IMAP und die Windows 8 Mail-App

In meinem Artikel zum Wechsel vom iPad zum Surface habe ich das Problem mit der nicht voll funktionalen Mail-App erwähnt. Emails konnten von mir zwar empfangen werden, jedoch war das Versenden von Emails für mich nicht möglich. Ich ging davon aus, dass dieses Problem per Update der Windows 8 App behoben werden würde. Nachdem nun wochenlang kein Update erfolgte, wandte ich mich an die kostenlose Hotline (mit Rückruf) für Surface-Kunden.

Bei der Hotline erfuhr ich dann, was ich nirgendwo anders gelesen hatte: IMAP ist in der Windows 8 Mail App nur in Verbindung mit SSL möglich. Als ich dann bei meinem Provider nach SSL suchte, stellt ich fest, dass dieser bereits eine Schritt für Schritt Anleitung zum Einrichten der Windows 8 Mail App bereitstellt.

Seit ich die Einrichtung nach Anleitung des Providers vorgenommen habe, funktioniert das Empfangen und Senden von Emails aus der Windows 8 Mail App tadellos.

Das Erlebnis stellt mich nur vor zwei Fragen:

  1. Warum wird dieser Umstand in der Mail App nicht kommuniziert?
  2. Wieso trifft man bei Microsoft eine solche Entscheidung?

Auf meinem Desktoprechner hatte ich Windows Live Mail installiert. Dort konnte ich IMAP auch ohne SSL nutzen. Es handelt sich daher nicht um eine Windows 8 Vorgabe, sondern um eine „Feature“ der Mail App. Diese Entscheidung finde ich als Endkunde komisch und es erschwert mir nur die Inbetriebnahme meines Endgeräts.

Vielleicht hat ja noch jemand das Problem und findet dann in diesem Artikel eine Hilfestellung.

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Sicht eines Windows-Users: Nach vier Wochen iPad 3

Ja: Ich habe ein iPad. In meinem Bekanntenkreis ist man darüber sehr verwundert und belächelt mich wohl auch etwas, so in die Richtung: Der Microsoft-Vertreter ist wohl nun doch schwach geworden (ich habe sonst auf allen meinen Rechnern aus Überzeugung Microsoft Windows). Meine Entscheidung zum Kauf war jedoch rein rational und gut und lange überdacht. Natürlich war ich gespannt, wie sich dieses Gerät in meine totale Windows-Umgebung integrieren würde, aber nach den ersten vier Wochen möchte ich das iPad nicht mehr hergeben. Wahrscheinlich weniger, weil es ein Apple ist, als mehr weil es ein Tablet ist.

Wie kam es zu meiner Entscheidung ein Tablet zu kaufen?

Mein alter eeePC 1000H aus meiner Studienzeit hatte ausgedient. Der Akku lief nicht mehr wirklich lange und auch sonst zeigten sich die Gebrauchsspuren. So entschloss ich mich bereits im Oktober letzten Jahres einen Ersatz zu besorgen und mir war von vornherein klar, dass es ein Tablet werden würde. Mein geplanter Haupteinsatzzweck für das Gerät war das Sofa und da ist eine Hardwaretastatur mehr als hinderlich. Als ich mich dann aber auf dem Tablet-Markt umsah, gab es da nichts, was in meiner Preisklasse meinen Vorstellungen entsprach. Klar gibt es zwei Geräte, die als Tablet mit Stift und mit Windows sehr attraktiv sind, aber der eee Slate von Asus ist mit 900 EUR schon relativ teuer und kann mit ca. 3,5 Std. Akkulaufzeit nicht wirklich überzeugen und der Serie 7 Slate PC von Samsung ist zwar durchaus sehr interessant mit sechs Stunden Akkulaufzeit, aber mit 1300 EUR auch sehr teuer. Auch das iPad 2 konnte mich seinerzeit nicht begeistern: Wenn ich davor stand fiel mir die Displayauflösung sofort als negativ auf und damit war das Gerät aus der Liste möglicher Produkte abgeschrieben, denn selbst günstigere Geräte wie das MSI WindPad 100W oder der Acer Iconia Tab W hatten eine höhere Displayauflösung als das iPad. Eigentlich wollte ich das Tablet zu Weihnachten kaufen, aber da es aber nichts wirklich interessantes gab, verschob ich den Kauf vermeintlich auf die Einführung von Windows 8. Als dann im Februar gemunkelt wurde, dass das iPad 3 von Apple im März vorgestellt wird, war ich natürlich sehr interessiert. Es bewahrheitete sich, dass mein größter Kritikpunkt – die Displayauflösung – mit dem iPad 3 behoben wurde und das iPad somit wieder im Rennen war. Lediglich die Integration in meine Windows Welt würde wohl spannend werden. Ich entschied mich trotzdem zum Kauf, wohlwissend, dass ich ein Rückgaberecht hatte. Zudem sind Produkte von Apple ja auch relativ gut wieder zu verkaufen, daher hatte ich nichts zu verlieren.

Positives und Negatives zum iPad 3

Positives berichten alle im Internet. Ich habe vor meiner Kaufentscheidung relativ wenig negatives über das iPad gelesen. Daher möchte ich meinen Artikel heute bewusst dazu nutzen, um Kritik an einigen Punkten zu üben, die nicht wirklich gut durchdacht sind, oder aber in meiner bisherigen Welt zu Problemen und Schwierigkeiten führen. Trotzdem muss man natürlich auch kurz auf die Stärken eingehen, die bei mir zur Kaufentscheidung geführt haben.

Positives zum iPad 3: Akkulaufzeit

An erster Stelle ist dies die Akkulaufzeit. Mit dem iPad 3 kann ich 9-10 Stunden arbeiten. Das mache ich eigentlich nie am Stück, aber im Endeffekt bedeutet das, dass ich es viel seltener aufladen muss als einen herkömmlichen Laptop oder Slate PC. Außerdem kann ich mich auf kurze Reisen begeben, ohne gleich das Ladegerät einpacken zu müssen. Mein Ziel war es, hier besser zu werden, als das mit dem eeePC war. Dort hatte ich beim Kauf seinerzeit 6,5 Stunden Akkulaufzeit. Dass das iPad dies nun erheblich toppt, gefällt mir gut und war auch schon beim iPad 2 einer der wesentlichen Pluspunkte des Geräts.

Positives zum iPad 3: Displayauflösung

An zweiter Stelle folgt natürlich die Wahnsinnsauflösung. Zwei Screenshots dazu, um das zu verdeutlichen (ich habe die Bilder extra in Originalgröße hinterlegt, auch wenn das laden etwas länger dauert. Die weiteren Screenshots werde ich verkleinern):

Paper auf dem iPad

Tagesschau in Flipboard auf dem iPad

Mit diesem Display ist es echt krass, wie scharf die Texte dargestellt werden. Das erste Mal in meinem Leben lese ich die über die Jahre gesammelten eBooks auch wirklich. Es ist sehr angenehm auf dem Display zu lesen und wenn man länger liest, vergisst man sogar, dass man nicht von Papier sondern von einem Display liest. Mit den entsprechenden Apps kann man sich auch nahezu jede beliebige Internetseite als Magazin darstellen lassen und so macht das Lesen sogar noch Spaß.

Positives zum iPad 3: Qualität der Apps

Allgemein muss man die Qualität der Applikationen wirklich loben. Ich kenne nun inzwischen zwei Mobilsysteme (Windows Phone und iOS, in der nächsten Woche kommt Android dazu), muss aber anerkennen, dass iOS bezüglich der Applikationen die Nase wirklich weit vorne hat. Dabei habe ich durchaus den Vergleich durch Apps, die es sowohl für Windows Phone, als auch für iOS gibt.

Die Bahn-App auf dem iPad

Positives zum iPad 3: Zubehör

Das Zubehör für die Geräte von Apple ist sehr vielfältig. Da es eine große Kundschaft für wenige Formfaktoren gibt, lohnt es sich, Zubehör mit Grips zu entwickeln, da dieses sich dann häufig verkauft. So habe ich mir inzwischen eine Hülle zugelegt, die mich absolut begeistert.

Die Hülle kann als Ständer für das iPad benutzt werden

Die Optik der Hülle ist sehr ansprechend gestaltet

Natürlich lassen sich die Zubehörhersteller ihre Arbeit aber auch entsprechend vergüten: Ist ja Zubehör für einen Apple

Positives zum iPad 3: Gewicht

Das Gewicht überzeugt absolut. Ich hätte zwar nicht gedacht, dass selbst 650 Gramm auf Dauer so schwer sein können, aber mit diesem Fliegengewicht, ist Apple mit dem iPad auch in dieser Kategorie momentan Marktführer.

Negatives zum iPad 3: Der Preis

Nun, an erster Stelle steht hier der Preis. In der 16GB Version mag der Preis zwar noch human sein, aber dass man für 64GB dann 200 EUR mehr zahlen soll?? 64GB schneller Speicher liegt auf dem Markt weit unter 200 EUR. Leider ist mit der hohen Displayauflösung auch der Speicherbedarf von Apps gestiegen. Dies habe ich mir bereits vor dem Kauf gedacht, weil vierfache Auflösung, auch vierfache Dateigröße für Grafiken bedeutet. Da ich auch viel mit Fotos auf dem iPad machen möchte, habe ich mich trotz des Preises für die 64GB entschieden. Dies erweist sich im alltäglichen Gebrauch auch als die richtige Entscheidung, denn aktuell sind ohne große Fotozwischenspeicherung nur noch 31GB verfügbar, damit wäre die 32GB Version schon jetzt zu klein. Trotzdem bleibt der Preis ein klarer Kritikpunkt, da für die vollständige Nutzung der Funktionalitäten viele weitere Apps gekauft werden müssen. Auch hierbei verdient Apple wieder kräftig mit. Es wäre also meiner Meinung nach durchaus denkbar, den Preis zu senken um eine größere Käuferschaft anzusprechen und dann sekundär über die Applikationen mehr zu verdienen.

Negatives zum iPad 3: Zugriff auf Netzwerkordner und –dateien

In meinem Heimnetzwerk liegen die Multimediadateien zentral auf dem Server. Jedes anderes Gerät im Netzwerk kann auf dieses Mediendateien zugreifen. Lediglich das iPad kann von Haus aus nicht auf Mediendateien im Netzwerk zugreifen. Dies lässt sich nur über weitere (nicht immer kostenlose) Applikationen realisieren. So habe ich den Zugriff auf die Standardmediendateien über DLNA regeln können. Die Applikation, die ich dazu nutze ist MediaConnect, welche das Netzwerk automatisch nach DLNA Servern durchsucht. Da mein Windows Home Server DLNA automatisch unterstützt, war dies die beste Methode, um auf Mediendateien zugreifen zu können, auch wenn die Zugriffe nicht immer sehr schnell sind.

Die von MediaConnect gefundenen DLNA Server in meinem Netzwerk

Die Bilderordner vom Windows Home Server über DLNA

Für Bilder und Musik funktioniert diese Vorgehensweise sehr gut. Für Videos wird das dann schon schwierig, weil damit nur wiedergegeben werden kann, was vom iPad unterstützt wird und das ist bezüglich Videocodecs nicht wirklich viel. Zur Videowiedergabe muss außerdem noch der FlexPlayer installiert werden. Die nicht ausreichende Unterstützung von Videoformaten und Codecs führt dazu, dass ich für Videos einiges ausprobiert habe, bis ich dann zu einer Lösung gefunden habe, die ich immer dann nutze, wenn der FlexPlayer an seine Grenzen kommt: VLCStreamer wandelt die Videos mit einer auf dem Server installieren Applikation auf ein für das iPad verständliche Format um, sodass ich diese dann auf dem iPad sehen kann. Das beansprucht den Server zwar sehr stark (CPU Last 100%), aber funktioniert wenigstens einigermaßen. Die Einschränkung auf diese bestimmten Videoformate ist übrigens etwas, was ich überhaupt nicht verstehe bei Apple. Aber sie mögen es wahrscheinlich ja nur gut mit ihren Kunden meinen… Damit habe ich jetzt meine Netzwerkzugriffe auf Mediendaten einigermaßen hinbekommen.

Für alle anderen Dateitypen (Bilddateien, Officedateien, …) ist es jedes Mal erneut spannend, da für jeden Dateityp eine extra Applikation gesucht werden muss. Alternativ findet man eine App, die mit vielen Dateitypen umgehen kann. Womit ich aktuell nicht weiterkomme ist die Wiedergabe von Open Document Präsentationen auf einem externen Bildschirm. Mal zeigt die App die Präsentation schon nicht richtig auf dem iPad an, mal ist auf dem iPad richtig dargestellt, aber der externe Bildschirm bleibt schwarz, … Dazu aber weiter unten mehr.

Negatives zum iPad 3: Die Synchronisation von Fotos unter Windows

Das nächste Übel ist die Fotosynchronisation über iTunes. Wenn man einen Rechner mit MacOS hat, werden die Bilder mit dem iPad wohl über iPhoto synchronisiert. Für Windows gibt es das Programm aber nicht und so hat Apple sich gedacht, dass sie die Funktionalität in iTunes einbauen. Dabei haben sie sich aber nicht besonders viel Mühe gegeben (ein Schelm, wer Böses dabei denkt…). Synchronisiert wird nur die erste Ordnerebene. Man wählt also einen Hauptordner und die Unterordner daraus werden synchronisiert. Enthalten die Unterordner weitere Unterordner, so werden diese nicht angezeigt; die Bilder landen stattdessen mit im ersten Unterordner. Am Beispiel: Meine Ordnerstruktur ist so aufgebaut, dass in dem Ordner Bilder die Unterordner für die jeweiligen Jahre liegen, also 2010, 2011, 2012, … In diesen Ordnern liegen dann wieder Unterordner für die einzelnen Ereignisse. Da iTunes diese zweiten Unterordner bei der Synchronisation nicht berücksichtigt, lagen dann in meinem Ordner 2012 auf dem iPad ca. 4000 Bilder. Nun gibt es für dieses Problem zwei Möglichkeiten: Entweder nur ein Jahr auf dem iPad mitschleppen, oder alle benötigten Unterordner von den verschiedenen Jahren in einem iPad-Bilder-Ordner zusammenbringen und diesen dann zur Synchronisation auswählen. Das habe ich dann gemacht. Aber schön ist das nicht wirklich.

Negatives zum iPad 3: Die Wiedergabe von Fotos auf externem Monitor

Wenn man dann die Fotoordner auf einem externen Monitor wiedergeben möchte, darf man das nächste Mal staunen. Das iPad hat ein Display mit den Seitenverhältnissen 4:3. Jeder moderne Monitor hat jedoch ein Seitenverhältnis von 16:9. Damit entstehen bei der Wiedergabe eines Bildes auf dem externen Monitor schwarze Ränder an den Seiten des Bildes. Normalerweise werden diese schwarzen Ränder vom Fernseher erzeugt, weil das Bildsignal halt als 4:3 übergeben wird. Beim iPad ist dies jedoch anders: Das iPad steuert den Fernseher mit einer Auflösung von 16:9 an (in meinem Fall Full HD, also 1920 x 1080 Bildpunkte), erzeugt jedoch selber die schwarzen Trauerränder. Selbst wenn ich in ein Bild hineinzoome werden die Ränder nicht zur Anzeige von Bildmaterial verwendet. Dass die Auflösung wirklich genutzt werden kann zeigt das iPad, wenn dann zwischen den Fotos plötzlich ein Video steckt. Die Trauerränder verschwinden und das iPad zeigt das Video über die komplette Bildschirmfläche an. Hier hätte Apple ruhig etwas mehr Zeit investieren können, um dieses Verhalten zu verbessern. Zur Verdeutlichung habe ich dazu ein kurzes Video gemacht (leider stimmt die Schärfe nicht ganz…):

Negatives zum iPad 3: Qualität der Applikationen

Unter der gleichen Überschrift habe ich schon unter Positives berichtet, denn die Applikationen sind wirklich gut. Das Problem ist nur, dass in machen Fällen der letzte Schliff fehlt um sie auch wirklich benutzen zu können. Ich möchte das an zwei Beispielen deutlich machen:

Beispiel 1: iPhoto

iPhoto wurde in der Vorstellung des iPad 3 auch als neue Applikation vorgestellt und macht eigentlich für das iPad auch wirklich Sinn. Ich hatte vor, es in meinem Fotoworkflow zu integrieren. Der Haken an der Sache: Um alles aus den Bildern rauszuholen, fotografiere ich in RAW. Die RAW Bilder können zwar von iPhoto bearbeitet werden. Das Problem ist aber, dass in RAW Dateien generell keine Bearbeitungsschritte gespeichert werden. Dies macht jedes RAW Programm in einer eigenen Datenbank oder aber bietet die Möglichkeit diese Bearbeitungsschritte als zusätzliche Datei neben das Bild zu legen (XMP). iPhoto bietet genau diese Möglichkeit nicht. Da aber die Bearbeitungsschritte nicht im Bild gespeichert werden, kann ich iPhoto nicht nutzen, weil ich die Bearbeitung aus dem iPad nur als JPG rauskriege und damit habe ich nichts gewonnen. Hier fehlt also wieder genau der letzte Schritt…

Beispiel 2: Open Document Präsentationen (*.odp)

Das Open Document Format hat sich quasi als Standard durchgesetzt und wird inzwischen sogar von Microsoft Office unterstützt. Auch Freeware Programme wie Open Office oder Libre Office speichern die Dateien im *.odp Format ab. Das Problem ist aber, einen Viewer zu finden, der diese Dateien auf dem iPad anzeigt. Das von Apple bereitsgestellte Keynote kann mit dem Dateiformat nichts anfangen, und andere Apps können es nur rudimentär darstellen. Ich habe eine App gefunden, die mir auf dem iPad genau das zeigt, was ich sehen will, der externe Monitor bleibt jedoch schwarz. Die Anfrage an den Support blieb leider auch erfolglos. Gestern habe ich nun erneut einen Schritt gewagt und mir eine App gekauft, die eigentlich recht gut umgesetzt ist, denn man kann die Präsentationen auch bearbeiten. Dazu wird anscheinend auf einem Server das normale Libre Office gestartet und das Bild dann auf das iPad gestreamt. Sieht alles gut aus, bis auf die Darstellung im Präsentationsmodus. Sobald man die Folien zeigen möchte, wird unten und an der Seite was abgeschnitten. Auch hier habe ich Kontakt mit den Entwicklern aufgenommen und anscheinend tut sich was. Zumindest will man sich das Problem ansehen und bedankt sich für die Information.

Negatives zum iPad 3: Keine Testversionen oder Rückgabe von Apps

Von Windows Phone bin ich es auf meinem Smartphone gewohnt, dass ich Apps testen kann bevor ich sie kaufe. Wie an meinem Beispiel 2 eben zu sehen war, habe ich jede Menge Apps ausprobiert, um die Darstellung von Open Document Präsentationen zu ermöglichen. Leider ohne Erfolg. Zu meinem Test gehörten nicht nur kostenfreie Apps und so habe ich hier einige Euros verschleudert. Dem AppStore täte es sehr gut, wenn Apps vor dem Kauf getestet werden können. Bei Windows Phone gibt es dazu zwei Möglichkeiten: Entweder der Funktionsumfang ist beschränkt, oder aber der Nutzungszeitraum ist beschränkt. Beides sind Alternativen, die durchaus sehr gut denkbar sind.

Fazit

Das iPad ist auf Hardwareebene wahnsinnig gut umgesetzt und ich habe selten so ein hochwertiges Gerät in der Hand gehabt. Das Problem ist aber die Software. Teilweise versenkt man Stunden um bestimmte Funktionen zu ermöglichen. Noch ist mein iPad kein kompletter Ersatz für meinen Laptop, da zwei Schlüsselfunktionen von mir nicht funktionieren: Bearbeitung von RAW Dateien und Darstellung von Open Document Präsentationen. Trotzdem habe ich mich dazu entschlossen das iPad vorerst zu behalten – Zumindest bis Windows 8 dann mit vergleichbaren Tablets auf dem Markt ist. Ob ich dann noch umsteigen möchte, werde ich dann sehen müssen.

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Datensicherung: Vorstellung von Sicherungskonzepten

Die Datensicherung der Daten eines Rechners ist heute eigentlich gar kein Problem. Die Datenmengen haben zwar stark zugenommen, aber die Datenträger sind dafür auch immer größer geworden. Speicherplatz kostet auch nicht mehr viel (Ausnahmezeiten gibt es immer wieder, so wie momentan gerade die Probleme in Thailand seit der letzten großen Flut und dem dadurch entstandenen Festplattenengpass). Trotzdem erlebe ich es immer wieder, dass viele Verwandte, Freunde, Bekannte keine Datensicherungen machen. Wahrscheinlich immer mit dem Hintergedanken, dass es einen ja schon nicht treffen wird mit dem Festplattenausfall.

Festplattenausfälle sind jedoch keine Seltenheit. Ich selber habe nun auch persönlich eine Festplatte gehabt (eine SSD), die nach acht Monaten schon den Geist aufgegeben hat. In meinen über 10 Jahren, die ich mit PCs zu tun habe, ist das nicht ein einziges Mal aufgetreten bei mir persönlich. Trotzdem habe ich meine Daten immer wieder fleißig gesichert und das hat sich jetzt bezahlt gemacht, aber dazu später mehr. Die mir bekannte gängige Meinung unter Experten ist, dass Festplatten entweder im ersten halben Jahr kaputt gehen, oder aber die Garantiezeit überleben. Nach fünf Jahren sollte man Festplatten tauschen. Leider erlebe ich es im Bekanntenkreis häufiger, dass Festplatten auch während der Garantiezeit, den Geist aufgeben. Man kann sich also nicht sicher sein, und sollte deswegen Sicherungen anlegen. Ich möchte in diesem Artikel verschiedene Konzepte zur Datensicherung aufzeigen.

Der Anlass zu diesem Artikel entstand durch das Notebook meines Schwiegervaters. Als ich dessen Festplatte bei mir zum Sichern eingebaut habe, nachdem sich sogar schon das ziemlich nachlässige S.M.A.R.T. System mit dem Status BAD gemeldet hatte, hat dann auch Windows 7 eine entsprechende Fehlermeldung gebracht:

Festplattenfehler

Diese Meldung sollte man ernst nehmen. Bei der Festplatte meines Schwiegervaters waren einige Sektoren betroffen und Windows stockte bei der Ausführung bereits immer wieder, weil Daten nicht oder nur schwer lesbar waren.

Die externe USB-Festplatte

Datensicherung über UBS auf externe Festplatte

Dieses Konzept ist das einfachste Sicherungskonzept und auch das günstigste. Eine externe USB-Festplatte wird an den Rechner angeschlossen und über Datensicherungsprogramme (bei Windows gibt es z.B. integriert die Windows-Sicherung “Sichern und Wiederherstellen”) oder über Kopieren und Einfügen die Daten gesichert. Ich empfehle hierbei die Nutzung von Datensicherungsprogrammen, denn diese legen meist auch ein Abbild des kompletten Datenträgers oder aber zumindest ein Abbild der wichtigsten Systemdateien und Programme mit an. Damit entfällt das lästige Neu-Aufsetzen des Rechners wenn eine Festplatte den Geist aufgeben sollte. Bei dieser Methode ist der Preis gering, aber die notwendigen händischen Eingriffe sind etwas höher. Die Festplatte wird ja nicht jederzeit mit dem Rechner verbunden sein, daher muss sie zur Sicherung immer erst angeschlossen werden. Bereits diese Hürde hindert manches mal schon an einer regelmäßigen Sicherung der Daten. Ein weiterer kleiner Kritikpunkt an dieser Methode ist die Geschwindigkeit des Datentransfers. Üblicherweise haben gerade ältere Geräte keinen USB 3.0 Anschluss und die günstigen externen Festplatten haben ebenfalls nur USB 2.0. Die Geschwindigkeit des Datentransfers führt dazu, dass die Komplettsicherung eines Rechners mindestens bei der Erstsicherung länger dauert.

In vielen Fällen habe ich erlebt, dass die Festplatte im Notebook zu klein wurde und dann Daten auf der externen Festplatte abgelegt wurden, die auf dem Notebook nicht mehr gespeichert waren. Damit ist die Datensicherheit nicht mehr gegeben, denn die Daten liegen dann nur noch auf der externen Festplatte. Möchte man Daten wirklich auf die externe Festplatte legen, dann sollte man darauf achten, dass die externe Festplatte aus zwei internen Festplatten besteht, die sich gegenseitig synchronisieren (RAID).

Die externe Netzwerkfestplatte

Datensicherung über Netzwerk auf externe Festplatte

Das Prinzip ist ähnlich wie bei der USB-Festplatte, jedoch mit dem entscheidenden Unterschied, dass die Netzwerkfestplatte nicht direkt mit dem Laptop verbunden ist, sondern über den Router mit dem Rechner verbunden ist. Dort stört sie meist keinen und ist deshalb im Netzwerk dauerhaft verfügbar. Die Hürde, die Festplatte erst anschließen zu müssen zu Sicherungszwecken ist damit nicht mehr existent. Was die Geschwindigkeit angeht, so hängt das stark vom verwendeten Netzwerktyp ab. Falls man wirklich viele Daten über das Netzwerk sichern möchte, so kommt man um ein schnelles Kabelnetzwerk nicht drumrum. Hier mal eine kleine Übersicht:

Netzwerktyp Geschwindigkeit
Älteres Funknetzwerk (802.11g) 54 MBit/s
Älteres Kabelnetzwerk (CAT5) 100 MBit/s
Neueres Funknetzwerk (802.11n) 300 MBit/s
Neueres Kabelnetzwerk (CAT6) 1000 MBit/s
Vergleichswert USB 2.0 480 MBit/s
Vergleichswert USB 3.0 4000 MBit/s

Bei den angegebenen Werten, handelt es sich um theoretisch erreichbare Maximalwerte. Die tatsächlichen Werte sind abhängig von der verwendeten Hardware. Ich behaupte mal, dass die Netzwerktransferraten bei Kabelnetzwerken meist so bei 85 – 95% des theoretischen Maximums liegen, bei Funknetzwerken deutlich niedriger (je nach Abstand zur Funkstation) und die USB Werte bei ca. 80%. Wichtig ist natürlich auch die Geschwindigkeit der zu sichernden Festplatten bei der Betrachtung der Gesamtgeschwindigkeit.

Die Werte zeigen jedoch deutlich, dass die Datensicherung über WLAN in jedem Fall die langsamste Lösung ist. Eine Netzwerksicherung sollte meiner Meinung nach immer über ein Datenkabel erfolgen um zufriedenstellende Ergebnisse zu erreichen.

Auch hier gilt, was ich bereits im USB Abschnitt geschrieben habe: Wenn man nur Daten sichern möchte, so reicht eine Festplatte aus, wenn man Daten im Netzwerk ablegen möchte, um die Festplatte zu entlasten, so sollte die Netzwerkfestplatte intern aus zwei Festplatten bestehen, die synchronisiert laufen (RAID).

Meine persönlichen Erfahrungen mit Netzwerkfestplatten sind eher negativ. Im günstigen Preissegment sind sehr günstige Komponenten verbaut, die bezüglich der Geschwindigkeit weit entfernt vom theoretisch maximalen Wert liegen. Zudem habe ich bei einer externen Netzwerkfestplatte erlebt, dass die Spiegelung immer wieder neu hergestellt werden musste, Festplatten nicht erkannt wurden, … Ich persönlich rate daher von einer solchen Datensicherungsmethode ab.

Der Home-Server

Datensicherung über Netzwerk auf einem Server

Für viele scheint diese Lösung bereits übertrieben und unnötig. Nachdem ich nun über zwei Jahr einen Home-Server betreibe kann ich diese Variante jedoch nur sehr empfehlen. Ein Home Server ist in der Erstanschaffung wesentlich teurer als die anderen aufgezeigten Möglichkeiten der Datensicherung. Jedoch macht sich der erhöhte Anschaffungspreis über Laufzeit meiner Meinung nach bezahlt. Ich selber nutze den Windows Home Server, weil der am besten in meine Netzwerkumgebung passt. Windows Home Server ist ein Betriebssystem von Microsoft, welches auf jedem handelsüblichen PC installiert werden kann. Es gibt zahlreiche Erweiterungsmöglichkeiten dafür, bis hin dazu, dass der Server nur dann läuft, wenn Geräte im Netzwerk aktiv sind, oder nur zu vorgegebenen Uhrzeiten nach einem speziellen Kalender usw. Die Einrichtung ist sehr einfach und der Home Server benötigt lediglich Netzwerk und Strom.

Ich schätze am Home Server, dass ich diesen mit weiteren Festplatten erweitern kann, wenn der Speicherplatz eng wird, ohne gleich wieder ein ganzes System mitzukaufen, wie das bei Netzwerkfestplatten der Fall ist (Platte + Gehäuse + Netzstecker + Betriebssystem auf der Platine, meist irgendein Linux). In meinem Home Server sind inzwischen aus unterschiedlichen Gründen sieben Festplatten eingebaut. Diese Lösung bietet weitere Anwendungsfälle über die normale Datensicherung hinaus. Aber auch die Datensicherung ist sehr charmant ausgeführt. Über das schon angesprochene Add-In zum Strom sparen kann man den Server so konfigurieren, dass er zu einer festgelegten Uhrzeit aufwacht, die zu sichernden Rechner weckt, eine Sicherung dieser Rechner anfertigt und danach die Rechner und anschließen sich selber wieder schlafen legt. Damit ist sichergestellt, dass jede Nacht eine Sicherung angelegt wird. Mein in der Einleitung angesprochener Festplattenausfall war somit nicht weiter tragisch, denn ich habe einfach das Backup der letzten Nacht eingespielt und war bereits nach zwei Stunden Wartezeit wieder arbeitsfähig. Ein Server macht besonders dann Sinn, wenn man eben nicht nur eine Datensicherung betreiben möchte, sondern weitere Anwendungsfälle hat oder plant. Zur Verdeutlichung folgendes Schaubild:

Darstellung eines Heimnetzwerkes in der Ausbaustufe

Dargestellt ist hier ein größeres Netzwerk, wie es heute jedoch nicht unüblich ist. Alle gezeigten Geräte sind über Netzwerk verbunden: Smartphone, Laptop, Festrechner, WLAN-Radio und Server. Der Server bildet hierbei die zentrale Datenablage, das heißt, das auf dem Laptop und dem Festrechner nur das Betriebssystem und die Programme installiert sind. Alle persönlichen Daten liegen auf dem Server. Wegen dieser zentralen Datenablage können alle Geräte auf die Daten zugreifen: An allen Geräten kann ich die gleiche Musik abspielen, die gleichen Fotos zeigen und die gleichen Videos ansehen. Ich kann sogar an einem Gerät beginnen und an einem anderen Gerät weitermachen. WLAN-Radios setzen oftmals voraus, dass ein zentrales Gerät zur Verfügung steht, welches die Musikbereitstellung vornimmt. Wenn dafür nicht immer extra ein Gerät angeschaltet werden soll, fällt die erste Lösung mit der USB-Festplatte dafür schon einmal weg. Außerdem setzen WLAN-Radios häufig voraus, dass auf dem Gerät, wo die Musikdaten liegen ein vom Hersteller erstelltes Programm installiert wird, damit das WLAN-Radio die Suche nach bestimmten Alben, Künstlern oder Genres ermöglichen kann. Dies ist ohne ein spezielles Programm auf dem Musikspeicher nicht möglich. Damit ist eine Netzwerkfestplatte aber auch aus dem Spiel, denn auf Netzwerkfestplatten können keine Programme installiert werden. Für diesen Anwendungszweck bleibt also nur ein zentraler Server.

Der Home Server bietet gegenüber den anderen Lösungen also viele Vorteile, die über eine reine Datensicherung hinausreichen. Wer also weitere Netzwerkkomponenten plant, sollte sich frühzeitig für eine Komplettlösung entscheiden, die alle Möglichkeiten für die Zukunft offen hält.

Wichtige Voraussetzung für die Nutzung eines solchen Aufbaus ist jedoch ein schnelles Netzwerk. Bei mir kommt als Kabelnetzwerk CAT6 zum Einsatz mit Spitzengeschwindigkeiten bis zu 950 MBit/s. Für den Laptop, der über WLAN ans Netzwerk geht habe ich noch ein WLAN 802.11n Netzwerk eingerichtet, welches jedoch nur auf ca. 160 MBit/s kommt.

Katastrophenschutz

Die zweistufige Sicherung

Die beste Sicherung nützt natürlich nichts, wenn im Haus ein Brand ausbricht oder eine Überschwemmung oder Erdbeben das Haus zerstört. Auch Diebstahl kann dafür sorgen, dass sowohl Rechner als auch Sicherung nicht mehr existent sind. In solchen Fällen ist es sinnvoll ein zweites Backup zu haben, welches nicht im gleichen Haus liegt, sondern an einem Ort, den man häufig besucht, der jedoch auch weit genug vom eigentlichen Wohnort entfernt ist. Günstige Orte für solche Dinge sind z.B. das Haus von Freunden / Familienangehörigen oder die Arbeitsstelle (wenn vom Arbeitgeber erlaubt).

Für solche Zwecke wird häufig auch ein Sicherung der Daten im Internet empfohlen. Es gibt bereits einige Dienstleister, die solche Datenspeicher zur Verfügung stellen. Ich persönlich halte das noch für zu früh und zu teuer wenn man mehr als den Gratisspeicher benötigt. Sicherlich wird die Zeit kommen, in der die Internetverbindungen flächendeckend schnell genug für große Datentransaktionen sind und auch der Speicher im Internet nicht viel kostet, jedoch rate ich aktuell noch von einer solchen Lösung ab.

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Das eigene Heim vernetzen

Im Zuge meines Umzugs in diesem Jahr habe ich im neuen Heim das Netzwerk nachgerüstet. Weil ich kaum Vorwissen hatte, was komplexe Netzwerke anging, musste ich mir viele Informationen über das Internet suche und stellte dabei fest, dass es kaum Artikel zu dem Thema gab, die das darstellten, was ich benötigte. Ich möchte daher nun mal zusammenfassen, was man benötigt, und wie ich das Netzwerk bei mir eingerichtet habe.

Das Haus, in dem wir wohnen hat drei Etagen: Keller, Erdgeschoss und Obergeschoss. Im Obergeschoss sollten ein Arbeitszimmer und ein Kinderzimmer mit Netzwerk versorgt werden. Im Erdgeschoss ging es mir lediglich ums Wohnzimmer. Für Arbeitszimmer und Wohnzimmer habe ich jeweils zwei Leitungen gelegt, da im Arbeitszimmer zum einen der Desktoprechner versorgt werden musste aber auch zu Beginn das Internet von dort ins Haus verteilt wurde. Im Wohnzimmer habe ich einen TV und einen Media Center PC. Insgesamt komme ich so auf fünf Leitungen, die verlegt wurden. Für die Netzwerkleitungen habe ich CAT7 Kabel verwendet, da hier die Möglichkeit besteht in Zukunft auf modernere Netzwerktechnik umzurüsten.

In den jeweiligen Zimmern wird eine Dose gesetzt. Momentan empfiehlt es sich CAT6 Dosen zu verwenden. Das ist noch kein großes Geheimnis. Schwierig wird es dann als erstes bei der Entscheidung ob man die Belegung A oder die Belegung B auswählt. Bei den unterschiedlichen Belegungen werden die Leitungen in einer anderen Reihenfolge verkabelt. Ich konnte keine schlüssigen Aussagen darüber im Internet finde, was denn jetzt besser sei. Da viele Komponenten die Belegung A größer aufdrucken als die Belegung B habe ich mich dann auch für Belegung A entschieden. Wichtig ist hier jedoch nur, dass im gesamten Haus die gleiche Belegung verwendet wird.

Im Keller laufen dann die Leitungen alle zusammen. Es bietet sich an für die Netzwerkgeschichten einen eigenen Schrank zu verwenden. Hier gibt es für den professionellen Bereich die 19” Schränke, die jedoch für den Privatbereich häufig zu groß sind. Bei meiner Recherche entdeckte ich dann auch die 10” Schränke. Einen solchen habe ich mir gekauft und meine Netzwerkkomponenten dort eingebaut.

Der 10" Netzwerkschrank

Für den Schrank wird natürlich Strom benötigt. In meinem Fall habe ich das ganz einfach dadurch gelöst, dass ich eine Mehrfachsteckdose in den Schrank gelegt habe.

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Außerdem wird eine Erde benötigt um die Datenübertragungsgeschwindigkeit voll ausnutzen zu können. Dazu aber später mehr.

In meinem Schrank sind folgende Komponenten eingebaut:

  • PatchPanel 8 Port
  • Gigabit Switch 8 Port
  • Fritz!Box

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Auch wenn das etwas chaotisch aussieht ist es eigentlich recht einfach. Die Leitungen kommen von allen Dosen zu diesem Schrank. Dort ist das PatchPanel das Gegenstück zu den Netzwerkdosen im Zimmer. Ich habe ein PatchPanel mit 8 Port gewählt, da ich momentan nur 5 Netzwerkdosen habe. Selbst in der zweiten Ausbaustufe werde ich die 8 Ports gerade voll ausnutzen (beim Ausbau des Kellers). Ich habe lernen müssen, dass hier nicht günstig immer gleich gut ist. Mit dem Digitus PatchPanel DN-91608S habe ich aber keine schlechten Erfahrungen machen müssen. Das PatchPanel wird nicht mit Strom versorgt. Es kann daher mit einer Erde verbunden werden um ein definiertes Nullpotential zu schaffen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das die Geschwindigkeit des Netzwerks erhöht.

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Da das PatchPanel nichts anderes als viele Netzwerkdosen nebeneinander sind, gibt es zwischen den einzelnen Leitungen keine Verbindung. Diese muss durch einen Switch geschaffen werden. Hier verwende ich momentan einen 8 Port Gigabit Switch von TP-Link, der meiner Meinung nach zu empfehlen ist. Mit der zweiten Ausbaustufe wird der aber zu klein und dann muss ich auf einen 16er Switch wechseln. Diese gibt es jedoch auch in der 10” Bauweise, also passend zu diesem Schrank. Zwischen PatchPanel und Switch wird die Verbindung mit kurzen Leitungen hergestellt. Ich hatte fälschlicherweise 1,0m Leitungen gekauft. Es gibt auch 0,5m Leitungen und die sollten völlig ausreichend sein. Durch die 1,0m Leitungen habe ich jetzt mehr Leitung im Netzwerkschrank als unbedingt notwendig.

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Da es sich bei dem Switch und auch der darüber liegenden Fritz!Box nicht um 10” Komponenten handelt, kann man diese nicht direkt im Schrank verschrauben. Es wird also ein passender Fachboden benötigt. Der Fachboden kann dann entsprechend im Schrank angebaut werden und bietet Platz um weitere Komponenten unterzubringen. Da der Fachboden Löcher hat, habe ich ihn genutzt, um von unten den Switch anzubringen und oben den Router drauf zu stellen. Beim Switch sind inzwischen 7 Ports belegt, da zu den 5 Netzwerkdosen der Server kommt, der direkt im Keller steht und auch das Internet, das inzwischen auch im Keller ankommt.

Bei der Planung meines Netzwerks bin ich davon ausgegangen, dass das Internet aus der Telefondose im Arbeitszimmer kommt. Wir haben aber inzwischen zu Kabel Deutschland gewechselt. Hier kommt das Internet aus dem Kabelanschluss. Dafür wird ein Modem von Kabel Deutschland mitgeliefert. Dieses Modem kann man entweder an einen PC anschließen oder man schließt einen Router davor an. Die Fritz!Box lässt sich entsprechend konfigurieren und so sorgt sie dafür, dass das Internetsignal vom Modem im gesamten Netzwerk genutzt werden kann.

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Natürlich kann das WLAN der Fritz!Box nicht verwendet werden, da sie erstens im Keller und zweitens in einem Metallschrank steht. Um trotzdem ein Funknetzwerk nutzen zu können habe ich also einen AccessPoint im Arbeitszimmer angebracht. Dieser nutzt nun die frei gewordene Netzwerkverbindung in den Keller. Der von mir verwendete AccessPoint ist nach meiner guten Erfahrung mit dem Switch ebenfalls von TP-Link und erfüllt seinen Dienst sehr gut.

Insgesamt ist so ein Netzwerk gar nicht so kompliziert und falsch machen kann man auch nicht viel. Die Datenübertragungsraten danken es auf jeden Fall. Lagen die beim Funktnetzwerk so zwischen 2 und 10 MB pro Sekunde habe ich jetzt dank Gigabit Netzwerk so ca. 50 bis 80 MB pro Sekunden. Gerade bei großen Bild- und Videodaten funktioniert das sehr gut. Da bei mir alle Multimediadaten auf dem Server liegen war die schnelle Netzwerkverbindung ein Muss.

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Der perfekte PC fürs Wohnzimmer

Einige Monate hatte ich nun bereits einen Media Center Extender im Wohnzimmer stehen. Vom Prinzip her funktioniert dieser auch nach meinen Wünschen, jedoch gab es gehäuft Probleme. Mal funktionierte die Netzwerkverbindung nicht (angeblich weil es halt Draft n war…), dann schon, aber mit Unterbrechungen. Zudem ist der Prozessor sehr langsam, was das navigieren im Media Center manchmal zur Geduldsprobe machte. Außerdem unterstützt der Extender keinen H.264 Codec. Nach einiger Zeit des Leidens war klar: Hier muss ein vernünftiger PC her, der dann lediglich als Media Center dient.
Spätestens nach der Anschaffung eines Home Servers sind die Voraussetzungen in meinem Heimnetzwerk dafür geschaffen, denn die Multimediadaten liegen zentral auf dem Server und müssen so nicht entweder auf jedem PC liegen oder von einem anderen PC (der dann ebenfalls laufen muss) bezogen werden. Mit der Unterstützung von WLAN N sollte die Verbindung auch schnell genug für Full HD Videos sein.
So setzte ich mich also an einem Abend hin und machte mir über meine Anforderungen Gedanken und lotete die Möglichkeiten mit einer Internetrecherche aus. Meine Anforderungen konnte ich relativ klar definieren:

  • Da der PC ins Wohnzimmer kommt, sollte er möglichst leise sein, am besten lautlos.
  • Da meine neue Kamera Videos in Full HD aufnehmen kann, sollte das Gerät Videos in Full HD ohne Probleme abspielen können.
  • Da der PC häufig laufen wird (Musik abspielen, Fotos anschauen, Videos gucken) soll der Stromverbrauch möglichst gering sein.
  • An die Festplatte werden keine großen Ansprüche gestellt, da nur das Betriebssystem auf dem Rechner liegt. Die Multimediainhalte werden über WLAN bezogen, woraus die nächste Anforderung resultiert:
  • Der PC muss über WLAN N verfügen.
  • Als Betriebssystem wird Windows 7 aufgrund des Media Centers eingesetzt.
  • Als letzte Anforderung sollte der PC über HDMI mit dem Fernseher verbunden werden, weil dadurch zwischen Fernseher und PC nur eine Leitung für Audio und Video notwendig ist.

Im Internet versuchte ich Blogs zu finden, die über einen Zusammenbau eines solchen Rechners berichteten, aber alle setzten auf Prozessoren mit mehr Leistung und hatten dementsprechend auch Lüfter mit an Board. Also muss ich mir alle Teile selber zusammen suchen. Das führte zu einer Bauzeit von knapp einem Monat.

Mit den genannten Anforderungen stößt man prozessortechnisch relativ schnell auf den Intel Atom N330 mit dem ION Chipsatz (kurz auch Intel ION genannt). Der Prozessor ist energiesparend und daher von der Wärmeentwicklung eher unkritisch. Außerdem kommt mit dem ION auch eine halbwegs vernünftige Grafikleistung in Form der Nvidia GeForce 9400m, die mit Full HD und BlueRay keine Probleme hat.

Nachdem die Frage der Plattform also geklärt war, galt es ein Board zu finden, dass diesen Ansprüchen gerecht wird. Beeindruckt hat mich dabei das ZOTAC ION ITX-A, welches neben der ION Plattform auch noch WLAN N und ein lüfterloses Kühlsystem bietet. Zusätzliches Highlight: Der Strom wird über ein externes Netzteil bezogen. Das interne Netzteil und der damit verbundene Netzteillüfter entfällt. Überzeugt hat mich auch der ausführliche Bericht & Test von computerbase.de zum ZOTAC ION ITX-A.

Um Kosten zu sparen habe ich mich in einem ersten Versuch (insgesamt gab es drei Versuche) für eine ecoGreen Festplatte von Samsung entschieden. Die 5400 Umdrehungen sollten dazu beitragen Vibrationen zu vermeiden und so die Lautstärke zu minimieren. Das Gehäuse habe ich mir im ersten Versuch von der Firma Antec bestellt. Ich kannte die Firma vorher überhaupt nicht. Die Konzepte ihrer Gehäuse haben mich aber absolut überzeugt und inzwischen habe ich mir mehrere Gehäuse angeschaut. Das NSK 2480-EC war zwar etwas groß, überzeugte mich aber aufgrund des Dreikammersystems, mit welchem Festplatte, Mainboard und Netzteil / optische Laufwerke in verschiedenen Kammern verteilt sind und die Wärmeentwicklung daher gezielt beeinflusst werden kann.

Mit dem Board, dem Gehäuse, der Festplatte und 2GB DDR2 Speicher war damit das System zusammengestellt und bestellt. Bereits bevor alle Teile bei mir zu Hause angekommen waren, bemerkte ich, dass ZOTAC auch ein Nettop bereithält, was genau meine Spezifikationen erfüllt. In einem Test von einer Hardwarezeitschrift wurde das Nettop von der Lautstärke her sogar als zweitleisestes Nettop bezeichnet (das Leiseste hatte keinen N330 und nur eine GMA950 GPU und war damit für Full HD und BlueRay nicht geeignet). Also wurden alle Teile zurückgeschickt und das Komplettsystem bestellt. Bestechend dabei war natürlich auch die Größe: Mitgeliefert wird eine Halterung mit der das System hinter einem Bildschirm montiert werden kann.

Nach einem längeren Bestellvorgang bei pcspezialist.de, deren System mir keine Auskunft über den aktuellen Stand der Bearbeitung gibt, hatte ich das Gerät zu Hause. Die Kundenkommunikation von pcspezialist.de kann ich hier nur als negativ bezeichnen, aber das würde den Artikel sprengen. Ebenfalls negativ war gleich von Anfang an die Lüfterlautstärke des ZOTAC MAG HD-ND01. Ich schob das Pusten des Lüfters erst einmal auf die Einrichtung des Gerätes, die dem Prozessor ja schon einiges abverlangte. Nachdem ich also einige Stunden Einrichtung hinter mir hatte und das Gerät dann in den Raum brachte, in dem es letztendlich genutzt werden sollte hatte ich keinen WLAN Empfang. Die Empfangsleistung des Nettops reichte nicht aus. Gemeinsam mit dem wesentlich zu lauten Lüftergeräusch war das für mich Grund genug, das System zurückzusenden.

Am gleichen Abend wurden also die bisherigen Teile wieder bestellt, mit zwei Veränderungen. Als Festplatte entschied ich mich nun aufgrund der Lautstärke für eine SSD von Intel mit 40GB Speicher und beim Gehäuse wurde ich eine Nummer kleiner mit dem NSK 1380-EC. Nachdem das Gehäuse dann am angestammten Platz Probe stand, wurde es als zu groß befunden und wieder zurück geschickt. Letztendlich blieb ich aber bei Antec und bin nun mit dem ISK 310-150 wirklich glücklich. Es passt von der Größe perfekt und bietet alles, was ich für den Wohnzimmer PC benötige.

Ein Problem im Nachgang stellte die Fernbedienung dar. Da sich das System in meine bisherige Umgebung integrieren sollte, wollte ich es mit einer Logitech Harmony steuern. Das geht aber nur, wenn die Infrarot Schnittstelle den RC6 Standard unterstützt, wie ich nach zwei Fehlbestellungen gelernt habe. Letztendlich hat das aber dazu geführt, dass ich auf die HFX Vista Remote Control GP aufmerksam wurde, die gleich mit entsprechendem Zubehör zum internen Verbau kommt.

Der fertige PC ist nun mit folgenden Komponenten zusammengebaut:

Gesamtkosten: ca. 450 EUR

Zum Schluss noch ein paar Bilder:

Auf dem Multimediaboard steht der PC und darüber liegt die Wii. So hat man gleichzeitig einen direkten Größenvergleich. Der Monitor ist 26” groß.

Wohnzimmerwand mit TFT, Wii, Boxen und PC Direkter Vergleich mit der Wii hochkant. Das Gehäuse bietet zwei USB Anschlüsse in der Front und einen eSata. Außerdem Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer.

Größenvergleich mit der Wii

Hinter der Klappe kann ein optisches Laufwerk eingebaut werden. Die Klappe geht per Druck auf der rechten Seite auf und auch wieder zu.

PC mit Klappe offen Hier noch mal als Größenindikator die Logitech Harmony 525 oben drauf.

PC mit Logitech Harmony 525

Die Rückseite bietet Anschlüsse für PS/2, 6x USB, HDMI, DVI, VGA, e-Sata, optischer Ausgang, S/PDIF, Gigabit-LAN und Sound. Das Loch oben rechts am Gehäuse stammt von einem Netzteil, das mitgeliefert wird, welches ich aber nicht benötige wegen des externen Netzteils, welches mit dem Board geliefert wird.

Die Rückseite des PCs Die SSD von Intel sieht man als erstes wenn das Gehäuse geöffnet wird.

Die SSD von Intel Der Blick von oben auf das Gehäuse wird von dem großen passiven Lüfter der CPU bestimmt.

Blick von oben

Zwei Steckplätze für Speicher, sowie drei SATA Anschlüsse sind auf dem Board vorhanden.

IMG_1708 Der Infrarotsensor wurde von mir innen an der Rückwand angebracht. Durch die vielen Löcher an der Gehäuseseite dringen die Infrarotsignale ohne Probleme zu ihm durch.

IMG_1711 Wegen der verwendeten Adapter liegen sehr viele Leitungen im Gehäuse. Allerdings größtenteils im vorderen Teil, wo normalerweise der Platz für das interne 150 Watt Netzteil vorgesehen ist. Somit ist die Belüftung dadurch nicht beeinträchtigt.

IMG_1714 Der Strom für die Laufwerke kommt von diesem einen Anschluss auf dem Board (da das Netzteil ja außerhalb des Gehäuses ist). Mitgeliefert wird ein Adapter von diesem Anschluss auf drei SATA Stromanschlüsse.

IMG_1716 Der interne mini PCI-Express Slot ist vom WLAN N Netzwerkadapter belegt, kann aber bei Bedarf gewechselt werden.

IMG_1717

Hier die Lufteinlässe auf der rechten Seite des Gehäuses. Ein interner Lüfter wird mitgeliefert. Die Steuerung der Geschwindigkeit kann über einen Regler auf der Rückseite des Gehäuses vorgenommen werden. Die Lautstärke ist mir nicht bekannt, da ich ihn noch nie in Betrieb hatte.

IMG_1719 Hier die Lufteinlässe oben und auf der linken Seite des Gehäuses.

IMG_1723

Wenn man genau hinsieht, sieht man an der Rückwand den Infrarotsensor. Das reicht aus, um die Signale zu empfangen.

IMG_1727 Leider ist das mitgelieferte WLAN N Modul von Atheros nicht so der Bringer. Der WLAN Empfang lässt zu wünschen übrig und die Transferraten ebenso. Mein Netbook hat ebenfalls WLAN N und wesentlich bessere Datenübertragung. Ich werde es wohl noch mal mit einem WLAN N USB-Stick probieren, aber auf lange Sicht wird der PC an ein festes Gigabit-Netzwerkkabel angeschlossen.

Da die Festplatte nur für Windows genutzt wird und alle Daten auf dem Home Server liegen, waren die Datenübertragungsraten der SSD nebensächlich. Wichtig war mir nur, dass sie nicht zu hören ist. Auch beim optischen Laufwerk habe ich nur DVD gekauft, da BlueRay bei mir noch nicht zum Einsatz kommt und auch das Preis-/Leistungsverhältnis noch nicht ganz da ist, wo ich es gerne hätte. Evtl. wird irgendwann auf ein BlueRay Laufwerk umgerüstet.

Die Temperaturen halten sich immer so bei ca. 75 Grad auf. Das ist wohl nach den Meinungen im Internet für die CPU nicht weiter schlimm. Im Test von computerbase.de wurde die CPU sogar über längeren Zeitraum unter Last bei über 100 Grad ohne Probleme betrieben.

Der Stromverbrauch ist mit 20-30 Watt (je nach Aktivität) mehr als erträglich. Bei diesen Werten macht es auch nichts aus, wenn der PC mal länger läuft.

Mit Ausnahme des Netzwerks bin ich mit dem Gerät nun sehr zufrieden und kann diese Konstellation daher nur weiterempfehlen. Bei mir läuft er mit einer Auflösung von 1920 x 1200 Pixeln und erlaubt sich grafisch dabei keine Schnitzer. Die Animationen laufen ruckelfrei und das bisher gesehen Videomaterial machte auf keine Probleme.

Ich hoffe, dass ich mit diesem (langen) Artikel nun eine Empfehlung aussprechen kann, für alle die, die ebenfalls einen PC fürs Wohnzimmer suchen. Ich habe bei meiner Recherche nirgends eine Bauanleitung für einen lautlosen PC fürs Wohnzimmer gefunden.

Zum Abschluss noch ein kleines Video:

ZOTAC hat in Deutschland übrigens einen Support der per Festnetznummer erreichbar ist und wo man nicht minutenlang irgendwelche Warteschlangenmusik hört. Das hat mich positiv beeindruckt.

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Wann lohnt sich der Ruhezustand?

Das war meine Ausgangsfrage, die ich versuchte zu beantworten. Es ging mir darum, das Maximum aus meiner Akkulaufzeit herauszuholen. Daher fragte ich mich, ob es sinnvoll ist, den Rechner nur in den Standby (“Energie sparen”) zu versetzen, oder ab welcher Zeitdauer der Ruhezustand sinnvoll ist.

Die grundsätzliche Überlegung: Beim Ruhezustand braucht der Rechner ja doch einige Zeit bis er aus ist und dann wieder einige Zeit, bis er betriebsbereit ist. Während dieser Zeit kann das Gerät nicht genutzt werden und verbraucht trotzdem Energie. Nutzt man hingegen den Energiesparmodus, dann ist der Rechner wesentlich schneller wieder betriebsbereit, verbraucht aber während des Energiesparmodus mehr Energie als im Ruhezustand.

Um diese Frage zu beantworteten, besorgte ich mir ein Strommessgerät, dass zwischen Steckdose und Gerätestecker gesteckt wird. Es misst dann beispielweise die aktuell aufgenommene Leistung, oder die verbrauchte Leistung über die gemessene Zeit. Ich habe nun also einige Messungen durchgeführt:

  • Wie lange braucht der PC zum normalem Hochfahren und später wieder Runterfahren?
  • Wie lange braucht der PC zum Wechsel in den Ruhezustand und zur Wiederherstellung?
  • Wie viel Leistung wird in den Zuständen “Energie sparen”, “An” und “Aus” aufgenommen?

Grundsätzlich muss man vorweg noch sagen, dass es beim Modus “Energie sparen” einen großen Unterschied gibt. Ein Rechner verfügt über mehrere Energiemodi, die mit S0 bis S5 durchnummeriert sind. Wichtig zum Verständnis:

  • S0: Der PC ist angeschaltet und läuft mit voller Leistung.
  • S1: Der PC ist im ersten Energiesparmodus. Viele Geräte laufen voll weiter (insbesondere das Netzteil) und verbrauchen weiterhin viel Strom. Der PC ist jedoch nahezu sofort wieder betriebsbereit.
  • S3: Der PC ist in einem tieferen Energiesparmodus. Nahezu alle Geräte sind abgeschaltet und lediglich das Netzteil bezieh auf der 5V Leitung noch Strom um auf Benutzereingaben reagieren zu können. Der PC braucht wenige Sekunden bis zur vollständigen Betriebsbereitschaft.
  • S5: Der PC ist ausgeschaltet. Auch hier wird das Netzteil mit wenig Energie versorgt um z.B. auf die Betätigung des An/Aus Tasters durch den Benutzer reagieren zu können.

Voreinstellung ist bei den meisten Rechnern S1 als Energiesparmodus. Dies ist jedoch energietechnisch nicht sinnvoll. Das Problem am S3: Alle Hardware muss S3 als Energiesparmodus unterstützen. Daher gehen die Hersteller auf Nummer Sicher und stellen S1 als Standard ein. Ich habe bei mir einfach auf S3 umgestellt und ausprobiert und alles funktioniert. Die Umstellung muss im BIOS vorgenommen werden. Außerdem habe ich den Hybriden Stand-by-Modus ausgeschaltet, denn dieser ist eine Kombination aus Ruhezustand und Energiesparmodus, somit verbraucht er zusätzliche Energie.

Nun zur Messung. Die Messung habe ich mit zwei unterschiedlichen Geräten gemacht. Das erste Testgerät hatte folgende Konfiguration:

  • Betriebssystem: Windows Vista Business 64Bit
  • CPU: AMD Athlon AM2 BE-2300 1,9GHz (spezieller Stromsparprozessor mit 45 Watt Leistungsaufnahme)
  • Grafikarte: NVidia Geforce 8500 GT
  • Arbeitsspeicher: 4 GB
  • Netzteil: 420 Watt
  • Festplatten: 2x640GB im RAID 0
  • Bildschirm: 22” Samsung SyncMaster 226BW

Damit sollten die wichtigsten Verbraucher beziffert sein. Als zweites Testgerät diente mein Netbook, ein ASUS eeePC 1000H. Er hat folgende Eckdaten:

  • Betriebssystem: Windows 7 RC 32Bit
  • CPU: Intel Atom 270 (sehr sparsam in der Energieaufnahme, ich glaube die liegt noch unter 5 Watt)
  • Grafikchip: Intel GMA 945 Express
  • Arbeitsspeicher: 2 GB
  • Netzteil: 36 Watt
  • Festplatte: 1x160GB
  • Bildschirm: internes Display

Folgende Daten konnte ich für die Leistungsaufnahme messen. Beim Rechner habe ich die Daten für S1 und S3 gemessen, um den Unterschied zu verdeutlichen. Beim Notebook war eine Umstellung im BIOS nicht möglich. Ich nehme aufgrund der aufgenommenen Leistung an, dass er daher mit dem S3 läuft. Für den Desktoprechner gebe ich in Klammern den Monitorverbrauch an.

Desktoprechner Netbook
S0 (An) 117 Watt (37 Watt) 28 Watt
S1 (Energie sparen) 54 Watt (12 Watt) nicht möglich
S3 (Energie sparen) 30 Watt (12 Watt) 9 Watt
S5 (Aus) 22 Watt (6 Watt) 9 Watt

Die Zeiten für das Hoch- und Runterfahren, bzw. den Ruhezustand (An und Aus) waren wie folgt:

Desktoprechner Netbook
Hoch- und Runterfahren 102 Sekunden 122 Sekunden
Ruhezustand (An & Aus) 154 Sekunden 55 Sekunden

Mit diesen Messungen kann nun der Stromverbrauch gemessen werden und darüber die Zeit, in der das Gerät im Stand-by-Modus die gleiche Energie verbrauchen würde.

Einmal Ruhezustand beim Desktoprechner entspricht 10 Minuten Stand-by-Zeit S3 oder 5,5 Minuten Stand-by-Zeit S1. Einmal Hoch- und Runterfahren beim gleichen Gerät sind knapp 6,5 Minuten Stand-by-Zeit S3 oder 3,5 Minuten Stand-by-Zeit S1. Beim Netbook sind die Stand-by-Zeiten noch kürzer: Ruhezustand entspricht 3 Minuten Standby und Hoch- und Runterfahren 6,5 Minuten.

Diese Zeiten haben mich dann doch etwas überrascht. Energietechnisch ergibt sich daraus die Faustregel, dass es sich ab 10 Minuten lohnt, das Gerät in den Ruhezustand statt in den Standby (“Energie sparen”) zu versetzen.

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Laptop als Navi im Auto nutzen

Gute Navigationsgeräte kosten so ihr Geld und sind es meistens auch wirklich wert. Aber manchmal möchte oder kann man so viel Geld einfach nicht ausgeben und so habe ich getestet, ob man für weniger Geld auch eine taugliche Navigationslösung bekommen kann.

Die Idee: Wenn ein Laptop vorhanden ist, liegt es doch nahe, diesen als Navigationsgerät zu benutzten. Besonders geeignet sind die Netbooks, denn sie sind Kompakt und nehmen nicht so viel Platz ein. Die Geräte der Ultraweiten Auflösung wie zum Beispiel das Sony Vaio P eigenen sich dafür insofern noch besser, weil man sie gut auf das Armaturenbrett stellen kann – mit dem von mir getesteten eeePC 1000H ist das schwierig und so muss er auf dem Beifahrersitz Platz nehmen oder je nach Fahrzeug eine entsprechende Halterung gebaut werden. Viele der aktuellen Kartensoftware unterstützt GPS (gibt es welche ohne Unterstützung?). Ist der Laptop also vorhanden, so fehlt nur noch der GPS Empfänger und eine Kartensoftware, und genau bei der Kartensoftware muss ich leider wieder einschränken: Muss man eine Kartensoftware kaufen, so sind diese meist Schweineteuer, jedenfalls habe ich noch keine freie oder kostengünstige Variante gefunden. Für alle Studenten mit MSDNAA Lizenz gibt es jedoch Microsoft MapPoint Europe (meist auf englisch) kostenlos zum Download. Für alle anderen gibt es die Version auf Deutsch zum 60 Tage testen, das würde z.B. für die Urlaubszeit auch reichen.

Da bei mir also der eeePC 1000H als Laptop vorhanden waren und Microsoft MapPoint Europe als Kartensoftware über die MSDNAA Lizenz kostenlos bezogen werden konnte brauchte ich lediglich noch einen GPS Empfänger und für die längeren Strecken ein Autoladekabel für den eeePC.

Als erstes habe ich den GPS Empfänger bestellt. Fündig wurde ich bei Amazon mit dem Navilock USB GPS-Modul NL-302U SIRF III. (Evtl. würde ich jetzt noch das etwas bessere und kaum teurere NL-402U nehmen.) Mit knapp 33 EUR war der GPS Empfänger wirklich günstig und hatte sogar Treiber für Vista mit an Board, die also wahrscheinlich auch für das auf dem Netbook installierte Windows 7 Beta geeignet waren. Sobald der GPS Empfänger außerhalb des Hauses eingesetzt wird liefert er sehr stabil ein gutes Signal. Leider dauert es manchmal gerade in Gebieten, in denen das Signal schwach ist etwas länger mit der Ortung. Wenn das Signal aber erst mal da ist, habe ich noch nicht erlebt, dass es zusammenbricht.

Verbunden mit der Kartensoftware MapPoint Europe kann man nun den Laptop als Navi nutzen. Ich habe heute morgen extra eine kurze Fahrt komplett aufgenommen, um zu zeigen wie das aussieht (war ganz schön bescheuert mit einer Hand die Kamera zu halten…)

Wie ihr an dem Video sehen könnt, ist die Software auf Englisch, also sind leider auch alle Ansagen auf Englisch. Das ist etwas schade, kann man aber gerade so mit leben. Gut gefällt mir die Vollbildanzeige, die extra für Navigationszwecke gedacht ist:

Vollbildnavianzeige von MapPoint Europe

In der Vollbildanzeige wird im unteren Teil die Sprachansage angezeigt mit einem Balken wie weit es noch ist, bis das Ereignis eintrifft. Außerdem wird unter Driving Time die restliche Fahrzeit gezeigt. Ganz rechts ist dann ein Symbol für die nächste Aktion zu sehen navi2und die Entfernung bis zur nächsten Aktion. Zur Anzeige der Karte bietet das Programm einige Optionen. So kann beispielsweise die Karte wie von Navigationsgeräten gewohnt mit der Fahrtrichtung gedreht werden. Außerdem wird dynamisch der Ausschnitt bis zur nächsten Abbiegung gezeigt und auf der blau eingezeichneten Route in der Karte heller hervorgehoben. So ist sofort sichtbar auf welchem Teilabschnitt man sich befindet und wo das nächste Ereignis eintrifft. Wer es lieber mag, kann auch immer das Auto in der Mitte des gezeigten Kartenausschnitts halten. Mir gefällt die dynamische Ansicht aber sehr gut. Das habe ich auch noch bei keinem Navigationsgerät erlebt, denn da wird das Auto unabhängig von der Strecke immer in der Mitte des gezeigten Ausschnitts gehalten.

Mit der Software kann auch einfach ein gefahrener Weg in eine Karte eingezeichnet werden. Das habe ich heute auch extra mal ausprobiert. Sieht dann so aus:

Create GPS trail

Wie ich später rausgefunden habe, lassen sich der linke Teil (GPS Pane) und der untere Teil (Directions) auch sehr einfach ausblenden, so dass nur noch die Karte sichtbar ist, auf der dann der gefahrene Weg eingezeichnet wird.

Insgesamt finde ich MapPoint Europe also als Kartensoftware wirklich geeignet und der GPS Empfänger tut seinen Dienst auch so wie er soll.

Für längere Fahrten (z.B. in den Urlaub) braucht es aber dann auch mehr Strom als der Akku hergibt. Für diesen Zweck habe ich mir ein günstiges KFZ Ladegerät für den eeePC 900 geholt, dass laut Verkäufer auch für den eeePC 1000H geeignet ist. Kostenpunkt hier: 8 EUR. Da ich skeptisch war und im Internet auch negatives gelesen hatte (Modell TTX-GC-196C), ließ ich das Ladegerät erst einmal von einem Freund testen. Der Test sollte zeigen, ob das Gerät hält, was es verspricht, nämlich bei einem Input von 12-24V einen Output von 12V zu liefern.

In Out
9V 8,9V
10V 9,9V
11V 10,6V
12V 11,7V
13V 12,2V
14V 12,23V
15V 12,24V

Das Ergebnis war wie in der Tabelle dargestellt. Ab einer Spannung von etwas mehr als 12V liefert das Gerät dann am Ausgang auch wirklich die 12V, die von dem Notebook erwartet werden. Gerade im Auto liegen manchmal beim Zigarettenanzünder aber nicht ganz 12V an. Bei weniger Spannung kommt der Laptop aber nicht damit klar und so war ich gespannt, was passieren würde, wenn ich den Laptop am Auto anschließen würde. Bei Motor aus und Zündung an wechselte der Laptop dauernd von Akku- in Netzbetrieb und wieder zurück. Anscheinend reicht die Spannung in diesem Zustand nicht aus, um dem Laptop die nötige Spannung zu liefern. Wenn der Motor dann an ist, dann bleibt der eeePC dauerhaft auf Netzbetrieb. Dieses Verhalten habe ich ebenfalls als Video festgehalten:

Am Anfang ist im Video gut zu hören, wie ich die Zündung anmache. Ab da ist dann der Zigarettenanzünder aktiv und liefert den Strom.

Mein Fazit: Die Lösung hat mich 41 EUR gekosten und bringt Möglichkeiten mit, die besonders die günstigen Navigationsgeräte nicht an Board haben. Muss das Navi häufiger eingesetzt werden, so empfehle ich ein kleineres Gerät als den eeePC 1000H, welches dann auch auf das Armaturenbrett gestellt werden kann. Die Lösung ist aber nur für die Leute günstig, die sowieso schon eine Kartensoftware mit GPS Funktionalität zu Hause haben, denn diese wäre sonst sehr teuer. Für meine Anwendungszwecke sind die 41 EUR aber gut investiert und bringen mir genau die Funktionalität, die ich haben wollte: Ein günstiges Navigationsgerät, das mit gelegentlich in die Ecken bringt, in denen ich mich nicht auskenne. Zusätzlich werde ich sicherlich ab und an die Option nutzen, Wege auf einer Karte per GPS einzuzeichnen.

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MSI schaltet UAC einfach aus

Nach meinem Laptoperlebnis mit MSI habe ich nun ein weiteres MSI-Erlebnis gehabt, über das ich gerne berichten möchte, weil ich es einfach unerhört finde, was da gemacht wird.

Wegen einer Geschichte, über die ich demnächst berichten werde, wollte ich ein BIOS-Update meines Mainboards durchführen. Ich habe das MSI K9N Neo V3. Das Board verwende ich inzwischen in mehreren Computern und hatte damit eigentlich nie Probleme – im Gegenteil, ich bin sehr zufrieden damit. Nur das Update des BIOS war schwieriger als gedacht und kostete mich mehrere Stunden in der letzten Woche.

Für ein BIOS Update gibt es bei so ziemlich allen Herstellern zwei verschiedene Möglichkeiten: Update mit Bootdiskette und dementsprechend unter DOS und Update über Windowsprogramm. Ich weiß, dass es Leute gibt, die felsenfest überzeugt davon sind, dass die Bootdiskettenvariante die einzig wahre Methode ist, aber ich behaupte, dass es mit der Windowsmethode genauso gut geht. Ich jedenfalls hatte damit noch nie Probleme, daher präferiere ich diese einfache Möglichkeit. MSI stellt dafür das MSI Live Update bereit. Mit diesem Stück Software kann neben weiteren Möglichkeiten die aktuelle BIOS Version überprüft und nach einem Update dafür gesucht, sowie das Flashen durchgeführt werden – theoretisch. Nach der Installation erfordert die Software einen Neustart, der jedoch wurde komischerweise erzwungen. Es erschien nur die Meldung, dass der Windows binnen einer Minute heruntergefahren wird. Krass, aber wenn eine Software aufs BIOS zugreift wohl nötig dachte ich. Ab dem nächsten Start war ich dann total verwirrt, bis ich irgendwann merkte, dass die UAC komplett ausgeschaltet war. Also aktivierte ich die UAC. Das erforderte wiederum einen Neustart. Nach dem Neustart wollte das Updateprogramm von MSI beim Start wieder mein Adminkennwort und damit Adminrechte. Das führte dazu, dass die UAC wieder deaktiviert wurde und wieder ein Neustart ausgeführt wurde usw.

Ich finde es absolut krass, dass ein Programm die UAC einfach abschaltet, ohne vorher wenigstens nachzufragen oder darauf hinzuweisen oder oder oder. Wege gibt es viele, aber keiner ist so bescheuert wie das generelle Abschalten der UAC.

Bei meiner Suche trotzdem das Update ausführen zu können stieß ich dann im Internet auf den Hinweis, dass der Programmteil zum Flashen als eigenständiges Programm läuft und gar keine Adminrechte benötigt – die ganze Sache ist daher für mich noch unverständlicher. Zum Flashen des BIOS muss man leider trotzdem immer noch das Live Update installieren, weil man anders an das Flashprogramm nicht ran kommt. Ein erster Schritt von MSI wäre dann wohl, dieses Programm als Standalone für fortgeschrittene Benutzer anzubieten, die genau wissen, welches Board sie haben und welche BIOS Version sie darauf spielen können.

(Bei der Recherche zu diesem Artikel stieß ich dann auf die Möglichkeit des Flashens über die Internetseite. Diese kannte ich vorher noch nicht und konnte sie bisher nicht ausprobieren. Daher weiß ich nicht, ob sie funktioniert.)

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Windows 7 Beta 1 auf den eeePC 1000H

Update (09.11.2009): ASUS stellt nun selber alle notwendigen Treiber für Windows 7 und den eeePC 1000H bereit. Damit sind viele Punkte dieser Anleitung überflüssig…

Meine Anleitung wie Vista auf den eeePC 1000H installiert werden kann wurde sehr gerne und oft gelesen. Hier nun also die logische Fortsetzung: Wie geht das mit der seit gestern Abend nun doch öffentlichen Windows 7 Beta 1? Da die ursprüngliche Downloadbeschränkung nun bis zum 24. Januar komplett aufgehoben wurde, und die Keys für alle Nutzer gleich sind, könnte ja noch der ein oder andere auf die Idee kommen Windows 7 ebenfalls auszuprobieren.

  1. Der erste Schritt ist genauso, wie auch bei der Installationsanleitung von Windows Vista. Der Installationsdatenträger muss auf einen USB-Stick kopiert werden. Für alle die, die über ein externes optisches Laufwerk verfügen entfällt dieser Schritt.
  2. Auch hier muss dann natürlich vom USB Stick gebootet werden. Um die Bootoptionen zu erhalten muss man beim Start während des Begrüßungsscreens die Taste ESC drücken (ruhig auch mehrmals). Es stehen dann alle erkannten Laufwerke als Bootmöglichkeit zur Auswahl.
  3. Die Installation ist sehr selbsterklärend. Im Vergleich zur Installation von Windows Vista hat sich bei Windows 7 nahezu nichts geändert. Alles ist noch ziemlich genauso wie beim Vorgänger. Vielleicht werden wir da im Zuge der Fertigstellung noch eine Änderung erleben, jedoch wüsste ich nicht, was noch geändert werden muss. Die Installation selber dauert vom USB-Stick ca. 20 Minuten. Nach der Installation belegt Windows 7 ca. 8GB Speicher der lokalen Festplatte (mit Auslagerungsdatei und Co).
  4. Die Windows 7 Beta 1 bringt viele Treiber mit. So sind nach der Installation auf dem eeePC 1000H nur drei Geräte nicht bekannt: LAN-Controller, WLAN-Controller und ACPI. Zuerst installiere ich den WLAN-Treiber. Dieser wird natürlich nicht von ASUS herausgegeben. Aber da Windows 7 für die meiste Hardware die gleiche Treiberstruktur verwendet, können die Vistatreiber meist problemlos mit Windows 7 verwendet werden. Auf der Herstellerseite des WLAN-Controllers finden sich die Treiber für Windows Vista. Dieses Packet runterladen und per USB-Stick auf das frisch aufgesetzt Windows 7 übertragen. Während der Installation “Install driver only” auswählen.
  5. Den ACPI Treiber gibt es für Windows Vista und den eeePC 1000H von offizieller Seite aus nicht. Wie ich aber bereits berichtet habe, hat ein findiger Entwickler erst den ACPI Treiber selbst geschrieben und dann rausgefunden, dass der ACPI Treiber eines anderen Notebooks verwendet werden kann. Die Datei stellt er auf Rapidshare zur Verfügung (seine Homepage). Nach dem Runterladen entpacken und die Datei Asus ACPI Driver ausführen.
  6. Für den LAN-Controller kann man wirklich den Windows XP Treiber direkt von der ASUS Homepage verwenden. Dieser funktioniert sowohl mit Windows Vista als auch mit Windows 7.
  7. Nach der Installation des ACPI Treiber wird nun früher oder später diese Meldung erscheinen:
    Meldung Auch dafür gibt es eine Lösung. Einfach den neuesten Grafiktreiber von Intel herunterladen und im Kompatibilitätsmodus für Windows Vista installieren (ohne Kompatibilitätsmodus schlägt die Installation fehl) und die Meldung von wegen älterer Grafiktreiber bestätigen. Neustart durchführen.
  8. Um nun die Zusatztasten über der Tastatur verwenden zu können, muss noch eine Applikation von ASUS installiert werden: Instant Key.
  9. Für die vollständige Nutzung der WebCam hält ASUS ebenfalls ein Programm bereit: ECAP.

Damit ist Windows 7 auf dem eeePC 1000H einsatzbereit. Der Leistungsindex ist zwar nicht besonders toll (max. Bewertung nun nicht mehr 5,9, sondern 7,9), aber zum unterwegs arbeiten reicht’s allemal:

Leistungsindex mit Windows 7

Die nächsten Tage gibt’s dann Berichte wie Windows 7 bei mir so läuft.

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Wii Remote als Funkmaus für den PC

Bereits des Öfteren habe ich darüber berichtet, dass ich die Wii Remote mit dem PC verbinde und für die unterschiedlichsten Dinge nutze. So war sie mir schon öfter eine Präsentationshilfe. Gestern habe ich mich nun mit dem Thema “Wii Remote als Funkmaus” beschäftigt und war erfolgreich. Dazu das Video (leider ist der Sound seeehr leise, ich hoffe, ihr versteht mich trotzdem):

Die Funktionsweise ist wirklich einfach. Die Wii Remote wird mit dem PC verbunden. Das geht unter Vista am schnellsten mit meinem Programm WiiConnect. Danach wird im Programm GlovePIE folgender Code eingetragen:

Mouse.xy = Wiimote1.PointerXY
Mouse.LeftButton = Wiimote1.A
Mouse.RightButton = Wiimote1.B
Keyboard.Ctrl + Keyboard.RightBracket = Wiimote.Plus
Keyboard.Ctrl + Keyboard.Slash = Wiimote.Minus
Mouse.WheelUp = Wiimote1.One
Mouse.WheelDown = Wiimote1.Two
Keyboard.F11 = Wiimote1.Home

Mit diesen paar Zeilen und zwei Kerzen (siehe Video) oder Wii Sensorleiste kannst du nun die Wii Remote als Funkmaus benutzen und wie auch von der Wii gewohnt einfach auf den Bildschirm zeigen. Selbst wenn ich keine Wii hätte, würde ich mir wohl so eine Fernbedienung zulegen. Für Wohnzimmer-PCs sehr zu empfehlen und mit 40 EUR für eine frei konfigurierbare Fernbedienung auch nicht gerade teuer.

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