RSS – warum es (fast) jeder nutzen sollte
Und schon wieder dieser Begriff… Wahrscheinlich hast du ihn schon ein paar mal im Internet gelesen, aber vielen ist er leider noch nicht so richtig geläufig. Bereits vor einem Jahr habe ich schon einmal einen Aufklärungsversuch gestartet. Seit dem Beitrag von damals habe ich nun schon einigen Leuten erklären müssen, was RSS ist und habe inzwischen einen neuen Vergleich gefunden. Der Beitrag damals war eher technisch ausgerichtet. Ich versuche es heute mal anders.
RSS ist wie Zeitunglesen. Das gute daran: Es ist deine Zeitung! Du bestimmst, was rein gehört und was raus fliegt. Am Anfang startest du mit einer völlig leeren Zeitung und musst sie dir dann langsam füllen. Du passt sie nach und nach an deine Bedürfnisse an. Je länger du an ihr arbeitest (hört sich jetzt schwerer an, als es ist), desto mehr enthält sie das, was du wirklich wissen möchtest: Wichtige Informationen aus der Politik, Infos von deinen Freunden, günstige Angebote, Weiterbildungsangebote, fremdsprachige Informationen… Sie kann nahezu alles enthalten, was du möchtest. Wechseln deine Interessen, so fliegen manche Infos raus, dafür kommen andere rein. Die Zeitung richtet sich ganz nach dir.
Viele Internetnutzer haben ein täglich nahezu identisches Surfverhalten im Internet, denn sie klappern eine Liste von Webseiten danach ab, ob sie neue Informationen enthalten oder nicht. Dabei müssen sie jede Internetseite einzeln aufrufen. Viele dieser Internetseiten werden umsonst besucht, weil einfach keine neuen Informationen vorliegen. Wäre es da nicht toll, wenn die Internetseiten dir mitteilen würden, wenn sie neue Inhalte für dich bereithalten? Wäre es nicht toll, wenn du einfach deine Zeitung aufklappen könntest und die neuesten Infos der von dir besuchten Internetseiten stünden einfach dort drin? Wäre das nicht eine Zeitersparnis?
Vielleicht hast du nun Feuer gefangen und würdest dir gerne sofort deine eigene Zeitung zusammenstellen. Ich möchte dir daher erklären, wie das geht. Es muss ja eine Technik geben, die Internetseiten nutzen, um deiner Zeitung mitzuteilen, dass neue Infos bereitstehen. Diese Technik heißt RSS. Deine persönliche Zeitung heißt dann auch nicht Frankfurter Allgemeine oder so, sondern RSS-Reader. In einem RSS-Reader (darauf gehe ich gleich noch genauer ein) hast du die Möglichkeit deine Seiten einzutragen und der RSS-Reader guckt dann bei den Seiten nach, ob neue Beiträge vorhanden sind. Das, was du bisher jeden Tag gemacht hast, nämlich das Ansurfen diverser Internetseiten um zu schauen, ob neue Infos bereitstehen, macht nun dein RSS-Reader. Er schaut für dich auf den Internetseiten nach und präsentiert dir die Neuigkeiten in deiner Zeitung, deinem RSS-Reader.
Es gibt nun zwei verschiedene Arten von RSS-Readern. Zum einen gibt es die RSS-Reader, die du ansurfst wie eine Internetseite. Statt jede Seite einzeln, brauchst du nur noch eine einzige Internetseite zu besuchen. In diesem Reader sind nun alle Internetseiten zusammengefasst. Weil es sich um eine Internetseite handelt kannst du sie von jedem internetfähigen Endgerät aufrufen. Das führt dazu, dass du deine Zeitung z.B. übers Handy auch ganz gut unterwegs lesen kannst – es erfüllt also den vollen Zweck einer Zeitung. Als Online Reader empfehle ich den Google Reader. Sicherlich wirst du aber auch gute Alternativen ausmachen können.
Wenn es dir nicht wichtig ist, deine Zeitung auch von unterwegs abrufen zu können und du auch den Besuch dieser einen Internetseite noch sparen möchtest, dann kannst du die Neuigkeiten auch über ein Programm abrufen. Vorzugsweise z.B. über dein Emailprogramm. Viele Emailprogramme unterstützen RSS inzwischen, mit dabei Microsoft Outlook und Apple Mail. Vielleicht kann dein Emailprogramm auch was mit RSS anfangen?
Wenn du nun die Entscheidung getroffen hast, wie du deine News lesen möchtest, kannst du beginnen. Du besuchst die Webseiten, die du lesen möchtest und guckst nach, ob sie über einen RSS-Feed verfügen. Einen RSS-Feed erkennst du an dem Ausdruck RSS-Feed, oder aber an dem orangefarbenen Zeichen, das in den unterschiedlichsten Ausprägungen auftritt. Wichtig ist die orange Farbe und das Symbol. Hier ein paar Beispiele:
Findest du ein solches Symbol oder die Bezeichnung RSS-Feed, so verbirgt dich dahinter meist der RSS-Feed der von dir besuchten Internetseite. Wenn du darauf klickst, wirst du auf den RSS-Feed geleitet. Hier kopierst du einfach die Adresse aus der Adressleiste deines Browsers. In deinem Reader findest du dann eine Möglichkeit diesen Feed hinzuzufügen.
Wie du mit dem Google Reader startest, habe ich dir bereits vor einem Jahr erklärt. Erklärungen zu RSS mit Outlook und RSS mit Apple Mail gibt es im Netz ebenfalls. Also – fang an, stell dir deine Zeitung zusammen.
Falls du irgendwie nicht weiter kommst oder Fragen hast, dann hinterlass mir doch einfach einen Kommentar. Viel Spaß mir deiner Zeitung.
Tags: Mail, Outlook, Reader, RSS, Zeitung








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