Ich habe mir heute mal wieder die Zeit genommen und mir angeschaut, was auf dem Computersektor los ist. Vor einigen Tagen hielt Steve Jobs die Keynote auf der Macworld 2008. über die dort vorgestellten Produkte mÖchte ich reden.
Time Capsule. Dies stellt ein Modul da, mit dem es mÖglich ist, mit Time Machine drahtlos Backups zu machen. Sehr genial. Ich komme mit meinem MacBook nach Hause, bin kaum im WLAN und schon wird ein Backup meiner Platte erstellt. Zusätzlich ist das Ding auch noch ein Access Point. Ich kann also meinen PC an das Modul anschließen per Netzwerk und kann die schnelle Drahtlosverbindung mit nutzen (802.11n). Stelle ich mir cool vor. Doch kommen wir zu den Preisen. Auf der Macworld werden die Preise bejubelt: 299 EUR für 500 GB und 499 EUR für 1 TB. Für den Preis kann ich mit einen AccessPoint beschaffen und mindestens den doppelten bis dreifachen Speicherplatz in Form einer Netzwerkfestplatte daneben stellen. Diese Preise sind meiner Meinung nach nicht ganz so revolutionär, wie sie dort bejubelt werden. Time Capsule soll ab Februar verkauft werden. Aber mal ehrlich: Wer hat jetzt schon 802.11n zu Hause? Time Machine ist sowieso eine Funktion die hoch bejubelt wird, von der ich aber nicht denke, dass ich sie brauchen würde, wie ich ja auch schon erzählt habe.
iPhone. Das iPhone erhält neue Software. Apple tut da wirklich was und das gefällt mir. Durch das iPhone werden viele Handyhersteller sich gezwungen sehen, in Zukunft ebenfalls kostenlose Softwareupdates herauszugeben, die nicht nur Fehler beseitigen, sondern den Funktionsumfang erweitern. Für das iPhone soll es in Zukunft auch ein SDK geben, mit dem man dann selber Programme schreiben kann. Ich dachte das wäre nicht erlaubt? Das wundert mich allerdings doch ein wenig. Ist aber grundsätzlich erst mal positiv wenn es wirklich geÖffnet wird.
iTunes Store. Verleiht nun auch Videos. Leider erst mal nur in Amerika, und erst im Laufe des Jahres international. Daran hätte ich wahrscheinlich sogar Interesse. Interessant ist auch das Modell: Du leihst es dir aus, dann hast du 30 Tage zeiht es zu beginnen und nach dem Beginn musst du es innerhalb von 24 Stunden zu Ende schauen. Auch hier muss ich aber den Preis bemängeln: Ein neuer Titel kostet $3,99 und ein älterer Titel $2,99. Obwohl hier kein Preis für die Miete anfällt und kaum Personal bezahlt werden muss, ist das teurer, als wenn ich mir den Film in der Videothek nebenan besorge. Trotzdem ist auch dieses Feature in seiner Ausführung meines Wissens nach einzigartig.
MacBook Air. Das dünnste Notebook der Welt. Was Apple hier geschafft hat ist großartig. Als ich das MacBook Air gesehen habe, habe ich wirklich darüber nachgedacht, mir das irgendwann zu kaufen. Natürlich um dann Vista drauf zu spielen
Echt Wahnsinn. Wenn man sich das anschaut, dann kann nur Begeisterung aufkommen. Man bekommt es ab 1700 EUR. Das ist mir ehrlich gesagt zu viel. So viel würde ich nicht für ein Notebook ausgeben wollen. Genial ist allerdings wie die Entwickler es geschafft haben, ein komplettes Notebook auf einer solch kleinen Platine
zu vereinen, ohne dabei auf gute Komponenten verzichten zu müssen (Bild entstammt der Keynote Präsentation von Steve Jobs). Dabei versteht man dann den Preis vielleicht doch ein wenig. Trotzdem ist das noch nicht der Endpreis, denn das MacBook Air wird ohne optisches Laufwerk ausgeliefert. Das optische Laufwerk muss man für 99 EUR als USB Version dazukaufen. Damit steigt der Preis ein weiteres Mal. Apple rechtfertigt diese Vorgehensweise dadurch, dass kein Laufwerk notwendig ist, wenn man Videos online schauen kann, Backups mit Time Machine anlegt und Musik fürs Auto auf dem iPod mitnimmt. Lediglich zum installieren wird dieses dann noch benÖtigt. Hierfür leiht sich MacOS einfach das optische Laufwerks eines anderen Macs oder PCs. Dieser muss dafür aber im Netzwerk vorhanden sein, oder man kommt um die 99 EUR doch nicht drum herum.
Ganz ehrlich: Wenn die Produkte von Apple günstiger wären, würde ich sie wahrscheinlich wirklich kaufen. Leider sind mir die Produkte einfach zu teuer. Mit dem MacOS kÖnnte ich mich dann wahrscheinlich immer noch nicht anfreunden, aber die Hardware ist einfach unfassbar gut. Hier liegt auch die Gefahr für Microsoft. Microsoft muss endlich anfangen eigene Notebooks zu bauen, sonst werden sich die meist doch innovativen Technologien nie richtig durchsetzen. Ich bin gespannt wie unsere Zukunft in dieser Hinsicht aussieht.
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