iPad weg, Surface her. Mein Wechsel.

Ich habe das neue Surface von Microsoft gekauft. Mein iPad war nach zwei Stunden verkauft. Man kann mich daher als Wechsler und nun Apple-Befreiter bezeichnen. Bereits nach ein paar Tagen kann ich sagen, dass ich das Surface viel umfangreicher einsetzen kann, als das iPad. Nach ein paar Gesprächen um das Surface kristallisierten sich ein paar Gründe heraus, die ich mal in eine Liste gepackt und auf 10 beschränkt habe. Hier also 10 Gründe für (m)einen Wechsel:

  1. Direkter Netzwerkzugriff
    Beim iPad ließen sich die Inhalte nur über iTunes synchronisieren. Mit dem Surface hat man ohne den Einsatz von Zusatzsoftware direkten Zugriff auf das Netzwerk und Netzwerkordner. Das macht den Zugriff einfacher und durchgängiger, da dieser Zugriff von jeder App genutzt werden kann. Zudem erspart es die Suche nach geeigneten Applikationen, um doch auf Dateien im Netzwerk zugreifen zu können.
  2. Mehrere Benutzer
    Da das Surface Windows als Betriebssystem hat, können mehrere Benutzer verwendet werden. Gerade bei einem Gerät, was zunehmend von der ganzen Familie verwendet wird, ist das ein wichtiges Argument. Jeder Benutzer hat dabei seine Applikationen, seine Einstellungen und seine Berechtigung. Eine schöne Möglichkeit für Kinder im Haushalt ist Family Safety. Diese Funktion bietet die Möglichkeit, den Zugriff nur auf bestimmte von Microsoftoder selbst freigeschaltete Webseiten zuzulassen. Außerdem kann eingestellt werden, welche Apps verwendet werden dürfen, und wie lange der PC zu welcher Tageszeit genutzt werden kann. Damit handelt es sich um die bereits aus Windows 7 und Vista bekannten Möglichkeiten der Benutzerkonten für Kinder.

    Mehrere Benutzer auf dem Surface

    Mehrere Benutzer auf dem Surface

  3. Apps kann man vor dem Kauf testen
    Der App-Store von Microsoft bot schon bei Windows Phone die Möglichkeit, Applikationen zu testen, bevor diese gekauft werden. Jede Applikation konnte selber entscheiden, ob sie dieses Feature nutzen möchte oder nicht. Viele Apps machen davon Gebrauch und so ist es mir als Kunde möglich, mehrere Applikationen mit gleichen Features vor dem Kauf zu testen. Die Applikation mit dem passendsten Funktionsumfang wird dann gekauft. Bei Apple war dies immer ein Krampf und hat nicht selten dazu geführt, dass ich mehrere funktionsgleiche Applikationen kaufen musste, bis ich das hatte, was ich suchte. Da hilft es dann auch nicht, dass Apps für iOShäufig günstiger sind als für Windows (Phone).

    App testen oder kaufen aus dem Windows Store

    App testen oder kaufen aus dem Windows Store

  4. USB-Port
    Das Surface verfügt über einen vollwertigen USB-Port. Damit lassen sich alle USB-Geräte am Surface verwenden: Drucker, USB-Sticks, Mäuse, Tastaturen, Präsenter, … Beim iPad habe ich das gerade für USB-Sticks das ein oder andere Mal vermisst. Das hat allerdings auch Nachteile: Zum einen ist die Dicke des Geräts ist durch den USB-Port vorgegeben und zum anderen muss Windows die entsprechenden Treiber für alle möglichen USB-Geräte vorhalten, was sicher nicht ganz unschuldig ist an der Größe von Windows RT auf dem Surface (ca. 15 GB).

    Der USB-Port vom Surface an der Seite

    Der USB-Port vom Surface an der Seite

  5. Erweiterbarer Speicher (SDXC)
    Das iPad kommt mit fixem Speicher. Dieser lässt sich nur durch Online-Speicher erweitern, was wiederum zwei Nachteile hat: Erstens sind viele noch nicht so weit, dass sie ihre Daten in der Cloud speichern wollen und zum zweiten erfordert dies eine dauerhaft Internetverbindung. Das Surface bietet die Möglichkeit den internen Speicher durch eine micro-SD-Karte zu erweitern. Da der SDXC Standard unterstützt wird, ist dies aktuell mit bis zu 64GB möglich. Laut Wikipedia-Artikel sieht der SDXC-Standard Kartengrößen bis 2TB vor. Diese gibt es aktuell noch nicht zu kaufen, daher weiß ich nicht, ob bisher immer von 64GB geredet wird, weil dies die maximal aktuell erhältliche Größe ist, oder ob das Surface an dieser Stelle auf 64GB begrenzt ist. Aber selbst die aktuell erhältlichen 64GB ermöglichen bereits eine Verdopplung des On-Board-Speichers.
  6. Richtiges Office ohne Aufpreis an Board
    Das Surface wird mit Office 2013 ausgeliefert, d.h. folgende Applikationen kommen bereits vorinstalliert und ohne Aufpreis mit: Word 2013, Excel 2013, PowerPoint 2013 und OneNote 2013. Dabei rede ich nicht von Metro-Apps mit vermindertem Funktionsumfang, sondern von den vom Desktop bekannten vollwertigen Applikationen, die mit der Version 2013 auch in Richtung Touch optimiert wurden. Beim iPad gibt es diese Applikationen nicht und die iOSVersionen der MacOffice Programme sind nicht günstig: 12 EUR pro Applikation, wenn ich das richtig im Kopf habe. Macht 36 EUR Aufpreis (Text, Tabelle, Präsentation) für in der Funktion begrenzte Programme.

    Micrsoft Word 2013 auf Windows RT auf dem Surface

    Micrsoft Word 2013 auf Windows RT auf dem Surface

  7. Nähe zu Windows Phone
    Dies dürfte momentan noch für eher weniger Leute ein Kaufargument sein, jedoch ist die Zahl der Nutzer steigend und gerade mit Windows Phone 8 dürfte hoffentlich ein Durchbruch erzielt werden. Dabei gilt nun das Mac-Argument: Gleiches Ökosystem führt zu besserer Nutzbarkeit. Ich habe die gleichen Applikationen, die sich auf den verschiedenen Geräten über die Cloud synchronisieren. Das ist schon mit Windows 8 und Windows RT extrem cool. Wenn dann noch das Smartphone mit Windows Phone 8 mitspielt ist das eine runde Sache. Zudem verfügt der Startbildschirm über die von Windows Phone bekannten Kacheln. Wer das vom Windows Phone bereits kannte und mochte, wird hier nicht enttäuscht werden.
  8. Vernünftiges Dateisystem
    Wie mich das bei iOS gestört hat: Es gibt kein vernünftiges Dateisystem, auf das man zugreifen könnte, sondern die Applikationen müssen sich selbst organisieren. Das führt dazu, dass man Dateien von einer an die andere Applikation weitergeben muss und nach der Bearbeitung dann wieder zurück gibt an die Ursprungsapplikation. Ziemlicher Aufwand. Bei Surface ist der von Windowsbekannte Explorer integriert. Es kann ganz normal auf die Festplatte zugegriffen werden und alle Applikationen nutzen exakt die gleiche Datei und arbeiten nicht mit Kopien. Das entlastet das Dateisystem und sorgt dafür, dass die Dateien nicht umständlich hin- und hergereicht werden müssen. Zudem kann auch direkt mit Daten aus Apps wie z.B. SkyDrive gearbeitet werden, ohne diese noch einmal lokal speichern zu müssen. Die Schnittstelle dafür steht allen Apps zur Verfügung und kann damit von jeder App genutzt werden.

    Explorer auf Windows RT auf dem Surface

    Explorer auf Windows RT auf dem Surface

  9. Geteilter Bildschirm (echtes Multitasking)
    Der Formfaktor vom Surface (16:9) ist erst etwas ungewohnt wenn man vom iPad kommt (4:3). Jedoch wird ziemlich schnell klar, warum die Seitenverhältnisse so gewählt wurden: Zum einen werden Filme und Videos damit ohne schwarze Streifen dargestellt, zum anderen ermöglicht es aber auch noch die auf dem Surface mögliche Nutzung von zwei Apps nebeneinander. Das ist in vielen Fällen sinnvoll: Auf der einen Seite den Chat, auf der anderen Seite die Applikation mit der man gerade arbeitet. Oder auf der einen Seite das PDF, was gerade gelesen wird, auf der anderen Seite die Notizen, die man sich dazu macht, oder das Dokument an dem man gerade schreibt. Kein dauernd notwendiger Wechsel zwischen den Applikationen. Bereits nach wenigen Tagen erscheint dies äußerst sinnvoll. Bei dem breiteren Formfaktor im Vergleich zum iPad bleibt so auch noch genug Platz für die eigentliche Applikation wenn zwei davon nebeneinander liegen.

    Geteilter Bildschirm auf dem Surface

    Geteilter Bildschirm auf dem Surface

  10. Sinnvolle Materialien
    Das Surface ist aus Magnesium gefertigt. Das fühlt sich sehr ähnlich an, wie das iPad. Das iPad hatte ich jedoch immer in einer Hülle, weil die Rückseite sonst ziemlich schnell unschön aussieht mit vielen Kratzern. Beim Surface scheint die Oberfläche bisher unempfindlicher zu sein. Ich habe die Rückseite nicht in einer Hülle und bisher sieht sie immer noch aus wie am ersten Tag. Das Surface habe ich mit TouchCover gekauft, und auch beim Cover ist das Material sinnvoll ausgewählt: Es ist ein Filzähnlicher Stoff, der dafür sorgt, dass das iPad nicht vom Schoß rutscht, wenn man das Cover umgeklappt hat. So scheint die Auswahl der Materialien zumindest bisher äußerst sinnvoll.

    Das aufgestellte Surface ohne angedocktes TouchCover

    Das aufgestellte Surface ohne angedocktes TouchCover

    Das TouchCover als Abdeckung für den Bildschirm mit Filzartiger Oberfläche

    Das TouchCover als Abdeckung für den Bildschirm mit Filzartiger Oberfläche

    Das TouchCover angedockt als Tastaturersatz

    Das TouchCover angedockt als Tastaturersatz

Natürlich gibt es auch Nachteile. Was mich bisher noch etwas stört, sind die noch nicht 100% funktionierenden Programme. Ein paar Beispiele:

  • Die Mail-App kann zwar Emails empfangen aber nur über den Live-Account senden. Das Senden über andere Emailadresse wird derzeit noch nicht unterstützt.
  • Über Zusatzprogramme kann ich auch nicht indizierte Ordner in die Bibliotheken bekommen, jedoch werden diese dann nur teils im System angezeigt. Meine Bilderbibliothek auf dem Desktop zeigt die Bilder an. Die Foto-App im neuen Design jedoch nicht.
  • Der App-Umfang ist noch etwas beschränkt. Für die Übergangszeit können auch direkt die Webseiten von z.B. Amazon oder – für die nicht im System integrierten Funktionen – Facebook genutzt werden. Es gibt aber auch Einsatzszenarien, für die eine Webseite kein Ersatz ist (z.B. das massenhafte Verkleinern von Bildern)
  • Das Surface kann zwar auf andere Computer im Netzwerk zugreifen. Von anderen Computern kann jedoch nicht auf das Surface zugegriffen werden.

Sicherlich würden mir noch weitere Beispiele einfallen, aber eines haben alle gemeinsam: Es handelt sich um Software, damit können die Dinge per Update behoben werden. Was die Mail-App angeht, so weiß ich, dass man derzeit an einem Update arbeitet.

Die negativen Dinge trüben den positiven Gesamteindruck nur wenig. Ob das Surface wirklich einen Laptop komplett ersetzen kann (also das, was das iPad nicht geschafft hat) wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

Zum Abschluss des Artikels noch einige Vergleichsfotos zwischen iPad und Surface:

iPad und Surface nebeneinander

iPad und Surface nebeneinander

Dicke von iPad (links) und Surface (rechts) im Vergleich

Dicke von iPad (links) und Surface (rechts) im Vergleich

iPad (oben) und Surface (unten) übereinander

iPad (oben) und Surface (unten) übereinander

Apple-Logo und Microsoft-Logo auf der Rückseite der Geräte

Apple-Logo und Microsoft-Logo auf der Rückseite der Geräte

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Sicht eines Windows-Users: Nach vier Wochen iPad 3

Ja: Ich habe ein iPad. In meinem Bekanntenkreis ist man darüber sehr verwundert und belächelt mich wohl auch etwas, so in die Richtung: Der Microsoft-Vertreter ist wohl nun doch schwach geworden (ich habe sonst auf allen meinen Rechnern aus Überzeugung Microsoft Windows). Meine Entscheidung zum Kauf war jedoch rein rational und gut und lange überdacht. Natürlich war ich gespannt, wie sich dieses Gerät in meine totale Windows-Umgebung integrieren würde, aber nach den ersten vier Wochen möchte ich das iPad nicht mehr hergeben. Wahrscheinlich weniger, weil es ein Apple ist, als mehr weil es ein Tablet ist.

Wie kam es zu meiner Entscheidung ein Tablet zu kaufen?

Mein alter eeePC 1000H aus meiner Studienzeit hatte ausgedient. Der Akku lief nicht mehr wirklich lange und auch sonst zeigten sich die Gebrauchsspuren. So entschloss ich mich bereits im Oktober letzten Jahres einen Ersatz zu besorgen und mir war von vornherein klar, dass es ein Tablet werden würde. Mein geplanter Haupteinsatzzweck für das Gerät war das Sofa und da ist eine Hardwaretastatur mehr als hinderlich. Als ich mich dann aber auf dem Tablet-Markt umsah, gab es da nichts, was in meiner Preisklasse meinen Vorstellungen entsprach. Klar gibt es zwei Geräte, die als Tablet mit Stift und mit Windows sehr attraktiv sind, aber der eee Slate von Asus ist mit 900 EUR schon relativ teuer und kann mit ca. 3,5 Std. Akkulaufzeit nicht wirklich überzeugen und der Serie 7 Slate PC von Samsung ist zwar durchaus sehr interessant mit sechs Stunden Akkulaufzeit, aber mit 1300 EUR auch sehr teuer. Auch das iPad 2 konnte mich seinerzeit nicht begeistern: Wenn ich davor stand fiel mir die Displayauflösung sofort als negativ auf und damit war das Gerät aus der Liste möglicher Produkte abgeschrieben, denn selbst günstigere Geräte wie das MSI WindPad 100W oder der Acer Iconia Tab W hatten eine höhere Displayauflösung als das iPad. Eigentlich wollte ich das Tablet zu Weihnachten kaufen, aber da es aber nichts wirklich interessantes gab, verschob ich den Kauf vermeintlich auf die Einführung von Windows 8. Als dann im Februar gemunkelt wurde, dass das iPad 3 von Apple im März vorgestellt wird, war ich natürlich sehr interessiert. Es bewahrheitete sich, dass mein größter Kritikpunkt – die Displayauflösung – mit dem iPad 3 behoben wurde und das iPad somit wieder im Rennen war. Lediglich die Integration in meine Windows Welt würde wohl spannend werden. Ich entschied mich trotzdem zum Kauf, wohlwissend, dass ich ein Rückgaberecht hatte. Zudem sind Produkte von Apple ja auch relativ gut wieder zu verkaufen, daher hatte ich nichts zu verlieren.

Positives und Negatives zum iPad 3

Positives berichten alle im Internet. Ich habe vor meiner Kaufentscheidung relativ wenig negatives über das iPad gelesen. Daher möchte ich meinen Artikel heute bewusst dazu nutzen, um Kritik an einigen Punkten zu üben, die nicht wirklich gut durchdacht sind, oder aber in meiner bisherigen Welt zu Problemen und Schwierigkeiten führen. Trotzdem muss man natürlich auch kurz auf die Stärken eingehen, die bei mir zur Kaufentscheidung geführt haben.

Positives zum iPad 3: Akkulaufzeit

An erster Stelle ist dies die Akkulaufzeit. Mit dem iPad 3 kann ich 9-10 Stunden arbeiten. Das mache ich eigentlich nie am Stück, aber im Endeffekt bedeutet das, dass ich es viel seltener aufladen muss als einen herkömmlichen Laptop oder Slate PC. Außerdem kann ich mich auf kurze Reisen begeben, ohne gleich das Ladegerät einpacken zu müssen. Mein Ziel war es, hier besser zu werden, als das mit dem eeePC war. Dort hatte ich beim Kauf seinerzeit 6,5 Stunden Akkulaufzeit. Dass das iPad dies nun erheblich toppt, gefällt mir gut und war auch schon beim iPad 2 einer der wesentlichen Pluspunkte des Geräts.

Positives zum iPad 3: Displayauflösung

An zweiter Stelle folgt natürlich die Wahnsinnsauflösung. Zwei Screenshots dazu, um das zu verdeutlichen (ich habe die Bilder extra in Originalgröße hinterlegt, auch wenn das laden etwas länger dauert. Die weiteren Screenshots werde ich verkleinern):

Paper auf dem iPad

Tagesschau in Flipboard auf dem iPad

Mit diesem Display ist es echt krass, wie scharf die Texte dargestellt werden. Das erste Mal in meinem Leben lese ich die über die Jahre gesammelten eBooks auch wirklich. Es ist sehr angenehm auf dem Display zu lesen und wenn man länger liest, vergisst man sogar, dass man nicht von Papier sondern von einem Display liest. Mit den entsprechenden Apps kann man sich auch nahezu jede beliebige Internetseite als Magazin darstellen lassen und so macht das Lesen sogar noch Spaß.

Positives zum iPad 3: Qualität der Apps

Allgemein muss man die Qualität der Applikationen wirklich loben. Ich kenne nun inzwischen zwei Mobilsysteme (Windows Phone und iOS, in der nächsten Woche kommt Android dazu), muss aber anerkennen, dass iOS bezüglich der Applikationen die Nase wirklich weit vorne hat. Dabei habe ich durchaus den Vergleich durch Apps, die es sowohl für Windows Phone, als auch für iOS gibt.

Die Bahn-App auf dem iPad

Positives zum iPad 3: Zubehör

Das Zubehör für die Geräte von Apple ist sehr vielfältig. Da es eine große Kundschaft für wenige Formfaktoren gibt, lohnt es sich, Zubehör mit Grips zu entwickeln, da dieses sich dann häufig verkauft. So habe ich mir inzwischen eine Hülle zugelegt, die mich absolut begeistert.

Die Hülle kann als Ständer für das iPad benutzt werden

Die Optik der Hülle ist sehr ansprechend gestaltet

Natürlich lassen sich die Zubehörhersteller ihre Arbeit aber auch entsprechend vergüten: Ist ja Zubehör für einen Apple

Positives zum iPad 3: Gewicht

Das Gewicht überzeugt absolut. Ich hätte zwar nicht gedacht, dass selbst 650 Gramm auf Dauer so schwer sein können, aber mit diesem Fliegengewicht, ist Apple mit dem iPad auch in dieser Kategorie momentan Marktführer.

Negatives zum iPad 3: Der Preis

Nun, an erster Stelle steht hier der Preis. In der 16GB Version mag der Preis zwar noch human sein, aber dass man für 64GB dann 200 EUR mehr zahlen soll?? 64GB schneller Speicher liegt auf dem Markt weit unter 200 EUR. Leider ist mit der hohen Displayauflösung auch der Speicherbedarf von Apps gestiegen. Dies habe ich mir bereits vor dem Kauf gedacht, weil vierfache Auflösung, auch vierfache Dateigröße für Grafiken bedeutet. Da ich auch viel mit Fotos auf dem iPad machen möchte, habe ich mich trotz des Preises für die 64GB entschieden. Dies erweist sich im alltäglichen Gebrauch auch als die richtige Entscheidung, denn aktuell sind ohne große Fotozwischenspeicherung nur noch 31GB verfügbar, damit wäre die 32GB Version schon jetzt zu klein. Trotzdem bleibt der Preis ein klarer Kritikpunkt, da für die vollständige Nutzung der Funktionalitäten viele weitere Apps gekauft werden müssen. Auch hierbei verdient Apple wieder kräftig mit. Es wäre also meiner Meinung nach durchaus denkbar, den Preis zu senken um eine größere Käuferschaft anzusprechen und dann sekundär über die Applikationen mehr zu verdienen.

Negatives zum iPad 3: Zugriff auf Netzwerkordner und –dateien

In meinem Heimnetzwerk liegen die Multimediadateien zentral auf dem Server. Jedes anderes Gerät im Netzwerk kann auf dieses Mediendateien zugreifen. Lediglich das iPad kann von Haus aus nicht auf Mediendateien im Netzwerk zugreifen. Dies lässt sich nur über weitere (nicht immer kostenlose) Applikationen realisieren. So habe ich den Zugriff auf die Standardmediendateien über DLNA regeln können. Die Applikation, die ich dazu nutze ist MediaConnect, welche das Netzwerk automatisch nach DLNA Servern durchsucht. Da mein Windows Home Server DLNA automatisch unterstützt, war dies die beste Methode, um auf Mediendateien zugreifen zu können, auch wenn die Zugriffe nicht immer sehr schnell sind.

Die von MediaConnect gefundenen DLNA Server in meinem Netzwerk

Die Bilderordner vom Windows Home Server über DLNA

Für Bilder und Musik funktioniert diese Vorgehensweise sehr gut. Für Videos wird das dann schon schwierig, weil damit nur wiedergegeben werden kann, was vom iPad unterstützt wird und das ist bezüglich Videocodecs nicht wirklich viel. Zur Videowiedergabe muss außerdem noch der FlexPlayer installiert werden. Die nicht ausreichende Unterstützung von Videoformaten und Codecs führt dazu, dass ich für Videos einiges ausprobiert habe, bis ich dann zu einer Lösung gefunden habe, die ich immer dann nutze, wenn der FlexPlayer an seine Grenzen kommt: VLCStreamer wandelt die Videos mit einer auf dem Server installieren Applikation auf ein für das iPad verständliche Format um, sodass ich diese dann auf dem iPad sehen kann. Das beansprucht den Server zwar sehr stark (CPU Last 100%), aber funktioniert wenigstens einigermaßen. Die Einschränkung auf diese bestimmten Videoformate ist übrigens etwas, was ich überhaupt nicht verstehe bei Apple. Aber sie mögen es wahrscheinlich ja nur gut mit ihren Kunden meinen… Damit habe ich jetzt meine Netzwerkzugriffe auf Mediendaten einigermaßen hinbekommen.

Für alle anderen Dateitypen (Bilddateien, Officedateien, …) ist es jedes Mal erneut spannend, da für jeden Dateityp eine extra Applikation gesucht werden muss. Alternativ findet man eine App, die mit vielen Dateitypen umgehen kann. Womit ich aktuell nicht weiterkomme ist die Wiedergabe von Open Document Präsentationen auf einem externen Bildschirm. Mal zeigt die App die Präsentation schon nicht richtig auf dem iPad an, mal ist auf dem iPad richtig dargestellt, aber der externe Bildschirm bleibt schwarz, … Dazu aber weiter unten mehr.

Negatives zum iPad 3: Die Synchronisation von Fotos unter Windows

Das nächste Übel ist die Fotosynchronisation über iTunes. Wenn man einen Rechner mit MacOS hat, werden die Bilder mit dem iPad wohl über iPhoto synchronisiert. Für Windows gibt es das Programm aber nicht und so hat Apple sich gedacht, dass sie die Funktionalität in iTunes einbauen. Dabei haben sie sich aber nicht besonders viel Mühe gegeben (ein Schelm, wer Böses dabei denkt…). Synchronisiert wird nur die erste Ordnerebene. Man wählt also einen Hauptordner und die Unterordner daraus werden synchronisiert. Enthalten die Unterordner weitere Unterordner, so werden diese nicht angezeigt; die Bilder landen stattdessen mit im ersten Unterordner. Am Beispiel: Meine Ordnerstruktur ist so aufgebaut, dass in dem Ordner Bilder die Unterordner für die jeweiligen Jahre liegen, also 2010, 2011, 2012, … In diesen Ordnern liegen dann wieder Unterordner für die einzelnen Ereignisse. Da iTunes diese zweiten Unterordner bei der Synchronisation nicht berücksichtigt, lagen dann in meinem Ordner 2012 auf dem iPad ca. 4000 Bilder. Nun gibt es für dieses Problem zwei Möglichkeiten: Entweder nur ein Jahr auf dem iPad mitschleppen, oder alle benötigten Unterordner von den verschiedenen Jahren in einem iPad-Bilder-Ordner zusammenbringen und diesen dann zur Synchronisation auswählen. Das habe ich dann gemacht. Aber schön ist das nicht wirklich.

Negatives zum iPad 3: Die Wiedergabe von Fotos auf externem Monitor

Wenn man dann die Fotoordner auf einem externen Monitor wiedergeben möchte, darf man das nächste Mal staunen. Das iPad hat ein Display mit den Seitenverhältnissen 4:3. Jeder moderne Monitor hat jedoch ein Seitenverhältnis von 16:9. Damit entstehen bei der Wiedergabe eines Bildes auf dem externen Monitor schwarze Ränder an den Seiten des Bildes. Normalerweise werden diese schwarzen Ränder vom Fernseher erzeugt, weil das Bildsignal halt als 4:3 übergeben wird. Beim iPad ist dies jedoch anders: Das iPad steuert den Fernseher mit einer Auflösung von 16:9 an (in meinem Fall Full HD, also 1920 x 1080 Bildpunkte), erzeugt jedoch selber die schwarzen Trauerränder. Selbst wenn ich in ein Bild hineinzoome werden die Ränder nicht zur Anzeige von Bildmaterial verwendet. Dass die Auflösung wirklich genutzt werden kann zeigt das iPad, wenn dann zwischen den Fotos plötzlich ein Video steckt. Die Trauerränder verschwinden und das iPad zeigt das Video über die komplette Bildschirmfläche an. Hier hätte Apple ruhig etwas mehr Zeit investieren können, um dieses Verhalten zu verbessern. Zur Verdeutlichung habe ich dazu ein kurzes Video gemacht (leider stimmt die Schärfe nicht ganz…):

Negatives zum iPad 3: Qualität der Applikationen

Unter der gleichen Überschrift habe ich schon unter Positives berichtet, denn die Applikationen sind wirklich gut. Das Problem ist nur, dass in machen Fällen der letzte Schliff fehlt um sie auch wirklich benutzen zu können. Ich möchte das an zwei Beispielen deutlich machen:

Beispiel 1: iPhoto

iPhoto wurde in der Vorstellung des iPad 3 auch als neue Applikation vorgestellt und macht eigentlich für das iPad auch wirklich Sinn. Ich hatte vor, es in meinem Fotoworkflow zu integrieren. Der Haken an der Sache: Um alles aus den Bildern rauszuholen, fotografiere ich in RAW. Die RAW Bilder können zwar von iPhoto bearbeitet werden. Das Problem ist aber, dass in RAW Dateien generell keine Bearbeitungsschritte gespeichert werden. Dies macht jedes RAW Programm in einer eigenen Datenbank oder aber bietet die Möglichkeit diese Bearbeitungsschritte als zusätzliche Datei neben das Bild zu legen (XMP). iPhoto bietet genau diese Möglichkeit nicht. Da aber die Bearbeitungsschritte nicht im Bild gespeichert werden, kann ich iPhoto nicht nutzen, weil ich die Bearbeitung aus dem iPad nur als JPG rauskriege und damit habe ich nichts gewonnen. Hier fehlt also wieder genau der letzte Schritt…

Beispiel 2: Open Document Präsentationen (*.odp)

Das Open Document Format hat sich quasi als Standard durchgesetzt und wird inzwischen sogar von Microsoft Office unterstützt. Auch Freeware Programme wie Open Office oder Libre Office speichern die Dateien im *.odp Format ab. Das Problem ist aber, einen Viewer zu finden, der diese Dateien auf dem iPad anzeigt. Das von Apple bereitsgestellte Keynote kann mit dem Dateiformat nichts anfangen, und andere Apps können es nur rudimentär darstellen. Ich habe eine App gefunden, die mir auf dem iPad genau das zeigt, was ich sehen will, der externe Monitor bleibt jedoch schwarz. Die Anfrage an den Support blieb leider auch erfolglos. Gestern habe ich nun erneut einen Schritt gewagt und mir eine App gekauft, die eigentlich recht gut umgesetzt ist, denn man kann die Präsentationen auch bearbeiten. Dazu wird anscheinend auf einem Server das normale Libre Office gestartet und das Bild dann auf das iPad gestreamt. Sieht alles gut aus, bis auf die Darstellung im Präsentationsmodus. Sobald man die Folien zeigen möchte, wird unten und an der Seite was abgeschnitten. Auch hier habe ich Kontakt mit den Entwicklern aufgenommen und anscheinend tut sich was. Zumindest will man sich das Problem ansehen und bedankt sich für die Information.

Negatives zum iPad 3: Keine Testversionen oder Rückgabe von Apps

Von Windows Phone bin ich es auf meinem Smartphone gewohnt, dass ich Apps testen kann bevor ich sie kaufe. Wie an meinem Beispiel 2 eben zu sehen war, habe ich jede Menge Apps ausprobiert, um die Darstellung von Open Document Präsentationen zu ermöglichen. Leider ohne Erfolg. Zu meinem Test gehörten nicht nur kostenfreie Apps und so habe ich hier einige Euros verschleudert. Dem AppStore täte es sehr gut, wenn Apps vor dem Kauf getestet werden können. Bei Windows Phone gibt es dazu zwei Möglichkeiten: Entweder der Funktionsumfang ist beschränkt, oder aber der Nutzungszeitraum ist beschränkt. Beides sind Alternativen, die durchaus sehr gut denkbar sind.

Fazit

Das iPad ist auf Hardwareebene wahnsinnig gut umgesetzt und ich habe selten so ein hochwertiges Gerät in der Hand gehabt. Das Problem ist aber die Software. Teilweise versenkt man Stunden um bestimmte Funktionen zu ermöglichen. Noch ist mein iPad kein kompletter Ersatz für meinen Laptop, da zwei Schlüsselfunktionen von mir nicht funktionieren: Bearbeitung von RAW Dateien und Darstellung von Open Document Präsentationen. Trotzdem habe ich mich dazu entschlossen das iPad vorerst zu behalten – Zumindest bis Windows 8 dann mit vergleichbaren Tablets auf dem Markt ist. Ob ich dann noch umsteigen möchte, werde ich dann sehen müssen.

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Nachricht vom iPhone

Musste ich eben doch ein bisschen drüber lächeln, als ich Folgendes als Abschluss einer Email las:

Email vom iPhone

Ist es jetzt Mode, dass man immer mitteilt, von welchem Gerät man welche Email schreibt? Oder macht man das nur, wenn die genutzten Geräte besonders “cool” sind?

(Dieser Eintrag wurde mit dem Windows Live Writer auf meinem Desktop-Rechner erstellt)

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iTunes 8: Was gibt’s neues?

Ein Leser meines Blogs stellte mir in einer Email eine Frage zu Cover Flow unter iTunes. Dabei erwähnte er, dass es bereits iTunes 8 gäbe. Also musste ich mal installieren. Und wirklich: Es hat sich einiges getan. Aber die Erfahrungen bis dahin… Ich erzähle der Reihe nach:

Der Download der Software umfasst inzwischen 80MB. Das ist eine ganz schöne Menge. Auf der Festplatte belegt das Programm dann aber kaum mehr Platz. Zumindest der Ordner iTunes in C:\Programme ist bei mir lediglich 82MB groß. Während der Installation muss der PC jedoch zwei Mal neu gestartet werden. Das hat mich ziemlich überrascht: Zwei Neustarts für die Installation einer Musiksoftware? Nun ja, wir wissen ja inzwischen alle, dass Apple mit iTunes auch gleich MobileMe und QuickTime installiert. Wahrscheinlich waren die Neustarts eher für MobileMe gedacht. Trotzdem sehr bedenklich. Wahrscheinlich will ich gar nicht wirklich wissen, was da alles gemacht wurde.

Startet man das neue iTunes wird dann erst mal die komplette Mediathek mit Covern ausgestattet. Bisher brauchte man dazu einen Apple iTunes Store Account. Anscheinend funktioniert das nun aber ohne. Das ist erfreulich.

Ein neues Feature fällt sofort ins Auge: Genius. Genius ist mal wieder ein sehr geniale Erfindung von Apple. In beide Richtungen: Der Nutzer hat was davon und Apple hat auch was davon. Genius verspricht automatisch Wiedergabelisten auf Grundlage eines ausgewählten Songs zu erstellen. Die Wiedergabelisten passen stilistisch zusammen und harmonieren so perfekt. Das interessante: Es funktioniert wirklich. Momentan ist das ein Feature, was ich fast ausschließlich nutze. Ein Song auswählen, Genius an und schon hat man eine dazu passende Playlist. Die Kehrseite der Medaille: Die gesamte Mediathek wird in einer nicht näher definierten Form an Apple gesendet. Steve Jobs behauptet in der Keynote, dass die Daten anonym gespeichert werden. Interessant ist aber, dass beim Start von Genius die Accountdaten abgefragt werden. Wie auch immer: Apple weiß auf jeden Fall welche Songs die Nutzer auf ihrer Platte haben.

Die automatischen Playlisten werden mit Hilfe der Informationen von sehr vielen Nutzern erstellt. Wenn mehrere Nutzer eine Kombination von Songs in ihren manuellen Playlisten haben, dann werden diese wohl zusammen passen. Ein sehr interessanter und meiner Meinung nach wirklich guter Ansatz.

Der Start von Genius dauert beim ersten Mal sehr lange, da Apple sämtliche Daten sammelt. Die Prozessorlast ist dabei durchgängig bei 100%. Auch jetzt danach ist die Prozessorlast noch ziemlich hoch wenn iTunes aktiv ist. Das werde ich aber noch ein wenig beobachten. Hoffentlich nimmt das wieder ab.

Eine neue “Funktion” ist mir sofort aufgefallen: Unter Windows gab es bei iTunes das Problem mit dem Fokus. Wenn das Programm nicht im Vordergrund war, aber z.B. die Buttons zum Start / Stop, Lied vor und zurück sichtbar waren, so musste man zwei mal klicken: Einmal um das Programm in den Vordergrund zu holen und ein zweites Mal um die Wiedergabe z.B. zu starten oder stoppen. Das Problem ist inzwischen wohl aufgefallen und nun genügt ein Klick: Das Programm wird in den Vordergrund geholt und die gewünschte Aktion ausgeführt.

Eine ebenfalls neue und erwähnenswerte Funktion ist die neue Darstellung. Apple hat die aus iPhoto bekannte Darstellung von Alben und Photos auf Musikalben portiert. So kann es z.B. aussehen, wenn man die Übersicht nach Alben anzeigen lässt:

Alben

Sortiert man z.B. nach Genres oder Interpreten kann es vorkommen, dass mehre Alben passend sind. Fährt man mit der Maus über das Symbol, so werden die einzelnen Cover gezeigt. Hier ein kurzes Video dazu:

Diese Navigation hat mal wieder was und ist eine wirklich gute Entwicklung von Apple.

iTunes 8 bietet also einen echten Mehrwert und ich bin gespannt, wo diese Entwicklung uns noch hinführen wird. Leider gilt auch hier wieder: Der einzelne Nutzer muss persönliche Daten freigeben um einen (echten) Mehrwert zu erhalten. Das ist momentan leider öfter zu beobachten.

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iTunes berechnet Megaplatte

itunes ScreenshotNach dem gestrigen Update auf die neueste Version von iTunes (Version 7.7) zeigte das Programm bei mir völlig falsche Informationen an.

Im Screenshot links sieht man ein iTunes Fenster. Am unteren Rand zeigt iTunes an, wie viele Titel in der Mediathek enthalten sind, wie lange es dauern würde diese Bibliothek durchzuhören, und wie viel Platz die Titel auf der Festplatte einnehmen würde. Bei mir sah das gestern plötzlich so aus:

das stimmt nicht

Interessant ist dabei der benötigte Speicherplatz für die Medienbibliothek. Anscheinend habe ich in meinem 0-8-15 Laptop eine unerwartet große Festplatte: 1237 Exabyte Speicher soll alleine meine iTunes Mediathek darauf einnehmen.

Auch meine Titel sind im Schnitt unerwartet lang. Mit meiner Mediathek, die 3884 Titel enthält (nur Musik) kann ich also 46480 Tage Musik hören. Im Schnitt würde ein Titel damit knapp 12 Tage dauern. Ich kann euch versichern, dass auch diese Information nicht richtig ist.

Inzwischen hat sich iTunes halb gefangen und zeigt den verbrauchten Speicherplatz wieder korrekt an. Die Spieldauer ist leider immer noch viel zu hoch.

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iPhone 3G enttäuscht die Nutzer

Georg Holzer, einer der Leute, die in der letzten Zeit immer mehr auf Apple Produkte umgestiegen sind, schreibt in seinem neuesten Beitrag (Apples iPhone-Konsumenten-Abzocke)darüber, wie enttäuscht er vom neuen iPhone ist. Aus dem Schlusswort möchte ich zitieren:

Traue niemals einem geschlossenen System. Schon gar nicht, wenn es von Apple kommt und sich Quasi-Monopole auftun.

In seinem Artikel macht er sehr deutlich, dass es für ihn danach aussieht, als wolle Apple die Konsumenten ausquetschen – ihnen einfach nur Geld abknüpfen. Das hört sich genau nach dem an, was ich schon seit langer Zeit immer wieder sage…

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Apple stellt iPhone 2 vor

Diese Woche hat Apple auf der WWDC (World Wide Developer Conference) das iPhone 2 vorgestellt, also die zweite Generation, in der alle besser wird. Es gab fünf Punkte, an denen die Kunden bisher gemeckert haben und die laut Apple am iPhone verbessert wurden. Leider lassen sich zu viele davon blenden, was Steve Jobs erzählt, denn meiner Meinung nach wurden nicht alle dieser Punkte wirklich erfüllt. Ich möchte als erstes eine Auflistung geben:

  • 3G + GPS (schnelles Internet)
  • Enterprise Support (Unterstützung von Unternehmen)
  • Third party applications (Programme von anderen Entwicklern)
  • More countries (Verkauf in mehr Ländern)
  • More affordable (Günstiger)

Die Grafik sah dann zum Schluss folgendermaßen aus – Apple ist also der Meinung, dass alle Punkte erledigt sind:

Fünf Punkte beim iPhone

Betrachten wir die Punkte im einzelnen:

  • 3G + GPS: Ja, warum ein Handy vor einem Jahr ohne 3G rauskommt, ist mir noch heute schleierhaft. Dass es jetzt endlich 3G hat ist mehr als vernünftig. Dass Apple da jetzt noch GPS draufgelegt hat wirklich lobenswert. Die Anwendung für GPS aber mehr als fraglich: Man könnte nun endlich Programme schreiben, die einem alle Freunde im Umkreis von x km zeigen würden. So ein Schmarrn. Wer will sich denn immer und überall orten lassen? Da bin ich ja mal gespannt.
  • Enterprise Support: Ja, Firmen können nun ihre eigenen Programme auf das Handy bringen. Aber was bringt mir das, wenn in vielen Firmen Handys mit Kameras verboten sind? Sehr fraglich diese Kombination. In diesen Punkt gehört auch die Unterstützung von Microsoft Exchange. Eine neue Plattform von Apple wurde ebenfalls in diesem Zusammenhang vorgestellt: MobileMe. MobileMe soll das nachrüsten, was Apple für den Privatanwender nicht hinbekommen möchte: Der Abgleich mit dem heimischen Outlook. Das funktioniert nicht direkt, sondern nur über diese neue Plattform. Dafür muss dann aber Outlook alles an MobileMe senden und das Handy alles von dort abrufen. Den Dienst stellt Apple natürlich nicht kostenlos zur Verfügung, sondern lässt ihn sich mit $99 im Jahr bezahlen. Mein bisher größter Kritikpunkt ist damit für mich nicht zufriedenstellend bearbeitet, wobei MobileMe an und für sich keine uninteressante Applikation ist.
  • Third party applications: Schön, dass nun Entwickler die Möglichkeiten haben, Anwendungen auf das iPhone zu spielen. Das SDK von Apple soll sehr gut sein. Bin ich mal gespannt, was uns da noch alles erwartet. Auch hier lässt Apple sich aber gut bezahlen für das Bereitstellen der Plattform zum Verteilen der Anwendungen.
  • More countries: Das iPhone wird nun in 70 Ländern verkauft. Die Art und Weise wie das präsentiert wurde fand ich jedoch mehr als lächerlich: Jedes dieser 70 Länder ist einzeln in die Weltkarte eingeflogen gekommen. Dieser Teil hat ca. 1,5 Minuten gedauert, wo einfach niemand was gesagt hat, sondern man einfach nur gesehen hat, wo überall das iPhone verkauft wird. Echt ein wenig lächerlich.
  • More Affordable: Das iPhone soll nun weltweit $199 kosten. Da Apple nicht richtig umrechnen kann, wir es in Deutschland sicher wieder 199 EUR kosten. Das sind 200 EUR weniger als vorher. Aber um den vollen Funktionsumfang nutzen zu können, muss ich mich ja bei MobileMe anmelden, wodurch Zusatzkosten entstehen. Außerdem ist nicht jedes Softwareupdate kostenlos. Viele Anwendungen kosten extra… Wirklich günstiger ist das iPhone nicht geworden.

Apple hat sein Marketing wieder mal voll ausgespielt. Viele Leute denken jetzt, dass das neue iPhone ein Wunderwerk der Zukunft ist. Keine Frage: Es enthält viele Innovationen. Trotzdem ist nicht alles so wie proklamiert und deswegen sollte man auf dem Teppich bleiben.

Solange ich das iPhone nicht mit meinem Outlook abgleichen kann, verschwende ich keinen Gedanken an einen Kauf.

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10 Tage für ein Unsubscribe…

Weil ich mich eine Weile mit dem iPod Touch beschäftigt habe, wollte ich mir die Hilfen für das Programmieren für dieses Gerät anschauen. Damit das möglich ist, muss man sich erst registrieren. Nach der Registrierung erhält man dann Zugriff auf die Hilfestellungen in Form von Videos. Videos sind zwar schön, nur kann man in ihnen so schlecht nach bestimmten Wörtern suchen. So muss man wohl oder übel die Videos runterladen und durchklicken bis man das gesuchte gefunden hat. Nicht besonders komfortabel.

Bei den meisten Registrierungen kann man angeben, ob man Emails erhalten möchte, oder nicht. Anders bei Apple. Ist eine Option dafür vorhanden, so ist sie so gut versteckt, dass man sie einfach übersieht. So erhielt ich in den letzten Wochen immer wieder Mails von Apple. Irgendwann hat es mich so genervt, dass ich mich austragen wollte. Ein Klick auf den Link mit Unsubscribe am Ende der Mail und gut ist – dachte ich. Aber das reicht nicht… Man wird auf eine Seite geleitet, auf der ein normales Kontaktformular ist. Hier muss man nun eine Nachricht mit dem Anliegen verfassen.

Technisch gesehen wird im Normalfall bei einem Unsubscribe nur ein Eintrag in einer Datenbank gesetzt, oder die Mail aus einer Datenbank gelöscht. Apple scheint das anders zu handhaben. In der Antwortemail, die nicht lange auf sich warten ließ, hieß es nämlich:

We have unsubscribed you from our bi-weekly ADC News email broadcasts, as you requested. Please allow 10 business days for this change to take effect.

10 Tage für das ändern oder löschen eines Datenbankeintrages? Das konnte ich irgendwie nicht glauben. Heute wurde ich eines besseren belehrt, denn ich bekam Post von Apple… Diese 10 Tage sind für mich völlig unverständlich. Vielleicht habt ihr dafür eine Erklärung?

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Usability von Apple

Dafür ist Apple bekannt: Die Programme sollen eine super gute Usability haben und alles ist ohne Probleme einstellbar, findbar und sogar der DAU kommt mit einem Apple besser klar. So besagen jedenfalls Gerüchte über Apple. Heute nun wurde ich mal wieder eines besseren belehrt. Es geht immer noch darum, dass Apple allen Windowsnutzern mit installiertem iTunes oder QuickTime den Safari bei einem vermeintlichen Update unterjubeln will.

Heute nun schreibt Jens Weyer in seinem Blog, dass er eine Lösung gefunden hat dieses Update zu deaktivieren. Jeder normale Menschenverstand hätte erwartet, dass man einfach den Hacken entfernen kann und gut ist. Das haben viele versucht, es hat aber nicht funktioniert, denn das Update kam wieder hoch. Apples gute Usability sieht das aber nicht vor. Hier muss man erst auf Extras klicken und dann den Menüpunkt "Markierte Updates ignorieren" finden. Ich dachte immer eine gute Usability würde ausmachen, dass man etwas intuitiv bedienen kann. Wenn das so ist, dann hat Apple hier aber versagt.

Schön, dass es nun eine Lösung für das Problem gibt und vielen Dank an Jens Weyer für die investierte Zeit. Es wird sich wahrscheinlich für viele lohnen.

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