen, an dem alle Teilnehmer oder ein Großteil der Teilnehmer können.

Eine Zwischenlösung für Privatleute bot Doodle. Der Service bietet die Möglichkeit mehrere Termine zur Auswahl zu stellen und diese dann allen Teilnehmern zuzusenden. Diese müssen wiederum ankreuzen, welcher Termin ihnen am besten passt. Zum Schluss wählt der einladende den Termin aus, an dem die meisten Leute können und legt ihn fest. Aber auch das kann ganz schön schwierig sein, denn bis alle abgestimmt haben vergeht meist auch einige Zeit, in der bei vielen schon wieder Termine hinzugekommen sind.

Tungle bietet nun eine Lösung der Terminplanung für Privatleute zu helfen. So stellt sich Tungle selber vor:

Letztendlich ist Tungle also eine Lösung zur Terminplanung in Gruppen ohne Exchange Server. Meiner Meinung nach ist die Umsetzung sehr gelungen und wir werden sehen, wie sich die Software weiter entwickelt. Ich habe nun erst mal mit Tungle angefangen, mal schauen, was das in der Realität wirklich taugt.

Beim der Frei/Gebucht Anzeige kann man selber wählen, welche Benutzer auch erfahren sollen, welcher Termin da ansteht. Interessant ist das z.B. für die Familie oder in einer Gruppe für die Teammitarbeiter (wenn man das z.B. beruflich nutzt). Alle anderen Personen erhalten lediglich die Information, dass da bereits ein Termin steht.

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Benutzer hat das Speichervolumen überschritten

Bei mir kommen in letzter Zeit immer mal wieder Mails zurück, die ich an Empfänger bei web.de adressiert habe. Der Vermerk lautet: Der Benutzer hat das Speichervolumen überschritten. Ganz ehrlich: Das muss doch in einer Zeit wie heute, in der Speicher nix kostest, nicht sein, oder?

Web.de bietet seinen Kunden lediglich 20MB Speicherplatz für Emails. Ich verschicke teilweise Emails, die größer als 20MB sind. Das ist heutzutage bei schnellen DSL Anschlüssen auch nichts ungewöhnliches mehr. Und auch wenn 20MB bei Web.de früher wirklich viel waren, so denkt man bei der Nutzung, dass die Zeit stehen geblieben ist, zumindest was den Speicher angeht. Es gibt genügend andere zuverlässige große Anbieter, die wesentlich mehr Speicherplatz bieten.

Die Anbieter mit dem meisten Speicherplatz sind momentan wohl Google und Microsoft. Bei Google bekommt man zur Zeit mehr als 7,3 GB Speicher, bei Microsofts Service sind es derzeit 5 GB, die aber bei Bedarf automatisch erhöht werden, was auch immer das heißen mag. Beide Services bieten aber laufend mehr Speicher. Ich speichere seit nun ca. 4 Jahren fast jede Mail und habe so ca. 8000 empfangene Emails. Diese nehmen auf meinem Webspace nicht mal 700 MB an Speicher ein. Ich bin daher fest überzeugt, dass der Durchschnittsverbraucher sowohl bei Google als auch bei Microsoft mehr als genug Speicher erhält – und mehr als bei web.de ist es allemal. Ich sehe es auf jeden Fall nicht mehr ein, Emails an Benutzer von web.de ein zweites Mal zu versenden. Wer Emails erhalten möchte, muss auch die Möglichkeit haben, Emails zu empfangen, egal wie viele Emails vorher eingetrudelt sind und wie groß die Anhänge der Emails waren.

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Firefox 3.5 optisch an Windows Vista / Windows 7 anpassen

Seit gestern ist die neue finale Version des Firefox verfügbar und wurde seitdem auch schon sehr oft heruntergeladen. Insgesamt ist das Credo eindeutig: Schneller, besser, stabiler, sicherer. Doch leider ist er optisch immer noch genauso, wie schon die Version 0.5 mit der ich angefangen habe: Grau.

Viele Leute sind der Meinung, dass Optik nicht unbedingt wichtig ist. Dieser Meinung war ich auch, bis Windows Vista rauskam. Ich habe damals gemerkt, dass auch die Optik zum Wohlfühlen am Rechner beitragen kann und empfinde den Look, der in Windows seit Windows Vista herrscht und mit Windows 7 verbessert wurde sehr angenehm. Daher lag es nahe, den Firefox möglichst an das Gesamtbild anzupassen. Das ist auch möglich, und dafür liebe ich den Firefox: Jeder kann aus ihm den Browser machen, den er gerne hätte. Hier ein Screenshot meines jetzigen Firefox:

Firefox

Die Transparenz der sonst grauen Fläche erhält man mit dem Plug-In All-Glass Firefox mod, based on Glasser. Danach ist der Look schon ziemlich gut – leider nimmt er aber auch ziemlich viel Platz ein. Firefox bietet aber ab dieser neuen Version (3.5) die Möglichkeit, das Aussehen von Firefox über eine CSS Datei zu verändern. Sehr interessant, also habe ich mir das näher angeschaut und ein bisschen Platz eingespart. Dafür muss eine Datei mit dem Namen userChrome.css im Unterverzeichnis chrome des Profilverzeichnisses erstellt werden. Sie hat bei mir folgenden Inhalt:

toolbarbutton{ margin: 0 !important; }
#PersonalToolbar{ height: 31px !important; }
tab{ height: 25px !important; }
tab:hover{ height: 26px !important; }
statusbar{ min-height: 18px !important; height: 18px !important; margin: 0px !important; }
#nav-bar{ height: 22px !important; }
menu{ height: 10px !important; }

Ich finde es toll und im direkten Vergleich gefällt mir die “neue” Version des Firefox doch erheblich besser:

Firefox ohne mod Firefox mit Mode

Schon alleine dadurch macht mir der Firefox 3.5 mehr Spaß :)

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Facebook Chat außerhalb des Browsers nutzen

Facebook ist meiner Meinung nach das beste soziale Netzwerk, das es derzeit gibt. Das bestätigen mir auch viele meiner Freunde, die teilweise mehrere soziale Netzwerke gleichzeitig nutzen. Facebook vereint viele Funktionen: Freunde treffen, Fotos teilen, Spiele spielen, Private Nachrichten schreiben, Chatten, Interessengruppen bilden, … Halt ein richtiges soziales Netzwerk. Ein Zitat von einem Freund im Facebook Chat zum Vergleich zwischen StudiVZ und Facebook:

Wenn man ein Wettrennen veranstalten würde wo die beiden antreten würden, dann wäre Facebook gar nicht mehr am Horizont zu sehen, so gut wäre es…

Bei mir persönlich ist es so, dass ich seit einigen Wochen ungewollt kein ICQ mehr habe. Facebook bietet daher für mich eine neue Möglichkeit mit meinen Freunden direkt zu chatten. Nachteil dabei war jedoch, dass ich Facebook immer im Browser öffnen musste. Da Facebook zu großen Teilen aus AJAX besteht ist die JavaScript Engine des Browser dabei ganz gut gefordert, was wiederum zu einer ständigen CPU Last führt. Zudem gab es einen weiteren großen Nachteil für Facebook als Chat: In der Facebook Fußleiste, in der die Chatpartner angezeigt werden kann immer nur ein Fenster geöffnet sein. Mehrere Gespräche zur gleichen Zeit werden damit schwierig, da man immer zwischen den Fenstern wechseln muss.

Daher habe ich nach einer Lösung gesucht, mit der ich den Facebook Chat auch außerhalb des Browsers nutzen kann. Gefunden habe ich dabei den Artikel 5+ Ways To Use Facebook Chat Outside of Facebook. Zuerst probierte ich die Lösung mit Gabtastik aus. War nicht schlecht, jedoch war das Fenster etwas unförmig und hatte bei mir immer Scrollleisten. Eine endgültige Lösung war das daher nicht und ich versuchte als zweites Digsby. Digsby ist genau das, was ich mir vorgestellt habe: Ein ICQ für Facebook. Es sieht ähnlich aus und verhält sich ähnlich. Außerdem bietet es wirklich viele unterschiedliche Möglichkeiten der Gesprächsdarstellung. Aber zuerst die Einrichtung.

Digsby Buddy List Nach dem Digsby heruntergeladen und installiert ist, muss zuerst ein Account bei Digsby erstellt werden. Im Account werden alle Einstellungen gespeichert. Das hat zur Folge, dass beim Wechsel zwischen Rechnern Digsby nicht neu konfiguriert werden muss, sondern alles beim alten ist: Die Accounts sind konfiguriert und das Layout (Skins, …) ist wie gewohnt. Auch ein Vorteil, wenn mehrere Rechner genutzt werden (z.B. Desktop und Laptop). Digsby kann viele unterschiedliche Messanger verwalten: AIM, MSN, Yahoo, Google Talk, ICQ, Jabber und Facebook Chat. Zusätzlich können auch Email Accounts über Digsby verwaltet werden: Gmail, Yahoo! Mail, Hotmail, POP Email, IMAP Email, AOL/AIM Mail. Als letzte Funktion kann Digsby dann auch noch Soziale Netzwerke wie Facebook, MySpace, Twitter und LinkedIn. Somit wird Digsby schnell zur zentralen Verwaltung des Internetlebens. Im Bild links ist z.B. abgebildet, wie vier meiner Facebook Freunde online sind, ein Mail Account abgefragt wird, Facebook als Social Community hinzugefügt ist (mit 0 ungelesenen privaten Nachrichten) und Twitter als Social Community angezeigt wird. Die Freunde können direkt angeschrieben werden per Doppelklick und für die Social Communitys öffnet sich beim überfahren ein kleines Fenster mit weiteren Informationen.

Alles was passiert wird in Echtzeit unten links am Bildschirmrand als kleine Info eingeblendet. So habe ich z.B. gerade eine Email bekommen, dass mir jemand neues bei Twitter folgt:

MeldungKommen Meldungen über Chateingänge, so kann direkt aus dem kleinen Fenster heraus geantwortet werden:

Gespräch

Somit kann das Hauptfenster getrost im Hintergrund bleiben und alles Wichtige ist trotzdem immer im Vordergrund.

Die API für den Facebook Chat ist anscheinend noch nicht ganz ausgereift, denn die Gespräche werden gleichzeitig auch in Facebook angezeigt. Wird die Seite nach mehreren Gesprächen erneut besucht, so sind alle Gespräche noch in der Fußleiste sichtbar. Hier ein Screenshot der zeigt, dass das Gespräch sowohl bei Facebook, als auch in dem Digsby Chat zu sehen ist:

Chatfenster

Die Feeds von Facebook und Twitter können wie erwähnt durch überfahren der Schaltflächen direkt aufgerufen werden. Hier zwei Screenshots, die das zeigen.

facebook feed twitter feed

Damit nicht genug. In Digsby ist eine weitere Funktion versteckt, die das Leben erleichtert. Da das Programm sowieso geöffnet (und bei mir auch meist im Vordergrund) ist, können über Digsby direkt Suchanfragen gestartet werden. SucheDafür muss lediglich das Digsby Fenster das aktive Fenster sein und dann kann direkt losgetippt werden. Das macht Digsby dann endgültig zur zentralen Applikation des Internetgeschehens.

Digsby ist für mich inzwischen immer geöffnet – noch vor Outlook. Es vereint die Möglichkeiten des Internets sinnvoll in einer schmalen, speicherarmen (11 MB im Arbeitsspeicher) und doch funktional starken Anwendung. Einziger Kritikpunkt: Die Zugangsdaten zu den Sozialen Netzwerken usw. werden im Digsby Account gespeichert und damit auf dem Digsby Server. Erst das ermöglicht es von überall auf Digsby zuzugreifen und alle Einstellungen sofort parat zu haben. Hier muss man sicherlich entscheiden, ob das so gewünscht ist, oder ob eine zu große Weitergabe von persönlichen Daten ist.

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o2 bietet langsame Flatrate für 10 EUR

Der Mobilfunkanbieter o2, den ich generell präferiere, hat vor kurzem einen seiner Surftarife umgestellt. Generell bietet o2 drei verschiedene Tarife:

  • 30 MB für 5 EUR / Monat
  • 200 MB für 10 EUR / Monat
  • Flatrate für 25 EUR / Monat

Bisher waren die Tarife so gestaltet, das lediglich bei der Flatrate eine Begrenzung drin war bis 5 GB. Danach sollte man nicht mehr die volle Bandbreite erhalten, sondern lediglich mit GPRS unterwegs sein. Bei den anderen beiden Tarifen musste bei Überschreitung des Limits gezahlt werden.

Das hat sich nun zumindest für einen der beiden geändert: Der mittlere Tarif mit 200 MB Transfervolumen wurde nun auch unbegrenzt. Die Geschwindigkeit wird danach lediglich auf GPRS gedrosselt, es fallen jedoch keine weiteren Kosten an.

Wer wie ich jedoch bereits Kunde des Tarifes ist, wird nicht von alleine umgestellt, sondern muss sich mit einem Anruf bei o2 selber (017955222) darum kümmern. Die Damen und Herren am Telefon sind sehr freundlich und die Umstellung dauert nicht mal fünf Minuten. Danach muss man sich keine weiteren Gedanken um die Kosten machen. Zugegeben, eine richtige Flatrate sieht anders aus, aber für meine Zwecke reicht dies vollkommen aus. Nun werde ich meine 200 MB wohl das eine oder andere Mal ausnutzen.

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