Musik frei Haus – aufnehmen von Internetradio

Nix für Musik bezahlen – das hört sich doch wirklich interessant an. Trifft aber nicht für jedermann zu, aber für ein paar von euch sicherlich: Vielleicht habt ihr genau wie ich einen Internetradiosender gefunden, der genau die Musik spielt, die ihr gerne hört. Gerne hättet ihr die Musik nun auf eurer Festplatte um sie z.B. auch im Auto oder unterwegs auf dem MP3 Player hören zu können.

Genau das war meine Anwendung: Internetradio auf einem Gerät hören, welches kein Internet kann. Ich habe wirklich lange gesucht und die unterschiedlichen Anwendungen ausprobiert. In meinem Fall kannte ich den Radiosender von SHOUTcast (Media Center Plug-In) und dort wurde er mit 128kBit/s abgespielt. Im Internet war der gleiche Radiosender jedoch nur mit 64kBit/s zu finden. Das erschwerte die Suche noch etwas mehr, weil ich die URL nicht kannte, von der der 128kBit/s Stream kam. Nach viel probieren und vielen missglückten Versuchen fand ich dann, was ich suchte: Winamp in Verbindung mit dem Streamripper for Winamp.

Das tolle. Winamp hat als Online-Dienste das SHOUTcast Radio integriert, mit dem mir die gleichen Sender zur Verfügung stehen, wie im Windows Media Center. So bekomme ich den Stream mit 128kBit/s, der dann vom Streamripper direkt auf die Festplatte verbannt wird. Musik frei Haus – und das legal und kostenlos. So hatte ich mir das vorgestellt.

Streamripper teilt die MP3s dabei gleich richtig auf, sodass jedes Lied nach einem frei konfigurierbaren Muster auf der Festplatte abgelegt wird. Weiterhin kann man entscheiden, wie bei Lieder verfahren werden soll, die bereits existieren. Das Plug-In ist sehr einfach zu bedienen und startet automatisch mit Winamp.

Streamripper

Insgesamt bin ich bisher sehr zufrieden mit dieser Methode und sie funktioniert einwandfrei. Wenn dir für Mac eine gleichwertige Alternative bekannt ist (am Besten auch mit SHOUTcast oder direkt in iTunes) kannst du gerne einen Kommentar hinterlassen, denn eine Freund von mir zeigte Interesse dafür.

Tags: , , , ,

Die undurchsichtige Arbeit der GEMA

Immer mal wieder habe ich mich versucht, über die GEMA zu informieren und herauszufinden, was man eigentlich als Künstler erhält und wie das alles so läuft. Man findet leider nirgends richtige Informationen darüber. Das liegt scheinbar nicht daran, dass ich schlecht gesucht habe, denn es geht nicht nur mir so. Vorgestern bekam ich folgenden Brief, den ich mit Genehmigung der Autorin hier veröffentlichen möchte. Er ist etwas länger, aber meiner Meinung nach lesenswert. Die Verlinkungen wurden von mir hinzugefügt.

Liebe Musikanten und Komponisten,
Liebe Kabarettisten und Schauspieler,
Liebe Veranstalter,

seit 11 Jahren betreibe ich nun die Sonthofer Kultur-Werkstatt und seit 11 Jahren kenne ich die GEMA als ein „Reizthema“ gleichermaßen für Veranstalter und Künstler. Zahlreiche Gespräche mit Künstlern aus der ganzen BRD und den benachbarten EU-Ländern zeigen, dass der „Leidensdruck“ zunimmt. Für alle Kleinveranstalter werden die GEMA-Gebühren zu einer echten Existenzbedrohung.
Von Künstlern, auch von jenen, die Mitglied bei der GEMA sind, kenne ich kaum einen, der uneingeschränktes Vertrauen in die Arbeit der GEMA hat.
Grund genug, die GEMA endlich öffentlich zu hinterfragen!

Bevor ich näher auf die Problematik eingehe, möchte ich in aller Deutlichkeit feststellen, dass es nicht darum geht, die Daseinsberechtigung der GEMA in Zweifel zu stellen. Es steht außer Frage, dass geistiges Gut einen hohen Wert darstellt und dass es eine wichtige Aufgabe ist, die Urheberrechte des Einzelnen zu schützen.

Das heißt, der Künstler soll auch die Früchte ernten die er säht und um bei dieser bildhaften Sprache zu bleiben – jeder Landwirt weiß, wenn er seinen Boden zu sehr auslaugt, werden die Ernten mit der Zeit ausbleiben, weil der Boden „nichts mehr hergibt“.

Aus Sicht der Veranstalter und ich spreche hier als „Kleinveranstalter“, der sich redlich bemüht diese Bühne für Künstler aller Genres und für den künstlerischen Nachwuchs als „Sprungbrett“ zu erhalten, werde ich nachfolgend einige Fakten aus meiner Erfahrung erläutern, die zu einem inakzeptablen „Missverhältnis“ führen.

Abrechnungsmodus für eine musikalische Veranstaltung:

  1. Raumgröße – in unserem Falle 100 qm
  2. GEMA-geschützte Werke
  3. Höhe der Eintrittsgelder

…und hier zwei Abrechnungsbeispiele:

Beispiel 1

  1. 100 Besucher
  2. das komplette Konzert – geschützte Werke
  3. Eintritt pro Person 10,– €
    U-Musik (E-Musik hat einen höheren Beitragssatz) 87,00 €

Beispiel 2

  1. 3 Besucher
  2. 1 Musikstück – geschütztes Werk
  3. Eintritt pro Person ab 11.00 bis 20,00 €
    U-Musik (E-Musik hat einen höheren Beitragssatz) 103,00 €

Sonderkonditionen wie die Kleinveranstalterverträge wurden ab 1998 nicht mehr abgeschlossen. Auf Druck von Seiten der Regierung gewährt seit damals die GEMA
Sonderkonditionen nach der „Missverhältnisklausel“.

Eine gute Sache, das Problem war (und es ist noch heute so) allerdings, dass die GEMA mich im Falle der Kultur-Werkstatt, trotz wiederholter „Bittgesuche“, nicht auf diese Möglichkeit aufmerksam machte.
Ein Künstler war der rettende Engel! Seit dieser Zeit erhält die Werkstatt verbilligte Konditionen. Obwohl diese Regelung in der GEMA-Satzung steht, wird sie von der GEMA zum einen nur dann gewährt, wenn der Veranstalter das Glück hat davon in Kenntnis gesetzt zu werden und zum zweiten auch da nur, wenn die GEMA sich „großzügig“ zeigt.
Soviel zur Problematik für einen Kleinveranstalter. Es kann nach meiner Meinung nicht angehen, dass hier mit unterschiedlichen Maßstäben um nicht zu sagen willkürlich gehandelt wird. Das Gleichheitsprinzip wird in Deutschland, in vielen Bereichen des Rechts, sehr hoch gehalten. Nach meiner Meinung sollte, auch bei der GEMA, gleiches Recht für ALLE gelten.

Nun zu den Künstlern

Meine mühevolle Recherche im Internet, um der Berechnung von Tantiemen für die Künstler auf die Spur zu kommen, war völlig aussichts- und ergebnislos. Erst ein Künstler, der von seinen Bühnenauftritten lebt, konnte mir weiter helfen. Auch er bestätigte mir, dass er seine Kenntnisse erst im Laufe von „Jahren“ erworben hat. Die GEMA ist auf diesem Gebiet nicht sonderlich „mitteilsam“.

Hier nun die (mir geschilderte) zurzeit gültige, Berechnungsgrundlage für Tantiemen an die Künstler.
Die zwei wichtigsten Grundlagen:

  1. GEMA-Bezirke – die GEMA teilt Deutschland in 12 Bezirke ein.
  2. Anzahl der vom Künstler gemeldeten – eigenen Kompositionen

Berechnungsbeispiele:

Ein Künstler spielt eine Komposition in einem Bezirk in einem Monat 1 x = 1 Punkt
Ein Künstler spielt eine Komposition in einem Bezirk in einem Monat 20 x = 1 Punkt

Ein Künstler spielt eine Komposition in 12 Bezirken in einem Monat 1 x = 12 Punkte
Ein Künstler spielt eine Komposition in 12 Bezirken in 12 Monaten 1 x = 144 Punkte

Höchste zu erreichende Punktzahl

Diese Punktzahl ist der so genannte „ProFaktor“ – die Berechungsgrundlage für folgende Formel:

Punktzahl (MKZ) x 0,014 x 0,67 + 0,33 = 0,339 pro Konzert im Jahr x 4 € = 1,356 €
Punktzahl (MKZ) x 0,014 x 0,67 + 0,33 = 0,339 pro Konzert im Jahr x 8 € = 2,71 €

Der „Wert“ einer Komposition hängt von verschiedenen Kriterien ab (GEMA gemeldet – ohne CD – mit CD – Rundfunk – Fernsehen etc.).Eine genaue Wertangabe konnte ich nicht erfahren! Zurzeit werden, anscheinend für Kompositionen ohne CD ca. 4 € und mit CD ca. 8 € angesetzt.

… und nun ein kleines Rechenbeispiel, das die Problematik deutlich macht:

Ein Künstler spielt auf 60 Konzerten im Jahr in einem GEMA-Bezirk eine Komposition und erhält maximal
ohne CD ca. 81,36 €
mit CD ca. 162,60 €

In diesem Falle haben 60 Kleinveranstalter, in der Größe der Sonthofer Kultur-Werkstatt im Jahr ca. 5220.– € an die GEMA entrichtet! Dieser Betrag ist nach oben hin offen, je nach Größe des Veranstaltungsraumes.

Lohnend wird diese Geschichte für Künstler, die Konzerte mit ausschließlich eigenen Stücken bestreiten. Das lässt sich, wenn die Formel bekannt ist, gut hochrechnen.
Voraussetzung ist allerdings, dass der Künstler über eine genaue Buchhaltung verfügt, andernfalls verschwinden seine Tantiemen im großen „GEMA-Topf“ und kommen in erster Linie ein paar Großverdienern zu gute.
Und noch eine „Kuriosität“: Wenn ein Künstler, sprich ein GEMA-Mitglied, eine detaillierte Aufschlüsselung seiner Tantiemen verlangt, muss er dafür „Bearbeitungskosten“ bezahlen.

Soviel zur Solidarität mit den Mitgliedern! Vergleichbares sollte sich ein Handwerker bei der Erstellung seiner Rechnung erlauben!
Im Gegenzug berechnet die GEMA bei nicht ordnungsgemäßen Meldungen von Veranstaltern einen hundertprozentigen Aufschlag.

Sicher gibt es diesen Ausführungen noch so einiges hinzuzufügen. Möglichkeit dazu erhalten Sie, wenn Sie das beigefügte Formblatt ausfüllen.

Ein glücklicher Zufall wollte es, dass ich Nina Zober, Leiterin des Theaters im Hinterhof in Buxtehude kennen lernte. Auch Sie hat einschlägige Erfahrungen mit der GEMA gemacht. Frau Zober gelang es, das Interesse an dieser Problematik bei Frau Dr. Martina Krogmann, Mitglied des Deutschen Bundestages und Parlamentarische Geschäftsführerin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zu wecken, die ihrerseits bereits die Rechtsabteilung im Kanzleramt informierte. Der Boden für eine öffentliche und politische Auseinandersetzung mit der GEMA ist bereitet.
Nun müssen die Künstler und die Veranstalter von ihrem Recht gebrauch machen, eine breit angelegte Petition bei der Bundesregierung einzureichen, damit diese tätig werden kann und muss.

Inhalt der Petition:
Künstler, Veranstalter, Kulturvereine etc. beantragen

  • Genaue und für jeden verständliche Geschäftsbedingungen
  • Größtmögliche Transparenz
  • Änderung der Beitragberechnungsgrundlagen für Kleinveranstalter
  • Offenlegung und Vereinfachung der Berechnungsgrundlagen zur Auszahlung der Künstlertantiemen
  • Änderung der Inkasso-Modalitäten

Wenn Ihnen/Euch auch daran gelegen ist, in Sachen GEMA zu einem guten Miteinander zu kommen, bei dem Künstler und Veranstalter gleichermaßen zu ihrem Recht kommen, dann bitte ich Sie/Euch das Formblatt auszufüllen und bis spätestens 30.09.2008 an die:

Sonthofer Kultur-Werkstatt GmbH
Altstädter Str. 7
87527 Sonthofen

zu schicken oder zu faxen: 08321-68793 (Mail ist nicht ausreichend da die Unterschrift von Nöten ist).

Alternativ an:
Theater im Hinterhof /
Schule für Gesang und Schauspiel A Cappella
Leitung: Nina Zober
Hauptstrasse 34
21614 Buxtehude

Außerdem bitten wir Euch/Sie diesen Brief an bekannte Künstler und Veranstalter weiter zu reichen. Der Erfolg hängt davon ab, wie groß die Resonanz ist. Denn nur so, wird der „Leidensdruck“ deutlich – Gemeinsam sind wir stark! –

Sonthofen, den 15.08.2008
Monika Bestle
Sonthofer Kultur-Werkstatt GmbH

Ich würde mich freuen, wenn sich diejenigen Leser, die ab und an Veranstalter sind, oder gar selber Künstler, an dieser Aktion beteiligen würden.

Tags: , , , , , , , , , , , , , , ,

Musik (8)

Heute hatte ich mal wieder Lust Musik zu machen. Das kam eigentlich nur dadurch, dass ich meinem Bruder ein Programm (Magix Music Studio 2007 deluxe) vorstellen wollte mit dem ich Musik mache. Er hatte gelesen, dass die digitale Gitarre in dem Programm ganz gut klingt. Also habe ich ihm was kurzes aufgenommen mit der Gitarre. Das hat dann Lust auf mehr gemacht und herausgekommen ist folgender Track:

Finde ich fast schon ganz gut gelungen. Habe mir mehr Zeit genommen zum Rumspielen mit dem Programm als zum korrekten Einspielen meiner Ideen. Ich finde aber, dass die Instrumente recht gut klingen, dafür dass sie nur digital existieren :)

Beteiligte Instrumente diesmal: Gitarre, Schlagzeug, Klavier und Bass. Ne komplette Band kÖnnte man meinen… :D

Tags: , , , , , , ,

Musik (6)

Meine Frau hat gesagt, dass es sich schÖn anhÖrt und schon habe ich wieder was aufgenommen. So bisschen Bar Feeling, auch wenn ich in diesem Thema noch viel üben muss…

Verzeiht mir die kleinen Fehler Zwischendurch… :)

[tags] Aufnahme, Klavier, Bar, Bass, Musik[/tags]
Tags: , , , ,

Musik (4)

Gibt mal wieder was für die Ohren. Ein Playback für eine gute Dame, die was singen wollte zur Hochzeit ihres Bruders. Leider bin ich nicht da, deswegen muss das ein Playback übernehmen.

Alle Instrumente wurden selber über mein Klavier eingespielt, bis auf das Schlagzeug. Dafür musste leider die MIDI Funktion herhalten. Nicht schÖn, aber besser als gar nichts :)

[tags] Musik, Playback, Aufnahme, MIDI, Klavier[/tags]
Tags: , , , ,

Neue Musik (3)

Dieser Titel hat die Nummer drei, weil bereits zwei andere Beiträge Aufnahmen enthalten. Ich werde nun nur noch durchnummerieren.

Heute habe ich mich mit Hintergrundmusik beschäftigt. Also so in Öffentlichen Gebäuden wo man relaxen kann. Es ist mir noch nicht soo gut gelungen, aber es hat zumindest ein gewisses Potential. HÖrt es euch an und werdet gerne eure Meinung los:

[tags] Musik, Aufnahme, Klavier, Xylophon, Ambience[/tags]
Tags: , , , ,

Audacity – ein Aufnahmetest

Da ich momentan nur Probleme mit der gekauften Software Magix Music Studio 2007 deluxe habe und gerade im dauernden Kontakt mit dem Support stehe, habe ich in der Zwischenzeit mal Audacity ausprobiert. Das Programm kenne ich schon länger, habe es aber lediglich als Wave Editor benutzt. Heute habe ich dann mal mehrere Spuren aufgenommen und bisschen damit hantiert. Gefällt mir eigentlich ganz gut. Schade, dass Audacity kein MIDI unterstützt. Rausgekommen ist eben das:

Ja, ich weiß, es fehlt ein Schlagzeug. Aber ein Schlagzeug kann mein E-Piano halt nicht immitieren. Dazu hatte ich mir ja Magix Music Studio 2007 deluxe angeschafft um so etwas dann per MIDI hinzubekommen. Womit wir jetzt wieder beim Anfang wären…

[tags] Audacity, Freeware, Download, Musik, MP3, Magix, MIDI, Aufnahme[/tags]
Tags: , , , , , , ,