Wie ich mein Windows Phone nutze

Da ich ein Windows Phone Nutzer der ersten Stunde bin, haben sich bei mir inzwischen eine ganze Menge Anwendungsfälle für mein Smartphone gesammelt. Diese möchte ich gerne mit den dazugehörigen Apps vorstellen – vielleicht hilft es dem ein oder anderen von euch ebenfalls eine passende App zu finden.

Mein Startscreen

Ein kurzer Abriss über das Einrichten einer individuellen Startseite gibt folgendes Video:

Telefonieren

Man glaubt es nicht, aber auch mit einem Smartphone kann man noch telefonieren. Am meisten telefoniere ich mit meiner Frau. Dafür habe ich den Kontakt ganz oben auf meiner Startseite angepinnt. Bei Windows Phone lassen sich Kontakte direkt auf die Startseite pinnen. Kontakte können auch zu Gruppen zusammengefasst werden. Diese Kontaktgruppen lassen sich wiederum ebenfalls auf die Startseite pinnen. So habe ich die Familie meiner Frau und meine Familie zu Gruppen zusammengefasst und die beiden Gruppen ebenfalls auf die Startseite gepinnt. Mit dem direkten Anpinnen und dem Anpinnen von Gruppen lassen sich viele Kontakte ziemlich schnell erreichen.

Telefon Kontaktgruppen auf Startbildschirm

Die Kontakte werden mit Windows 8 synchronisiert, sodass die Kontaktpflege auch unter Windows möglich ist. Einziges Manko: Aktuell werden die Kontaktgruppen noch nicht synchronisiert.

Facebook und Twitter

Ich mache jetzt zwar nicht so viel mit Twitter, das Tolle an Windows Phone (und übrigens auch Windows 8) ist jedoch, dass man die sozialen Netzwerke an einer zentralen Stelle sammeln kann und nicht verschiedene Apps dafür öffnen muss. Windows Phone hat Facebook und auch Twitter integriert (außerdem noch weitere wie LinkedIn und Skype). Die Kontakte App beinhaltet dafür einen Reiter Neuigkeiten, über den alle Neuigkeiten aus den Netzwerken angezeigt werden. Außerdem lassen sich die Neuigkeiten auf einzelne Netzwerke filtern.

Neuigkeiten in Kontakte Neuigkeiten filtern Kontaktgruppen in Kontakte

Kurznachrichten

Für das schreiben von Kurznachrichten nutze ich SMS, WhatsApp, Viber und Facebook Chat. Facebook Chat ist dabei direkt in die App für SMS integriert, sodass man während des Schreibens auf Facebook wechseln kann, falls die Person dort online ist. Wenn man selber Windows Phone nutzt, kann man seinen Status auf Verfügbar halten, sodass andere Personen immer den Facebook Chat für Kurznachrichten nutzen können. Ein Großteil meiner Kurznachrichten läuft damit über Facebook Chat und WhatsApp. Für den Rest habe ich noch SMS, aber da reize ich mein Kontingent an freien SMS nicht aus.

Facebook Status posten Facebook Verfügbarkeit festlegen

Internetbrowsen

Immer wenn ich mal kurz was nachschauen möchte hole ich mein Smartphone raus. Der integrierte Internet Explorer ist für meine Zwecke in vielerlei Hinsicht vollkommen ausreichend. Außerdem lassen sich vielbesuchte Internetseiten erneut direkt an den Startscreen anpinnen und können so mit einem Klick aufgerufen werden. Diese Funktion nutze ich überall da, wo es für bestimmte Webseiten keine App gibt. Wie das geht zeigt das folgende Video:

Kalender

Seit ich Smartphones habe (ja, das war schon lange vor dem iPhone), nutze ich einen digitalen Kalender. Bei Windows Phone finde ich diesen sehr gelungen. Die Kachel für den Startbildschirm gefällt mir jedoch nicht, denn sie zeigt nur den gerade laufenden, bzw. nächsten Termin an. Damit ist der Platz nicht vernünftig genutzt. Zum Glück gibt es hier Abhilfe. Die App MyNextDays liefert die passende Kachel, die eine einstellbare Anzahl an nächsten Terminen direkt auf der Kachel anzeigt. Außerdem wird auf der Kachel auch noch die aktuelle Kalenderwoche angezeigt, was besonders für meinen Arbeitsalltag sehr hilfreich ist. Ansonsten finde ich die App MyNextDays nicht sehr gelungen, daher nutze ich von dieser App wirklich nur die Kachel.

Spotify im Startmenü

Der Kalender ist natürlich mit Windows 8 synchronisiert, sodass es egal ist wo ich gerade reinschaue oder Termine eintrage.

Passwortverwaltung

Für die Verwaltung meiner Passwörter habe ich vor einiger Zeit eine KeePass-Datenbank angelegt. Das schöne daran: Es handelt sich um einen Standard, der von vielen Applikationen unterstützt wird. Auf meinem Smartphone nutze ich dazu die Applikation 7Pass. Das schöne: Die Applikation synchronisiert die Passwortdatei mit Skydrive. Auf meinem Windows 8 habe ich auch eine passende Applikation, die sich die Datenbank auch direkt von Skydrive zieht (MetroPass). Damit habe ich meine Passwörter überall dabei.

Musik hören

Ja, besonders in letzter Zeit höre ich wieder vermehrt Musik über mein Smartphone. Das liegt unter anderem daran, dass wir ein Spotify-Abo abgeschlossen haben. Zuerst hatte ich den Music-Pass von Microsoft ausprobiert. Eigentlich hat der mir besser gefallen, weil der Dienst mehr auf Alben ausgerichtet war. Spotify verfolgt da einen anderen Ansatz und man muss für die Musik immer Wiedergabelisten zusammenstellen. Direkt ein Album abzulegen ist nur als Wiedergabeliste möglich. Außerdem ist der Music-Pass auch noch günstiger als das Spotify-Abo. Warum ich trotzdem Spotify verwende? Für den Dienst Spotify gibt es für alle meine Plattformen Apps oder Plug-Ins, das ist mit dem Music-Pass von Microsoft nicht so, weil dieser anscheinend nicht über eine API verfügt. Spotify kann ich somit im Wohnzimmer nutzen auf meinem XBMC, in der Küche auf meiner Logitech-Squeezebox, bei meinem Sohn im Zimmer auf der Logitech-Squeezebox, auf meinem Windows-PC und auch auf meinem Windows Phone unterwegs.

Spotify Auswahlmenü

Emails

Hauptsächlich lese ich Emails über mein Smartphone. Ganz selten schreibe ich meine Antworten auf dem Smartphone: Meist dann, wenn ich dienstlich unterwegs bin. Dann bin ich immer wieder erstaunt, wie schnell man mit dem Windows Phone tippen kann. Die Autokorrektur funktioniert hervorragend und auch die Wortvorschläge sind häufig passend. Zudem berechnet Windows Phone eine Wahrscheinlichkeit, welchen Buchstaben ich eigentlich treffen wollte. In die Berechnung fließen viele Faktoren ein, u.a. die Richtung aus der ich komme (also letzter Buchstabe), Häufigkeit der Buchstabenkombination, … Damit ist die Treffsicherheit der Buchstaben sehr hoch. Auf der Kachel werden Betreff und der Anfang des Textes angezeigt wenn man die Kachel ausreichend groß macht. Damit kann man schon vorher sehen, ob sich das Öffnen der App lohnt.

Spotify im Startmenü

Da ich als Emailprotokoll IMAP eingestellt habe, ist die Synchronisation mit dem Windows-PC dadurch gegeben. Alle Aktionen des Smartphones werden auf dem Server durchgeführt und damit ebenfalls mit dem Windows-PC synchronisiert.

Wecker

Wie bei anderen Smartphones ebenfalls kann man unter Windows Phone mehrere Weckzeiten anlegen und zudem die Tage bestimmen, an denen der Wecker zu den Zeiten klingeln soll. Der Wecker klingelt auch falls das Smartphone auf Lautlos oder Vibration gestellt ist. Die Weckerfunktion nutze ich auch für Erinnerungen, da man zu jedem eingestellten Wecker einen Text eintragen kann. Wenn die nächste Weckzeit innerhalb der gefühlt nächsten 18 Stunden liegt, wird die Zeit auf der Kachel angezeigt. Somit brauche ich die App nicht öffnen, um zu sehen, wann der Wecker das nächste Mal klingelt.

Weckerübersicht Weckerwiederholung Wecker im Startmenü

News lesen

Da ich schon seit Jahren die RSS-Feeds von Internetseiten nutze und diese im Google Reader bündle habe ich mein persönliches Nachrichtenportal. Der Google Reader wird leider zu Mitte diesen Jahres abgestellt, daher muss ich hier noch eine Alternative finden. Die API des Google Readers hat es aber ermöglich, dass viele Apps die Feeds aus dem Google Reader darstellen können. Auf meinem Windows Phone nutze ich dafür Feed Reader, den es auch als Windows 8 App gibt. Dadurch dass alle Aktionen auf dem Google Server durchgeführt werden, sind die Inhalte synchronisiert.

Feedreader Übersicht Feedreader Artikelansicht

Eine Alternative zum Google Reader soll wohl der Reader Feedly sein. Leider gibt es für diese noch keine App für Windows Phone. Außerdem kann der Reader im Internet Explorer nicht dargestellt werden, weil für jeden Browser ein Plug-In notwendig ist. Feedly ist aufwendig gestaltet und benötigt daher Hardwareunterstützung, deswegen die Plug-Ins. Ich habe beschlossen, jetzt keinen überstürzten Wechsel durchzuführen, sondern Ende Mai noch mal zu schauen, wie es aussieht. Dann hatten alle genug Zeit sich auf das Ableben des Google Readers einzustellen.

Wetter

Für die Anzeige des Wetters auf meinem Startbildschirm nutze ich die App Wetter, die direkt von Microsoft kommt. Sie zeigt auf dem Startbildschirm direkt die aktuelle Temperatur. In der App gibt es dann alle aktuellen Wetterdaten, sowie eine Vorhersage für die nächsten neun Tage.

Wetter Heute Wettervorhersage

Bibel lesen

Ich lese die Bibel und auch dies lässt sich mit dem Smartphone inzwischen sehr komfortabel erledigen. Die App Bible liefert verschiedenste Bibelübersetzungen und ist angebunden an das Portal YouVersion. Auf dem Portal können Kommentare abgegeben werden zu Bibelstellen und Bibellesepläne zusammengestellt werden. Zusätzlich zu der App selber können auch Bibellesepläne direkt auf den Startbilschirm gepinnt werden.

BibleApp Splash Screen Bible App Hauptmenü Bible App Bibelversionen Bible App Bibeltext

Youtube

Ich habe auf Youtube einige Kanäle abonniert und mir dadurch mein eigenes “Fernsehprogramm” zusammengestellt. Meist schaue ich dies über größere Bildschirme, wie den Fernseher oder mein Surface. Ab und an nutze ich dafür aber auch mein Windows Phone. Dafür habe ich die App PrimeTube für mich entdeckt, die es sowohl für Windows Phone, als auch für Windows 8 gibt. Die App liefert die neuesten Videos aus meinen Abos zusammengefasst. Das einzige, was ich noch vermisse ist ein Play-All Button, der dann alle Videos nacheinander abspielt. Momentan muss jedes Video einzeln zum abspielen ausgewählt werden.

PrimeTube StartScreen PrimeTube SubscriptionsPrimeTube Einzelvideoansicht

Haussteuerung

Mein Haus rüste ich nach und nach mit Automatisierungstechnik aus. Dafür habe ich mir die Homematic gekauft und kann nun (und werde zukünfitg) alles mögliche im Haus mit Schaltaktoren bestücken. Die Steuerung kann dann über Schalter an der Wand vorgenommen werden, oder über eine Logik in der Schaltzentrale. Zudem gibt es auch Apps für die verschiedenen Smartphones. Auf meinem Windows Phone nutze ich dazu WPMatic. Die App liest die Daten aus der Zentrale aus und liefert mir meine in der Zentrale eingestellten Räume und Gewerke mit den zugehörigen Schaltmöglichkeiten. So kann ich die Aktoren über mein Windows Phone ansteuern und so z.B. Lichter an oder aus schalten, die Rolladen hoch oder runter fahren oder die Heizung wärmer oder kälter stellen.

WPMatic Startmenü WPMatic Steuerung

PC-Fernbedienung

In meinem Wohnzimmer habe ich einen Wohnzimmer-PC, auf dem inzwischen XBMC seinen Dienst verrichtet. Manches Mal benötige ich aber Maus oder Tastatur. Da diese etwas klobig sind, gibt es mit der App PC Remote Pro (es gibt auch eine kostenfreie Variante mit eingeschränktem Umfang) die Möglichkeit Maus und Tastatur immer in der Tasche zu haben. Dafür muss lediglich eine Software auf dem Fernzusteuernden Rechner installiert werden. Zusätzlich zu Maus und Tastatur bietet die App auch für bestimmte Medienwiedergabeapplikationen eine speziell auf die jeweiligen Programme zugeschnittene Oberfläche, über die die komplette Steuerung übernommen werden kann. Für das Mediencenter XBMC, welches bei mir zum Einsatz kommt ist diese Oberfläche sehr ausgereift.

PCRemote Computerauswahl PCRemote SteuerungPCRemote Maus PCRemote SpotifyPCRemote Apps 1 PCRemote Apps 2PCRemote XBMC (1) PCRemote XBMC (2)

Aufgabenverwaltung

Windows Phone hat im Kalender eine integrierte Aufgabenverwaltung. Diese halte ich persönlich aber für äußerst rudimentär. Zudem bietet sie keine Möglichkeit, Aufgaben direkt auf dem Startbildschirm als Kachel anzulegen. Deswegen habe ich mir die App Top Task List gekauft, die ich sehr empfehlen kann. Die App bietet alle Möglichkeiten, die eine Umfangreiche Aufgabenverwaltung bieten sollte. So kann man Aufgaben in Ordnern sortieren, hierarchisch anordnen, mit Erinnerung versehen, Texte zusätzlich ablegen, an Personen zuweisen, … Die Ordner können dann als Kachel auf dem Startbildschirm abgelegt werden. Die Kacheln zeigen die nächsten Aufgaben direkt an. Das einzige, was nun noch zu meinem Glück fehlt, ist eine Synchronisation mit einer entsprechenden Windows 8 App über Skydrive.

TopTaskList Aufgaben auf Startbildschirm TopTaskList Neue AufgabeTopTaskList Neue Aufgabe Optionen

Geld sparen

Ja, sogar das ist mit dem Smartphone möglich. Dazu habe ich auf meinem Windows Phone die Apps von Burger King und McDonald’s installiert. Beide haben noch keine offiziellen Apps, aber die Apps Burger King (inoffiziell) und McDonald’s Suche bieten auch den Zugriff auf die Coupons, mit denen bei den beiden großen Fast-Food Ketten Geld gespart werden kann.

Burger King (1) Burger King (2)McDonalds (1) McDonalds (2)

Einkaufsliste

Die App Einkaufsliste liefert mir die Möglichkeiten, die ich für eine Verwaltung von Einkaufslisten benötige: In der App können mehrere Listen angelegt werden (z.B. für die verschiedenen Geschäfte) und während des Einkaufs können die Artikel, die bereits im Einkaufswagen liegen abgehakt werden, wie das auch auf einer Papiereinkaufsliste der Fall ist. Auch hier fehlt leider noch eine Synchronisation mit Windows 8. Man könnte dann am Rechner die Listen viel schneller eingeben, als dies auf dem Smartphone geht.

Einkaufsliste Listenübersicht

Squeezebox-Fernsteuerung

Da mein Sohn sein Squeezebox-Radio noch nicht selber bedienen kann, machen wir ihm die Musik immer an. Um dafür nicht immer durchs Haus laufen zu müssen, kann man über die Fernsteuerung auf dem Windows Phone direkt die Wiedergabe starten, stoppen, lauter und leiser machen usw. Die App, die ich dafür verwende heißt SqueezeBoxRC. Leider kann man über die App noch keine Musik auswählen, sondern nur Zufallswiedergabe starten. Falls ich also wirklich mal konkret Musik starten möchte, muss ich momentan noch über die Weboberfläche des Logitech Media Servers gehen. Das ist etwas schwieriger, funktioniert aber auch (halt ein Nachteil der kostenlosen App). Die entsprechende Webseite habe ich mir natürlich ebenfalls auf den Startbildschirm gepinnt.

Squeezebox RC Startscreen Squeezebox RC Aktuelle Wiedergabe

Notizen ablegen

Für Notizen hat Windows Phone ein sehr umfangreiches Bordmittel: Microsoft OneNote. Dieses findet man im mobilen Office von Windows Phone, in der Version 8 hat es sogar eine eigene App erhalten. Die Notizen werden über Skydrive synchronisiert und können so auch über die Weboberfläche von OneNote oder über die Windows 8 App oder Windows Desktop App bearbeitet werden.

OneNote Notizbücher OneNote Notizansicht

Filmtrailer anschauen

Meine Frau und ich gehen nicht ins Kino. Dies liegt zum einen an den noch sehr jungen Kindern, für die man immer einen Babysitter organisieren müsste, zum anderen aber auch an dem doch recht teuren Preis. Wir haben lieber unser Wohnzimmer entsprechend ausgestattet und ein Abo bei LOVEFiLM abgeschlossen. Trotzdem schauen wir uns gerne an, was so im Kino gerade läuft, um dies bei LOVEFiLM gleich auf der Leihliste vermerken zu lassen. Dafür gibt es die Windows Phone App Cinetrailer (die es auch für Windows 8 gibt).

CineTrailer Startmenü CineTrailer Jetzt im KinoCineTrailer im Rampenlicht

Fernsehaufnahmensteuerung

Für die Aufnahme von Fernsehsendungen nutze ich den Onlinedienst OnlineTvRecorder. Natürlich gibt es auch dafür eine App für’s Windows Phone. Die App OnlineTvRecorder bietet die Möglichkeit, Aufnahmen mal schnell nebenbei anzulegen. Leider ist die GUI nicht besonders gut gestaltet, weshalb ich aktuell noch eine zweite App installiert habe. Die App OTR-Master ist grafisch ziemlich gut gemacht und auch nach dem Windows Phone Bedienkonzept umgesetzt, leider lassen sich darüber jedoch noch keine Aufnahmen programmieren. Ich habe sie jedoch trotzdem installiert und bekomme so mit, sobald es Updates gibt. Ich bin mir sicher, dass diese Funktionalität nachgerüstet wird. Danach würde ich dann umsteigen.

OnlineTVRecorder Startmenü OnlineTVRecorder ARDOTR Master Suche OTR Master Menü

Downloads ausführen

Nachdem die Videodateien über den Dienst OnlineTvRecorder aufgenommen wurden, müssen sie heruntergeladen werden. Da es sich dabei um Videomaterial handelt, sind dies recht große Dateien. Bei mir im Keller steht eine Synology DiskStation. Diese ist in erster Linie eine Netzwerkfestplatte, es können aber zusätzliche Applikationen installiert werden. Eine davon ist die Download-Station. Wie der Name vermuten lässt, können damit Downloads durchgeführt werden. Das hat den Vorteil, dass während der Downloads nicht der Rechner laufen muss, sondern nur die Diskstation, die sowieso schon läuft. Über die App SynoDownload können die Donwloads auch direkt übers Windows Phone angelegt werden.

SynoDownload StartScreen SynoDownload FortschrittSynoDownload Neuer Download

Fazit

Mein Windows Phone nutze ich inzwischen für sehr viele Bereiche meines Lebens. Ich bin gespannt, was noch alles kommen wird. Natürlich sind dies nur die Anwendungsfälle, die so gehäuft auftreten, dass ich sie auf dem Startbildschirm angepinnt habe. Zusätzlich gibt es viele weitere Apps, die ich installiert habe, die ich aber nur ab und an nutze. Dafür müsste ich aber dann gesondert noch einmal einen Artikel schreiben. Mit meinem gestrigen Umstieg auf Windows Phone 8, wird sich sicher noch die eine oder andere weitere Nutzungsmöglichkeit ergeben (Stichwort Navigation).

no tags

IMAP und die Windows 8 Mail-App

In meinem Artikel zum Wechsel vom iPad zum Surface habe ich das Problem mit der nicht voll funktionalen Mail-App erwähnt. Emails konnten von mir zwar empfangen werden, jedoch war das Versenden von Emails für mich nicht möglich. Ich ging davon aus, dass dieses Problem per Update der Windows 8 App behoben werden würde. Nachdem nun wochenlang kein Update erfolgte, wandte ich mich an die kostenlose Hotline (mit Rückruf) für Surface-Kunden.

Bei der Hotline erfuhr ich dann, was ich nirgendwo anders gelesen hatte: IMAP ist in der Windows 8 Mail App nur in Verbindung mit SSL möglich. Als ich dann bei meinem Provider nach SSL suchte, stellt ich fest, dass dieser bereits eine Schritt für Schritt Anleitung zum Einrichten der Windows 8 Mail App bereitstellt.

Seit ich die Einrichtung nach Anleitung des Providers vorgenommen habe, funktioniert das Empfangen und Senden von Emails aus der Windows 8 Mail App tadellos.

Das Erlebnis stellt mich nur vor zwei Fragen:

  1. Warum wird dieser Umstand in der Mail App nicht kommuniziert?
  2. Wieso trifft man bei Microsoft eine solche Entscheidung?

Auf meinem Desktoprechner hatte ich Windows Live Mail installiert. Dort konnte ich IMAP auch ohne SSL nutzen. Es handelt sich daher nicht um eine Windows 8 Vorgabe, sondern um eine „Feature“ der Mail App. Diese Entscheidung finde ich als Endkunde komisch und es erschwert mir nur die Inbetriebnahme meines Endgeräts.

Vielleicht hat ja noch jemand das Problem und findet dann in diesem Artikel eine Hilfestellung.

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iPad weg, Surface her. Mein Wechsel.

Ich habe das neue Surface von Microsoft gekauft. Mein iPad war nach zwei Stunden verkauft. Man kann mich daher als Wechsler und nun Apple-Befreiter bezeichnen. Bereits nach ein paar Tagen kann ich sagen, dass ich das Surface viel umfangreicher einsetzen kann, als das iPad. Nach ein paar Gesprächen um das Surface kristallisierten sich ein paar Gründe heraus, die ich mal in eine Liste gepackt und auf 10 beschränkt habe. Hier also 10 Gründe für (m)einen Wechsel:

  1. Direkter Netzwerkzugriff
    Beim iPad ließen sich die Inhalte nur über iTunes synchronisieren. Mit dem Surface hat man ohne den Einsatz von Zusatzsoftware direkten Zugriff auf das Netzwerk und Netzwerkordner. Das macht den Zugriff einfacher und durchgängiger, da dieser Zugriff von jeder App genutzt werden kann. Zudem erspart es die Suche nach geeigneten Applikationen, um doch auf Dateien im Netzwerk zugreifen zu können.
  2. Mehrere Benutzer
    Da das Surface Windows als Betriebssystem hat, können mehrere Benutzer verwendet werden. Gerade bei einem Gerät, was zunehmend von der ganzen Familie verwendet wird, ist das ein wichtiges Argument. Jeder Benutzer hat dabei seine Applikationen, seine Einstellungen und seine Berechtigung. Eine schöne Möglichkeit für Kinder im Haushalt ist Family Safety. Diese Funktion bietet die Möglichkeit, den Zugriff nur auf bestimmte von Microsoftoder selbst freigeschaltete Webseiten zuzulassen. Außerdem kann eingestellt werden, welche Apps verwendet werden dürfen, und wie lange der PC zu welcher Tageszeit genutzt werden kann. Damit handelt es sich um die bereits aus Windows 7 und Vista bekannten Möglichkeiten der Benutzerkonten für Kinder.

    Mehrere Benutzer auf dem Surface

    Mehrere Benutzer auf dem Surface

  3. Apps kann man vor dem Kauf testen
    Der App-Store von Microsoft bot schon bei Windows Phone die Möglichkeit, Applikationen zu testen, bevor diese gekauft werden. Jede Applikation konnte selber entscheiden, ob sie dieses Feature nutzen möchte oder nicht. Viele Apps machen davon Gebrauch und so ist es mir als Kunde möglich, mehrere Applikationen mit gleichen Features vor dem Kauf zu testen. Die Applikation mit dem passendsten Funktionsumfang wird dann gekauft. Bei Apple war dies immer ein Krampf und hat nicht selten dazu geführt, dass ich mehrere funktionsgleiche Applikationen kaufen musste, bis ich das hatte, was ich suchte. Da hilft es dann auch nicht, dass Apps für iOShäufig günstiger sind als für Windows (Phone).

    App testen oder kaufen aus dem Windows Store

    App testen oder kaufen aus dem Windows Store

  4. USB-Port
    Das Surface verfügt über einen vollwertigen USB-Port. Damit lassen sich alle USB-Geräte am Surface verwenden: Drucker, USB-Sticks, Mäuse, Tastaturen, Präsenter, … Beim iPad habe ich das gerade für USB-Sticks das ein oder andere Mal vermisst. Das hat allerdings auch Nachteile: Zum einen ist die Dicke des Geräts ist durch den USB-Port vorgegeben und zum anderen muss Windows die entsprechenden Treiber für alle möglichen USB-Geräte vorhalten, was sicher nicht ganz unschuldig ist an der Größe von Windows RT auf dem Surface (ca. 15 GB).

    Der USB-Port vom Surface an der Seite

    Der USB-Port vom Surface an der Seite

  5. Erweiterbarer Speicher (SDXC)
    Das iPad kommt mit fixem Speicher. Dieser lässt sich nur durch Online-Speicher erweitern, was wiederum zwei Nachteile hat: Erstens sind viele noch nicht so weit, dass sie ihre Daten in der Cloud speichern wollen und zum zweiten erfordert dies eine dauerhaft Internetverbindung. Das Surface bietet die Möglichkeit den internen Speicher durch eine micro-SD-Karte zu erweitern. Da der SDXC Standard unterstützt wird, ist dies aktuell mit bis zu 64GB möglich. Laut Wikipedia-Artikel sieht der SDXC-Standard Kartengrößen bis 2TB vor. Diese gibt es aktuell noch nicht zu kaufen, daher weiß ich nicht, ob bisher immer von 64GB geredet wird, weil dies die maximal aktuell erhältliche Größe ist, oder ob das Surface an dieser Stelle auf 64GB begrenzt ist. Aber selbst die aktuell erhältlichen 64GB ermöglichen bereits eine Verdopplung des On-Board-Speichers.
  6. Richtiges Office ohne Aufpreis an Board
    Das Surface wird mit Office 2013 ausgeliefert, d.h. folgende Applikationen kommen bereits vorinstalliert und ohne Aufpreis mit: Word 2013, Excel 2013, PowerPoint 2013 und OneNote 2013. Dabei rede ich nicht von Metro-Apps mit vermindertem Funktionsumfang, sondern von den vom Desktop bekannten vollwertigen Applikationen, die mit der Version 2013 auch in Richtung Touch optimiert wurden. Beim iPad gibt es diese Applikationen nicht und die iOSVersionen der MacOffice Programme sind nicht günstig: 12 EUR pro Applikation, wenn ich das richtig im Kopf habe. Macht 36 EUR Aufpreis (Text, Tabelle, Präsentation) für in der Funktion begrenzte Programme.

    Micrsoft Word 2013 auf Windows RT auf dem Surface

    Micrsoft Word 2013 auf Windows RT auf dem Surface

  7. Nähe zu Windows Phone
    Dies dürfte momentan noch für eher weniger Leute ein Kaufargument sein, jedoch ist die Zahl der Nutzer steigend und gerade mit Windows Phone 8 dürfte hoffentlich ein Durchbruch erzielt werden. Dabei gilt nun das Mac-Argument: Gleiches Ökosystem führt zu besserer Nutzbarkeit. Ich habe die gleichen Applikationen, die sich auf den verschiedenen Geräten über die Cloud synchronisieren. Das ist schon mit Windows 8 und Windows RT extrem cool. Wenn dann noch das Smartphone mit Windows Phone 8 mitspielt ist das eine runde Sache. Zudem verfügt der Startbildschirm über die von Windows Phone bekannten Kacheln. Wer das vom Windows Phone bereits kannte und mochte, wird hier nicht enttäuscht werden.
  8. Vernünftiges Dateisystem
    Wie mich das bei iOS gestört hat: Es gibt kein vernünftiges Dateisystem, auf das man zugreifen könnte, sondern die Applikationen müssen sich selbst organisieren. Das führt dazu, dass man Dateien von einer an die andere Applikation weitergeben muss und nach der Bearbeitung dann wieder zurück gibt an die Ursprungsapplikation. Ziemlicher Aufwand. Bei Surface ist der von Windowsbekannte Explorer integriert. Es kann ganz normal auf die Festplatte zugegriffen werden und alle Applikationen nutzen exakt die gleiche Datei und arbeiten nicht mit Kopien. Das entlastet das Dateisystem und sorgt dafür, dass die Dateien nicht umständlich hin- und hergereicht werden müssen. Zudem kann auch direkt mit Daten aus Apps wie z.B. SkyDrive gearbeitet werden, ohne diese noch einmal lokal speichern zu müssen. Die Schnittstelle dafür steht allen Apps zur Verfügung und kann damit von jeder App genutzt werden.

    Explorer auf Windows RT auf dem Surface

    Explorer auf Windows RT auf dem Surface

  9. Geteilter Bildschirm (echtes Multitasking)
    Der Formfaktor vom Surface (16:9) ist erst etwas ungewohnt wenn man vom iPad kommt (4:3). Jedoch wird ziemlich schnell klar, warum die Seitenverhältnisse so gewählt wurden: Zum einen werden Filme und Videos damit ohne schwarze Streifen dargestellt, zum anderen ermöglicht es aber auch noch die auf dem Surface mögliche Nutzung von zwei Apps nebeneinander. Das ist in vielen Fällen sinnvoll: Auf der einen Seite den Chat, auf der anderen Seite die Applikation mit der man gerade arbeitet. Oder auf der einen Seite das PDF, was gerade gelesen wird, auf der anderen Seite die Notizen, die man sich dazu macht, oder das Dokument an dem man gerade schreibt. Kein dauernd notwendiger Wechsel zwischen den Applikationen. Bereits nach wenigen Tagen erscheint dies äußerst sinnvoll. Bei dem breiteren Formfaktor im Vergleich zum iPad bleibt so auch noch genug Platz für die eigentliche Applikation wenn zwei davon nebeneinander liegen.

    Geteilter Bildschirm auf dem Surface

    Geteilter Bildschirm auf dem Surface

  10. Sinnvolle Materialien
    Das Surface ist aus Magnesium gefertigt. Das fühlt sich sehr ähnlich an, wie das iPad. Das iPad hatte ich jedoch immer in einer Hülle, weil die Rückseite sonst ziemlich schnell unschön aussieht mit vielen Kratzern. Beim Surface scheint die Oberfläche bisher unempfindlicher zu sein. Ich habe die Rückseite nicht in einer Hülle und bisher sieht sie immer noch aus wie am ersten Tag. Das Surface habe ich mit TouchCover gekauft, und auch beim Cover ist das Material sinnvoll ausgewählt: Es ist ein Filzähnlicher Stoff, der dafür sorgt, dass das iPad nicht vom Schoß rutscht, wenn man das Cover umgeklappt hat. So scheint die Auswahl der Materialien zumindest bisher äußerst sinnvoll.

    Das aufgestellte Surface ohne angedocktes TouchCover

    Das aufgestellte Surface ohne angedocktes TouchCover

    Das TouchCover als Abdeckung für den Bildschirm mit Filzartiger Oberfläche

    Das TouchCover als Abdeckung für den Bildschirm mit Filzartiger Oberfläche

    Das TouchCover angedockt als Tastaturersatz

    Das TouchCover angedockt als Tastaturersatz

Natürlich gibt es auch Nachteile. Was mich bisher noch etwas stört, sind die noch nicht 100% funktionierenden Programme. Ein paar Beispiele:

  • Die Mail-App kann zwar Emails empfangen aber nur über den Live-Account senden. Das Senden über andere Emailadresse wird derzeit noch nicht unterstützt.
  • Über Zusatzprogramme kann ich auch nicht indizierte Ordner in die Bibliotheken bekommen, jedoch werden diese dann nur teils im System angezeigt. Meine Bilderbibliothek auf dem Desktop zeigt die Bilder an. Die Foto-App im neuen Design jedoch nicht.
  • Der App-Umfang ist noch etwas beschränkt. Für die Übergangszeit können auch direkt die Webseiten von z.B. Amazon oder – für die nicht im System integrierten Funktionen – Facebook genutzt werden. Es gibt aber auch Einsatzszenarien, für die eine Webseite kein Ersatz ist (z.B. das massenhafte Verkleinern von Bildern)
  • Das Surface kann zwar auf andere Computer im Netzwerk zugreifen. Von anderen Computern kann jedoch nicht auf das Surface zugegriffen werden.

Sicherlich würden mir noch weitere Beispiele einfallen, aber eines haben alle gemeinsam: Es handelt sich um Software, damit können die Dinge per Update behoben werden. Was die Mail-App angeht, so weiß ich, dass man derzeit an einem Update arbeitet.

Die negativen Dinge trüben den positiven Gesamteindruck nur wenig. Ob das Surface wirklich einen Laptop komplett ersetzen kann (also das, was das iPad nicht geschafft hat) wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

Zum Abschluss des Artikels noch einige Vergleichsfotos zwischen iPad und Surface:

iPad und Surface nebeneinander

iPad und Surface nebeneinander

Dicke von iPad (links) und Surface (rechts) im Vergleich

Dicke von iPad (links) und Surface (rechts) im Vergleich

iPad (oben) und Surface (unten) übereinander

iPad (oben) und Surface (unten) übereinander

Apple-Logo und Microsoft-Logo auf der Rückseite der Geräte

Apple-Logo und Microsoft-Logo auf der Rückseite der Geräte

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Wasserstand messen und Benachrichtigung per Email

Anfang des Jahres hatte ich ein Problem mit Wasser im Keller. Wie sich im Nachhinein herausstellte, war das Wasser aufgrund einer nicht funktionierenden Pumpe in den Keller gelangt. Das Wasser aus der Drainage unseres Hauses wird in einen Brunnen geleitet. In diesem Brunnen ist eine Pumpe, die das Wasser dann wegleitet.

Da ich ein solches Erlebnis nicht erneut haben wollte, suchte ich nach einer Möglichkeit, diesen Wasserstand zu überwachen. Ich wollte eine Email erhalten, sobald der Wassersand ein bestimmtes Level überschreitet. Bei meiner Suche immer Internet kam ich erst zu einem System, welches genau diese eine Aufgabe für knapp 400 EUR leisten sollte. Da mir dies zu teuer war, suchte ich nach einer anderen Möglichkeit und bin nun bei einer Hausautomatisierungsanlage gelandet. Eine Hausautomatisierungsanlage ermöglicht die Steuerung von Steckdosen, Lichtschaltern, Heizungen, … über ein intelligentes programmierbares System. So lassen sich bspw. Funktionen wie Leaving Home (alle Lichter im Haus gehen aus wenn ein bestimmter Schalter gedrückt wird) oder Kino Modus (bestimmte Lichter im Wohnzimmer gehen an, andere aus, Rollläden fahren runter, …) und viele weitere tolle Dinge realisieren. Das wird dadurch erreicht, dass eine Lampe nicht direkt mit einem Lichtschalter verbunden ist, sondern mit der Anlage. Der eigentliche Lichtschalter ist ebenfalls mit der Anlage verbunden. Damit kann der Lichtschalter nicht nur für das Licht genutzt werden, sondern theoretisch für alles, was mit der Anlage verbunden ist und über die Anlage für diesen Schalter programmiert wird.

Ich habe mich für die Hausautomatisierungsanlage Homematic entschieden. Diese hat die Besonderheit, dass die Sensoren und Aktoren per Funk mit der Anlage verbunden sind. Es müssen also keine nachträglichen Leitungen gelegt werden. In meinem Fall liegt der Brunnen außerhalb des Hauses, weshalb das Leitungen legen noch schwieriger gewesen wäre. Die Homematic wird ans Netzwerk angeschlossen und kann dann über eine Weboberfläche konfiguriert werden.

Die Hausautomatisierungsanlage Homematic

Die Hausautomatisierungsanlage Homematic

Für meinen Anwendungsfall habe ich mir einen Schaltaktor gekauft, wie er auch für Lichtschalter verwendet wird. Werden zwei Leitungen verbunden, dann wird eine Signal an die Homematic übermittelt. In der Homematic wird dann eine Email versandt. Erst hatte ich über Schwimmschalter zum Auslösen des Signals nachgedacht, allerdings reicht es auch, die Leitungsenden einfach ins Wasser zu hängen. Damit habe ich einfach ein paar Kunststoffrohre gekauft, diese über Schellen am Brunnenrand befestigt und die Leitungen über die verschieden langen Rohre fixiert.

Das fertige Produkt vor der Installation im Brunnen

Das fertige Produkt vor der Installation im Brunnen

Lüsterklemmen am Ende der Leitungen halten die Leitungsenden auseinander

Lüsterklemmen am Ende der Leitungen halten die Leitungsenden auseinander

Die Verbindung zwischen Schaltaktor und Leitungen in der Verteilerdose

Die Verbindung zwischen Schaltaktor und Leitungen in der Verteilerdose

Alles drin und Klappe drauf

Alles drin und Klappe drauf

Da der Schaltaktor über drei Schaltkreise verfügt, nutze ich den Aktor, um drei Wasserstandshöhen zu diagnostizieren. Die unterste Wasserstandshöhe ist genau in der Schalthysterese des Schwimmschalters der Pumpe. Somit habe ich damit eine Überwachung der Funktionsweise der Pumpe realisiert. De zweite Höhe soll einen unnormal hohen Wasserstand melden und wenn der höchste Schaltkreise auslöst, dann drückt das Wasser über die Drainage bereits wieder Richtung Kellerwand. Da sich der untere Messpunkt in der Schalthysterese befand, habe ich anfangs jeden Tag eine Email bekommen: Entweder der Schaltpunkt wurde erreicht oder verlassen. Eigentlich diente dieser Schaltpunkt aber nur zur Überwachung und deswegen wollte ich nur eine Email bekommen, wenn das Signal länger nicht von der Homematic-Zentrale empfangen wurde. Dafür richtete ich eine Systemvariable ein, in dem der Zeitpunkt abgespeichert wurde (als Timestamp) zu dem das letzte Mal ein Signal empfangen wurde. Wird nun der Kontakt im Brunnen erreicht oder verlassen vom Wasserstand, so wird diese Variable mit dem aktuellen Timestamp befüllt. Dazu ist folgender Programmcode notwendig gewesen:

var niedrigerWasserstand = dom.GetObject("NiedrigerWasserstand");
integer timestamp = system.Date("%F %X").ToTime().ToInteger();
niedrigerWasserstand.Variable(timestamp);

Ein zweites Programm prüft nun jeden Tag um 16 Uhr, ob die Zeitdifferenz zwischen aktueller Uhrzeit (aktuellem Timestamp) und letztem abgespeicherten Zeitpunkt in der Systemvariable (also letzter Zeitpunkt des Kontakt zwischen Homematic und Brunnen) größer als 48 Stunden ist. Nur wenn das zutrifft, bekomme ich eine Email mit dem Hinweis, dass der Kontakt länger nicht ausgelöst hat und eine Überprüfung notwendig ist. Somit kann ich mir sicher sein, dass das System funktioniert, solange ich keine Email erhalte. Momentan prüfe ich noch ab und an, wann das letzte Mal ein Signal empfangen wurde, das hat aber soweit bisher immer gepasst. Der Programmcode zum prüfen der Zeitdifferenz:

var niedrigerWasserstand = dom.GetObject("NiedrigerWasserstand"); 
integer niedrigerWasserstandInt = niedrigerWasserstand.Value(); 
integer timestamp = system.Date("%F %X").ToTime().ToInteger(); 
integer diff = timestamp - niedrigerWasserstandInt; 
! Email wenn Zeitdifferenz größer als 48 Stunden 
if ( diff > 172800 ) {
     string stdout;
     string stderr;
     system.Exec("/etc/config/addons/email/email 01", &stdout, &stderr); 
}

Das Schöne an dieser Lösung ist, dass ich gleichzeitig in die Hausautomatisierung einsteigen kann. Jedes Zimmer, was ich nun renoviere, wird an diese Lösung angepasst und so habe ich langfristig die Möglichkeit umfangreiche Automatisierungen umzusetzen.

Fertig eingebaut im Brunnen

Fertig eingebaut im Brunnen

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Kommentar zum focus-Artikel: Die Tops und Flops in Windows 8

Über einen Freund habe ich heute einen Hinweis auf einen Artikel vom Focus erhalten, in dem es um Windows 8 geht. Ich dachte, das wäre mal ein guter Anlass wieder was auf meinem Blog zu schreiben. Mir geht es um die vom Focus aufgeführten 10 Flops und mein Urteil dazu. Einiges kann ich nachvollziehen anderes fällt mir ziemlich schwer.

Allgemein sollte festgehalten werden: Windows 8 verfügt über ein Startmenü, aber da es jetzt bildschirmfüllend ist, wird es Startbildschirm genannt. In diesen Startbildschirm wurde wahnsinnig viel Entwicklungsarbeit gesteckt, wie man auf dem Microsoft Blog zur Entwicklung von Windows 8 auch nachlesen kann. Zwei Artikel sind mir dazu in Erinnerung geblieben:

Der neue Startbildschirm ist daher die Evolution des Startmenüs, und wer sich darauf einlässt wird merken, dass es Sinn macht.

Aber kommen wir doch einmal zu den von Focus auf geführten Flops:

  1. Erzwungene Metro-Nutzung
    Es gibt anscheinend Nutzer die direkt auf dem Desktop landen möchten nach dem Start von Windows. Wahrscheinlich aber nur weil sie dies vom früheren Windows Versionen so gewohnt sind. Ob sie nun ein Programm über den Desktop, die Taskleiste, oder den neuen Startbildschirm starten ist jedoch reine Gewohnheit. Im Zweifelsfall spart man durch den neuen Startbildschirm sogar einen Mausklick, indem man nicht erst auf Start klicken muss. Das Argument der erzwungenen Metro Nutzung kann daher nur damit begründet werden, dass Menschen manchmal zu ihrem Glück gezwungen werden müssen.
  2. Kein Startmenü
    In den bisherigen Ausführungen von mir sollte bereits klar geworden sein, dass auch Windows 8 über ein Startmenü verfügt, wenngleich dies jetzt ein Startbildschirm ist.
  3. Unnötiges Kontextmenü
    Das bisherige Kontextmenü war mit Maus wesentlich besser zu bedienen als das neue Kontextmenü am unteren Bildschirmrand, da stimme ich zu. Dieser Umstand ist nun dem geschuldet, dass man beide Welten bedienen möchte: Desktop mit Tastatur und Maus und Tablet mit Touch. Man gewöhnt sich jedoch schnell dran – und dies gleich als Flop zu bezeichnen? Zudem ist das Kontextmenü ja auch nur für die neuen Apps am unteren Rand. Alle herkömmlichen Desktop-Apps behalten ihr Kontextmenü da, wo es früher auch war. Als Flop würde ich das daher also nicht unbedingt bezeichnen.
Kontextmenü am unteren Bildschirmrand am Bsp. der Wikipedia-App

Kontextmenü am unteren Bildschirmrand am Bsp. der Wikipedia-App

  1. Umständliche Suche
    Den ersten Teil des Flops kann ich sogar nachvollziehen: Es ist wirklich umständlicher Einstellungen zu suchen, da man nach dem Suchen nun noch auf Einstellungen klicken muss. Das ermöglicht aber im Gegenzug nun ein viel gezielteres Suchen, denn man kann auch wunderbar in den installieren Apps suchen. Der zweite Teil des Arguments ist überhaupt nicht nachvollziehbar, denn das tolle an dieser Suche ist eben, dass ich auf dem Startbildschirm mit einer Suche starten kann und dann nur noch auf Store bei den Apps klicke und schon wird die Suche im Store aufgeführt. Ich schätze dieser Schritt war dem Schreiber des Artikels nicht bewusst.
Die Suche unter Windows 8

Die Suche unter Windows 8

  1. Explorer stagniert trotz Multifunktionsleiste
    Spätestens hier bewegen wir uns auf ganz dünnem Eis. Wenn es um den Durchschnittsnutzer geht, dann reichen diesem die Funktionen absolut aus. Und zudem sind sie auch noch einfacher zu erreichen durch das Ribboninterface. Ein Beispiel: Das Anzeigen / Verbergen von versteckten Dateien. Früher versteckt und kaum zu finden, heute ziemlich einfach und präsent mit zwei Klicks erreichbar. Finde ich ziemlich vereinfacht.
Das Umschalten der Ansicht von versteckten Dateien

Das Umschalten der Ansicht von versteckten Dateien

 

  1. Zu viele Umwege
    Was die Einstellungen angeht, da bin ich fast dabei. Man hätte hier auch alles in schön machen können, und nicht nur so halbherzig. Viel schlimmer ist jedoch, dass das Ausschalten des Rechners so versteckt ist. Dabei hätte es so einfach sein können. Zwei Punkte dazu:

Mit diesen beiden Tipps bekommt man die Beendenfunktion einfacher in Reichweite. Warum dies nicht direkt implementiert wurde, obwohl bereits im Vorfeld von vielen Benutzern darauf hingewiesen war, kann ich mir nicht erklären. In dieser Hinsicht ein wirklicher Flop. So sieht es zumindest bei mir jetzt aus:

Ein Teil meines aktuellen Startbildschirms

  1. Anmelde-Marathon
    Diesen Flop kann ich absolut nicht nachvollziehen. Der erste Schritt ist die Anmeldung mit der Live-ID, das ist super, dass das funktioniert. Dann bekommt der Nutzer eine Email und wenn er möchte, kann er dann den Rechner als vertrauenswürdig definieren. Das ist zum Rücksetzen von Passwörtern etc. erforderlich. Ich finde das höchst sinnvoll, dass das getrennt ist. Aber wenn man nichts schlimmeres findet, dann muss man anscheinend darüber lästern. :)
  2. Kein DVD-Playback
    Ja Flopp. Volle Zustimmung. Zum Glück gibt’s das Media Center Pack gerade kostenlos…
  3. App-Steuerung ist Glücksache
    Ja, das muss man ausprobieren, aber ist das nicht bei jedem neuen System so? Bezüglich der Gesten findest sich auch was auf dem Microsoft Blog zur Entwicklung von Windows 8. Auch hier wurden umfangreiche Studien durchgeführt, bevor man sich festgelegt hat.
  4. Kein durchgängiges Design
    Gut, auch hier meine Zustimmung. Ähnlich wie bei Vista damals gibt es viele neue schöne Dinge, aber die Altwelt wurde ein bisschen zu viel Altwelt gelassen. Hier muss also bei der nächsten Version von Windows was getan werden.

Zum Schluss bleiben von den 10 Flopps nicht wirklich viele über. Ich bin (mal wieder) ziemlich begeistert von dem, was Microsoft hier geleistet hat. Schon jetzt fühle ich mich in Windows 8 wesentlich wohler als in Windows 7 und stehe damit wohl nicht alleine da…

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Sicht eines Windows-Users: Nach vier Wochen iPad 3

Ja: Ich habe ein iPad. In meinem Bekanntenkreis ist man darüber sehr verwundert und belächelt mich wohl auch etwas, so in die Richtung: Der Microsoft-Vertreter ist wohl nun doch schwach geworden (ich habe sonst auf allen meinen Rechnern aus Überzeugung Microsoft Windows). Meine Entscheidung zum Kauf war jedoch rein rational und gut und lange überdacht. Natürlich war ich gespannt, wie sich dieses Gerät in meine totale Windows-Umgebung integrieren würde, aber nach den ersten vier Wochen möchte ich das iPad nicht mehr hergeben. Wahrscheinlich weniger, weil es ein Apple ist, als mehr weil es ein Tablet ist.

Wie kam es zu meiner Entscheidung ein Tablet zu kaufen?

Mein alter eeePC 1000H aus meiner Studienzeit hatte ausgedient. Der Akku lief nicht mehr wirklich lange und auch sonst zeigten sich die Gebrauchsspuren. So entschloss ich mich bereits im Oktober letzten Jahres einen Ersatz zu besorgen und mir war von vornherein klar, dass es ein Tablet werden würde. Mein geplanter Haupteinsatzzweck für das Gerät war das Sofa und da ist eine Hardwaretastatur mehr als hinderlich. Als ich mich dann aber auf dem Tablet-Markt umsah, gab es da nichts, was in meiner Preisklasse meinen Vorstellungen entsprach. Klar gibt es zwei Geräte, die als Tablet mit Stift und mit Windows sehr attraktiv sind, aber der eee Slate von Asus ist mit 900 EUR schon relativ teuer und kann mit ca. 3,5 Std. Akkulaufzeit nicht wirklich überzeugen und der Serie 7 Slate PC von Samsung ist zwar durchaus sehr interessant mit sechs Stunden Akkulaufzeit, aber mit 1300 EUR auch sehr teuer. Auch das iPad 2 konnte mich seinerzeit nicht begeistern: Wenn ich davor stand fiel mir die Displayauflösung sofort als negativ auf und damit war das Gerät aus der Liste möglicher Produkte abgeschrieben, denn selbst günstigere Geräte wie das MSI WindPad 100W oder der Acer Iconia Tab W hatten eine höhere Displayauflösung als das iPad. Eigentlich wollte ich das Tablet zu Weihnachten kaufen, aber da es aber nichts wirklich interessantes gab, verschob ich den Kauf vermeintlich auf die Einführung von Windows 8. Als dann im Februar gemunkelt wurde, dass das iPad 3 von Apple im März vorgestellt wird, war ich natürlich sehr interessiert. Es bewahrheitete sich, dass mein größter Kritikpunkt – die Displayauflösung – mit dem iPad 3 behoben wurde und das iPad somit wieder im Rennen war. Lediglich die Integration in meine Windows Welt würde wohl spannend werden. Ich entschied mich trotzdem zum Kauf, wohlwissend, dass ich ein Rückgaberecht hatte. Zudem sind Produkte von Apple ja auch relativ gut wieder zu verkaufen, daher hatte ich nichts zu verlieren.

Positives und Negatives zum iPad 3

Positives berichten alle im Internet. Ich habe vor meiner Kaufentscheidung relativ wenig negatives über das iPad gelesen. Daher möchte ich meinen Artikel heute bewusst dazu nutzen, um Kritik an einigen Punkten zu üben, die nicht wirklich gut durchdacht sind, oder aber in meiner bisherigen Welt zu Problemen und Schwierigkeiten führen. Trotzdem muss man natürlich auch kurz auf die Stärken eingehen, die bei mir zur Kaufentscheidung geführt haben.

Positives zum iPad 3: Akkulaufzeit

An erster Stelle ist dies die Akkulaufzeit. Mit dem iPad 3 kann ich 9-10 Stunden arbeiten. Das mache ich eigentlich nie am Stück, aber im Endeffekt bedeutet das, dass ich es viel seltener aufladen muss als einen herkömmlichen Laptop oder Slate PC. Außerdem kann ich mich auf kurze Reisen begeben, ohne gleich das Ladegerät einpacken zu müssen. Mein Ziel war es, hier besser zu werden, als das mit dem eeePC war. Dort hatte ich beim Kauf seinerzeit 6,5 Stunden Akkulaufzeit. Dass das iPad dies nun erheblich toppt, gefällt mir gut und war auch schon beim iPad 2 einer der wesentlichen Pluspunkte des Geräts.

Positives zum iPad 3: Displayauflösung

An zweiter Stelle folgt natürlich die Wahnsinnsauflösung. Zwei Screenshots dazu, um das zu verdeutlichen (ich habe die Bilder extra in Originalgröße hinterlegt, auch wenn das laden etwas länger dauert. Die weiteren Screenshots werde ich verkleinern):

Paper auf dem iPad

Tagesschau in Flipboard auf dem iPad

Mit diesem Display ist es echt krass, wie scharf die Texte dargestellt werden. Das erste Mal in meinem Leben lese ich die über die Jahre gesammelten eBooks auch wirklich. Es ist sehr angenehm auf dem Display zu lesen und wenn man länger liest, vergisst man sogar, dass man nicht von Papier sondern von einem Display liest. Mit den entsprechenden Apps kann man sich auch nahezu jede beliebige Internetseite als Magazin darstellen lassen und so macht das Lesen sogar noch Spaß.

Positives zum iPad 3: Qualität der Apps

Allgemein muss man die Qualität der Applikationen wirklich loben. Ich kenne nun inzwischen zwei Mobilsysteme (Windows Phone und iOS, in der nächsten Woche kommt Android dazu), muss aber anerkennen, dass iOS bezüglich der Applikationen die Nase wirklich weit vorne hat. Dabei habe ich durchaus den Vergleich durch Apps, die es sowohl für Windows Phone, als auch für iOS gibt.

Die Bahn-App auf dem iPad

Positives zum iPad 3: Zubehör

Das Zubehör für die Geräte von Apple ist sehr vielfältig. Da es eine große Kundschaft für wenige Formfaktoren gibt, lohnt es sich, Zubehör mit Grips zu entwickeln, da dieses sich dann häufig verkauft. So habe ich mir inzwischen eine Hülle zugelegt, die mich absolut begeistert.

Die Hülle kann als Ständer für das iPad benutzt werden

Die Optik der Hülle ist sehr ansprechend gestaltet

Natürlich lassen sich die Zubehörhersteller ihre Arbeit aber auch entsprechend vergüten: Ist ja Zubehör für einen Apple

Positives zum iPad 3: Gewicht

Das Gewicht überzeugt absolut. Ich hätte zwar nicht gedacht, dass selbst 650 Gramm auf Dauer so schwer sein können, aber mit diesem Fliegengewicht, ist Apple mit dem iPad auch in dieser Kategorie momentan Marktführer.

Negatives zum iPad 3: Der Preis

Nun, an erster Stelle steht hier der Preis. In der 16GB Version mag der Preis zwar noch human sein, aber dass man für 64GB dann 200 EUR mehr zahlen soll?? 64GB schneller Speicher liegt auf dem Markt weit unter 200 EUR. Leider ist mit der hohen Displayauflösung auch der Speicherbedarf von Apps gestiegen. Dies habe ich mir bereits vor dem Kauf gedacht, weil vierfache Auflösung, auch vierfache Dateigröße für Grafiken bedeutet. Da ich auch viel mit Fotos auf dem iPad machen möchte, habe ich mich trotz des Preises für die 64GB entschieden. Dies erweist sich im alltäglichen Gebrauch auch als die richtige Entscheidung, denn aktuell sind ohne große Fotozwischenspeicherung nur noch 31GB verfügbar, damit wäre die 32GB Version schon jetzt zu klein. Trotzdem bleibt der Preis ein klarer Kritikpunkt, da für die vollständige Nutzung der Funktionalitäten viele weitere Apps gekauft werden müssen. Auch hierbei verdient Apple wieder kräftig mit. Es wäre also meiner Meinung nach durchaus denkbar, den Preis zu senken um eine größere Käuferschaft anzusprechen und dann sekundär über die Applikationen mehr zu verdienen.

Negatives zum iPad 3: Zugriff auf Netzwerkordner und –dateien

In meinem Heimnetzwerk liegen die Multimediadateien zentral auf dem Server. Jedes anderes Gerät im Netzwerk kann auf dieses Mediendateien zugreifen. Lediglich das iPad kann von Haus aus nicht auf Mediendateien im Netzwerk zugreifen. Dies lässt sich nur über weitere (nicht immer kostenlose) Applikationen realisieren. So habe ich den Zugriff auf die Standardmediendateien über DLNA regeln können. Die Applikation, die ich dazu nutze ist MediaConnect, welche das Netzwerk automatisch nach DLNA Servern durchsucht. Da mein Windows Home Server DLNA automatisch unterstützt, war dies die beste Methode, um auf Mediendateien zugreifen zu können, auch wenn die Zugriffe nicht immer sehr schnell sind.

Die von MediaConnect gefundenen DLNA Server in meinem Netzwerk

Die Bilderordner vom Windows Home Server über DLNA

Für Bilder und Musik funktioniert diese Vorgehensweise sehr gut. Für Videos wird das dann schon schwierig, weil damit nur wiedergegeben werden kann, was vom iPad unterstützt wird und das ist bezüglich Videocodecs nicht wirklich viel. Zur Videowiedergabe muss außerdem noch der FlexPlayer installiert werden. Die nicht ausreichende Unterstützung von Videoformaten und Codecs führt dazu, dass ich für Videos einiges ausprobiert habe, bis ich dann zu einer Lösung gefunden habe, die ich immer dann nutze, wenn der FlexPlayer an seine Grenzen kommt: VLCStreamer wandelt die Videos mit einer auf dem Server installieren Applikation auf ein für das iPad verständliche Format um, sodass ich diese dann auf dem iPad sehen kann. Das beansprucht den Server zwar sehr stark (CPU Last 100%), aber funktioniert wenigstens einigermaßen. Die Einschränkung auf diese bestimmten Videoformate ist übrigens etwas, was ich überhaupt nicht verstehe bei Apple. Aber sie mögen es wahrscheinlich ja nur gut mit ihren Kunden meinen… Damit habe ich jetzt meine Netzwerkzugriffe auf Mediendaten einigermaßen hinbekommen.

Für alle anderen Dateitypen (Bilddateien, Officedateien, …) ist es jedes Mal erneut spannend, da für jeden Dateityp eine extra Applikation gesucht werden muss. Alternativ findet man eine App, die mit vielen Dateitypen umgehen kann. Womit ich aktuell nicht weiterkomme ist die Wiedergabe von Open Document Präsentationen auf einem externen Bildschirm. Mal zeigt die App die Präsentation schon nicht richtig auf dem iPad an, mal ist auf dem iPad richtig dargestellt, aber der externe Bildschirm bleibt schwarz, … Dazu aber weiter unten mehr.

Negatives zum iPad 3: Die Synchronisation von Fotos unter Windows

Das nächste Übel ist die Fotosynchronisation über iTunes. Wenn man einen Rechner mit MacOS hat, werden die Bilder mit dem iPad wohl über iPhoto synchronisiert. Für Windows gibt es das Programm aber nicht und so hat Apple sich gedacht, dass sie die Funktionalität in iTunes einbauen. Dabei haben sie sich aber nicht besonders viel Mühe gegeben (ein Schelm, wer Böses dabei denkt…). Synchronisiert wird nur die erste Ordnerebene. Man wählt also einen Hauptordner und die Unterordner daraus werden synchronisiert. Enthalten die Unterordner weitere Unterordner, so werden diese nicht angezeigt; die Bilder landen stattdessen mit im ersten Unterordner. Am Beispiel: Meine Ordnerstruktur ist so aufgebaut, dass in dem Ordner Bilder die Unterordner für die jeweiligen Jahre liegen, also 2010, 2011, 2012, … In diesen Ordnern liegen dann wieder Unterordner für die einzelnen Ereignisse. Da iTunes diese zweiten Unterordner bei der Synchronisation nicht berücksichtigt, lagen dann in meinem Ordner 2012 auf dem iPad ca. 4000 Bilder. Nun gibt es für dieses Problem zwei Möglichkeiten: Entweder nur ein Jahr auf dem iPad mitschleppen, oder alle benötigten Unterordner von den verschiedenen Jahren in einem iPad-Bilder-Ordner zusammenbringen und diesen dann zur Synchronisation auswählen. Das habe ich dann gemacht. Aber schön ist das nicht wirklich.

Negatives zum iPad 3: Die Wiedergabe von Fotos auf externem Monitor

Wenn man dann die Fotoordner auf einem externen Monitor wiedergeben möchte, darf man das nächste Mal staunen. Das iPad hat ein Display mit den Seitenverhältnissen 4:3. Jeder moderne Monitor hat jedoch ein Seitenverhältnis von 16:9. Damit entstehen bei der Wiedergabe eines Bildes auf dem externen Monitor schwarze Ränder an den Seiten des Bildes. Normalerweise werden diese schwarzen Ränder vom Fernseher erzeugt, weil das Bildsignal halt als 4:3 übergeben wird. Beim iPad ist dies jedoch anders: Das iPad steuert den Fernseher mit einer Auflösung von 16:9 an (in meinem Fall Full HD, also 1920 x 1080 Bildpunkte), erzeugt jedoch selber die schwarzen Trauerränder. Selbst wenn ich in ein Bild hineinzoome werden die Ränder nicht zur Anzeige von Bildmaterial verwendet. Dass die Auflösung wirklich genutzt werden kann zeigt das iPad, wenn dann zwischen den Fotos plötzlich ein Video steckt. Die Trauerränder verschwinden und das iPad zeigt das Video über die komplette Bildschirmfläche an. Hier hätte Apple ruhig etwas mehr Zeit investieren können, um dieses Verhalten zu verbessern. Zur Verdeutlichung habe ich dazu ein kurzes Video gemacht (leider stimmt die Schärfe nicht ganz…):

Negatives zum iPad 3: Qualität der Applikationen

Unter der gleichen Überschrift habe ich schon unter Positives berichtet, denn die Applikationen sind wirklich gut. Das Problem ist nur, dass in machen Fällen der letzte Schliff fehlt um sie auch wirklich benutzen zu können. Ich möchte das an zwei Beispielen deutlich machen:

Beispiel 1: iPhoto

iPhoto wurde in der Vorstellung des iPad 3 auch als neue Applikation vorgestellt und macht eigentlich für das iPad auch wirklich Sinn. Ich hatte vor, es in meinem Fotoworkflow zu integrieren. Der Haken an der Sache: Um alles aus den Bildern rauszuholen, fotografiere ich in RAW. Die RAW Bilder können zwar von iPhoto bearbeitet werden. Das Problem ist aber, dass in RAW Dateien generell keine Bearbeitungsschritte gespeichert werden. Dies macht jedes RAW Programm in einer eigenen Datenbank oder aber bietet die Möglichkeit diese Bearbeitungsschritte als zusätzliche Datei neben das Bild zu legen (XMP). iPhoto bietet genau diese Möglichkeit nicht. Da aber die Bearbeitungsschritte nicht im Bild gespeichert werden, kann ich iPhoto nicht nutzen, weil ich die Bearbeitung aus dem iPad nur als JPG rauskriege und damit habe ich nichts gewonnen. Hier fehlt also wieder genau der letzte Schritt…

Beispiel 2: Open Document Präsentationen (*.odp)

Das Open Document Format hat sich quasi als Standard durchgesetzt und wird inzwischen sogar von Microsoft Office unterstützt. Auch Freeware Programme wie Open Office oder Libre Office speichern die Dateien im *.odp Format ab. Das Problem ist aber, einen Viewer zu finden, der diese Dateien auf dem iPad anzeigt. Das von Apple bereitsgestellte Keynote kann mit dem Dateiformat nichts anfangen, und andere Apps können es nur rudimentär darstellen. Ich habe eine App gefunden, die mir auf dem iPad genau das zeigt, was ich sehen will, der externe Monitor bleibt jedoch schwarz. Die Anfrage an den Support blieb leider auch erfolglos. Gestern habe ich nun erneut einen Schritt gewagt und mir eine App gekauft, die eigentlich recht gut umgesetzt ist, denn man kann die Präsentationen auch bearbeiten. Dazu wird anscheinend auf einem Server das normale Libre Office gestartet und das Bild dann auf das iPad gestreamt. Sieht alles gut aus, bis auf die Darstellung im Präsentationsmodus. Sobald man die Folien zeigen möchte, wird unten und an der Seite was abgeschnitten. Auch hier habe ich Kontakt mit den Entwicklern aufgenommen und anscheinend tut sich was. Zumindest will man sich das Problem ansehen und bedankt sich für die Information.

Negatives zum iPad 3: Keine Testversionen oder Rückgabe von Apps

Von Windows Phone bin ich es auf meinem Smartphone gewohnt, dass ich Apps testen kann bevor ich sie kaufe. Wie an meinem Beispiel 2 eben zu sehen war, habe ich jede Menge Apps ausprobiert, um die Darstellung von Open Document Präsentationen zu ermöglichen. Leider ohne Erfolg. Zu meinem Test gehörten nicht nur kostenfreie Apps und so habe ich hier einige Euros verschleudert. Dem AppStore täte es sehr gut, wenn Apps vor dem Kauf getestet werden können. Bei Windows Phone gibt es dazu zwei Möglichkeiten: Entweder der Funktionsumfang ist beschränkt, oder aber der Nutzungszeitraum ist beschränkt. Beides sind Alternativen, die durchaus sehr gut denkbar sind.

Fazit

Das iPad ist auf Hardwareebene wahnsinnig gut umgesetzt und ich habe selten so ein hochwertiges Gerät in der Hand gehabt. Das Problem ist aber die Software. Teilweise versenkt man Stunden um bestimmte Funktionen zu ermöglichen. Noch ist mein iPad kein kompletter Ersatz für meinen Laptop, da zwei Schlüsselfunktionen von mir nicht funktionieren: Bearbeitung von RAW Dateien und Darstellung von Open Document Präsentationen. Trotzdem habe ich mich dazu entschlossen das iPad vorerst zu behalten – Zumindest bis Windows 8 dann mit vergleichbaren Tablets auf dem Markt ist. Ob ich dann noch umsteigen möchte, werde ich dann sehen müssen.

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Datensicherung: Vorstellung von Sicherungskonzepten

Die Datensicherung der Daten eines Rechners ist heute eigentlich gar kein Problem. Die Datenmengen haben zwar stark zugenommen, aber die Datenträger sind dafür auch immer größer geworden. Speicherplatz kostet auch nicht mehr viel (Ausnahmezeiten gibt es immer wieder, so wie momentan gerade die Probleme in Thailand seit der letzten großen Flut und dem dadurch entstandenen Festplattenengpass). Trotzdem erlebe ich es immer wieder, dass viele Verwandte, Freunde, Bekannte keine Datensicherungen machen. Wahrscheinlich immer mit dem Hintergedanken, dass es einen ja schon nicht treffen wird mit dem Festplattenausfall.

Festplattenausfälle sind jedoch keine Seltenheit. Ich selber habe nun auch persönlich eine Festplatte gehabt (eine SSD), die nach acht Monaten schon den Geist aufgegeben hat. In meinen über 10 Jahren, die ich mit PCs zu tun habe, ist das nicht ein einziges Mal aufgetreten bei mir persönlich. Trotzdem habe ich meine Daten immer wieder fleißig gesichert und das hat sich jetzt bezahlt gemacht, aber dazu später mehr. Die mir bekannte gängige Meinung unter Experten ist, dass Festplatten entweder im ersten halben Jahr kaputt gehen, oder aber die Garantiezeit überleben. Nach fünf Jahren sollte man Festplatten tauschen. Leider erlebe ich es im Bekanntenkreis häufiger, dass Festplatten auch während der Garantiezeit, den Geist aufgeben. Man kann sich also nicht sicher sein, und sollte deswegen Sicherungen anlegen. Ich möchte in diesem Artikel verschiedene Konzepte zur Datensicherung aufzeigen.

Der Anlass zu diesem Artikel entstand durch das Notebook meines Schwiegervaters. Als ich dessen Festplatte bei mir zum Sichern eingebaut habe, nachdem sich sogar schon das ziemlich nachlässige S.M.A.R.T. System mit dem Status BAD gemeldet hatte, hat dann auch Windows 7 eine entsprechende Fehlermeldung gebracht:

Festplattenfehler

Diese Meldung sollte man ernst nehmen. Bei der Festplatte meines Schwiegervaters waren einige Sektoren betroffen und Windows stockte bei der Ausführung bereits immer wieder, weil Daten nicht oder nur schwer lesbar waren.

Die externe USB-Festplatte

Datensicherung über UBS auf externe Festplatte

Dieses Konzept ist das einfachste Sicherungskonzept und auch das günstigste. Eine externe USB-Festplatte wird an den Rechner angeschlossen und über Datensicherungsprogramme (bei Windows gibt es z.B. integriert die Windows-Sicherung “Sichern und Wiederherstellen”) oder über Kopieren und Einfügen die Daten gesichert. Ich empfehle hierbei die Nutzung von Datensicherungsprogrammen, denn diese legen meist auch ein Abbild des kompletten Datenträgers oder aber zumindest ein Abbild der wichtigsten Systemdateien und Programme mit an. Damit entfällt das lästige Neu-Aufsetzen des Rechners wenn eine Festplatte den Geist aufgeben sollte. Bei dieser Methode ist der Preis gering, aber die notwendigen händischen Eingriffe sind etwas höher. Die Festplatte wird ja nicht jederzeit mit dem Rechner verbunden sein, daher muss sie zur Sicherung immer erst angeschlossen werden. Bereits diese Hürde hindert manches mal schon an einer regelmäßigen Sicherung der Daten. Ein weiterer kleiner Kritikpunkt an dieser Methode ist die Geschwindigkeit des Datentransfers. Üblicherweise haben gerade ältere Geräte keinen USB 3.0 Anschluss und die günstigen externen Festplatten haben ebenfalls nur USB 2.0. Die Geschwindigkeit des Datentransfers führt dazu, dass die Komplettsicherung eines Rechners mindestens bei der Erstsicherung länger dauert.

In vielen Fällen habe ich erlebt, dass die Festplatte im Notebook zu klein wurde und dann Daten auf der externen Festplatte abgelegt wurden, die auf dem Notebook nicht mehr gespeichert waren. Damit ist die Datensicherheit nicht mehr gegeben, denn die Daten liegen dann nur noch auf der externen Festplatte. Möchte man Daten wirklich auf die externe Festplatte legen, dann sollte man darauf achten, dass die externe Festplatte aus zwei internen Festplatten besteht, die sich gegenseitig synchronisieren (RAID).

Die externe Netzwerkfestplatte

Datensicherung über Netzwerk auf externe Festplatte

Das Prinzip ist ähnlich wie bei der USB-Festplatte, jedoch mit dem entscheidenden Unterschied, dass die Netzwerkfestplatte nicht direkt mit dem Laptop verbunden ist, sondern über den Router mit dem Rechner verbunden ist. Dort stört sie meist keinen und ist deshalb im Netzwerk dauerhaft verfügbar. Die Hürde, die Festplatte erst anschließen zu müssen zu Sicherungszwecken ist damit nicht mehr existent. Was die Geschwindigkeit angeht, so hängt das stark vom verwendeten Netzwerktyp ab. Falls man wirklich viele Daten über das Netzwerk sichern möchte, so kommt man um ein schnelles Kabelnetzwerk nicht drumrum. Hier mal eine kleine Übersicht:

Netzwerktyp Geschwindigkeit
Älteres Funknetzwerk (802.11g) 54 MBit/s
Älteres Kabelnetzwerk (CAT5) 100 MBit/s
Neueres Funknetzwerk (802.11n) 300 MBit/s
Neueres Kabelnetzwerk (CAT6) 1000 MBit/s
Vergleichswert USB 2.0 480 MBit/s
Vergleichswert USB 3.0 4000 MBit/s

Bei den angegebenen Werten, handelt es sich um theoretisch erreichbare Maximalwerte. Die tatsächlichen Werte sind abhängig von der verwendeten Hardware. Ich behaupte mal, dass die Netzwerktransferraten bei Kabelnetzwerken meist so bei 85 – 95% des theoretischen Maximums liegen, bei Funknetzwerken deutlich niedriger (je nach Abstand zur Funkstation) und die USB Werte bei ca. 80%. Wichtig ist natürlich auch die Geschwindigkeit der zu sichernden Festplatten bei der Betrachtung der Gesamtgeschwindigkeit.

Die Werte zeigen jedoch deutlich, dass die Datensicherung über WLAN in jedem Fall die langsamste Lösung ist. Eine Netzwerksicherung sollte meiner Meinung nach immer über ein Datenkabel erfolgen um zufriedenstellende Ergebnisse zu erreichen.

Auch hier gilt, was ich bereits im USB Abschnitt geschrieben habe: Wenn man nur Daten sichern möchte, so reicht eine Festplatte aus, wenn man Daten im Netzwerk ablegen möchte, um die Festplatte zu entlasten, so sollte die Netzwerkfestplatte intern aus zwei Festplatten bestehen, die synchronisiert laufen (RAID).

Meine persönlichen Erfahrungen mit Netzwerkfestplatten sind eher negativ. Im günstigen Preissegment sind sehr günstige Komponenten verbaut, die bezüglich der Geschwindigkeit weit entfernt vom theoretisch maximalen Wert liegen. Zudem habe ich bei einer externen Netzwerkfestplatte erlebt, dass die Spiegelung immer wieder neu hergestellt werden musste, Festplatten nicht erkannt wurden, … Ich persönlich rate daher von einer solchen Datensicherungsmethode ab.

Der Home-Server

Datensicherung über Netzwerk auf einem Server

Für viele scheint diese Lösung bereits übertrieben und unnötig. Nachdem ich nun über zwei Jahr einen Home-Server betreibe kann ich diese Variante jedoch nur sehr empfehlen. Ein Home Server ist in der Erstanschaffung wesentlich teurer als die anderen aufgezeigten Möglichkeiten der Datensicherung. Jedoch macht sich der erhöhte Anschaffungspreis über Laufzeit meiner Meinung nach bezahlt. Ich selber nutze den Windows Home Server, weil der am besten in meine Netzwerkumgebung passt. Windows Home Server ist ein Betriebssystem von Microsoft, welches auf jedem handelsüblichen PC installiert werden kann. Es gibt zahlreiche Erweiterungsmöglichkeiten dafür, bis hin dazu, dass der Server nur dann läuft, wenn Geräte im Netzwerk aktiv sind, oder nur zu vorgegebenen Uhrzeiten nach einem speziellen Kalender usw. Die Einrichtung ist sehr einfach und der Home Server benötigt lediglich Netzwerk und Strom.

Ich schätze am Home Server, dass ich diesen mit weiteren Festplatten erweitern kann, wenn der Speicherplatz eng wird, ohne gleich wieder ein ganzes System mitzukaufen, wie das bei Netzwerkfestplatten der Fall ist (Platte + Gehäuse + Netzstecker + Betriebssystem auf der Platine, meist irgendein Linux). In meinem Home Server sind inzwischen aus unterschiedlichen Gründen sieben Festplatten eingebaut. Diese Lösung bietet weitere Anwendungsfälle über die normale Datensicherung hinaus. Aber auch die Datensicherung ist sehr charmant ausgeführt. Über das schon angesprochene Add-In zum Strom sparen kann man den Server so konfigurieren, dass er zu einer festgelegten Uhrzeit aufwacht, die zu sichernden Rechner weckt, eine Sicherung dieser Rechner anfertigt und danach die Rechner und anschließen sich selber wieder schlafen legt. Damit ist sichergestellt, dass jede Nacht eine Sicherung angelegt wird. Mein in der Einleitung angesprochener Festplattenausfall war somit nicht weiter tragisch, denn ich habe einfach das Backup der letzten Nacht eingespielt und war bereits nach zwei Stunden Wartezeit wieder arbeitsfähig. Ein Server macht besonders dann Sinn, wenn man eben nicht nur eine Datensicherung betreiben möchte, sondern weitere Anwendungsfälle hat oder plant. Zur Verdeutlichung folgendes Schaubild:

Darstellung eines Heimnetzwerkes in der Ausbaustufe

Dargestellt ist hier ein größeres Netzwerk, wie es heute jedoch nicht unüblich ist. Alle gezeigten Geräte sind über Netzwerk verbunden: Smartphone, Laptop, Festrechner, WLAN-Radio und Server. Der Server bildet hierbei die zentrale Datenablage, das heißt, das auf dem Laptop und dem Festrechner nur das Betriebssystem und die Programme installiert sind. Alle persönlichen Daten liegen auf dem Server. Wegen dieser zentralen Datenablage können alle Geräte auf die Daten zugreifen: An allen Geräten kann ich die gleiche Musik abspielen, die gleichen Fotos zeigen und die gleichen Videos ansehen. Ich kann sogar an einem Gerät beginnen und an einem anderen Gerät weitermachen. WLAN-Radios setzen oftmals voraus, dass ein zentrales Gerät zur Verfügung steht, welches die Musikbereitstellung vornimmt. Wenn dafür nicht immer extra ein Gerät angeschaltet werden soll, fällt die erste Lösung mit der USB-Festplatte dafür schon einmal weg. Außerdem setzen WLAN-Radios häufig voraus, dass auf dem Gerät, wo die Musikdaten liegen ein vom Hersteller erstelltes Programm installiert wird, damit das WLAN-Radio die Suche nach bestimmten Alben, Künstlern oder Genres ermöglichen kann. Dies ist ohne ein spezielles Programm auf dem Musikspeicher nicht möglich. Damit ist eine Netzwerkfestplatte aber auch aus dem Spiel, denn auf Netzwerkfestplatten können keine Programme installiert werden. Für diesen Anwendungszweck bleibt also nur ein zentraler Server.

Der Home Server bietet gegenüber den anderen Lösungen also viele Vorteile, die über eine reine Datensicherung hinausreichen. Wer also weitere Netzwerkkomponenten plant, sollte sich frühzeitig für eine Komplettlösung entscheiden, die alle Möglichkeiten für die Zukunft offen hält.

Wichtige Voraussetzung für die Nutzung eines solchen Aufbaus ist jedoch ein schnelles Netzwerk. Bei mir kommt als Kabelnetzwerk CAT6 zum Einsatz mit Spitzengeschwindigkeiten bis zu 950 MBit/s. Für den Laptop, der über WLAN ans Netzwerk geht habe ich noch ein WLAN 802.11n Netzwerk eingerichtet, welches jedoch nur auf ca. 160 MBit/s kommt.

Katastrophenschutz

Die zweistufige Sicherung

Die beste Sicherung nützt natürlich nichts, wenn im Haus ein Brand ausbricht oder eine Überschwemmung oder Erdbeben das Haus zerstört. Auch Diebstahl kann dafür sorgen, dass sowohl Rechner als auch Sicherung nicht mehr existent sind. In solchen Fällen ist es sinnvoll ein zweites Backup zu haben, welches nicht im gleichen Haus liegt, sondern an einem Ort, den man häufig besucht, der jedoch auch weit genug vom eigentlichen Wohnort entfernt ist. Günstige Orte für solche Dinge sind z.B. das Haus von Freunden / Familienangehörigen oder die Arbeitsstelle (wenn vom Arbeitgeber erlaubt).

Für solche Zwecke wird häufig auch ein Sicherung der Daten im Internet empfohlen. Es gibt bereits einige Dienstleister, die solche Datenspeicher zur Verfügung stellen. Ich persönlich halte das noch für zu früh und zu teuer wenn man mehr als den Gratisspeicher benötigt. Sicherlich wird die Zeit kommen, in der die Internetverbindungen flächendeckend schnell genug für große Datentransaktionen sind und auch der Speicher im Internet nicht viel kostet, jedoch rate ich aktuell noch von einer solchen Lösung ab.

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Rückblick: 20 Fotos aus 2011

Da das Jahresende unaufhörlich näher kommt, habe ich beschlossen dieses Jahr mal fotografisch zu betrachten und dabei einige Fotos zu zeigen. Es handelt sich nicht um die besten Fotos, weil es schwierig ist, die besten Fotos zu zeigen. Zum einen ist es schwierig, weil der Begriff “die Besten” absolut schwer zu füllen ist. Aus einem Set guter Fotos das Beste auszuwählen, fällt mir wirklich nicht einfach. Zudem ist es schwierig Fotos von Personen zu zeigen, da diese ein Recht auf ihr Bild haben. Ich zeige daher einfach nur 20 Fotos, von denen ich weiß, dass ich sie zeigen darf, und versuche die Geschichten dazu oder die Gedanken die ich damit verbinde aufzuschreiben.

01: Antiker Bilderlook

Antiker Bilderlook

Dieses Bild entstand auf einer Hochzeit. Die Gäste konnten Luftballons steigen lassen, und das habe ich fotografiert. Die Hochzeit fand in einem Stadtteil von Wolfsburg statt, in dem viele Blockbauten stehen, daher finde ich wirkt das Foto nicht nur durch den Effekt, sondern auch durch die Umgebung irgendwie antik. Lediglich die Autos am Straßenrand stören den Gesamteindruck etwas.

02: Winterspaziergang

Winterspaziergang

Mit meiner Familie war ich auf einem Winterspaziergang unterwegs, als dieses wunderschöne Bild meiner wunderschönen Frau entstand. In diesem Jahr sind wir bereits fünf Jahre verheiratet und ich bin immer noch sehr glücklich mit ihr. An diesem Tag stand die Sonne tief und so entstanden echt schöne Bilder von ihr, von unserem Sohn und auch von beiden. Ich habe aus dem Set dieses Bild ausgewählt, weil es mir persönlich gut gefällt. Die Schärfe sitzt genau auf den Augen und damit genau richtig. Der Schärfenbereich ist so kurz, dass man sich auch wirklich auf die Augen konzentrieren muss.

03: Hochzeitsdekoration

Hochzeitsdekoration

Wir waren in diesem Jahr auf einigen Hochzeiten eingeladen und haben daher wirklich viele Bilder von Hochzeiten. Auf manchen waren wir Gäste, auf anderen durften wir fotografisch den Tag dokumentieren. Wir haben viele unterschiedliche Dekorationen gesehen und ich habe wirklich viele Bilder von Hochzeitsdekorationen. Dieses möchte ich euch stellvertretend für all die anderen einmal zeigen. Mir gefällt die Tiefe, die das Bild durch die vielen Blumen die hintereinander zu sehen sind verdeutlicht. Außerdem sind ganz hinten einige schöne runde Lichtreflexe. Ich habe für dieses Bild noch mein 50mm mit einer Blende von 1.8 verwendet. In diesem Jahr habe ich dieses Objektiv durch das bessere 1.4er ersetzt und einen ausführlichen Bericht auf meinem Blog gemacht, der oft über Google gefunden und gelesen wird. Den Kauf bereue ich keinesfalls. Ich liebe es einfach, mit sehr offener Blende zu fotografieren. Es veredelt die Fotos irgendwie und die Wirkung ist wirklich schön. Ach ja: Ganz oben im Bild sieht man noch zwei der Lampignons, die über den Blumen und dem gesamten Buffet hingen.

04: Vater und Sohn

Vater und Sohn

Dieses Bild finde ich einfach toll wegen der Gesichtsausdrücke. Es zeigt einen meiner Schwager mit seinem Sohn auf dem Sofa. Der Sohn ist voll happy und der Gesichtsausdruck meines Schwagers wirkt eher etwas gequält. Dieser Kontrast macht für mich das Bild aus. Ich habe es in Schwarz/Weiß entwickelt, um die Farben wegzunehmen und den Betrachter damit noch mehr auf diesen Kontrast im Gesichtsausdruck zu leiten.

05: Feld im Sonnenuntergang

Feld im Sonnenuntergang

Ja, das Bild ist wahrscheinlich etwas kitschig und trotzdem finde ich es toll. Ich wollte ein solches Bild schon lange mal machen und bei einem Spaziergang eines Abends ist dann bei tiefstehender Sonne dieser Schuss gelungen. Leider hatte ich keine Festbrennweite dabei. Deswegen habe ich einfach bei meinem Superzoom, relativ nah rangezoomt (178mm) und damit ebenfalls die Schärfentiefe relativ gering bekommen. Leider fehlen trotzdem die schönen Lichtkügelchen, die ich mit einer Festbrennweite evtl. hätte erreichen können.

06: Paarshooting

Paarshooting

Von den Paarshootings hatte ich in diesem Jahr einige. Das Shooting mit den beiden hat mir ganz besonders gefallen, weil so viele unterschiedliche Bilder entstanden sind. Dieses Bild habe ich ausgewählt, weil es eine gewisse Ehrlichkeit ausdrückt und das Gras im Hintergrund mir als Untergrund sehr gut gefällt. Für das nächste Jahr habe ich mir vorgenommen, noch ein paar mehr Fotos mit Gras im Hintergrund zu machen. Leider konnte ich hier mit meinem 50mm nicht weit genug von den beiden weg (durch den Crop-Faktor ist das Objektiv auf meiner Kamera eher ein 80mm). Für das nächste Jahr ist daher der Kauf einer 30mm Festbrennweite geplant, da ich das Problem häufiger hatte.

07: Junggesellenabschied

Junggesellenabschied

Die angehende Braut fand Fotos sehr toll und so wurde ich gebeten, von ihren Freundinnen und ihr ein paar Fotos zu machen, dabei entstand auch dieses Bild. Ich finde es schön, wie der Wind mitgespielt hat, und so die Haare aller Personen im Wind fliegen. Es macht den Wind fast “spürbar”. Wir haben nur ca. 45 Minuten Bilder gemacht aber ich war mit den Resultaten eigentlich wirklich zufrieden und da war noch das eine oder andere gute Bild dabei.

08: Meine Frau [Hochzeit meiner Schwester]

Meine FrauJa, dieses Bild liebe ich wirklich. Ich finde es schön, wie sie lächelt. Das Foto entstand auf der Hochzeit meiner Schwester, die nicht im Internet gezeigt werden möchte. Daher muss meine Frau herhalten. Für mich war es eine völlig neue Erfahrung die Hochzeit der eigenen Schwester zu fotografieren und auch nicht ganz einfach. Die Fotos haben aber auch wieder gezeigt, dass das 50er oftmals auf meiner Kamera noch zu nah dran ist. Die Hochzeit hat mich also im Kauf meiners 30ers noch bekräftigt. Ansonsten ist bei so einem Tag immer die Angst dabei, denn bei der eigenen Familie versucht man natürlich noch bessere Bilder zu machen, damit es später keine Enttäuschung gibt. Die blieb aber aus und so kann ich mit dem Resultat auch zufrieden sein.

 

 

 

09: Urlaub in Österreich

Urlaub in Österreich

Unseren Familienurlaub haben wir dieses Jahr in Österreich verbracht. Da das Wetter doch sehr wechselhaft war, konnten wir alle Stimmungen genießen. Unter anderem habe ich dabei diesen Moment festgehalten, in dem die Sonne durch die Wolken bricht und die Strahlen so wunderschön klar erkennbar sind. In der Nachbearbeitung habe ich dann noch den Vordergrund fast komplett ausgeblendet, um dadurch den Kontrast zwischen Licht und Schatten noch zu erhöhen.

10: Familie

Familie

Auf dem Rückweg aus dem Urlaub haben wir Freunde besucht, mit denen wir dann an einem See waren. Ich habe dieses Foto gemacht, bei dem meine Frau unseren Sohn Richtung Wasser trägt. Mir gefällt die Bildaufteilung: Auf der linken Seite ist viel Platz. Durch die Farbgebung wird das Bild wieder auf das wesentliche reduziert.

11: Farbe

Farbe

Die Farbe des Oberteils, der Haare und des Hintergrundes passen in diesem Bild irgendwie zusammen, daher mag ich es und zähle es zu den guten Bildern aus 2011. Außerdem hat meine Schwägerin so unbeschreiblich weiße Zähne (nicht nachbearbeitet!). Die Bearbeitung dieses Bildes hat mir Freude gemacht.

12: Silberhochzeit

Silberhochzeit

In diesem Jahr haben meine Onkels Silberhochzeit gefeiert (seinerzeit Doppelhochzeit) und ich durfte einige Bilder der Paare machen. Auch dieses Bild ist dabei entstanden. Wie ich aus gut unterrichteten Kreisen weiß, ist es relativ schwierig meinen Onkel natürlich lachend abzulichten. Mit diesem Bild ist mir das gelungen und das freut mich. Das Shooting war für mich eine Herausforderung, weil ich das erste Mal ältere Paare vor der Kamera stehen hatte. Bis dahin hatte ich eigentlich nur Paare in meinem Alter abgelichtet. Ich hatte Angst, dass die Posen und Situationen evtl. zu jugendlich wirken. Aufgrund der Begeisterung die den Fotos entgegengebracht wurde kann ich mit Sicherheit sagen, dass es so falsch nicht gewesen sein kann…

13: Hochzeit

Hochzeit

Ich selber habe mir die Grenze gesteckt nur drei Hochzeiten im Jahr zu machen, da der damit verbundene Aufwand sehr hoch ist. In diesem Jahr waren es dann zum Schluss doch vier Hochzeiten. Jede Hochzeit war anders und brachte wieder ganz besondere Fotos mich sich. Dieses Hochzeitsfoto ist eines der besten meiner klassischen Hochzeitsbilder dieses Jahres. Mir gefällt die Stimmung, die durch die Farbgebung entsteht. Außerdem die Kügelchen im weiten Hintergrund und die Baumstämme im direkten Hintergrund. Zudem geben die Beiden ein wirklich hübsches Paar ab. Es hat mich gefreut diese Hochzeit fotografieren zu können.

14: Mein bestes Dekobild 2011?

Mein bestes Dekobild 2011

Auch wenn ich anfangs gesagt habe, dass ich kein bestes Bild finden kann, so gefällt mir dieses Bild einer Hochzeitsdekoration von allen Dekobildern am Besten. Es ist toll wie die Schärfe genau auf dem Ende der Serviette liegt und fast bis zur Blume reicht. Die Blume ist in dem durch braune und weiße Töne bestimmten Bild der einzige Farbtupfer, den ich in der Nachbearbeitung noch etwas verstärkt habe.

15: Familienshooting

Familienshooting

Insgesamt kann ich in diesem Jahr auf vier Familienshootings zurückblicken. Auf einem davon entstand dieses Bild. Der kleine Junge war absolut fasziniert von den Seifenblasen und ist ihnen hinterhergelaufen. Er hat versucht, sie zu fangen und damit zum platzen zu bringen. Wenn ich das Bild betrachte, dann erinnere ich mich an die Freude die er dabei hatte. Mir gefällt das Zusammenspiel der Natur in grün mit den Farben der Kleidung in blau. Die Seifenblasen vermischen sich fast mit den Kugeln, die durch die Lichtreflektionen im Baum entstehen.

16: Sonntagsspaziergang

Sonntagsspaziergang

Dieses Bild und auch die beiden folgenden sind auf einem Spaziergang entstanden. Es war einer der letzten wirklich warmen Tage des Jahres und wir hatten eine schwierige Woche hinter uns, weil unser Sohn krank war. Wenn ich dieses Bild sehe, dann erinnere ich mich an die Freude, die wir an dem Tag darüber hatten, dass unser Sohn wieder fröhlich war.

17: Kletterer

Kletterer

Er selber wollte an diesem Sonntag überall hochklettern. Das war so die Zeit, in der das anfing, dass er überall draufsteigen musste. Es hat ihm wirklich Spaß gemacht. Hier habe ich die Kamera direkt in die Sonne gehalten und damit versucht, die Sonnenstrahlen einzufangen. Wegen der unterschiedlichen Helligkeiten sieht man leider nicht mehr, wie blau der Himmel an diesem Tag war. Ich finde seinen konzentrierten Gesichtsausdruck toll. Man sieht ihm förmlich an, was die ersten Bank rauf, Bank runter Aktionen für eine Anstrengung bedeuten.

18: Freude

Freude

Dieses Foto fasziniert mich, weil es einfach die Freude unseres Sohnes darüber ausdrückt, dass er wieder gesund ist. Sein Gesicht ist noch gezeichnet von der Mundfäulnis, die ihn gequält hatte. Das ist das schöne an dem Bild: Der Kontrast zwischen Krankheit und Freude.

19: Sonnenuntergang

Sonnenuntergang

Diesen Sonnenuntergang fand ich einfach schön und habe ihn daher fotografiert. Eigentlich ein Allerweltsbild, jedoch belebt es die Erinnerung an den Moment. Ich hatte eine Hochzeit fotografiert und der Tag neigte sich langsam dem Ende. Ich fühlte mich schon etwas fertig und dann durfte ich diesen Sonnenuntergang sehen. Das war irgendwie wundervoll. Durch die Farbgebung ist das Bild auch so richtig sonnig geworden.

20: Ganz andere Hochzeitsfotos

Ganz andere Hochzeitsfotos

Als letztes Hochzeitsshooting durfte ich im November noch ganz andere Hochzeitsfotos machen. Die Fotos wurde auf einem Gelände gemacht, auf dem unter anderem auch Metallrest zu Blöcken gepresst wurden und dann auf einem großen Berg davon landeten. Diese Kulisse war für die Fotos natürlich ganz besonders. Das Paar wollte außerdem viel mit Accessoires arbeiten, wie z.B. die alte Kaffeemühle und die Tasse auf diesem Bild. Es sind wirklich tolle Fotos entstanden und ich schaue sie immer noch gerne an.

 

Mein Jahr 2011 war von der Fotografie sehr geprägt und es zeichnet sich ab, dass auch das nächste Jahr wieder viele Fotos auf meiner Festplatte landen werden. Ich bin gespannt und schaue voller Vorfreude auf 2012.

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Wenn ich mir heute eine Bridge-Kamera kaufen würde…

Da ich mich für Fotos interessiere und auch für die Technik dahinter, werde ich ab und an auch bei anstehenden Kamerakäufen nach meiner Meinung gefragt. Diese Woche war es wieder so weit und ich habe mich etwas ausführlicher mit dem Thema auseinandergesetzt. Meine Auswertung würde ich gerne mit euch teilen, vielleicht ist ja der eine oder andere an meinem Ergebnis und an meinen Gedanken zu dem Thema interessiert.

Als Bridge-Kameras werden die Modelle bezeichnet, die gerne schon so sein wollen wie “großen”, aber doch noch einige Nachteile der kleinen mitbringen. Auch von der Größe her bewegen sie sich zwischen den echten Spiegelreflexkameras mit Wechselobjektiven und den kleinen Knipserkameras. Die Kameras bieten eine gute Alternative für alle, die mehr wollen als nur “Abdrücken” und die sich doch keine Spiegelrelexkamera mit entsprechenden Objektiven leisten können. Die Preise liegen aktuell so bei 300-500 EUR.

Als ich mich diese Woche mit dem Thema beschäftigt hatte war der Ausgangspunkt die Panasonic DMC FZ48. Leider habe ich im Internet sowohl über die DMC FZ48 als auch die kleiner DCM FZ45 nicht viel gutes gelesen, und auch meine persönlichen Erfahrung mit der 48er Kamera sind nicht positiv. Daher habe ich diese beiden gleich aus meinem Überblick rausgekommen. In meinem Vergleich habe ich auf folgende Modelle geschaut:

Sicherlich gibt es viele weitere interessante Modelle. Ich habe mich auf diese beiden Marken beschränkt, weil meine Bridgekamera seinerzeit von Panasonic war und meine aktuelle Spiegelreflexkamera von Canon kommt. Ich kenne die Kameras also auch von der Bedienung her und kann sie gegenüber anderen Marken uneingeschränkt empfehlen. Bei meiner Betrachtung bin ich folgendermaßen vorgegangen: Ich bin auf die Herstellerseiten gegangen und habe für die Kameras, die in Frage kämen mal zusammengestellt, welche technischen Eigenschaften die haben. Das habe ich auf die für mich relevanten Eigenschaften verkürzt und daraus einige Dinge berechnet, die meiner Meinung nach aussagekräftiger sind als die Herstellerangaben. Die relevanten technischen Angaben bzw. die Resultate aus den Berechnungen habe ich bewertet. Dabei kam eine Übersichtstabelle raus, doch bevor ich diese zeige, versuche ich erst noch die dargestellen Eigenschaften zu erklären:

  • Sensortyp: Gibt Auskunft darüber, wie groß die Fläche des Sensors ist. Die Angabe gibt so weit ich das verstanden habe den Vergleich zu früheren Filmen an. Die Negative hatten eine Fläche von 36x24mm. Diese Fläche wird ins Verhältnis mit der Sensorfläche gesetzt. Also 1/1,7 sagt zum Beispiel aus, dass die früheren Negative das Maß sind und er daher mit 1 angegeben werden und der Sensor nun 1,7 weniger, also nur das ca. 0,6fache der ursprünglichen Fläche. Je kleiner die Fläche ist, desto schlechter ist dies eigentlich.
  • Megapixel: Diese Angabe sollte klar sein. Das ist ein Wert mit dem die Hersteller gerne werben.
  • Platz pro Megapixel: Dieser Wert ist von mir berechnet und sagt nun etwas über die Bildqualität aus. Aus dem Sensortyp und den Megapixel kann man einen Vergleichswert errechnen, der angibt, wieviel Platz pro Megapixel eigentlich auf der Sensorfläche zur Verfügung steht. Das Problem bei heutigen Kameras: Sie haben sehr viele Megapixel, aber die Fläche ist dafür eigentlich viel zu klein. Also müssen die Sensoren zur Farb- und Helligkeitsberechnung der Pixel ziemlich klein sein, damit die überhaupt drauf passen. Für das günstige Preissegment (in dem bewegen wir uns bei Bridge-Kameras) gilt jedoch: Je kleiner die Sensoren sind, desto ungenauer ist der Farb- und Helligkeitswert. Je ungenauer die Berechnung ist, desto mehr liegen benachbarte Sensoren in ihrer Berechnung auseinander, was wiederum zu Bildrauschen führt. Generell kann man sagen: Je mehr Platz also pro Megapixel zur Verfügung steht, desto besser ist dies für die Bildqualität.
  • Brennweite: Ein technischer Wert des Objektivs. Er gibt den Abstand zwischen Einfall des Lichts und Film in mm an. Da heutige Sensoren oft nicht gleich groß sind wie damalige Filme, muss auch die Brennweite umgerechnet werden.
  • Vergrößerung: Die Hersteller werben gerne mit einem optischen Zoom. Dieser berechnet jedoch nur den Faktor zwischen maximaler und minimaler Brennweite. Er sagt nichts über die Vergrößerung aus. Die Vergrößerung berechnet man über die Brennweite 50mm die eine 1:1 Abbildung des Gesehenen ermöglicht. Alles darüber ist eine Vergrößerung, alles darunter eine Verkleinerung des Gesehenen. (100mm wären daher also eine 2fache Vergrößerung des Bildausschnitts [wegen 2*50mm].)
  • Verkleinerung: Wird berechnet über 50mm als 1:1 Abbildung. 25mm wären also eine 2fache Verkleinerung.
  • Blende: Ein technischer Wert fürs Objektiv. Er ist ein Indikator dafür, wie gut man auch bei schlechten Lichtverhältnissen noch Bilder machen kann. Die Angabe der Blende erfolgt von Blende bei min. Brennweite bis Blende bei max. Brennweite. Ein Beispielobjektiv (das der Canon Powershot G12) hat eine Blende von 2,8 bei 28mm Brennweite und eine Blende von 4,5 bei 140mm Brennweite. Hier gilt je kleiner der Wert desto besser. Der Wert gibt nämlich das Verhältnis an zwischen zur Verfügung stehender Objektivfläche und nutzbarer Objektivfläche bei schlechten Lichtverhältnissen. D.h. das Beispielobjektiv kann bei 28mm (min. Brennweite) bis 36% der Objektivfläche nutzen und bei 140mm (max. Brennweite) lediglich nur noch bis 22% der Objektivfläche. Diese Werte sind bedingt durch die Bauarten des Objektivs und die Anzahl / Anordnung der Linsen in dem Objektiv. Je weniger Objektivfläche genutzt werden kann desto weniger Licht dringt jedoch ins Gehäuse ein und das ist insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen negativ fürs Bild. Die Kameras mit viel Zoom haben bedingt durch die dafür notwendigen Bauformen bei maximalen Zoom hier einen besonders schlechten Wert. D.h. diese Vergrößerungen können ohne Blitz eigentlich nur bei Tageslicht im Freien erreicht werden. Ansonsten müsste man ziemlich schnell den Blitz einsetzen, damit das Bild nicht verwackelt. Ich persönlich mag keine Bilder mit Blitz, aber das ist wohl Geschmackssache. Generell gilt hier: Je kleiner die Werte, desto besser ist dies für die Bildqualität.
  • AF Messfelder: Die Werte sagen etwas über die Scharfstellung der Kamera aus. Die meisten Kameras haben heutzutage Mehrfeldmessungen oder ziemlich viele Felder in denen gemessen wird. Im Vergleich hat lediglich die Canon Powershot G12 “nur” 9 Messpunkte und keine Messfelder.
  • Makro: Alle dargestellten Kameras können Nahaufnahmen von Objekten machen.
  • ISO min / ISO max: Die ISO gibt Aufschluss über die Lichtempfindlichkeit der Sensoren für die Berechnung der Farb- / Helligkeitswerte. Bei meiner Farbdarstellung bin ich von der Annahme ausgegangen, dass je höher die maximal mögliche Lichtempfindlichkeit liegt, desto besser verhalten sich die Sensoren bei geringer Lichtempfindlichkeit. Die Lichtempfindlichkeit hat Einfluss auf das Bildrauschen und damit auf die Bildqualität.
  • Geschwindigkeit: Der Wert gibt an, welche Belichtungszeiten mit den Kameras möglich sind. Er liegt überall im grünen Bereich.
  • RAW: RAW Bilder sind unkomprimierte Bilddateien mit stark erhöhter Bildinformation. Diese Möglichkeit ist sehr interessant für die Nachbearbeitung von Bilder. Normalerweise speichern Kameras die Bilder in JPEG ab. JPEG ist ein verlustbehaftetes Komprimierungsverfahren zur Datenmengenreduktion von Bilddaten. Im Klartext heißt das: Je öfter man ein JPEG Bild wieder als JPEG speichert, desto weniger Informationen sind vorhanden. Das Bild wird immer stärker komprimiert und verliert an Farben und Schärfe. Wenn dies bereits in der Kamera ein erstes Mal passiert, dann bei der Nachbearbeitung ein zweites Mal und bei späterem Zuschnitt oder Farbumwandlung (s/w, …) ein drittes Mal ist die Bildqualität schon merkbar schlechter als zu Beginn. Wenn man aber in RAW fotografiert, hat man immer ein unkomprimiertes Rohbild (mit entsprechendem Speicherplatzbedarf) an dem nach belieben geändert werden kann ohne Qualitätsverlust. Erst für die Weitergabe oder Ablage wird das Bild dann als JPEG exportiert und einmal komprimiert. Sicherlich ist dies für viele Käufer von Bridge-Kameras erst mal uninteressant, aber man weiß nicht, wozu man sich noch entwickelt. Ich persönlich würde darauf achten, dass die Kamera RAW wenigstens unterstützt, auch wenn man es vorerst nicht nutzen möchte.
  • LCD-Bildschirm dreh- / schwenkbar: Gibt Auskunf darüber, ob der LCD Bildschirm starr verbaut ist oder an einem Scharnier sitzt und damit beweglich ist.
  • Video max Auflösung: Erklärt sich von selber. Grundsätzlich haben die älteren Kameras die 720p Auflösung (“HD-Ready”) und die neueren die 1080p (“Full-HD”).
  • Speicherkarte: Welcher Typ kann verwendet werden: Alle setzen auf SD-Karten, was meiner Meinung nach sinnvoll ist. Einige bieten zusätzlich die Möglichkeit die (älter und langsameren) MMC Karten zu verwenden.
  • Displaygröße: Ein Wert mit dem die Hersteller werben. Alle verglichenen Kameras liegen hier sehr nah beieinander.
  • Displaypixel: Wie viele Bildpunkte werden auf dem Display dargestellt.
  • Displaypixel pro cm²: Ist ein Wert der von mir hinzugefügt wurde, weil er einen Rückschluss auf die Displayschärfe bietet. Was nützt das größte Display, wenn das Bild unscharf dargestellt wird?
  • Sucher: Um Geld zu sparen, setzen einige Hersteller auf einen elektronischen Sucher. Damit spart man sich die notwendige Technik, die den Spiegel für die Belichtung hochklappen müsste. Ich hatte an meiner Bridgekamera seinerzeit einen solchen Sucher und weiß, dass man ihn nicht benutzt, weil er einfach schlecht und unscharf ist. Wenn man einen elektrischen Sucher hat, fotografiert man immer über die Darstellung am Kameradisplay. Ob man einen Sucher braucht ist Geschmackssache. Erst hat’s mich gestört, inzwischen liebe ich ihn. Ein optischer Sucher ist auch in praller Sonne noch hell genug. Hier kommen die Kameradisplays oft an ihre Grenzen und man erkennt nur noch schematisch, was gerade fotografiert wird oder man nutzt den wirklich schlechten elektrischen Sucher.
  • Bilder auf Flickr: Diese Information habe ich noch hinzugefügt, weil sie Aufschluss über die Verbreitung der Kamera gibt. Flickr ist ein Onlinefotodienst und man kann dort ganz gezielt nach Kameramodellen suchen. Nicht alle werden in der Flickr-Kamerasuche abgebildet, das ist dann in meiner Auswertung mit “keine” vermerkt. Diese Angabe dient lediglich der Information.
  • Preis: Wo liegt der aktuelle günstigste Internetpreis mit Versand im heise-Preisvergleich?

Hier nun die Übersicht:

Nach dieser technischen Erklärung und meiner Übersicht das Fazit der Auswertung: Wenn es um die Bildqualität geht, würde ich euch die Canon Powershot G12 empfehlen, da diese mit Abstand die besten Bilder erzeugen wird. Die Kamera verwendet Technik aus dem höherpreisigen Spiegelreflexkamerasegment. Das ist an erster Stelle ersichtlich an dem Sensortyp der wesentlich größer ausfällt, als bei den anderen Kameras, aber auch der Bildprozessor (nicht in der Übersicht dargestellt) wird genauso im höherpreisigen DSLR Segment eingesetzt (ich meine sogar, meine Kamera hat den gleichen Bildprozessor). Das Display hat viele Bildpunkte und ist daher sehr scharf. Die Verbreitung auf Flickr deutet daraufhin, dass sie auch unter Fotobegeisterten häufig genutzt wird. Die Kamera hat jedoch einen wunden Punkt: Die Vergrößerung. Hier erreicht die G12 nur einen Wert von 2,8 und liegt damit weit abgeschlagen hinter den anderen Kameras. Der potentielle Käufer muss hier also die Entscheidung treffen, ob die Vergrößerung ausreichend ist, oder ob er gerne nah an Personen und Objekte ranzoomen will. Sollte man sich aufgrund des Zooms gegen die G12 entscheiden ist meine nächste Empfehlung die DMC FZ38. Hier besteht die Möglichkeit auch in RAW zu fotografieren bei Bedarf, und damit kann man einige Mankos der Kamera durch die Nachbearbeitung ausgleichen. Sollte die RAW Fotografie egal sein, dann wäre es die Canon Powershot SX40 HS. Die Kamera bietet zwar keine RAW-Fotografie, dafür jedoch Full-HD Videoaufnahme und einen etwas größeren Sensor als die DMC FZ38.  Außerdem ist die Vergrößerung noch mal viel stärker als bei der FZ 38. Ansonsten nehmen sich die beiden nicht viel.
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Vergleich: Canon EF 50mm 1:1.8 oder Canon EF 50mm 1:1.4

Mit meiner digitalen Spiegelreflexkamera habe ich mir damals auch eine Festbrennweite gekauft: Das Canon EF 50mm 1:1.8. Mein Kaufgrund: Ich wollte auch in dunkleren Umgebungen noch ohne Blitz Fotos machen. Ich habe mir natürlich schon damals das Canon EF 50mm 1.4 angeschaut, aber mich aus finanziellen Gründen für die günstigere Version entschieden, immerhin ist das 1:1.4 ca. 250 EUR teurer. Ziemlich schnell habe ich mich nach dem Kauf in die Festbrennweite verliebt und hatte das Objektiv wesentlich häufiger drauf als mein SuperZoom. Die Fotos sehen einfach anders aus, man kann das überhaupt nicht vergleichen. Zwei meiner ersten Testfotos damals mit dem 1.8er:

Nutella auf 50mm

Punika auf 50mm

Aber das günstige 1.8er hat auch ganz klare Grenzen, an die ich bald gestoßen bin. Das Problem bei diesem sehr geringen Schärfebereich ist, dass man ziemlich genau treffen muss (beim nutella-Bild ist z.b: das nutella nicht im Schärfebereich). Damit ich als ganz genau weiß, wo die Kamera scharf stellt, bin ich von den 9 verfügbaren Messpunkten auf einen fixen Messpunkt gegangen, was dazu führt, dass die Kamera die Schärfe nicht immer 100% trifft. Zum Teil liegt das wohl auch an dem Motor des Objektivs. Das hat mich schon geärgert. Ich hatte bei den Fotos häufig Ausschuss dabei und habe bei Fotoshootings immer etwas mehr Bilder gemacht, damit auf jeden Fall ein scharfes dabei ist.

Vor kurzem hatte ich dann einen Freund zu besuch. Dieser hat mir erzählt, dass er ein 50er 1.4 zu Hause hat. Das habe ich mir dann ausgeliehen. Ich bin ganz objektiv an die Sache rangegangen und habe einfach nur Testfotos gemacht. Auf denen konnte ich keinen Unterschied feststellen, der die 250 EUR Mehrpreis rechtfertigt. Hier meine Vergleichsbilder:

 

Vergleichsbild Canon EF 50mm 1:1.4 gegen 1:1.8Vergleichsbild Canon EF 50mm 1:1.4 gegen 1:1.8

Vergleichsbild Canon EF 50mm 1:1.4 gegen 1:1.8Vergleichsbild Canon EF 50mm 1:1.4 gegen 1:1.8

Für mich haben die Vergleichsbilder dazu geführt, dass ich für mich gesagt habe, dass sich der Mehrpreis nicht lohnt. Die Unterschiede, die ich aus den Bildern entnehme:

  • 1.4er ist vom Schärfebereich noch extremer als das 1.8er
  • Die Bilder beim 1.4er sind besonders zu den Kanten hin besser ausgeleuchtet
  • Die Farben sind “irgendwie schöner”

Aber so krass, dass der Preis sich lohnen würde…

Bis ich dann die beiden Shootings mit dem geliehenen Objektiv gemacht hatte. Das eine Shooting war eine Trauung. Die Verhältnisse dabei wie immer: Wenig Licht und trotzdem gerne ohne Blitz arbeiten, um die Emotionen einzufangen. Es war genial, überhaupt kein Vergleich mit dem 1.8er. Es gab auch viel weniger Ausschuss. Außerdem ist der Motor leiser und genauer, da das 1.4er mit einem UItraschallmotor ausgestattet ist. Hier einige Ergebnisse:

Hochzeitsdekoration in der KircheKlavier für die HochzeitsfeierSegensgebet fürs Brautpaar

Direkt danach hatte ich noch ein Paarshooting, bei dem ich auch das 1.4er verwendet habe. Die Ergebnisse haben mich teils sehr positiv überrascht:

 

Schöne AugenSchöne AugenDie Schuhe im Vordergrund

Irgendwie waren diese Fotos anders, als die vom 1.8er. Ich kann das nicht beschreiben, aber es wirkt anders. Ein Faktor ist sicherlich, dass der Objektivdurchmesser beim 1.4er größer ist und daher auch in die Randbereiche mehr Licht dringt. Aber Farben, Schärfe und Gesamtwirkung unterscheiden sich im realen Betrieb doch eigenartig bemerkenswert von dem 1.8er.

Was soll ich lange sagen: Ich habe es mir gekauft. Und bisher noch nicht bereut. Falls jemand sich fragt, ob die 250 EUR lohnen: Ja, das tun sie. Falls das Geld aber nicht reichen sollte, so tut es auch das 1.8er. Aber eine Festbrennweiter führt gleich zu ganz anderen Fotos und das kann jeder bestätigen, der bereits damit gearbeitet hat.

Übrigens sehen die Kugeln im Hintergrund auch wahnsinnig schön aus:

Schöner Hintergrund mit Blende f1.6

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