Apple nervt…

Letztens war ich verwundert: Das Apple Update erschien und mit einem Update für iTunes wollte er auch ein Update für Safari installieren. Das Problem dabei: Safari ist nicht auf meinem System installiert. Also entfernte ich den Haken. In den darauffolgenden Tagen regten sich weitere Leute über diesen Umstand auf:

Vorgestern dann kam das unausweichliche: Der wÖchentliche Apple Software UpdateUpdate Check wurde gemacht und das Fenster tauchte wieder auf. Diesmal jedoch war das einzige Programm, was aktualisiert werden sollte, der nicht installierte Safari. Mit einem Klick auf Beenden verschwand die nicht erwünschte Meldung wieder.

Muss ich jetzt jede Woche diese Meldung Beenden, nur weil ich den Safari nicht installieren mÖchte? Was haben die sich dabei gedacht. Zudem kann Apple ja nicht damit rechnen, dass mit der Installation von Safari auf einem Rechner auch ein neuer Nutzer von Safari dazu kommt. Für mich ist dieser Schritt vÖllig unverständlich. Die unerfahrenen Anwender regen sich auf, weil sie zu einem Browserwechsel animiert werden und die erfahrenen Anwender regen sich auf, weil sie beim wÖchentlichen Updatecheck die Meldung Beenden müssen. Was hat Apple dadurch gewonnen? Eigentlich gar nichts, oder? Wahrscheinlich wollte man die Statistik über die Downloads von Safari ein wenig aufbessern…

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Schlecht recherchiert

Heute musste ich mal wieder einen Artikel lesen, der denkbar schlecht recherchiert war. Es ging natürlich mal wieder um das leidige Thema Vista gegen Mac OS X Leopard, diesmal auf zdnet.de, eine Seite die sich eigentlich bei IT auskennen sollte. Es ist zwar kein großes Geheimnis, dass die Seite proMac eingestellt ist, aber trotzdem sollte man keine falschen Dinge einfach so stehen lassen:

  • Die Funktion von Stacks ist unter Windows nichtVista Stacks realisierbar wird da behauptet. Interessant. Wie man hier sehen kann, habe ich einen “Stack” auf meiner Taskleiste und zwar meinen Ordner Download. Sicher, ich stimme mit euch überein, so toll visualisiert ist das nicht, aber die grundsätzliche Funktion ist vorhanden (und um die ging es dort). Jeden beliebigen Ordner kann ich mir als “Stack” (wenn man es denn so nennen mÖchte) auf die Taskleiste legen. Das geht ganz einfach: Rechter Mausklick auf die Taskleiste, Symbolleisten, Neue Symbolleiste. Und schon kann ich einen beliebigen Ordner auf meinen Laufwerken auswählen, den ich mir als “Stack” auf der Taskleiste anzeigen kann.
  • Auch Virtuelle Desktops sind unter Vista mÖglich, zwar nicht serienmäßig dabei, aber ich konnte dem sowieso bisher nichts abgewinnen, auch unter Linux nicht.
  • Exposé ist unter Vista ebenso mÖglich wie beim Mac OS.
  • Auch unter Vista kann man ISOs brennen
  • Es gibt auch für Windows PDF Reader, die wesentlich schneller sind als der Adobe Reader. So nutzen bereits einige meiner Kollegen nicht mehr den Adobe Reader, sondern den Foxit PDF Reader. Der läuft wesentlich schneller. Vielleicht hätte man diesen zum Vergleich heranziehen sollen?
  • Ganz toll fand ich den Vergleich zwischen iTunes und dem Windows Media Player 11. Da ging es gar nicht um einen Funktionsvergleich, sondern um den Abgleich mit dem iPod. Oh man… Ob das ein Grund ist, das eine oder andere Betriebssystem zu nutzen? Abgesehen davon, dass ich iTunes als Standardaudioplayer verwende finde ich es echt schwach das als Grund zu nennen, um einen Apple zu kaufen.
  • “Aber auch in Zukunft ist es unter Windows tabu, ohne Firewall und aktuellen Virenscanner zu surfen.” Surfen kann man nun ganz klar ohne, denn der Internet Explorer 7 läuft in einer Sandbox. Alles was in ihm ausgeführt wird, hat keine Auswirkungen auf das System. Erst wenn man etwas herunterlädt wird es kritisch. Aber dass das ein Unterschied sein kÖnnte, der dann nichts mehr mit dem Browser zu tun hat ist hier wohl untergegangen.
  • “Da der Mac bislang nicht im Fokus der Hacker und Virenschreiber liegt, lässt sich nicht präzise feststellen, wie sicher die Plattform tatsächlich ist.” Auch dieser Satz ist einfach nur falsch. Es gibt genügend Hacker die sich die Mühe mache selbst Mac OS X zu hacken und zu schauen wie kompliziert das ist. Vergleiche sagen aber, dass Vista sicherer ist als das Mac OS. Vielleicht hat diese Aussage nicht in den Vergleich gepasst?
  • Bei Windows werden Icons aus der übersicht entfernt wenn man etwas sucht. Das ist richtig – fast. Denn genau wie beim Mac OS bietet sich auch bei Vista die MÖglichkeit alle Ergebnisse anzuzeigen:
    Vista alle Suchergebnisse
    Wurde dieser Link etwa übersehen? Oder zugunsten der Artikelaussage einfach nicht beachtet?

Das Fazit des Artikels: “In kaum einem Bereich kann sich das neueste Microsoft-System durchsetzen.” Sehr spannend. Wer so vergleicht, der kann nur zu diesem Ergebnis kommen.

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Macworld 2008 Keynote

Ich habe mir heute mal wieder die Zeit genommen und mir angeschaut, was auf dem Computersektor los ist. Vor einigen Tagen hielt Steve Jobs die Keynote auf der Macworld 2008. über die dort vorgestellten Produkte mÖchte ich reden.

Time Capsule. Dies stellt ein Modul da, mit dem es mÖglich ist, mit Time Machine drahtlos Backups zu machen. Sehr genial. Ich komme mit meinem MacBook nach Hause, bin kaum im WLAN und schon wird ein Backup meiner Platte erstellt. Zusätzlich ist das Ding auch noch ein Access Point. Ich kann also meinen PC an das Modul anschließen per Netzwerk und kann die schnelle Drahtlosverbindung mit nutzen (802.11n). Stelle ich mir cool vor. Doch kommen wir zu den Preisen. Auf der Macworld werden die Preise bejubelt: 299 EUR für 500 GB und 499 EUR für 1 TB. Für den Preis kann ich mit einen AccessPoint beschaffen und mindestens den doppelten bis dreifachen Speicherplatz in Form einer Netzwerkfestplatte daneben stellen. Diese Preise sind meiner Meinung nach nicht ganz so revolutionär, wie sie dort bejubelt werden. Time Capsule soll ab Februar verkauft werden. Aber mal ehrlich: Wer hat jetzt schon 802.11n zu Hause? Time Machine ist sowieso eine Funktion die hoch bejubelt wird, von der ich aber nicht denke, dass ich sie brauchen würde, wie ich ja auch schon erzählt habe.

iPhone. Das iPhone erhält neue Software. Apple tut da wirklich was und das gefällt mir. Durch das iPhone werden viele Handyhersteller sich gezwungen sehen, in Zukunft ebenfalls kostenlose Softwareupdates herauszugeben, die nicht nur Fehler beseitigen, sondern den Funktionsumfang erweitern. Für das iPhone soll es in Zukunft auch ein SDK geben, mit dem man dann selber Programme schreiben kann. Ich dachte das wäre nicht erlaubt? Das wundert mich allerdings doch ein wenig. Ist aber grundsätzlich erst mal positiv wenn es wirklich geÖffnet wird.

iTunes Store. Verleiht nun auch Videos. Leider erst mal nur in Amerika, und erst im Laufe des Jahres international. Daran hätte ich wahrscheinlich sogar Interesse. Interessant ist auch das Modell: Du leihst es dir aus, dann hast du 30 Tage zeiht es zu beginnen und nach dem Beginn musst du es innerhalb von 24 Stunden zu Ende schauen. Auch hier muss ich aber den Preis bemängeln: Ein neuer Titel kostet $3,99 und ein älterer Titel $2,99. Obwohl hier kein Preis für die Miete anfällt und kaum Personal bezahlt werden muss, ist das teurer, als wenn ich mir den Film in der Videothek nebenan besorge. Trotzdem ist auch dieses Feature in seiner Ausführung meines Wissens nach einzigartig.

MacBook Air. Das dünnste Notebook der Welt. Was Apple hier geschafft hat ist großartig. Als ich das MacBook Air gesehen habe, habe ich wirklich darüber nachgedacht, mir das irgendwann zu kaufen. Natürlich um dann Vista drauf zu spielen :D Echt Wahnsinn. Wenn man sich das anschaut, dann kann nur Begeisterung aufkommen. Man bekommt es ab 1700 EUR. Das ist mir ehrlich gesagt zu viel. So viel würde ich nicht für ein Notebook ausgeben wollen. Genial ist allerdings wie die Entwickler es geschafft haben, ein komplettes Notebook auf einer solch kleinen Platine macbook elektronik zu vereinen, ohne dabei auf gute Komponenten verzichten zu müssen (Bild entstammt der Keynote Präsentation von Steve Jobs). Dabei versteht man dann den Preis vielleicht doch ein wenig. Trotzdem ist das noch nicht der Endpreis, denn das MacBook Air wird ohne optisches Laufwerk ausgeliefert. Das optische Laufwerk muss man für 99 EUR als USB Version dazukaufen. Damit steigt der Preis ein weiteres Mal. Apple rechtfertigt diese Vorgehensweise dadurch, dass kein Laufwerk notwendig ist, wenn man Videos online schauen kann, Backups mit Time Machine anlegt und Musik fürs Auto auf dem iPod mitnimmt. Lediglich zum installieren wird dieses dann noch benÖtigt. Hierfür leiht sich MacOS einfach das optische Laufwerks eines anderen Macs oder PCs. Dieser muss dafür aber im Netzwerk vorhanden sein, oder man kommt um die 99 EUR doch nicht drum herum.

Ganz ehrlich: Wenn die Produkte von Apple günstiger wären, würde ich sie wahrscheinlich wirklich kaufen. Leider sind mir die Produkte einfach zu teuer. Mit dem MacOS kÖnnte ich mich dann wahrscheinlich immer noch nicht anfreunden, aber die Hardware ist einfach unfassbar gut. Hier liegt auch die Gefahr für Microsoft. Microsoft muss endlich anfangen eigene Notebooks zu bauen, sonst werden sich die meist doch innovativen Technologien nie richtig durchsetzen. Ich bin gespannt wie unsere Zukunft in dieser Hinsicht aussieht.

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